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Archive for April 2013

Die Naturwunder des Abel Tasman Nationalparks

Die Nelson-Marlborough-Region im Norden der Südinsel ist berühmt für ihre atemberaubend schöne Landschaft mit einer unglaublichen und abwechslungsreichen Vielfalt an Naturwundern. Neben den ersten Siedlungen deutscher Einwanderer aus dem 19. Jahrhundert findet man hier unzählige Obstgärten, die für den heimischen und internationalen Markt anbauen.  Ein absolutes Highlight sind die Küstenwanderwege im Abel Tasman Nationalpark.

Das einzigartige Naturschutzgebiet liegt zwischen den Marlborough Sounds, den Weinbergen von Marlborough, Picton, dem Tor zur Südinsel in dem die Fähren anlegen und Nelson, der sonnigsten Region Neuseelands. So herrscht in der Region zu jeder Jahreszeit ein sehr mildes Küstenklima, welches zu ausgedehnten Wandertouren und Badeausflügen in die zahlreichen Buchten mit goldenen Sandstränden und türkisfarbenem Meer einladen. Nicht umsonst hat die Region den Namen Golden Bay erhalten.

Nahe des atemberaubend schönen Nationalparks befindet sich ein Öko-Refugium in der sich unzählige Hippies angesiedelt haben.  Es hat sich eine Lifestyle Region entwickelt, die auch für besonders gute Weine berühmt ist, eine lebendige Kaffeekultur und schmackhaftes Essen, wie zum Beispiel außergewöhnlich leckeren Räucherfisch. Heute leben die Menschen in der Gegend um Nelson und Marlborough neben dem Tourismus von der Forstwirtschaft, Fischerei, vom Obst-, Tabak-, Tee-, Hopfen- und Weinanbau.

Der Abel Tasman ist der meist besuchte Nationalpark Neuseelands, mit knapp 23.000 Hektar Land aber auch der kleinste. Er bekam seinen Namen nach dem holländische Entdecker der am 13. Dezember 1642 als erster Europäer in dieser Bucht Neuseelands ankerte. Der niederländische Seefahrer segelte jedoch weiter, ohne jemals an Land zu gehen. Der eigentliche Entdecker James Cook umsegelte Neuseeland erst über 100 Jahre später.

Um das Jahr 1855 ließen sich die ersten europäischen Siedler in der sonnigen Region nieder während sich Maori schon seit weit über 500 Jahren entlang des vielfältigen Küstenabschnitts niederließen.

Die vielen Lagunen für die der Nationalpark weltweit bekannt ist, vermitteln geradezu ein karibisches Flair. Viele mehrtägige Wanderwege ziehen sich durch die Postkarten-Landschaft, über Hügelkämme, Kalksteinfelsen und steile Granitklippen, entlang von Felsformationen, die aus dem Meer ragen, wie dem sogenannten Split Apple Rock, einer runden auseinandergebrochenen Steinkugel. Große Wattgebiete und einsame Badestrände, die auch mit einem Kajak erkundet werden können, sind das Highlight für viele Besucher. Mit über acht Metern ist nirgendwo sonst im Land der Unterschied des Wasserstandes zwischen Ebbe und Flut so gewaltig.

Landeinwärts locken isolierte Höhlen und Grotten, Urwald und unberührtes Buschland. Der Mermaid Pool und ein kleiner Wasserfall liegen idyllisch mitten im Wald und sind nur per Fußmarsch erreichbar.

Der mehrtägige „Abel Tasman Coast Track“ ist für seine abwechslungsreichen Naturschönheiten bekannt und einer der neuseeländischen „Great Walks“, die jeder ambitionierte Wanderer und Outdoor-Begeisterte laufen sollte. Teile des Küsten-Wanderwegs sind regelmäßig von der Flut überspült, so dass Wandertouren nach den Gezeiten geplant werden müssen, auch dann, wenn man den spektakulären Küstenabschnitt mit dem Kajak erkunden möchte. Gebucht werden können mehrtägige Kajaktouren oder auch kombinierte Kajak-Wander-Touren für geübte und ungeübte Kajaker. Die meisten Touren enden in einer der abgeschiedenen Buchten nördlich des Ausgangspunktes Marahau, so dass fast immer der Rücktransport der Personen, der Kajaks und des Gepäcks per Wassertaxi erfolgt. Hütten oder Übernachtungen auf Booten, die in den einsamen Buchten ankern und als schwimmende Hostels fungieren, sollten in jedem Fall vorgebucht werden. Auch das Zelten ist in ausgewiesenen Arealen des DoC möglich.

