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Archive for Mai 2015

Meerestiere brauchen auch was Schlaf!

seal car washDer Sommer ist nun endgültig zu Ende und selbst einige Meerestiere wollen sich von den Stürmen der letzten Woche erholen. Wie die neuseeländischen Medien ausführlich berichteten, hat zum zweiten Mal diese Woche sich eine männliche Robbe in Aucklands Innenstadt begeben, um etwas Ruhe zum Schlafen zu bekommen. In einer Autowaschanlage! Da der Herr relativ ausgewachsen war, musste DoC erstmal das richtige Zubehör organisieren für den sicheren Transport an die Westküste Aucklands. Seal Kariotahi beachZum Schutz aller errichtete die Feuerwehr einen Zaun und passte bis dahin auf die Robbe auf, seal sitting statt baby sitting! Alle sind gespannt, ob er sich nach der Freilassung am Kariotahi Strand an der Awhitu Halbinsel wieder in Auckland sehen lassen wird?!

Keksfabrik und Fachhochschule in Wellington bevorzugt

seal polytechUnd nicht nur Auckland hatte Besuch, auch in Lower Hutt in Wellington begab sich eine junge Robbe auf eine kleine Erkundungstour zur Open Polytechnic (örtliche Fachhochschule) entlang des Waiwhetu Stromes. Der Fluss mündet in den Hafen von Wellington und ist Teil eines Konservationsprojektes, weshalb er regelmässig gesäubert wird. Der verbesserte Zustand war wahrscheinlich der Grund für die kleine Spritztour und er/sie benahm sich anstandslos, so dass keine weiteren Massnahmen nötig waren. Übernachtet hatte er/sie wahrscheinlich im Hof der Griffin’s Keksfabrik, aber auch ohne Randale zu machen, wollte sich wohl auch nicht an der Polytechnic einschreiben und verschwand sang- und klanglos am nächsten Tag wieder.seal lower hutt

Leben in Neuseeland…

…öfters mal was Neues, oder einfach etwas ganz Anderes! Kommt und schaut es Euch in Person an. Die Robben gibt es auch an zahlreichen Stränden, dafür müsst Ihr nicht in die Städte fahren.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Central Otago – Gestern und Heute

Während im 19ten Jahrhundert viele der Bewohner versuchten im Central Otago Goldrausch ihr Vermögen zu machen, entwickelte sich im 20ten Jahrhundert die Schafszucht, der Steinfrüchteanbau und Tourismus zu den Hauptverdienern der Region. In den letzten Jahren haben sich auch noch Rotwildzucht und Weinanbau hinzugesellt und dort eine facettenreiche Wirtschaft geschaffen.

Extreme soweit das Auge reichtPanorama-ButcherDam

Die Gegend mit ihren hohen Gebirgszügen und weiten Ebenen ist berühmt berüchtigt für ihre klar abgegrenzten Jahreszeiten mit extremen Temperaturschwankungen: die Sommer sind heiss und trocken (Rekord Hoch 42.4° C in 1973) und die Winter kalt und auch trocken (Rekord Tief -21.6°C in 1995)! Dies bedeutet nicht nur, dass jede Saison den Besuchern eine spektakuläre Ansicht bieten kann, sondern auch das Wintersport hier garantiert stattfindet. Mehr oder weniger garantiert natürlich, das Wetter kann jedem mal einen Strich durch die Rechnung machen.

Sehenswürdigkeiten in der Clutha River Gegend

Old gold workings, St. Bathans, Otago, New Zealand by Phillip Capper from Wellington, New Zealand - Old gold workings, St. Bathan's, Otago, New Zealand, May 2007UploadIm Winter werden nach wie vor alle klassischen und modernen Variationen des Wintersports in Queenstown und Wanaka angeboten. Für den Sommer dagegen haben sich die südlichen Gemeinden neue Initiativen einfallen lassen, die den Besuch während der wärmeren Monate interessant und abenteuerreich gestalten. Historisch relevante Orte und Gebäude wurden wieder instandgesetzt und viel Geld in den Aufbau von Radwanderwegen durch die abwechslungsreiche Landschaft investiert.

Roxburgh Gorge Trail

640px-RoxburghBridgeDieser Radwanderweg wurde im Oktober 2013 eröffnet und erfeut sich immer grösserer Beliebtheit. Auf der Tour von Alexandra nach Roxburgh kann man Reste von Siedlungen aus der Goldrausch Ära entdecken und den Verlauf des Flusses Clutha durch die Schlucht verfolgen. Die abwechslungsreichen Perspektiven und die historische Relevanz der Gegend sind ausschlaggebend gewesen, diese Tour in unsere Radwanderreise aufzunehmen. Und wie ihr in diesem Artikel lesen könnt, sind wir nicht die einzigen, die so begeistert sind. Unsere liebe Bekannte Anja Schönborn schreibt nicht nur über die aktuellen Sehenswürdigkeiten in und um Roxburgh, sondern hat auch ein paar interessante Anekdoten und Hintergrundinformationen parat. Nach unserer Tour entlang des Flusses werden wir für eine kleine Stippvisite nach Roxburgh fahren und uns dort ein bisschen umschauen. Hoffentlich auch mit Euch!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Wanderziel Mt.Aspiring Station

