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Archive for Dezember 2012

Traumgärten und Gartentouren auf der anderen Seite der „Erde“

Neuseeland hat ein sehr mildes Klima mit Temperaturen, die sich ganzjährig fast landesweit zwischen 10 und 25 Grad halten. So wächst und gedeiht am anderen Ende der Welt fast das ganze Jahr über und ohne Winterschutz. Frost gibt es kaum. Zudem erreichen viele Pflanzen enorme Größen und wachsen ohne großes Zutun dicht und üppig.

Manche machen die starke UV-Strahlung im neuseeländischen Sommer für das enorme Pflanzenwachstum verantwortlich, welches zum Beispiel dazu führt, dass Gewächse, die man in Deutschland nur als Topfpflanzen kennt, hier zu regelrechten Bäumen heranwachsen. So gedeihen Geranien oder Weihnachtssterne einfach als Büsche im Freien.

Den gepflegten, englischen Rasen muss der Kiwi mindestens einmal wöchentlich mähen und ein Durchschnittsgarten auf dem Land liefert oft genügend Feuerholz, um dieses in der kälteren Jahreszeit als Kaminfeuer entflammen zu können.

Neuseeland ist wahrlich ein Paradies für Gartenliebhaber. Der atemberaubenden Wildnis der neuseeländischen Naturlandschaften setzen die Kiwis bezaubernde und liebevoll gepflegte Privatgärten entgegen, neben den von den Städten und Gemeinden angelegten botanischen Gärten und Parkanlagen in öffentlichen Plätzen. Mehrfach pro Jahr werden Grünstreifen, Verkehrsinseln und Rasenflächen liebevoll gepflegt, gestutzt und detailgetreu bepflanzt.

Das Spektrum der Gartenkünste der Neuseeländer reicht von tropisch-erscheinenden Palmengärten, über romantische Rosenparadiese und englische Cottage-Gärten, bis hin zu weitläufigen Landschaftsparks am Meer und skurrile Künstlergärten mit Skulpturen. Viele der Gärten in Neuseeland sind eng mit der englischen Gartentradition verbunden, so sind hier Rosen und üppige Staudenrabatten beliebt und gedeihen prächtig.

Doch nicht nur Ziergärten werden in großem Stil angelegt, auch Nutzgärten sind Gang und Gäbe. Hiermit wird die stetige Versorgung der eigenen Familie gesichert und die Lieferung von frischen Zutaten für die tägliche Küche gesichert. Ob Tomaten, Erdbeeren, Kohl oder Kartoffeln, besonders gut gedeihen hier 365 Tage im Jahr Zitrusgewächse, wie Zitronen, Orangen, Mandarinen, Grapefruit oder die neuseeländische Fejoa.

Wer selbst keinen Garten hat, kann sich in der Nachbarsgemeinschaft umsehen oder sogar die häufig angelegten Gemeinschaftsgärten der Städte bewirtschaften. Auf öffentlichen Flächen werden mit freiwilligen Helfern Obst und Gemüse angebaut und jeder Anwohner darf kostenfrei miternten.

Hierfür werden sogar sogenannte „organic courses“ angeboten, die über mehrere Monate abgehalten werden und in denen man alles über den biologischen Anbau von Obst und Gemüse in Neuseeland lernen kann.

Für Urlauber und Touristen muss es dabei nicht beim Blick über den Gartenzaun bleiben. Wer einen Überblick in die neuseeländische Fauna und die Bepflanzung der Gärten bekommen möchte, kann an offiziellen Gartentouren teilnehmen. Einmal im Jahr organisieren viele Gemeinden eine Route durch private Traumoasen der Kiwis, welche dann stolz der Öffentlichkeit ihre Meisterwerke präsentieren. Und dabei gibt es auch wichtige Insidertipps, wie man beispielsweise die Rosen richtig schneidet oder aus dem am Strand gesammelten Seetang selbst wertvollen Dünger herstellen kann.

Auch wir sehen auf vielen unserer Touren immer wieder über Gartenzäune oder dürfen die weitläufigen Gartenanlagen unserer Gastgeber bewundern. Die Sidetracks Touren dieses Jahr sind bereits angelaufen und noch sind auf einigen Touren Plätze frei! Wir würden uns freuen, Euch in 2013 ganz persönlich in Aotearoa begrüßen zu dürfen!

