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Archive for August 2014

Heilsames Neuseeland

NZ09-11 007

Foto von Monika Lösing

Ein Besuch in Neuseeland ist wahrlich Balsam für die Seele und man kann dort auch Heilsames für den Körper entdecken. Bekannterweise wird Manuka Honig mit dem Hinweis auf die antibakterielle Wirkungsweise vermarktet. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass den frühen Maoris ein beachtliches Arsenal an natürlichen Medikamenten im Busch zur Verfügung stand.

Zurück zu Mutter Natur

1280px-Manuka_flowers_and_native_beeDer weltweite Wunsch ein einfacheres Leben in Harmonie mit der Umwelt zu führen hat einigen Köchen die Inspiration gegeben sich auf die traditionellen, im Busch gefundenen Zutaten rückzubesinnen. Einige der neu entdeckten Zutaten wie Flaxseed Oil (Leinsamenöl), Kawakawa (Macropiper excelsum) und Manuka Honig finden sich auch auf einer Liste wiederentdeckter Naturheilmittel. Das vorherige Link führt zu TeAra, The Encyclopedia of New Zealand – eine einmalige Ansammlung von historischen und kulturellen Fakten und Geschichten zu Neuseeland. Auf den folgenden Seiten dort kann man lesen, wie die verschiedenen Bäume, Blätter und Wurzeln des neuseeländischen Busches von Einheimischen bei alltäglichen Gesundheitsproblemen angewendet wurden.

Vorsicht geboten

220px-Kawakawa877Aus persönlicher Erfahrung kann ich jedoch nur empfehlen, nur unter Aufsicht mit diesen Heilmitteln zu experimentieren! Bei uns wächst Kawakawa reichlich und einmal hatte ich Zahnschmerzen. Der Zahnarzt Termin schien in weiter Ferne und ich dachte, ich mach mir einen Tee aus den Blättern. Gesagt, getan und nach ausführlicher Konsultation des Internets hatte ich ein halbes Marmeladen Glas mit getrockneten und geriebenen Blättern. Und dann mir ein Tässchen gebrüht mit einem Teelöffel Kawakawa. Schrecklich der Geschmack, so garnichts für meinen verwöhnten Gaumen, aber mit was Manuka Honig und Zitronensaft war’s trinkbar. Und dann wurd’s gemütlich, so richtig gemütlich und gelassen. Anscheinend hatte ich mich in der Dosierung vertan und verbrachte eine sehr ruhige Nacht im Tiefschlaf! An sich nichts Schlimmes passiert, aber die Zahnschmerzen waren nicht damit kuriert und seitdem beschränke ich mich auf die Herstellung meines selbstgezogenen Pfefferminztees.

Und in dem Sinne….

…ist es gut zu wissen, dass unsere Reisebegleiter immer eine Erste-Hilfe-Ausrüstung dabei haben und man nicht erst im Busch nach Blättern oder Wurzeln suchen muss, um einen Kratzer oder Bienenstich zu behandeln.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Wellington – Kulturstadt Neuseelands

wellington cafesÖ time outDie meisten Besucher Neuseelands wissen, dass Wellington die Hauptstadt ist. Was den wenigsten jedoch bekannt ist, dass es sich im Laufe der letzten Jahre zu einer allgemein angesehenen Kulturstadt hochgearbeitet hat. Wie der Lonely Planet schon festgestellt hatte, hat Wellington pro Kopf mehr Restaurants, Cafes und Bars als New York! Dies wurde nun auch offiziell bestätigt bei den NZ Association of Event Professionals Awards: insgesamt wurden sechs Auszeichnungen an Veranstaltungen und Organisatoren aus Wellington vergeben. Die Auszeichnungen honorierten nicht nur die Eßkultur (Wellington on a Plate)visa_woap_l_2011_rgb, sondern auch die wachsende Bedeutung der Veranstaltungen, die internationale Beiträge enthalten (NZ Festival, Wellington Jazz Festival, World of Wearable Arts und die Hobbit Premiere).

Reservierung nicht nötig

Für all diese Veranstaltungen benötigt man natürlich Karten, möglichst schon Monate im voraus gebucht. Aber, wie so viele andere Städte in der Welt, hat Wellington auch angesehene Veranstaltungen die umsonst besucht werden können. Neben den zahlreichen Museen kann man diese Woche auch wieder Lichtinstallationen bekannter nationaler und internationaler Künstler entlang des Hafens bestaunen.