640px-Matukituki_River_West_Branch_and_Rob_Roy_StreamFür viele Besucher Neuseelands ist das High Country auf der Südinsel ein unbedingtes Muss! Die Szenen aus dem Herr der Ringe der schneebedeckten Berge und weit ausladender Täler durch die sich Flüsse gemächlich winden sind unvergesslich ins Gedächtnis eingebrannt und sollten in Natura bewundert werden. Die Mount Aspiring Station, seit vier Generationen von der Aspinall Familie bewirtschaftet, ist für viele Wanderer das Ziel weil von dort der Mount Aspiring – auch das Matterhorn des Pazifiks genannt –aus verschiedenen Perspektiven in seiner ganzen Pracht bewundert werden kann.

Familientraditionen

640px-Mount_Aspiring_National_Park,_South_Island,_New_Zealand-6Feb2012Das Landleben in so einer abgelegenen Landschaft ist nicht für zarte Gemüter und daher haben sich im Laufe der Jahrzehnte bestimmte Traditionen etabliert, die besonders von Besuchern wahrgenommen werden. Unbedingte Hilfsbereitschaft, welche natürlich auch Gastfreundschaft beinhaltet und Grosszügigkeit sind die Charakterzüge, die diese Familie seit ihrer Ankunft auf der Farm immer wieder ins Auge der Öffentlichkeit rücken. Ob jemand vom schlechten Wetter überrascht wurde oder Suchtrupps nach vermissten Wanderer durch Essen und Unterkunft unterstützt werden oder ganz einfach diesen Wanderern Zugang zu ihrer Farm gewährt wird. Allein in 2012 waren es 70,000 Besucher die auf den zahlreichen Wegen über die Farm diese Gegend entdeckten.

Privatbesitz und Allgemeingut

640px-TrebleconeviewDie Aspinalls haben zwar immer eine kommerzielle Farm betrieben, aber weniger in der Rolle des Ausbeuters, sondern mehr als konservierender Beschützer. In 1957 zum Beispiel schenkten sie über 20,000 Hektar dem Staat, um es in einen Nationalpark zu verwandeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ausserdem sind sie aktiv an Konservationsprojekten beteiligt und machen sich stark für Gesetze, die den Zugang zu einmaligen Kulturstätten offen halten sollen. Dies ist nicht immer einfach, vor allen Dingen wenn mehr und mehr Grossfarmen an Menschen verkauft werden, die aus einem anderen Kulturkreis kommen und diese Mentalität nicht verstehen können. Umso wichtiger ist es, dass die Leistungen dieser Familie anerkannt und durch respektvolles Verhalten auf der Farm in die Tat umgesetzt werden. Wer mehr über die Aspinalls erfahren möchte, kann die Familiengeschichte im Buch “High Country Legacy” auf Englisch nachlesen.

Sidetracks im High Country

Sunset over Lake Wanaka. Mt. Aspiring in distance from Mt. Roy. Central Otago. New Zealand.

Sunset over Lake Wanaka. Mt. Aspiring in distance from Mt. Roy. Central Otago. New Zealand.

Einige unserer Touren – Wanderreise Neuseeland und Schaetze des Südens zum Beispiel – bieten Euch einen kleinen Einblick in diese Gegend. Wer aber diesen Nationalpark ausführlicher entdecken will, sollte sich unsere Abenteuer Tour Südinsel Explorer für 2017 vormerken!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Ungewöhnliche Herkunft einer neuseeländischen Ikone

swanWie andere Klassiker des neuseeländischen Alltags hatte auch der Keramikhersteller Crown Lynn seine Anfänge in einem anderen Bereich: 1854 erwarb Rice Owen Clark ein Stück Land in Hobsonville bei Auckland. Um das Land trocken zu legen, stellte er eigene Abflussrohre her indem er Baumstämme mit Ton umwickelte und sie dann über Holzkohle feuerte. Er war so erfolgreich damit, dass er nicht nur Aufträge von Nachbarn bekam, sondern auch einige Nachahmer inspirierte. Er und diese anderen Hersteller vereinigten sich dann 1929 zu einer Firma, Amalgamated Brick and Pipe Company. Einige Jahre vorher – 1925- hatte R.O.Clark seine Firma nach New Lynn verlagert, wo eine bessere Art Ton zu finden war, ein Bahnanschluss existierte und neue Siedlungen für mehr Arbeiter die Produktion wesentlich vereinfachten.

crown17Als Tom Clark – ein Urenkel R.O.Clarks – während der Depression in der Firma anfing, war er für die Erweiterung der Produktpalette veranwortlich und unterstützte experimentierfreudige Mitarbeiter. Schon 1938 hatte die Firma eine Forschungsabteilung gegründet und die Rentabilität der Herstellung von Gebrauchsgeschirr untersuchen lassen. Als dann im Zuge der Kriegsmassnahmen von 1940 kein Alltagsgeschirr mehr importiert wurde, bekam die Firma den Auftrag für die heimischen und amerikanischen Truppen und auch für den zivilen Markt Geschirr zu entwerfen und zu produzieren. Wenn auch anfänglich die Qualität nicht hundertprozentig war – die Henkel brachen ab! – wurde dies ständig derart verbessert, dass in kürzester Zeit der Begriff Crown Lynn ein Synonym für robuste und zuverlässige Produkte wurde.

coffee11Nach dem Krieg wurde die praktische Palette durch kreative und abwechslungsreiche Motive erweitert und konnte sich noch bis Mitte der 70er Jahre grosser Beliebtheit erfreuen. Leider war die Produktion nicht mehr kostengünstig und die Firma wurde 1989 mit allen ihren Rechten, Designs und Markenzeichen von einem malaysischen Hersteller aufgekauft.