Allen Neuseeland-Fans einen guten Start ins neue Jahr!!! Euer Sidetracks-Team

Blüten Garten

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Die Liebesaffäre der Kiwis mit ihrer Eiswaffel

„In den letzten fünf Jahrzehnten haben sich die Kiwis durch etwa 100 Millionen Liter Hokey-Pokey-Eiskrem geschleckt“, erzählt der Manager Ray O’Connor der Firma „Tip Top“ stolz. „Hokey Pokey“ entstand ursprünglich aus einfachen Karamellbonbons, die mit Vanilleeis vermischt wurde. Daraus entstand in den 1940er Jahren der knusprig-klebrige Eisliebling der Kiwis.

Während in Deutschland das Eis vielleicht momentan auf der Straße liegt, ist in Neuseeland nun gänzlich der Sommer eingekehrt und die Kiwis verzieren wieder Tonnen von Eiscreme.

Hokey Pokey Eis erlangte schon damals große Beliebtheit und erhielt schnell den offiziellen „Kiwiana-Status“, da die sonstige Auswahl an Süßspeisen in der isolierten Inselnation sehr überschaubar war. Der Begriff „Kiwiana“ umschreibt Objekte, Zeichen, Sprache, Geschichte und kulturelle Eigenheiten, welche zu der neuseeländischen Identität gehören und das neuseeländische Nationalgefühl ausmachen. Die nationale Identität entwickelte sich über die letzten 150 Jahre aus der Vermischung der Traditionen der europäischen Siedler mit denen der Ureinwohner, der Māori. Um als ein Teil von „Kiwiana“ zu gelten, muss etwas besonders typisch für Neuseeland sein und ein positives Bild assoziieren, so wie eben das beliebte Karamell-Vanille-Eis.

Heute werden knapp zwei Millionen Liter des Speiseeises mit dieser Karamell-Geschmacksrichtung pro Jahr von den Einwohnern des Inselstaates verzehrt. Damit steht Hokey Pokey an zweiter Stelle der Eiskrem-Beliebtheitsskala, pures Vanilleeis ist der absolute Favorit der Kiwis.

Einer Legende nach rührt der Name von italienischen Eisverkäufern her, die „Ecce pocce“ riefen, was so viel bedeutet wie „kommt her, es ist kalt!“. Durch unterschiedliche Schreibweisen und Aussprache entwickelte sich so der Name Hokey-Pokey.

 

Und heute lieben die Neuseeländer ihre „Icecream“ mehr denn je. Inzwischen gibt es Eissorten in allen Regenbogenfarben, Geschmacksrichtungen und mit unterschiedlichem Fettgehalt. Hokey Pokey bleibt jedoch seit über 70 Jahren unverändert „Hokey Pokey“. „Es ist schwierig, ein Produkt mit niedrigem Fettgehalt herzustellen, wenn es von vornherein Süßwaren wie Karamell enthält“, erklärt der Manager Ray O’Connor. Der Eiscremehersteller „Tip Top“ ist für Kiwis mit der speziell neuseeländischen Eis Sorte fest verschmolzen.

„Aber ja, Hokey-Pokey hat sich leicht verändert“, gesteht der „Tip Top“-Manager  O’Connor schließlich. „Die knusprigen Karamellstückchen haben sich in den 1980er Jahren von ungleichmäßig großen Brocken zu gleichmäßigen Bonbon-Kügelchen entwickelt“, verrät der Eicremeexperte. Die Karamellbrocken hätten zuvor die Maschinen in der Produktion verstopft.

