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Archive for August 2012

Maori-Mythologie – Veranschaulichung der Erdentstehung

In der Geschichte der Maori gibt es unzählige Mythen und Legenden um den Kauri, den “Vater aller Lebewesen”. Ähnlich der Erschaffung der Welt in der Bibel gibt es auch eine Schöpfungsgeschichte in der Maori-Mythologie:

Am Anfang gab es keinen Himmel, kein Meer, keine Erde und keine Götter. Es herrschte Dunkelheit und Te Kore, das Nichts. Zuerst entstanden die beiden Ursprünge, die Eltern aller Maori, Papatuanuka, die Mutter Erde und Ranginui, Vater Himmel. Die beiden hatten 70 männliche Nachkommen. Sie wurden zu den Göttern der Maori. Sie lebten in der Dunkelheit und sehnten sich nach nichts mehr als nach Licht. Bei einem geheimen Treffen entschlossen sie sich, Vater und Mutter gewaltsam zu trennen, um ihrem Gefängnis ein Ende zu bereiten. Tane Mahuta, der Gott der Lebewesen und des Waldes war dagegen, die Eltern zu Töten. In der Gestalt des riesigen starken Kauris schaffte er schließlich, was keines seiner Geschwister fertig gebracht hatte, Vater und Mutter zu trennen. Der Vater wurde zum Himmel, die Mutter zur Erde und zum ersten Mal drang Licht, Luft und Raum in die Welt. Nur ein Bruder war gegen die Trennung der Eltern, Tawhiri Matea, der Gott des Windes. Er stieg zu seinem Vater in den Himmel auf und bringt seither als Racheakt die Stürme auf die Erde.

Der Kauri wird bei den Maori seither als Urvater aller Lebewesen angesehen, erlaubte mit seiner Tat, dass Leben wachsen und gedeihen kann und alle Kreaturen sind seine Kinder. Die Maori des Nordens glaubten übrigens auch, dass Kauri unter anderem auch der Vater des Pottwals sei. Beide gelten aufgrund ihrer Größe als Könige in ihrem Reich. Einst soll der Wal den Kauri gebeten haben, mit ihm ins Meer zu kommen. Daraufhin antwortete dieser: “Nein, Du magst das Wasser lieben aber ich stehe lieber mit meinen Füssen auf festem Boden.” – “Gut, dann lass uns wenigstens unsere Haut tauschen.” Deshalb ist die Rinde des Kauri dünn und voll von harzigem Öl, hat eine ähnliche Struktur wie die eines Pottwals und das Harz des Kauris ähnelt dem Amber im Darm des Wals.

Tane Mahuta ist heute der Name des größten lebenden Kauribaumes in Neuseeland.

Er ragt im Waipoua Forest, nördlich von Auckland in den Himmel. Der “Gott des Waldes”, wie er nach der Legende auch genannt wird, hat eine Höhe von 51,5 Metern, einen Durchmesser von 13,8 Metern, ein Volumen von 244,5 Kubikmetern und ist geschätzte 1250 bis 2000 Jahre alt. Der Urwaldriese ist nicht nur Anziehungspunkt für Touristen, sondern bis dato auch wichtiger Bestandteil in der Kultur der Maori. Auch wir besuchen Tane Mahuta im Northland mit unseren Teilnehmern auf den Reisen Neuseeländische Kontraste und auf der Reise Nordinsel Abenteuer und geben Euch noch viele weitere Einblicke in die Kultur der Maori in Neuseeland.

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Kauri-Bäume – Relikte aus Gondwana-Land

Die Zeit des römischen Reiches, das Zeitalter der Pyramiden Ägyptens, der Neandertaler und der letzten Eiszeit – diese Äras der Erdgeschichte erscheinen im Vergleich zum Leben eines Kauribaumes, wie die Kinderstube der Entwicklung auf unserem Planeten. Denn die Geschichte der mächtigen Kauris beginnt bereits vor 150 Millionen Jahren, als der Urkontinent Gondwana Land zerbrach und die einzelnen Erdteile auseinander drifteten.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Neuseeland blieb isoliert, abgeschirmt von allen äußeren Einflüssen und brachte seine ganz eigene Vegetation hervor. Die Vorfahren aller Kauris lebten im Zeitalter der Jura, vor 200 bis 135 Millionen Jahren. Die heutigen Kauri Wälder in Neuseeland sind die Nachkommen der einstigen gewaltigen Urwaldriesen, die vor bis zu 65 Millionen Jahren weite Areale des Landes besiedelten.