Tierliebhaber und Vogelbeobachter werden von der heimischen Tierwelt des Parks begeistert sein, in dem Seevögel wie der Weißwangenreiher, Stelzenläufer und Taraseeschwalben beheimatet sind, aber auch die zwitschernden Tuis, Makomakos und Kuckuckskäuze. Auf „Tonga Island“, einer winzigen vorgelagerten Insel und Meeresschutzgebiet hat sich eine Robbenkolonie niedergelassen und zu bestimmten Jahreszeiten besuchen Delfine und Orcas die idyllischen goldgelben Strände der versteckten und ruhigen Buchten.

Auch wir von Sidetracks wollen Euch dieses Highlight Neuseelands natürlich nicht vorenthalten. Auf unserer Naturwunder Neuseeland“ Reise erkunden wir den Abel Tasman Nationalpark auf dem berühmten Küstenwanderweg und vom Meer aus mit dem Kajak. Aber seht einfach selbst! Mehr Info unter www.sidetracks.de

Abel Kayaking, Torrent Bay, Abel Tasman National Park credit Tourism NZ

photo credit: Tourism New Zealand

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Kuhställe gibt es nicht

Auf einer Reise durch das Land der langen weißen Wolken bemerkt man nicht nur die vielen weißen Tupfer auf den saftig grünen Hügeln, sondern auch große Herden brauner, weißer, schwarzer, gefleckter und sogar schwarz-weiß-gestreifter Tiere. In Aotearoa stehen neben den 45 Millionen Schafen auch knapp fünf Millionen Milchkühe und Rinder für die Fleischproduktion auf den Weiden. Landwirtschaft ist noch vor dem Tourismus der Wirtschaftsfaktor Nummer eins in Neuseeland.

Die neuseeländische Fleischindustrie weist im globalen Vergleich einige Besonderheiten auf. So werden die Tiere  in riesigen Herden gehalten. Neuseeländische Rinder werden nicht mit Getreide gemästet, sondern ernähren sich ausschließlich von der Rohkost auf dem weiten Grasland. Überschüssige Kühe aus der Milchproduktion werden für die Fleischproduktion verwendet.

Der Export von Milch- und Fleischprodukten ist ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für die Agrarnation. Der Sektor der Rindfleischproduktion setzt jährlich rund 8 Milliarden NZD um. Die größten Abnehmer des neuseeländischen Rindfleisches sind die USA mit 64%, gefolgt von Kanada. Lediglich 20% des neuseeländischen Rindfleisches werden auf dem lokalen Markt konsumiert, so dass die Preise für „Beef“ in Neuseeland durch die Exportpreise bestimmt werden. Jedoch wird erwartet, dass der Konsum von Rindfleisch in Neuseeland mit der Einwohnerzahl und dem Wachstum der Tourismusindustrie auch künftig weiter steigen wird. Bisher ging der Trend in dem Inselstaat eher zum Verzehr von hellem Fleisch als von rotem. So kauft  der durchschnittliche Kiwi rund 90 Kilogramm Fleisch pro Jahr, wovon knapp 30 Kilogramm Rindfleisch sind. Hammel, Lamm, und Geflügel landen häufiger auf dem Teller. Wer im Supermarkt aufpasst wird sofort bemerken, dass der Anteil und die Beliebtheit von Schweinefleisch im Kühlregal eher gering ist.

Die Produktion von Molkereierzeugnissen hatten für die neuseeländische Wirtschaft schon historisch immer eine größere Bedeutung, als die Rindfleischproduktion. Das so genannte „Dairy Farming“, also die Milchwirtschaft erzeugte beispielsweise 2011 alleine 17,3 Milliarden Liter Milch, davon 1,51 Milliarden Kilogramm Milchpulver, Tendenz steigend.

Bevor Kühlsysteme für Schiffe entwickelt wurden, waren Schaffarmen besonders rentabel, weil die Schafwolle über lange Zeiträume gelagert und einfach auch nach Übersee transportiert werden konnte. Neuseeländische Schafwolle wurde nach Europa und in die USA exportiert. Milchprodukte schafften es hingegen nur bis nach Australien. Als schließlich große Kühlsysteme für die Schiffsfrachten hergestellt wurden, eröffnete sich ein neuer Markt: Rindfleisch wurde aufgrund der Nähe zur britischen Krone zunächst nach Großbritannien exportiert. Die Rindfleischindustrie behielt gegenüber der Schafindustrie jedoch bis heute immer eine sekundäre Rolle.