Wenn die Eiscreme in der Sommersonne schmilzt, bleibt eine klebrig-zähe Flüssigkeit zurück, die golden glänzt, von dem so mancher Kiwi besessen ist und sie deshalb auch „New Zealand Gold“ nennt. „Es gibt zwei Sorten von „Hokey Pokey“-Konsumenten“, weiß O’Connor. „Manche lieben es, wenn das Eis schmilzt und diese zähe goldene Konsistenz annimmt. Andere bevorzugen ihr Eis knusprig.“ Dadurch entstehe folgendes Problem: „Wenn wir das Eis zu cremig machen, beschweren sich die Knusper-Leute und wenn wir das Eis zu knusprig machen, beschweren sich die Creme-Liebhaber. Da Hokey-Pokey genau so richtig ist, wie es ist, wollen wir an dem Rezept nicht zu viel herum pfuschen.“

Mittlerweile exportier der Eiscremehersteller das beliebte Speiseeis auch nach Japan und in andere Pazifiknationen. Allerdings ist es dort nicht so ein Verkaufsschlager, wie bei den Kiwis.

Aber warum ist eigentlich das Speiseeis am anderen Ende der Welt so beliebt? „Wenn ich das wüsste, würde ich es Flaschenweise verkaufen und so reich wie Bill Gates werden“, scherzt O’Connor. „Vermutlich sind es Kindheitserinnerungen und die damit verbundene Sehnsucht nach der kindlichen Unbeschwertheit, die Kiwis nach wie vor antreibt, ihr Hokey Pokey zu favorisieren. Denn wirklich jeder Neuseeländer hat in seiner Kindheit ein Erlebnis mit Hokey-Pokey gemacht. Erinnerungen und Wohlgeschmäcker sind nur schwer auseinander zu halten.“

Auch wir bei Sidetracks tragen mit unseren Gruppen schwer zum Eiskonsum in Neuseeland bei. Angelika, die Besitzerin von Sidetracks behauptet sogar unter vorgehaltener Hand die besten Eisdielen des Landes zu kennen 🙂

In diesem Zuge wünschen wir Euch allen einen guten Rutsch, bitte nicht verletzen! Aber zunächst allen Sidetracks-Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest! Mit lieben Grüßen aus Neuseeland vom gesamten Sidetracks-Team (dessen Eis gerade am Strand in der Sonne schmilzt…)

hokey

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Vorurteile gegenüber anderen Nationen gebären lustige Spitznamen

Im englischen Sprachgebrauch gibt es viele Spitznamen für die Bewohner anderer Nationen. Häufig sind sie kontrovers, manchmal beleidigend oder politisch unkorrekt, aber einige Ausdrücke sind einfach lustig oder haben einen interessanten Hintergrund. Wir haben mal in den Büchern verschiedener Nationen gestöbert und für Euch das Einmaleins der gängigsten Spitznamen zusammengestellt.

Ganz oft basieren die umgangssprachlichen Bezeichnungen schlichtweg auf  der landestypischen Esskultur einer Nation – oder zumindest auf der, mit welcher die Welt ein Land identifiziert. So werden die Deutschen in vielen englisch sprachigen Ländern als „Krauts“ bezeichnet, abgeleitet von der Angewohnheit, Kohl einzulegen und als „Sauerkraut“ zu verspeisen. Die Franzosen aufgrund ihrer Vorliebe für Froschschenkel „Frogs“ genannt. Inder hingegen betitelt man häufig mit „Curry Munchers“ und Mexikaner nennen viele „Beaner“, weil Bohnen wohl zu vielen typisch mexikanischen Gerichten gehören.

Doch nicht immer sind die Namen auf Nahrungsmittel zurückzuführen. Iren beispielsweise werden auch liebevoll „Paddy“ genannt, ein Spitzname, der auf dem irischen Nationalfeiertag St. Patricks Day beruht, welcher heute in den meisten englisch sprachigen Länder am 17. März zelebriert wird. Australier oft werden mit dem Kurzwort „Aussies“ beschrieben. Ganz im speziellen werden die Briten aber in Australien auch als „Poms“ oder „Pommies“ bezeichnet. Es ist umstritten, wie dieser Spitzname zustande kam aber böse Zungen behaupten es ist eine Abkürzung von „POHM – Prisoners of her Majesty“ oder „POME – Prisoners of Mother England“. Dieser Name geht auf den historischen Transport englischer Gefangener zurück, die nach Australien befördert wurden, die ehemalige Gefangeneninsel des britischen Königreiches. Da der Begriff „Pommy“ auch 1915 schon für Australier verwendet wurde, ist es ebenfalls möglich, dass er ursprünglich eine Abkürzung für „Pomegranate“ war und damit den rötlichen Teint beschreiben soll, den hellhäutige Briten binnen kürzester Zeit in der australischen Sonne annahmen – knallrot, wie das Innere eines Granatapfels. Manche verwenden den Spitznamen nur hinter vorgehaltener Hand, denn einige Briten finden ihne äußerst beleidigend, andere hingegen finden ihn einfach nur amüsant.