Altes Holz und Harze aus archäologischen Ausgrabungen wurden untersucht und die Ergebnisse bestätigten, dass die Kauris in einer Zeit wuchsen, in der in Europa Steinzeitmenschen und Mammuts lebten.

In der Holzfällerzeit von ca. 1870 – 1920 wurden jedoch ganze Landstriche voller Kauris gerodet – vor allem für den Schiffsbau und Holz-Export. Heute sind alle Kauris geschützt, womit sich die Frage stellt, woher heute das Holz kommt, dass man als Schneidebrett, Salatbesteck, geschnitzte Holzstatue oder Holzkoru kaufen kann? Nahezu unglaublich, doch das Edelholz wird gezielt aus Sümpfen ausgegraben oder aus Flüssen und Seen geborgen, wo es konserviert durch dicke Schichten aus Vulkangestein und Sedimenten die Jahrtausende überdauerte. Diese Kauristämme, die heute zur Holzverarbeitung in Neuseeland geborgen werden sind bis zu 45.000 Jahre alt!

Und dass heute Kauri aus Neuseeland weltweit begehrt ist und was die Industrie alles aus den Urwaldriesen fertigt, könnt Ihr hier nachlesen.

Mehr zur Maori-Mythologie und welche Rolle der Kauri dort spielt erfahrt ihr in unserem nächsten Post. Übrigens: wir besuchen Tane Mahuta, den Urvater aller Kauri im Northland mit unseren Teilnehmern auf den Reisen Neuseeländische Kontraste und auf der Reise Nordinsel Abenteuer.

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Neue internationale Business-Studie beweist: Der Kiwi-Lifestyle schlägt den Weltdurchschnitt

Wir von Sidetracks wussten es ja schon längst aber jetzt wird unser persönliches Urteil hoch offiziell bestätigt. Das Unternehmen Regus veröffentlicht alle zwei Jahre einen so genannten Work-Life Balance Index, der zeigen soll, in welchen Ländern der Welt die persönliche Zufriedenheit und Ausgeglichenheit zwischen Beruf und Privatleben am besten funktioniert. Deutschland ist fast in allen Kategorien trauriges Schlusslicht, während Neuseeland sogar über dem Weltdurchschnitt angesiedelt ist. Die Studie beweist – der Kiwi-Lifestyle ist einfach besser!

Aber lest hier selbst…

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Beunruhigt verfolgen Neuseeländer die plötzlichen vulkanischen Aktivitäten in ihrem Land, nachdem der Mount Tongariro ausbrach und drei neue Öffnungen in den Berg riss. „Man konnte aktive Dampflöcher an einem neuen Krater unterhalb des höheren Te-Mari-Kraters sehen”, berichtete Michael Rosenberg nach einem Kontrollflug über das Vulkangebiet.

Der Tongariro National Park ist der älteste Nationalpark Neuseelands und Teil des UNESCO Weltkultur- und Weltnaturerbes. Der Park mit seinen drei aktiven Vulkanen Mount Ruapehu, Mount Ngauruhoe und Mount Tongariro ist eine der größten Attraktionen Neuseelands.

Rosenberg ist Vulkanologe bei GNS Science und arbeitet zusammen mit Experten der Massey University unter Hochdruck, um die neuesten Bewegungen und Aktivitäten zu deuten und auszuwerten. „Seismisch betrachtet war es kein großer Ausbruch, aber dieses Spektakel kann sich jederzeit wiederholen”, erklärte er der Presse. „Einen Lava- oder Schlammstrom gab es nicht.“

Bei der Eruption wurden Lavabrocken von einem Meter Durchmesser bis zu zwei Kilometer weit geschleudert und hinterließen beim Aufprall kleine Krater. Eine leere Wanderhütte wurde beschädigt. Die Aschewolke war 375 Quadratkilometer groß und behinderte den Flugverkehr. Es kam zu Verspätungen und Umleitung im Luftfahrtbetrieb.

