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Archive for März 2016

Wochenendspass

mussel festivalAm letzten Wochenende fand in der neuseeländischen Grünmuschel Hauptstadt Havelock das alljährliche Muschel- und Meeresfrüchtefestival statt. Neben den kulinarischen Aktivitäten konnten sich Bewerber in verschiedenen Wettbewerben messen: wer am schnellsten Muscheln öffnen kann, die meisten in einer gewissen Zeit verspeisen und viele andere. Auch für die jüngeren Besucher hatten sich die Organisatoren einige Wettbewerbe einfallen lassen, so dass die ganze Familie sich vergnügen konnte.

Umweltfreundliche Meeresfrüchte

Hier in Havelock hat sich der Grossteil dieser Industrie angesiedelt, deren umweltfreundlichen Praktiken international anerkannt sind. Gerade bei der Zucht von Muscheln, die ja ihre Nahrung aus dem Wasser filtern, kommt es auf sehr gute Wasser- und Nährstoffqualität an. Die Gewässer rund um die Zuchtanlagen werden regelmässig kontrolliert, um den internationalen Standards Genüge zu tun. tuatuakarlUnter anderem werden die ‘green-lipped’ Muscheln auch nach Deutschland exportiert, dort kann man sie unter der Bezeichnung Grünschalmuscheln finden. Für viele Neuseeländer ist das Sammeln von Muscheln und anderen Meeresfrüchte während des Strandurlaubs ein wichtiger Bestandteil des Urlaubs und gute Fundstellen werden geheimgehalten und nur an die engste Familie weitergegeben!

Verwandt aber anders

sea food platterDie Grünschalmuscheln sind mit den allgemein bekannten Miesmuscheln zwar verwandt, werden aber wesentlich grösser. Daher eignen sie sich auch für andere Gerichte als die klassischen Muschelgerichte aus Deutschland und Europa. Hier in Neuseeland werden sie bevorzugt auf dem Grill schnell mit Dampf gegart und dann mit verschiedenen leckeren Sossen verzehrt.

Zukunftsorientierte Industrie

Obwohl die Muscheln im Moment den Grossteil der Zucht ausmachen, haben Investoren weitere Projekte in Planung. Die Marlborough Meeresengen sind vorzügliche Gegenden für die Zucht allerlei Meeresfrüchte und mit den Problemen, die mit der traditionellen kommerziellen Fischerei einhergehen, ist die Aufzucht von ökologisch einwandfreien Arten von grossem Interesse für die neuseeländische Wirtschaft. Sounds3-713x330Einen weiteren Leckerbissen dieser Art kann man inzwischen auch auf internationalen Märkten finden, den Königslachs, der hier auch erfolgreich gezüchtet wird und von der Seafood Watch Organisation als eine der ‘best choice’ deklariert wurde. Wer auf Meeresfrüchte nicht verzichten möchte, aber eine ethische vetretbare Wahl treffen möchte, sollte deshalb nach neuseeländischen Produkten mit den entsprechenden Markierungen schauen.

Oder nach Neuseeland kommen und selber am Strand sammeln!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Wo lebt es sich am glücklichsten?

Lake Wanaka Oren SchaubleAnscheinend ist es der UNO wichtig zu erfahren, wie glücklich oder unglücklich die Bewohner der Erde sind und haben die Organisatoren des “World Happiness Reports” gebeten, eine zwischenzeitliche Aktualisierung zu veröffentlichen. Und neben den bekannten ‘Gewinnern’ Dänemark, Schweiz, Norwegen und Island ist auch Neuseeland wieder in den Top10 zu finden.

Nach der Lektüre des Spiegelartikels wollte ich den originalen Bericht lesen, muss aber gestehen, dass die 70 Seiten an mir vorbeigerauscht sind. Dazu muss ich zugeben, dass ich nicht Statistik studiert habe und auch keine Philosophie. Die Untersuchungsansätze hören sich sehr interessant an, sind aber ein bisschen zu sehr aus meinem Erfahrungsbereich. Wer gerne eine Herausforderung annehmen möchte, kann hier das Dokument lesen.