Griechen, Italiener, Portugiesen und andere Südeuropäer werden auch mit dem Namen „Wogs“ beschrieben, was auf „Western Oriental Gentleman“ und damit ihre dunklere Gesamterscheinung zurückzuführen ist. US-Amerikaner tragen die Spitznamen „Yankee“ oder „Yank“ und nennen sich heute teilweise selbst so. Ursprünglich wurden Leute aus „New England“, beziehungsweise englische Siedler im Allgemeinen so bezeichnet. Mark Twain verwendete die Bezeichnung 1889 in „A Connecticut Yankee in King Arthur’s Court“ und verbreitete dadurch den Begriff, der schließlich für alle aus den Vereinigten Staaten stammende Menschen bekannt wurde.

Neuseeländer werden nicht nur weltweit „Kiwis“ genannt, sie identifizieren sich auch mit diesem Namen. Der Spitzname ist jedoch nicht auf die chinesische Stachelbeere, die Kiwi-Frucht, zurückzuführen, sondern auf den einheimischen, flugunfähigen Kiwi-Vogel, das neuseeländische Nationaltier.

Der vom Aussterben bedrohte Vogel wurde von den Maori vermutlich „Kewee“ genannt, weil der lautstarke Ruf des nachtaktiven Tieres sich so ähnlich anhört. 

sidetracks kiwis

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Neue Studie als Anhaltspunkt für Flugreisende: Welches ist die beste Airline der Welt?

Jeder Urlauber, der einen Flug nach Neuseeland buchen möchte, macht sich sicherlich Gedanken über die Auswahl der Fluggesellschaft. Oft fällt die Entscheidung schlichtweg über den Preis doch für manchen zählt auch die Qualität der einzelnen Airlines und die Flugroute. Wie sehen die Verbindungsflüge aus? Welches Unterhaltungsprogramm bietet das Flugzeug? Wie ist das Essen an Bord und welches Personal ist besonders freundlich?

Jedes Jahr werden in einer umfangreichen Studie des britischen Marktforschungsinstitutes Skytrax die besten Airlines der Welt ermittelt. Und jedes Jahr lassen die Ergebnisse der unabhängigen Umfrage aufhorchen, denn es gibt immer wieder Überraschungen. Nach einer Befragung von 18 Millionen Passagieren aus 100 Ländern weltweit wurde, wie schon letztes Jahr, Qatar Airways zur besten Airline der Welt gekürt. Air New Zealand rutschte auf Platz 17 ab, nachdem die Airline 2011 noch Platz 7 belegt hatte. Die australische Airline Qantas, die auch Neuseeland ansteuert, ist zum ersten Mal seit Beginn dieser Umfrage nicht mehr unter den zehn besten Fluggesellschaften. Nicht verwunderlich, denn die Arbeitsniederlegung der Belegschaft im vergangen Jahr ließ 68.000 verärgerte Passagiere an verschiedenen Flughäfen einfach stehen. Virgin Australia hingegen schoss unerwartet von Rang 32 auf Platz 12 vor. Hier geht es weiter…

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Über eine bewegte Kindheit im Leuchtturm

Ein junger deutscher Filmemacher, seine Liebe zu Neuseeland und eine rührende Geschichte waren die Basis für die wunderschöne Dokumentation „Auf der Spur des Lichts“, die man als Neuseeland-Fan gesehen haben sollte. Jetzt ist der Film auf DVD und BluRay als Collector’s Edition zum Sparpreis erschienen.