Hier geht es zum gesamten Artikel von 360 Grad Neuseeland.

Wir von Sidetracks sehen momentan noch keine Änderungen in unserer Tourplanung. Selbst die Skigebiete am Mount Ruapehu sind nach wie vor geöffnet. Natürlich beraten wir alle Teilnehmer gerne!

Mount-Ngaurahoe Aug.2012 credit GNS Science

Mount-Ngaurahoe Aug.2012 credit GNS Science

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Alternative zu öffentlichen Wanderrouten

Kürzlich sind wir über folgenden interessanten Artikel gestolpert, den wir gerne mit Euch teilen möchten. Wir von Sidetracks wandern schon lange über Privatland, weg von den Touristenströmen, ganz wie es unser Name verspricht. Und unsere Teilnehmer kommen so in den Genuss der Exklusivität der Routen und der besonderen Unterkünfte auf den Wegen! Aber lest doch selbst über die Vorzüge der “Private Walkways”:

Neuseeland ist eines der schönsten Länder zum Wandern, jedoch können beliebte Wandertouren wie die Milford-, Routeburn- oder Greenstone-Route sehr kostspielig werden. Bucht man einen Fremdenführer, eine Unterkunft und rechnet noch die Mahlzeiten mit ein, kann man für einen Vier-Tages-Ausflug schnell bis zu 1800 NZ$ pro Person ausgeben.

Eine günstigere Variante bieten die rudimentären Hütten des „Department of Conservation“ (DoC), in denen man als sogenannter „freedom walker“ nächtigen kann. Zwar ist ein solcher Ausflug als Selbstversorger insgesamt wesentlich günstiger als eine geführte Pauschal-Tour durch die Wildnis, allerdings muss man seine gesamten Habseligkeiten (Lebensmittel, Zelt, Handtücher und Schlafsack) beim Wandern auf dem Rücken tragen.

In den letzten Jahren hat sich eine weitere Alternative aufgetan, um die einzigartige Wildnis Neuseelands zu Fuß zu erkunden. Benachbarte Farmer schließen sich seit Ende der 1980er Jahre zusammen und erschaffen neue, mehrtägige Wanderwege über ihre Ländereien. Das bietet Wanderern Abwechslung und den Landwirten eine breiter gefächerte Einkommensquelle…

Hier geht’s zum Artikel

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Spaß und Erholung an Neuseelands endloser Küstenlinie

Die kleine Nation am schönsten Ende der Welt ist unter anderem das Land der Spitzensportler, denn in den wichtigsten Sportarten des Commonwealth, wie etwa Rugby, Cricket, Softball und Netball, gehört Neuseeland zur Weltspitze. Für seine geringe Einwohnerzahl gewinnt Neuseeland zudem eine relativ hohe Anzahl an olympischen Medaillen. Kiwis betreiben Sport jedoch nicht nur auf professioneller Ebene, sondern es ist die Freizeitbeschäftigung schlechthin.

Es liegt nahe, dass die beliebtesten Freizeitsportarten der Neuseeländer am Strand oder im Wasser stattfinden, denn von beidem besitzt der Inselstaat im südlichen Pazifik ausgesprochen viel. Das Land der Sportfanatiker besteht nicht nur aus den zwei Hauptinseln, sondern aus weiteren 700 kleineren Inseln. So umfasst die gesamte Küstenlinie Neuseelands mehr als 15.ooo Kilometer, welche einmalige Möglichkeiten für alle Arten des Strand- und Wassersports bieten. In den tiefen, malerischen Buchten gibt es fabelhafte Segelreviere, spektakuläre Tauchgründe und hohe Surfwellen, aber auch endlose einsame Strände zum Relaxen. Beim Segeln gehört Neuseeland zu den weltweit führenden Nationen, sie sind doch im America’s Cup immer vorne mit dabei.