Nordöstlich des Thermalbades „Hanmer Springs“ liegt heute die größte Rinderfarm und überhaupt größte „Station“ Neuseelands. Etwa 10.000 Rinder leben auf der 180.500 Hektar großen „Molesworth Station“ auf der Südinsel. Durch das abwechslungsreiche Farmland Neuseelands können mit der Erlaubnis des DOC (Department of Conversation) sogar Wanderungen mit Zeltübernachtungen unternommen werden. 73% aller neuseeländischen Rinder grasen allerdings in den malerischen Landschaften der Nordinsel.

Farmbesuche:  Wir mögen’s eher traditionell als industriell. Auf unserer Wanderreise Neuseeland erleben wir Merino Schafe hautnah bei unserer Dreitageswanderung auf privatem Farmgelände. Das Farmer Ehepaar erzählt uns alles was wir über Merinofarming, über Schafschur und Wollqualitäten wissen wollen und demonstriert die faszinierende Arbeit mit den Hüte-Hunden. Auf unserer Reise Naturwunder Neuseeland besuchen wir eine aktive Schaffarm und erfahren alles über Schafe und deren Aufzucht, uns wird die Schafschur demonstriert sowie die Arbeit mit den Hunden erklärt und vorgeführt.

Wenn Ihr mehr zu Farmtouren in Neuseeland lesen wollt, könnte Euch auch dieser Artikel interessieren!

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Geothermische Energie in Neuseeland

In unserer letzten Umfrage nach Inhalten und Themen für den Blog hattet Ihr Euch dieses spannende Thema gewünscht – „here we go….“

Neuseeland gilt als weltweiter Vorreiter für die Nutzung von regenerativen Energien. Neben der Erzeugung von elektrischem Strom aus Wasserkraft, Biomasse, Windenergie und Solarenergie wird seit fast 50 Jahren die Geothermie genutzt. Die Energieproduktion aus Geothermie, auch Erdwärme genannt, ist die zweitgrößte erneuerbare Energiequelle und ausschließlich auf die Nordinsel begrenzt. Aktive Vulkane, Geysire und großflächige Geothermalgebiete prägen hier das landschaftliche Bild.

Aufgrund eines gesteigerten Elektrizitätsbedarfes in den 1970er Jahren erweiterte man zunächst die Gewinnung von Wasserkraft auf der Südinsel. Heute deckt der Inselstaat mit dem grünen und sauberen Image rund 75% des nationalen Energiebedarfs durch erneuerbare Energien ab. Energie aus Wasserkraft wird besonders auf der Südinsel erzeugt. Das Manapouri-Kraftwerk in der Wildnis Fjordlands im Süden der Südinsel ist das größte Kavernen-Kraftwerk Neuseelands.

Geothermische Energie ist unterhalb der Erdoberfläche gespeichert, teilweise noch aus der Zeit der Erdentstehung. In geothermischen Gebieten herrschen im oberen Erdmantel Temperaturen von 1300°C, die pro 100 Meter Erdtiefe um 3°C zunehmen. Weltweit wird in Gebieten mit einem höheren Temperaturgradienten die natürliche Erdwärme genutzt, wie beispielsweise in Island, Indonesien oder Italien.

Doch die Wissenschaftler in Neuseeland entwickelten  viele Techniken bei dieser Art der umweltfreundlichen Energiegewinnung zuerst.  Die Nutzung der im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherten Wärme war naheliegend und rentabel. Zudem entstehen bei der Gewinnung von Erdwärme kaum andere Emissionen und die natürliche Umgebung und das Landschaftsbild werden nur geringfügig beeinträchtigt. Die „Huntly Power Station“ in Waikato im Norden Neuseelands ist heute das größte thermale Elektrizitätswerk des Landes und generiert pro Tag etwa 1435 Megawatt Strom. Damit deckt es 17% des Energiebedarfes von Neuseeland ab. Der gesamte Stromverbrauch der fast 4 Millionen Einwohner liegt bei etwa 37 Terawatt-Stunden pro Jahr.