Das Doku-Drama mit dem doppeldeutigen Titel „Auf der Spur des Lichts“ („Traces of light“) ist eine faszinierende Reise in das bewegte Leben der lebenslustigen, an Krebs erkrankten neuseeländischen Fotografin Victoria Proebstel. Sie verbrachte ihre Kindheit an einem der abgelegensten und schönsten Orte der Welt, dem Cape Brett Lighthouse in den Bay of Islands. Victoria lebte mit ihrer Familie fast 16 Jahre in der Abgeschiedenheit, nachdem Ihr Vater als Angestellter des Department of Conservation als Leuchtturmwärter eingesetzt wurde und somit für die Bedienung des Leuchtturms verantwortlich war. Erst als junge Erwachsene zog sie auf eigene Faust nach Whangarei und Auckland, um sich dort ihren Lebenstraum zu erfüllen und als Fotografin zu arbeiten.

Die Dreharbeiten an dem Drama begannen im November 2011 im Haus von Victoria Proebstel in Howick, einem Vorort von Auckland. Hier dokumentierte man das berufliche und private Leben der Fotografin bevor die Crew dann Anfang Dezember, ausgerüstet mit schwerem Equipment, die abenteuerliche Reise zum abgelegenen Cape Brett Lighthouse antrat. Es war eine Art Zeitreise in die Kindheit der Fotografin, die innerhalb von drei Tagen mehrere Stunden Material lieferte. Zurück in Auckland drehte das Team schließlich noch einige weitere Szenen und zeichnete ein mehrstündiges Interview mit der Hauptdarstellerin auf. Ende Januar 2011 war dann alles im Kasten. „Die Postproduktion haben wir zurück in Deutschland im März 2011 begonnen. Das war im Rahmen meines Filmstudiums an der Fachhochschule Würzburg“, erklärt der junge Filmemacher Christoph Kirchner. Betreut, geschnitten, vertont und farbkorrigiert wurde die Dokumentation mit der Unterstützung von Prof. Dr. Ingo Petzke. Dank der Zusammenarbeit mit Sound Designer Frédéric Gerth und dem amerikanischen Komponisten Sean Trauth wurde zudem für eine Tonkulisse gesorgt, die den Zuschauer direkt nach Neuseeland zu versetzen scheint.

„Ich habe schon als Achtjähriger mit dem Camcorder meiner Eltern gespielt, mich stets für Film und menschliche Träume interessiert. Als ich dann auf die Filmschule ging und binnen eines Semesters als langjähriger Neuseeland-Fan nach Aotearoa reiste, haben sich diese beiden Leidenschaften überkreuzt“, erzählt der 24jährige. Durch Zufall stolperte er in Auckland über die Fotografin Victoria Proebstel und die Idee für das Docu-Drama war geboren.

„Auf der Spur des Lichts“ ist in Englisch und Deutsch erhältlich und erhielt auf den internationalen Filmfestivals in Neuseeland, den USA und Frankreich zahlreiche Auszeichnungen. Für einen Bruchteil eines normalen Filmbudgets gelang es Christoph Kirchner, die faszinierende Reise in das bewegte Leben der lebenslustigen neuseeländischen Fotografin Victoria Proebstel zu dokumentieren und die Zuschauer so auf eine emotionale Reise in das Land der Kiwis zu entführen – ein Muss für jeden Neuseelandfan!

Den Dokumentarfilm gibt es jetzt auch als Collector’s Edition mit Filmposter, Postkarte, Mini-Buch und Making-of Special zum Sonderpreis von Euro 9,99 als DVD oder Euro 12.99 als Blu-Ray, ein tolles Weihnachtsgeschenk.

Hier geht es zum Filmtrailer…

Übrigens, wenn Ihr mit Sidetracks unterwegs seid, wir wandern mit unserer Gruppe auf der „Nordinsel Abenteuer“-Reise zum Cape Brett, dann könnt Ihr die fantastische Landschaft dort auch selbst erleben!