Schwimmen mit Delfinen oder Robben, „Whale Watching“ oder Tauchen in einer beeindruckenden Unterwasserwelt sind den meisten Touristen bekannt, doch auch Kite-Surfing und -Boarding, Land-Sailing oder -Yachting, Wasserskifahren, Rudern Kanu- und Kajakfahren sind an vielen Stellen möglich.

Auch wir unternehmen mit unseren Teilnehmern Abenteuer auf dem Segelboot oder im Kajak und jeder darf garantiert mal ans Steuer und greift selbst zum Paddel!

Doch nicht nur das Meer fordert die Kiwis und ihre Besucher regelrecht zu Outdoor-Aktivitäten auf, auch landeinwärts locken die vielen Seen und Flüsse zu weiteren sportlichen Aktivitäten im und auf dem Wasser. Fast an jedem Fluss werden neben Kajak- und Kanu- auch Raftingtouren in reißenden Gewässern angeboten.

Neben den konventionellen Sportarten, die am anderen Ende der Welt ausgiebig betrieben werden, haben sich die erfinderischen Inselbewohner auch neue Wassersportarten und –Geräte ausgedacht. So hat die geniale „Kiwi-Ingenuity“ Erfindungen wie das Quadski hervorgebracht, ein Amphibienfahrzeug, welches sowohl Land- als auch wassertauglich ist. „Ich war es einfach leid, meinen sieben Sachen und das Boot immer erst vom Haus zum Strand fahren zu müssen“, erklärt der Erfinder seine Motivation. Um auch die flachen Gewässer im Landesinneren befahren und erkunden zu können, erfand der Rennfahrer und Ingenieur Bill Hamilton das inzwischen weltbekannte Jetboat. Die Gischt spritzt bis ins Boot und mit Blitzgeschwindigkeit rasen die Touristen um Felsen und Klippen. Ein Trip in einem dieser Schnellboote, ist für viele Neuseelandbesucher ein Höhepunkt ihres Abenteuerurlaubes.

So fordert das Land der Erfinder und Sportler seine jährlich rund 1,5 Millionen Besucher dazu auf, am Leben im Rhythmus mit der Natur teilzunehmen und nicht nur eine passive Gastrolle zu spielen – kommt doch einfach nach Neuseeland und probiert es selbst aus. In jeder unserer aktiven Sidetracks Touren unternehmen wir tolle Wasser-Aktivitäten

Unsere Kleingruppen von nur elf Teilnehmern sind familiär, da stürzt man sich einfach gemeinsam in neue Abenteuer und in die Fluten!

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Maori – die ersten Bewohner Neuseelands

Für alle, die sich gerade auf ihren nächsten Neuseeland Urlaub einstimmen wollen, eine gute Gelegenheit:  das Linden-Museum in Stuttgart bietet noch bis 14. Oktober 2012 die Sonderausstellung „Maori: Die ersten Bewohner Neuseelands“.

Die Ausstellung ist eine gute Möglichkeit, erste Eindrücke der Kultur der neuseeländischen Ureinwohner zu bekommen.  Wer sich besonders für diese Kultur interessiert, dem können wir ganz besonders unsere Reise Neuseeländische Kontraste empfehlen. Auf dieser Reise erlebt man nicht nur landschaftliche Highlights Neuseeland, sondern eben auch vielfachen Kontakt mit Maoris und ihrer Kultur- und dies aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

Aber zunächst mehr über die Ausstellung:

Die Maori – erste Entdecker und Besiedler Neuseelands – stellen heute 15% der Bevölkerung und sind mit Selbstbewusstsein dabei, auch ihre traditionellen Werte und Ausdrucksformen zum selbstverständlichen Teil der Gesellschaft werden zu lassen.

Die Ausstellung lädt ein, die Welt der Maori im 21. Jahrhundert zu entdecken und sich mit ihren Konzepten von Mana und Tapu, von Vergangenheit und Gegenwart, auf eine Reise zu begeben: Zu den waka – den mythischen Booten der ersten Entdecker, zu den marae – den zentralen Versammlungsorten und -häusern, zu den whakapapa – den Genealogien der großen Stämme und kleineren Gemeinschaften, und zu den taonga, den Objekten der Ahnen, denen Kraft und Leben zugeschrieben wird…

Hier geht’s zum ganzen Artikel

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