Lux Wellington

bridgeoflight1Dieses Jahr werden wieder einige Seitenstraßen Wellingtons und die Hafengegend durch interessante Lichtinstallationen erhellt. Internationale und nationale Künstler und Aktionsgruppen haben unterschiedliche Arten entwickelt eine Innenstadt interessanter und diskussionreicher zu gestalten. Unter anderem stehen interaktive und zu betrachtende Konstruktionen aus Deutschland (Max Hattler), Singapur (SUTD), Frankreich (NONOTAK) und Neuseeland (Naomi Lamb „Fireplace“) zur Schau. Dies sind natürlich nur ein paar der Exemplare. Insgesamt sind dieses Jahr 24 Werke ausgestellt, die einen abendlichen Spaziergang durch Wellingtons Innenstadt zu einer bunten und abwechslungsreichen Schatzsuche gestalten.

Herbst Wetter zum Trotz

So wie die deutschen Weihnachtsmärkte erst im Dunkeln ihren ganzen Charme zeigen, braucht auch diese Show die Nacht, um ihr volles Potential zu offenbaren. Insofern ist es von Vorteil, dass es alles in Wellingtons kompakter Innenstadt inszeniert wird: potentielle Regenschauer können durch einen schnellen Besuch in einer der zahlreichen Bars oder Cafes überstanden werden!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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“Ve have vays” (Wir haben Methoden…)

what we do in the shadowsEndlich ist es soweit und offiziell: am 30. Oktober kann Deutschland den neuesten Film aus Neuseeland sehen und genießen! „What we do in the Shadows“, „5 Zimmer Küche Sarg“, kommt in Originalfassung mit Untertitel oder in synchronisierter Version in die deutschen Kinos.

Das berühmt berüchtigte und erfolgreiche Team um Taika Waititi und Jemaine Clement hat wieder zugeschlagen. In 2007 hatten sie mit „Eagle vs Shark eine Liebeskomödie geschaffen, die die traditionellen Archetypen auf die Schippe nimmt und eine langweilige Realität in lächerlichen Situationen präsentiert. Im Jahr zuvor hatten sie einen gleichnamigen Kurzfilm (What we do in the Shadows) gedreht, der aber in die Schublade wanderte. Nach dem Motto „now or never“ hatten sie sich in 2012 entschlossen, den Film nun richtig in Angriff zu nehmen und begannen mit den Dreharbeiten in Wellington.

Moderne Vampire

In diesem Film werden die Archetypen der klassischen Horrorfilme in einem modernen Umfeld gezeigt. Die Situationskomik entsteht aus dem Konflikt zwischen klassischem Monsterverhalten und Leben im 21. Jahrhundert mit all seinen modernen Lebensweisen und Gerätschaften. Dies nur in Kürze, eine detailliertere Beschreibung und den englischen offiziellen Trailer könnt ihr hier sehen.

Vellington

Da Wellington nicht nur als Hintergrund, sondern auch dessen spezifische Studenten- Wohnungs- und Kunstkultur als Vorlage diente, haben viele Kinobesucher Spass daran, die jeweiligen Hinweise und Lokalitäten zu entdecken. Dies nehmen ein paar Kritiker zum Anlass, zu behaupten, ohne diese Kenntnisse sei der Film unverständlich und nicht lustig. what we do in shadows 2Dem kann man nur gegenhalten, dass die Sundance Filmkommission es wohl nicht so gesehen hat bei ihrer Auswahl. Auch das schweizerische NIFFF (Neuchatel International Fantastic Film Festival) war wohl anderer Meinung und hat dem Film den RTS Publikumspreis verliehen! Wer möchte, kann hier ein wunderbares Resume (auf Englisch) lesen.

Ein Beispiel wie sehr auch die Stadt hinter diesem Projekt und ihrer Filmindustrie steht, ist an der Begrüßungstafel am Flughafen zu erkennen!

Hier in Neuseeland haben wir diesen Film schon mit Begeisterung gesehen und sind nun auf eure Kommentare gespannt! Wer es nicht bis zum 30. Oktober aushalten kann, sollte versuchen, eine der Aufführungen innerhalb des Fantasy Filmfest zu sehen! Sieben Termine in sieben Großstädten.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

 

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Musik in Neuseeland

Wer sich schon gut auf unserer Webseite auskennt, weiß von unseren neuseeländischen Musikempfehlungen im Reisevorbereitungsmenu (ebenso findet ihr dort auch Buch– und Filmempfehlungen), die wir in unregelmässigen Abständen updaten. Die lokale Musik ist ein wichtiger Teil der neuseeländischen Kultur und wir wollen euch mit aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.DSC_0067 (2)

Als neuesten Zugang könnt ihr auf unserer Webseite die inzwischen international bekannte junge Künstlerin Lorde aus Auckland finden und demnächst auch Matt Langley aus Dunedin und Darren Watson aus Wellington, deren Musik wir euch bereits im Blog vorgestellt haben.