Alltägliches Kulturgut bewahren

CL1Für viele Neuseeländer war dies ein trauriges Ende einer klassischen neuseeländischen Erfolgsgeschichte. Wer je in einem typisch neuseeländischen Haushalt zu Besuch ist, wird unter Garantie das eine oder andere Stück – oder gar eine ganze Sammlung von Memorabilia – dort vorfinden.

Nach dem Verkauf machten deshalb die Liebhaber und Sammler sich daran, ihre Schätze zusammenzutragen und in einem Museum und im Internet zu archivieren. Es wurde eine Stiftung gegründet und seit Anfang Mai können nun im Te Toi Uku oder Art of Clay Museum nicht nur die Klassiker gesichtet werden, sondern auch Maschinen aus den Fabriken und Dokumente zur Geschichte der Firma.

Weltberühmt aus Neuseeland

Die Weltberühmtheit beschränkt sich wohl eher auf den englischsprachigen Teil der Welt, aber wer Interesse an Porzellan und Keramik hat und ein paar Stunden Zeit in Auckland hat, kann im neuen Museum anschauen, was die Kiwis diesbezüglich geschaffen haben. Im Moment sind die Öffnungszeiten noch nur nach Vereinbarung, aber schaut auf deren Webseite oder Facebook Seite für aktuelle Informationen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Lehrreich und unterhaltsam: Naturschutz auf der Insel Motuihe

Naturschutz ist ein Thema das vielen von uns sehr am Herzen liegt. Internationale Organisationen haben weltumgreifende Projekte, die man auf vielfältige Weisen unterstützen kann. Möchte man dagegen einer speziellen Region helfen – im Urlaub entdeckt und lieben gelernt – wird es schon was schwieriger. Da ist es erfeulich zu sehen, dass es hier in Neuseeland inzwischen einige Organisationen regionaler Gruppen gibt, die im Internet eine Präsenz haben. In einem Artikel – auf Englisch – wurde kürzlich beschrieben, wie unterhaltsam, lehrreich und entspannend eine ehrenamtliche Tagesaktivität auf der Insel Motuihe im Hauraki Golf sein kann.Motuihe_Island_Panorama_Of_Wharf

Motuihe Island Restoration Trust

Die Stiftung hat es sich zum Ziel gemacht, die einheimische Flora, Fauna und historisch relevante Stätten instand zu setzen, zu fördern und zu schützen. Ausserdem soll die Insel als Reiseziel für Freizeit-, Umweltschutz- und Bildungsaktivitäten gefördert werden. Diese Aktivitäten sollen die finanzielle Grundlage schaffen, die den Erhalt der Insel sicherstellen soll. Generell können Besucher die Insel jederzeit betreten – unter Berücksichtung der Naturschutzkriterien – aber an zwei bis drei Sonntagen im Monat finden organisierte Tagesaktivitäten statt.

Freiwillige Arbeit und Spass am Strand

Die verschiedensten Gruppen nutzen die speziellen Freiwilligentage aus: Familien, Reisende und Schulgruppen. “Mal was anderes sehen”, konstruktive Aktivitäten und “Stadtkindern das Land nahe bringen” sind einige der Gründe für die Besucher.

640px-Motuihe_Island,_Northern_Beach_WestMorgens werden die verschiedenen Aufgaben verteilt – nach Lust und Fähigkeiten – und dann werden Bäume und Sträucher gepflanzt, Abfall eingesammelt und Fallen kontrolliert. Da ein Grossteil der Erfolge durch die Arbeit der Freiwilligen erreicht wurde, ist es wichtig diese Freiwilligen bei guter Laune zu halten. Denn viele Hände – auch kleine – erleichtern die Arbeit! So wird dann Mittags Pause gemacht, Würste gebraten und viele Fragen beantwortet. Nach Lust, Laune und Wetter kann danach weitergearbeitet werden oder einer der goldenen Sandstrände besucht werden.

Naturschutz und Ehrenamt

Inzwischen ist weit bekannt, dass ehrenamtliche Tätigkeiten rundum gut für Ausführende und Empfänger sind. In diesem Sinne ist es gut zu sehen, dass Zuhause und auf Reisen es zahlreiche Möglichkeiten gibt unsere Welt positiv zu gestalten. Lasst uns wissen, ob Ihr eine spezielle Region in Neuseeland unterstützen wollt und wir versuchen herauszufinden, ob es Stiftungen, etc dort gibt.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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