An manchen Orten kann die natürlich vorkommende Erdwärme sogar direkt von den Bewohnern genutzt werden, zum Beispiel zum Heizen der Häuser durch eine so genannte Wärmepumpenheizung. Auch das traditionelle Maori Essen, das Hangi, bei dem Fleisch und Gemüse in natürlich beheizten Erdlöchern gegart wird, profitiert direkt von der Erdwärme.

Die natürlichen heißen Quellen der Geothermalgebiete sind jedoch nicht nur für die Nutzung der Erdwärme als Energiequelle interessant. Die Gebiete um Rotorua, Taupo, Wai-O-Tapu und Coromandel bringen ein beeindruckendes Naturspektakel hervor und laden zu besonderen Erholungs- und Gesundheitsbädern ein.

Auf mehreren unserer Reisen fahren wir durch diese beeindruckenden Gegenden und können verschiedene Formen geothermaler Energie selbst erleben. So wandern wir auf unserer Neuseeländische Kontraste Reise nicht nur in der faszinierenden Vulkanlandschaft des Tongariro National Parkes, sondern auch durch das geothermale Waimangu Valley, wo es in üppig grüner Vegetation an vielen Stellen brodelt, zischt und kocht. Auf der Naturwunder Reise verbringen wir Zeit bei mehreren Vulkanen und erkunden dann Thermalgebiete in und um Rotorua  mit Geysiren, heißen Seen, farbenprächtigen Sinterterrassen und kochendem Schlamm. Und auf der Wanderreise genießen wir nach einer Wanderung durch ein Thermalgebiet bei Rotorua zwei abwechslungsreiche Wandertage bei den Vulkanen.

Doch auch in Neuseeland steigt wie in vielen Teilen der Welt der Energiebedarf mit der Zunahme der Bevölkerung weiter an. Baupläne für Atomkraftwerke konnten bereits in den 1970er Jahren verworfen werden, nachdem große Gasfelder und Kohlevorkommen entdeckt worden waren. 1987 wurde  das Vorzeigeland in einem Gesetz sogar offiziell zur „nuklear-freien Zone“ erklärt was bis heute seine Gültigkeit hat. Da die Erdgasvorkommen jedoch begrenzt sind und die Energiegewinnung aus der Wasserkraft bereits ziemlich ausgereizt ist, liegt die Hoffnung auf einem möglichen Ausbau der Kapazitäten der Geothermie. Tiefer gelegene Erdwärme- Felder sollen neu erschlossen werden und somit die Energiegewinnung gesteigert werden. In der Nähe von Taupo im geothermischen Feld von Wairakei-Tauhara ist ein weiteres geothermisches Kraftwerk geplant. Die Anlage soll so ausgelegt werden, dass die Auswirkungen auf Umwelt und Umgebung möglichst gering gehalten werden. Der Ausbau der geothermischen Stromerzeugung Neuseelands soll sich bereits bis zum Jahr 2015 verdoppeln.

credit GNS Science Margaret Low

credit GNS Science Margaret Low

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Rezept: Spaghetti mit Meeresfrüchten

Der Winter will nicht enden. In vielen Teilen Deutschlands hat der Schnee die Natur noch fest im Griff. Aber zumindest vom Urlaub am Meer darf man ja schon einmal träumen. Für alle Meeresliebhaber hier eines unserer leckeren Gerichte, welches Euch Sonne, Wasser und Strand ein bisschen näher bringt:

Für 6 Personen benötigt man:

Zutaten:

750g Spaghetti

1000g Meeresfrüchte

3 Zwiebeln

Knoblauch nach Belieben bis 1 Knolle

3 Zwiebeln

Zitrone, Sauerrahm (gr. Beutel)

¼ l Weißwein bis ¼ l Wasser

Pfeffer, Salz, Petersilie

 

Zubereitung:

Meeresfrüchte kurz kochen

Unser Tipp: Den Tintenfisch zuerst kochen, er braucht ein bisschen länger, dann erst den Rest dazu geben. Absieben.

Zwiebeln und Knoblauch hacken, in Olivenöl goldgelb dünsten. Meeresfrüchte, Weißwein, Zitronensaft und Sauerrahm nach und nach zugeben, Sud nach Bedarf mit Pfeffer und Salz abschmecken. Petersilie darüber streuen. Fertig!

Übrigens, „Kai“ heißt auf Maori „Essen“ und „Kai Moana“ sind die Meeresfrüchte oder Essen aus dem Meer. Lasst es Euch schmecken oder wie die Maori für „Guten Appetit!“ sagen würden, „E Kai Ra!“ vom gesamten Sidetracks-Team!

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