Lorde und Politik?

Lorde sorgt weiterhin für Schlagzeilen mit ihren Kommentaren zur Musikindustrie und einem Werbespot für die neuseeländischen Wahlen im September. In Zusammenarbeit mit der neuseeländischen Wahlkommission hat sie ein Video herausgebracht, das die jungen Wähler wieder motivieren soll sich an den Wahlen zu beteiligen. lorde-voteIn den letzten Wahlen hatten 42% der 18-24 Jährigen nicht gewählt und dieses Jahr soll sich dies ändern. Als Beispiel diente die amerikanische Kampagne ‚Rock the vote USA‘, die junge Stars und Vorbilder als Motivation präsentierte und die junge Wählerschaft aufrüttelte.

Darren Watson und die Wahlen

Und just zum gleichen Zeitpunkt hat Darren Watson ein Video erstellt, in dem er die Wähler auffordert, anhand Kritik an der momentanen Regierung, sich gut zu überlegen warum man die eine oder andere Partei wählen wird. Aus Gewohnheit, aus Überzeugung oder aus Resignation?! Im normalen ‚langweiligen‘ Allerlei des Werbealltags sind diese beiden Exemplare schon unterhaltsam und Diskussions-anregend.

Nicht nur Politik

Es könnte jetzt schnell der Eindruck aufkommen, dass neuseeländische Musiker politisch sehr enagagiert sind, was für einige bestimmt zutrifft, aber nicht ausschließlich. Für viele sind weiterhin die Erfahrungen des alltäglichen Lebens und mit anderen Menschen die Inspirationen für ihre Pop-, Rock und Blueslieder. Lasst euch von unseren Empfehlungen inspirieren und in die neuseeländische Musikerpsyche entführen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

 

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Zelten im Winter!

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Photo by Bernard Shapiro; 1942 Willys MB, Bell Zelt, Arthurs Pass, -11 Celsius.

Photo by Bernard Shapiro; 1942 Willys MB, Bell Zelt, Arthurs Pass, -11 Celsius.

Kiwis sind schon immer berühmt berüchtigt für ihre Andersartigkeit gewesen und Bernard Shapiro ist da keine Ausnahme! Aufgrund eines Buchungsirrtums ist seine Familie zum Urlaub in Taiwan, bei 36 Grad und 100% Luftfeuchtigkkeit, ohne ihn. Kurzentschlossen macht er sich auf zum Arthur’s Pass um ‚altmodisch‘ zu Campen! Retro-camping ist mehr als nur ein Mode Begriff für ihn, eher eine Lebenseinstellung: dem Leben mit einfachen aber effektiven Methoden das Beste abgewinnen! Deshalb ist er außerhalb der Saison unterwegs, ohne die lästigen Mücken und keine Touristen in Sichtweite. Leider auch ohne sommerliche Temperaturen; aber mit der richtigen Einstellung und dem richtigen Zubehör war es möglich und höchst interessant.

Nicht Mount Everest, aber trotzdem!

http://www.flickr.com/photos/chijs/504412718/in/photostream/

Foto by Marc van der Chijs

Es ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, Raureif an der Innenseite des Zeltes zu finden. Und einen -1°C Morgen als warm zu deklarieren. Aber nach zehn Tagen in der winterlichen Landschaft um Arthur’s Pass ist Bernard nach wie vor davon überzeugt, dass retro-camping außerhalb der Saison mehr als erlebenswert ist! Wer Berge und Schnee hautnah erleben will, fernab von übervölkerten Skipisten, muss also nicht nach Nepal fliegen sondern kann dies auch in Neuseeland tun.

Sommer bevorzugt?!

Wie die meisten unserer Tourteilnehmer bevorzugen wir die etwas milderen Temperaturen des Frühlings und Sommers in Neuseeland um dessen Natur hautnah und intensiv zu erleben. Schaut in unseren Tourkalender rein und lasst euch inspirieren, dem kommenden Winter zu entkommen und ein paar abenteuerliche Wochen im Südpazifik zu erleben.

Autorin:Petra Alsbach-Stevens

 

 

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