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Es war ein Tag wie aus dem Bilderbuch: bei Sonnenschein und hohen Temperaturen fanden sich über 100.000 Fans in Wellington’s Innenstadt ein, um die Weltpremiere der langersehnten Tolkien-Verfilmung „Der Hobbit: Eine Unerwartete Reise“ zu feiern. Und die Neuseeländer tragen ihr hinzugewonnenes Erbe mit Stolz zur Schau. Aber lest hier selbst…

(c) Tourism NZ, Hobbit Premiere

(c) Tourism NZ, Hobbit Premiere

 

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Neuseelands wildeste Arten hautnah entdecken

Nur 80 Kilometer nördlich von der Millionenstadt Auckland liegt eines der ältesten Naturschutzgebiete Neuseelands im Hauraki Gulf, Little Barrier Island. Auf der Insel leben heute wieder viele der heimischen vom Aussterben bedrohten Tierarten und über 400 neuseeländische Pflanzenarten. Die Insel wurde durch einem inzwischen erloschenen Vulkan geformt, dessen Kegel heute eine Fläche von etwa 28 km² hat.

Little Barrier Island erhielt zusammen mit der Nachbarinsel Great Barrier Island 1769 von Captain James Cook ihren heutigen Namen. Der Überlieferung der Māori nach wurde die Insel aber von dem polynesischen Entdecker Toi als Hauturu – also dem „Ruheplatz der Winde“ – bezeichnet und trägt deshalb auch den Namen „Hauturu-o-Toi“. Tatsächlich schützen die zwei Inseln den „Hauraki Gulf“ zum großen Teil vor den heftigen Stürmen des Pazifiks.

Die Vulkaninsel ist mit Ausnahme der regelmäßig Naturschützer, die dort arbeiten, unbewohnt und ihr Zugang stark eingeschränkt. Für den Normalbürger ist es deshalb nicht möglich, das fragile und einzigartige Ökosystem zu besuchen, denn zu leicht könnte es aus dem Gleichgewicht geraten. Allerdings besteht die Möglichkeit, sich für unterschiedliche Überwachungs- und Pflegeprogramme des neuseeländischen Departement of Conservation, kurz DoC, zu bewerben und so als Volontär Zutritt zum einzigarten Naturschutzgebiet zu erhalten. Da dies für die meisten Menschen die einzige Möglichkeit darstellt, die natürlichen Wunder der wilden Insel zu entdecken, sind die angebotenen Volontärprogramme sehr beliebt und es gibt wesentlich mehr Bewerber als freie Plätze.

Anwärter für Volontärsarbeit sollten über einen hohen Grad an körperlicher Fitness verfügen, da die Insellandschaft rau, zerfurcht und stark zergliedert ist. Steil abfallende Hänge und der 722 Meter hohe Mount Hauturu prägen das charismatische Gesicht der Vulkaninsel. Zudem benötigen die Insel-Arbeiter abhängig davon, an welchem Programm sie teilnehmen möchten, spezielle Fähigkeiten, wie zum Beispiel das zertifizierte Handhaben einer Kettensäge oder einen Traktor-Führerschein.

Zu den vielfältigen Tätigkeiten auf Little Barrier Island zählt beispielsweise das mühevolle Jäten von Unkraut, denn die Insel soll stetig von nicht endemischen Pflanzen befreit werden. Eine weitere Gruppe beobachtet und kontrolliert durch Stichproben den Bestand der teils extrem seltenen Vogelarten, die in dem Naturschutzgebiet leben. In einem ähnlichen Programm werden die einheimischen Reptilien-Arten wie die seltene Tuatara-Echse unter die Lupe genommen. Besonders handwerkliches Geschick ist für die Volontäre gefragt, die den Wildhütern und Förstern bei der Instandhaltung, Wartung und Reparatur der Einrichtungen in dem Naturschutzgebiet helfen sollen.

Die verschiedenen Einsatzgruppen halten sich zwischen 17 und 20 Tage auf der Insel auf, zelten unter freiem Himmel oder werden in rudimentären Hütten untergebracht. Teilweise müssen sich die freiwilligen Helfer auch selbst mit Lebensmitteln versorgen. Jedoch erhalten die Volontäre neben den fünf achtstündigen Arbeitstagen pro Woche auch das außerordentliche Privileg, die wilde und größtenteils unberührte Natur der Insel erkunden zu können und das ist wahrlich etwas Besonderes!

(c) Department of Conservation

(c) Department of Conservation

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