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Archive for Februar 2016

Natur hautnah erleben

trampingAuf einer Sidetracks Tour geht es vor allen Dingen darum, unseren Besuchern Einblicke in die wunderbare Natur Neuseelands zu gewähren. Dies geschieht am einfachsten natürlich wenn man mit dem Zelt und auf Schusters Rappen unterwegs ist. Dies liest sich nun einfacher als es in die Tat umzusetzen. Es sei den Ihr seid mit uns – Sidetracks – unterwegs und jedes Detail für ein erfolgreiches und angenehmes Verbleiben in der Natur ist organisiert.

Von einem Extrem zum Anderen

Während wir versuchen, unsere Zelttouren so angenehm und komfortable wie möglich zu organisieren, ist das hautnahe Erleben der Natur von höchster Bedeutung und wir versuchen ein gesundes Mittelmass zu arrangieren und Extreme zu vermeiden. Oft genug gibt es im Internet Geschichten über das untere Ende der Komfortskala zu lesen, heute wollte ich zwei interessante andere “Extreme” vorstellen.

Selbstgebastelter Komfort

pop up tentZwei Abiturienten aus Deutschland sind seit einigen Wochen hier unterwegs und haben sich – wie soviele junge Weltenbummler – einen Kleinbus gekauft und umgebaut. Damit wollen sie kostengünstig UND relativ komfortabel Neuseeland bereisen. Dies erfordert natürlich ein gewisses Mass an Fachwissen und praktischer Erfahrung, aber scheint nicht unmöglich zu sein. Mit ihrem Umbau und ihrer respektvollen Einstellung haben sie die Aufmerksamkeit der neuseeländischen Medien erhascht und sich bereitwillig fotografieren lassen. Ich hoffe nur, dass die beiden bei allzu stürmischen Wetter geschützte Unterkunft suchen, wäre schade wenn der ganze Überbau abgerissen würde.

Luxuszelten – Glamping

glampingIn den letzten Jahren hat sich eine neue/alte Art zu zelten breit gemacht, bzw. hat wieder an mehr Popularität gewonnen: das Glamping ( Glamour + Camping). Schon zu Beginn des 20. Jahrhundert konnte man auf diese Art den afrikanischen Kontinent erleben. Inzwischen ist es wieder derart populär, dass die offizielle neuseeländische Tourismus Webseite weiterführende Hinweise zu Organisationen und Veranstaltern aufführt. Während die jeweiligen Lokalitäten die Struktur der “Zelte” bestimmen, haben alle einen gewissen Standard an Bequemlichkeiten gemeinsam: frische Bettwäsche, Geschirr und Kochzubehör, Toiletten. Zusätzlich kann man auch Spapools – die mit Gasflaschen beheizt werden – unterm Sternenhimmel geniessen oder ein Abendessen vom eigenen Koch zubereitet bekommen! Das kostet natürlich alles was, aber gerade die Kombination von einmaliger Natur und einmaliger Unterbringung ist vielen es wert. Und, der Komfort nur mit einem Koffer reisen zu müssen, ist für viele sehr attraktiv, wie es so nett, aber auf englisch in diesem Artikel beschrieben wird.

Jedem Tierchen…

… sein Pläsierchen! Sollten Euch beim Lesen dieses oder anderer Artikel Gedanken oder Fragen aufkommen, bitte meldet Euch bei uns und wir werden unser Bestes tun, Euch zu antworten.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Unsanfte Erinnerung

Chch valentines quakeUnterwegs am Valentinstag war für die meisten Leute die einzige Frage, wo man noch einen Sitzplatz ergattern konnte um einen Kaffee und das gute Wetter zu geniessen. Und dann kam die unangenehme Mahnung, dass die Canterbury Region nun schon seit fast sechs Jahren von heftigen Erdbeben geschüttelt wird.

Am 4. September 2010 ereignete sich ein 7.1 Erdbeben in Darfield, welches trotz seiner Stärke – aufgrund seiner Lokalisierung – nur geringen Schaden anrichtete und ‘nur’ 2 Menschenleben kostete. Die neuseeländische Behörde Geonet hatte daraufhin zahlreiche Berechnungen angestellt und Prognosen für weitere starke Beben berechnet.

Trotzdem konnte das katastrophale Beben – 6.3 Stärke – am 22. Februar 2011 nicht vorhergesagt werden und diesmal kamen die Region und die Menschen nicht so gimpflich davon. Der Verlust von 185 Menschenleben und das Ausmass der Zerstörung haben das Christchurch Beben zum zweit Schlimmsten in Neuseelands Geschichte gemacht.

Und nun – die Vorbereitungen für die Gedenkfeier zum 22. Februar waren schon am Laufen – hat es wieder heftig gerummelt. Anfänglich als 5.9, dann zurückgestuft auf 5.7, war das Epizentrum dieses Bebens kurz vor der Küste von Christchurch gelegen und hat zum Glück nicht soviel Schaden anrichten können. Es gab natürlich wieder zahlreiche Risse in Häuser und Strassen, aber das grösste Problem ist weiterhin die Bodenverflüssigung in den küstennäheren Gebieten der Stadt.

