Warum viele Unterkünfte mit „Zentralheizung“ werben
Die durchschnittlichen Temperaturen im neuseeländischen Winter liegen statistisch bei 14 Grad. Im Northland oder in Auckland mag diese Temperaturangabe stimmen, ganz anders jedoch beispielsweise in Dunedin auf der Südinsel. Schnee und Minusgrade sind auch für Queenstown normal.
Was man über Neuseeland im Winter wissen sollte, nicht die Temperaturen können zum Problem werden, wohl aber die Unterkunft. Etwa 80 Prozent aller Häuser in Neuseeland sind vollkommen unisoliert, haben Einfachverglasung und besitzen keine Heizung. Die Taktik der Bewohner – mehrere Schichten anziehen. Im normalen Kiwi-Haushalt wird dann der Wohnraum mit einem Öfchen, den so genannten Woodburnern, beheizt, der Rest des Hauses bleibt kühl. In einigen Betten sorgen „electric blankets“, beheizbare Decken unter dem Laken für Wärme beim Schlafen.
Für viele Europäer, die in der kälteren Jahreszeit von Mai bis September nach Neuseeland reisen, sind diese arktischen Temperaturen im Haus Gewöhnungssache.
Viele Unterkünfte werben deshalb mittlerweile mit Zentralheizungen, elektrischen Radiatorenheizungen für die Steckdose oder Heizlüftern und Heizdecken. Wer gerne bei normalen Zimmertemperaturen schläft und wohnt, sollte diese Angebote bevorzugen! Die Heizungen in vielen Campervans funktionieren im Stand nur, wenn die Hauptstromversorgung auf einem Campingplatz an die Steckdose angeschlossen ist. Bei der Wahl des Stellplatzes sollte man deshalb eine „Powered Site“ aussuchen.
Doch Spaß und wunderschöne Landschaften sind in Neuseeland auch im Winter garantiert. Viele Gegenden werden zu echten Winterskigebieten. Sogar einige internationale olympischen Teams reisen jedes Jahr im europäischen Sommer nach Neuseeland, um dort bereits für die nächste Saison zu trainieren.