Hübsch glücklich

Sollte man mich fragen, warum die Neuseeländer so ein glückliches Volk sind, schliesse ich mich der Meinung der folgenden Autoren an, dass das Land einfach zu schön ist, um einen nicht glücklich zu machen.

Karekare beach Oren SchaubleIm letzten Jahr hatte sich Oren Schauble mit einer Drohne auf den Weg gemacht und beindruckende Luftaufnahmen aus der Gegend um Queenstown und Auckland gemacht. In einer führenden Position der Technologie Firma 3D Robotics war es für ihn entscheidend zu sehen, wie die Drohne in den verschiedensten Situationen sich handhaben liess; für uns Sterbliche sind dabei wieder mal Bilder entstanden, die die Wanderlust und das Reisefieber ausbrechen lassen.

Drohnen en masse

Man könnte meinen, die Ausweitungen und Verbesserungen der Drohnen Technologie seien ein bisschen übertrieben für den Hobbymarkt, aber immer mehr internationale Firmen benutzen sie, um auf günstige Weise extravagante Videos und Werbefilme zu kreieren. Das neueste Beispiel ist eine Kollaboration zwischen Emirates und Boeing, die ein Video über die schönsten ‘views from above’ für 18 Destinationen in der Welt geschaffen haben. Diese werden natürlich von Emirates angeflogen mit Flugzeugen von Boeing.

Allein der Neuseeland Teil des Videos ist sowas von überwältigend schön, das mir schlicht und ergreifend die Superlative fehlen,

Schaut es Euch am Besten selber an!

Leider kann das Video hier nicht direkt angeschaut werden, aber wenn Ihr auf das Link klickt, geht’s zur Emirates Webseite weiter und dann müsst Ihr nur noch ‚Spielen‘ drücken.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Pullover statt Sonnencreme

Es ist schon merkwürdig wie schnell sich die Jahreszeiten ändern: vorige Woche noch einen Sonnenbrand am Nacken kassiert und heute sind wir ernsthaft am überlegen, ob wir den Ofen anfeuern sollen! Offiziell hat der Herbst am ersten März angefangen und da viele Regionen unter der diesjährigen Duerre gelitten haben, hoffen wir, dass der Herbst viel Regen und auch was Sonne noch bringt, so dass die Landschaft sich was erholen und regenerieren kann.

Herzhafte Küche statt Grillen

Crock_pot_partsMit dem Wetterwechsel geht auch eine Veränderung der Kochgewohnheiten einher: statt schnell ein paar Stücke Fleisch oder Fisch auf dem Grill anzubraten, wird der ‘crockpot’ wieder aus dem Schrank geholt und mit herzhaften Fleischstücken und herbstlichen Gemüsesorten gefüllt. Der crockpot – mein Lexikon gibt die Übersetzung Schongarer an – ist ein klassisches Bestandteil der Kiwi Küche. Wer ihn nicht zur Einweihung der ersten Wohnung bekommen hat, kann spätestens  zur Hochzeit damit rechnen! Und die Dinger sind sooo praktisch. Wir (Petra) haben einen Holzofen als Heizung und benutzen diesen auch zum Kochen und Backen über Winter. Aber, nicht jeder kann dies tun und gerade in der Übergangszeit wo der Ofen nicht ständig an ist, benutzen auch wir unseren crockpot oft.  Diese Art zu Kochen  ermöglicht es billige und geschmackvolle Fleischstücke in eine gesunde und herzhafte Mahlzeit zu verwandeln. Zu einem Bruchteil der Stromkosten als wenn man den Backofen verwenden würde.