Chch valentine clean upDieses Beben hat auch gezeigt, dass die konstanten Warnungen, Vorbereitungen und Verstärkungen erstens nicht umsonst waren und zweitens effektiv. Die Medien berichten hauptsächlich von den kleinen Ärgenissen mit denen man sich jetzt wieder auseinandersetzen muss und wie beeindruckt die ausländischen Touristen von der Ruhe und Effizienz der Einheimischen sind.

Für die meisten Cantabrians ist es zwar nicht ein alltägliches Vorkommnis, aber mit ihrer klassischen Sturheit und der ‘stiff upper lip’ machen sie sich wieder ans Saubermachen ran und versuchen wieder im Alltag anzukommen.

Anschliessend zwei Videos: das Erste zeigt wie eine Klippe während des Bebens runterkommt und das Zweite ist mit einer Drohne aufgenommen über dieser Klippe und zeigt mal wieder äusserst anschaulich wie das so ist mit einer Naturgewalt zu leben.

 

 

PS: für die Naturwissenschaftler unter unseren Lesern, kann ich nur empfehlen die Nachrichten auf der Geonet Seite zu lesen. Viel Informationen, nicht nur zu Erdbeben, in einem relativ leicht verständlichen Englisch geschrieben. Diese Link führt zu den Canterbury Beben speziell. Bitte meldet Euch, sollte etwas nicht verständlich sein.

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

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Der zweite Teil

DSC03404-Awaroa Inlet form the HutUnd hier die neuesten Nachrichten zum Grundstückverkauf im Abel Tasman Nationalpark: am Freitagabend gegen 18 Uhr wurde die Mindestgrenze der Kampagne überschritten und nun ist sie im Geheimstatus: die Anzahl der Spender wird noch angezeigt, aber wie hoch die Gesamtsumme ist, ist nicht zu ersehen. Das hat einen wichtigen Grund, die Veranstalter wollen potentiellen Konkurrenten – mit einem grösseren Portemonnaie – keinen Hinweis geben.

Immobilienverkauf Kiwi Style

Dieses Grundstück hat nicht einen festen Verkaufspreis oder wird auf einer Auktion verkauft, sondern per “private tender offer”. Das bedeutet Interessenten stellen ein Angebot mit einem Höchstkaufpreis zusammen. Der Verkäufer schaut sich dann die verschiedenen Angebote an und nimmt das Beste an.

Meistens ist der Preis ausschlaggebend, manchmal die Bedingungen. Öfters geben Leute Angebote ab, bei denen der Verkauf davon abhängt ob sie ihr eigenes Grundstück und Haus verkauft haben. Oder volle Bezahlung und Inbesitznahme nach einem Jahr.

In diesem Fall sind die Bedingungen von seiten der neuseeländischen Sponsoren nicht existent, da nur der Titel umgeschrieben werden müsste und die Summe über ein notarisches Treuhandkonto überwiesen werden müsste. Dies wird wahrscheinlich auch auf einige andere Interessenten zutreffen. Bei diesem Grundstueck mit seinen kleinen Gebäuden ist aber das Land wichtiger. Investoren würden die Hütten wahrscheinlich sowieso abreissen und neu bauen lassen. Die Frage ist nun, ist es diesen Investoren soviel wert, dass sie ein entschieden höheres Angebot abgeben als die schon erreichten 2 Millionen?

tiptopKiwi Mentalität

Es war schon sehr bemerkenswert zu beobachten, wie sich ein paar Neuseeländer (~1% der Bevölkerung) mobiliseren konnten: sie lieben alle ihr Land, den Strand, Busch und alles was sonst noch dazu gehört. Die Stechmücken und Sandfliegen mögen zwar irriteren, aber gehören zum neuseeländischen Sommer genauso wie der Gesang der Zikaden und Tip Top Eis!

Und als dann noch Gareth Morgan( neuseeländische “Persönlichkeit”) sich bereiterklärte, den Rest (zu dem Zeitpunkt waren es ~ $600.000) zu spenden, wenn er und seine Familie das Haus für die nächsten 15 Jahre exklusiv benutzen könnten, hatten einige Kiwis genug und fingen an zu spenden. Zusätzlich unterstützte die Internet’zeitung’ Stuff.co.nz die Kampagne mit täglichen Aktualisierungen und Artikeln.

Dementsprechend aufregend war es am Freitagnachmittag zu verfolgen, wie auf der Givealittle Webseite innerhalb von einigen Stunden die letzten $25.000 zusammenkamen. Für die Organisatoren heisst es jetzt abwarten und nicht unbedingt Tee trinken, sondern weiter die Werbetrommel rühren. Der Abgabetermin für das Angebot ist am Dienstagnachmittag, wir werden Euch hoffentlich nächstes Wochenende sagen können, wie es alles ausgegangen ist.

PS: ein Fehler meinerseits (Petra) hat Euch den Artikel der letzten Woche vorenthalten. Ich entschuldige mich und werde ihn Euch in der nächsten Woche präsentieren.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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