Sonntagsbraten in der Wairarapa

KarnickeleintopfDieses Wochenende gibt’s bei uns Karnickeleintopf. Ein ganzes Karnickel, zerlegt, so dass er in den Topf passt auf einem Bett von grobgeschnittenen Zwiebeln, Karotten, zwei Dosen geschälte Tomaten und viel Thymian, Oregano, Rosmarin und schwarzen Pfeffer. Unsere Familie mag es würzig, deshalb benutzen wir Kräuter gerne grosszügig. Dann mit Wasser auffüllen, bis das Fleisch gerade abgedeckt ist. Wer will kann auch Gemüse- oder Hühnerbrühe benutzen. Und dann langsam köcheln lassen, bis dass Fleisch von den Knochen fällt. Ich koche in der Regel für 24 -36 Stunden auf der niedrigsten Stufe, aber auf höherer Stufe kann dies auch schneller gehen. HerbstgemueseWenn alles im Topf ist ‘vergesse’ ich es erstmal für einen halben Tag, drehe das Fleisch paarmal herum und am nächsten Morgen mache ich mich dann an die Fertigstellung. Fleischstücke herausnehmen und die Knochen raussortieren. Die grobstückige Sosse feinpürieren und durch ein Sieb schicken, um sicherzustellen dass alle Knochen entfernt sind. Dann Fleisch, Sosse und die gewünschten Gemüsesorten grobgeschnitten zurück in den Pott und für ein paar Stunden fertig garen lassen. Mein Mann ist nicht sonderlich begeistert von den einheimischen Süsskartoffeln, deshalb wird es bei uns Karotten und Lauch dazu geben, zusammen mit Kartoffelpuree oder Knödel. Sollte ich noch ein Paket Knödelpulver in der Speisekammer finden! Ein Glass Rotwein dazu und es ist ein wahres Sonntagsessen!

Beim Schreiben des Vorgangs läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen, ich hoffe es inspiriert Euch etwas Ähnliches auszuprobieren.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

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Awaroa Beach bleibt in neuseeländischer Hand

awaroa aerialUnd es ist geschafft! Nachdem die Organisatoren durch ihre Givealittle Aktion eine beträchtliche Summe Geld organisieren konnten, hatten sie ihr Angebot abgegeben und erklärten am 24.2.16, dass ihr Angebot angenommen worden war!

Nach einigen Verhandlungen – und weiteren Spenden durch den Staat und einem anonymen Spender – ist dieser neuseeländische Traum nun Wirklichkeit geworden. Der ehemalige Besitzer musste sein Grundstück verkaufen um Schulden bei der Bank zu begleichen. Somit hätte eigentlich das höchste Angebot die grössten Erfolgschancen gehabt. Wir werden wahrscheinlich nie erfahren, ob das Angebot der neuseeländischen Öffentlichkeit tatsächlich das Höchste war, was zählt ist, dass es angenommen wurde.

Papierkram und anderes

Sobald alle Papiere unterschrieben und die Finanzen aussortiert sind, wird dieser Teil der neuseeländischen Küste in den Abel Tasman Park integriert werden. Die Umweltministerin Maggie Barry hat ihre Behörde angewiesen, diesen Prozess so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen und bis dahin wird alles von einer Stiftung verwaltet. Im Moment ist noch unklar, was konkret mit den Gebäuden geschehen soll, ob sie wie die üblichen DoC Hütten angemietet werden können, oder abgerissen und ein Zeltplatz aufgebaut wird oder was auch immer.sea-kayak-with-wilsons-abel-tasman

Diese Entscheidungen werden davon abhängig sein, wie die konkrete Nachfrage sein wird. Inzwischen gibt es wahrscheinlich ein grosse Anzahl von Leuten, die ihre nächsten Schulferien dort planen, aber wie die Benutzerzahlen in den folgenden Jahren aussehen können, muss in die Zukunftsplanung miteinbezogen werden.

Dies ist wieder ein klassisches Beispiel der etwas anderen, skurillen Seiten der neuseeländischen Mentalität. Und, das die zahlreichen Besucher hier nicht die einzigen sind, die die Landschaft zu schätzen wissen. In diesem Sinne hoffen wir Ihr habt Euren Besuch hier genossen und wir werden Euch bald wiedersehen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

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