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Archive for Juni 2016

Kuschelige Teddybären der Vogelwelt

Kakapo chicksNeuseelands Vogelwelt ist berühmt für die grosse Anzahl an Kuriositäten und die enormen Bemühungen, diese zu erhalten. Diese Woche machten wieder einige Schlagzeilen, mit den Nachrichten, dass fünf per Hand aufgezogene Kakapos nun nach Anchor Island geflogen werden, wo sie nach einer Eingewöhnungsphase freigesetzt werden sollen. Dieses Jahr war die erfolgreichste Brutsaison, auch wenn einige der Küken von Freiwilligen betreut werden mussten und die Betreuer hoffen, dass sie sich erfolgreich auf den geschützten Inseln einleben und von alleine vermehren werden.

Anchor Island

pest-map-580Anchor Island im Süden der Sudinsel, in Fjordland gelegen, ist eine der wenigen Inseln, die inzwischen komplett schädlingsfrei sind und die besten Voraussetzungen dafür bieten. Auf Anchor Island sind nicht nur die Schädlinge verschwunden, die Nahrungsquellen für die Kakapos sind auch zahlreicher, da es nicht nur einen ausgedehnten Rimuwald hat, sondern auch einen etablierten Südbuchenwald. Diese beiden Arten, mit ihren alternierenden Fruchtzyklen, können ein beständigeres Nahrungsangebot garantieren und damit die extremen Fortpflanzungsbemühungen der Kakapos unterstützen.

Kakapo – Eulenpapagei

Diese anmutigen Papageien können bis zu 100 Jahre alt, was angesichts ihrer Fortpflanzungsweise gut ist. Sie fangen erst mit 5 – 10 Jahren an zu brüten, legen in der Regel nur 1-4 Eier und das auch nur alle 3-5 Jahre, synchron mit dem Fruchtzyklus der Rimu Harzeiben und Schein – oder auch Südbuchen. feedingDementsprechend ist der Bestand extrem anfällig für Umweltkatastrophen wie Dürren oder Schädlingsplagen wie Ratten, Mäuse und anderen. Die Bemühungen der einheimischen Helfer werden unterstützt einerseits durch Spenden aus der Industrie zur Finanzierung eines Genomprojekts (um optimale genetische Paarungen zu erreichen) und andererseits durch Publikationen, die die fotogenen Tiere konstant im Bewusstsein der Öffentlichkeit halten. Und so werden wir Euch auch weiterhin auf dem Laufenden halten können.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Kiwis und Deutsche amüsieren sich

Für uns Deutsche sind die kleinen Videos von Lifeswap immer lustige Erinnerungen an die kleinen Unterschiede, die das Leben hier unten für uns so interessant machen. Und im Februar konnten Steffen und William das neueste Video präsentieren. Die berühmt berüchtigte Tellereinladung, die jeder Einwanderer auf die eine oder andere Art überstehen muss, ist diesmal ein Thema. So wird auch das Ritual um Einladungen und soziale Umgangsformen mit Bekannten auf detaillierte Weise analysiert: nach Monaten freundlich-neutralem Umgangs wird man endlich als Freund angesehen und eingeladen.

Viel Spass!

 

Blade NZ

Letztes Jahr hatten wir Euch ein paar neuseeländische Jungs vorgestellt, die sich per Rollerblades quer durch Neuseeland geschlagen haben. Ihre Abenteuer sind eifrig gefilmt worden und TVNZ hatte die Rechte dazu erworben. Leider bedeutet dies, wir können Euch leider keine weiteren Episoden zeigen. Es sei denn, Ihr seid in der Lage neuseeländisches Fernsehen zu empfangen. Hier ist ein Link dazu und für alle anderen, ich werde weiterhin die Ohren und Augen offen halten. Sobald offiziell etwas international zu sehen ist, werden wir es Euch zeigen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Queen’s Birthday Wochenende

queens-wharf-_21_j9jzaac6Hier in Neuseeland hatten wir Dank dem englischen Königshaus wieder ein langes Wochenende, da der 6. Juni der offizielle Geburtstagfeiertag von Königin Elisabeth ist. Auch wenn das moderne Neuseeland nicht mehr viel mit dem britischen Königshaus zu tun haben will, solange es nicht zu einer offiziellen Trennung kommt, werden einige britische Traditionen weiter gepflegt. Vor allen Dingen, wenn es ein langes Wochenende bringt.

Winter Aktivitäten

Der erste Juni hat nun offiziell den Winter eingeläutet und das Wetter spielt auch mit und hat schon den ersten Schnee auf den Schneepisten der Südinsel deponiert. Die Betreiber hoffen auf einen langen weißen Winter, wenn in den nächsten Wochen die Skisaison anfängt. Während die Skihasen ihre Ausrüstung kontrollieren, begeben sich die Nicht-hasen auf die diversen Winter Festivals.

Armageddon in Wellington

armageddon wellington (2)Alle zwei Jahre, pi-mal-Daumen, treffen sich Science Fiction Fans in Auckland, Wellington, Christchurch oder Melbourne (Australien), um ihre Verkleidungen zur Schau zu stellen, ihre Stars in natura zu sehen und Neuigkeiten der Spielwelt zu erfahren. An diesem langen Wochenende war Armageddon in Wellington und einige Verkleidungen hatten ein interessantes Problem geschaffen. Die Polizei bat in einem Aufruf, die verkleideten Fans sollten doch bitte ihre Spielwaffen verdeckt zum Stadium bringen. Manche der Kostümteile sahen derart realistisch aus, dass verängstigte Passanten die Polizei gerufen hatten!

Klassisch Britisch

cakesVergnügungen andere Art gab es an der Queens Wharf in Auckland mit einem klassisch britischen Küstenjahrmarkt. Eine Blaskapelle spielte britische Jahrmarktsklassiker während an zahlreichen Ständen importierte britische und irische Spezialitäten verkauft wurden. Und natürlich durfte auch der traditionelle ‘high tea’ im The Cloud Café nebenan nicht fehlen. Obwohl es nun schon Winter ist, konnten sich die Besucher in strahlendem Sonnenschein vergnügen.

Alles in allem, ein rundum amüsantes Wochenende!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

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“Es gibt nicht schlechtes Wetter, nur schlechte Bekleidung”

Wie meine Mutter zu sagen pflegte, wenn wir als Kinder nicht raus gehen wollten und das schlechte Wetter als Ausrede gebrauchen wollten.

k-MountCook (58)Wer viel wandern geht, weiss wie wichtig die richtige Ausrüstung und Bekleidung ist. Es muss vor allen Dingen leicht und funktionell sein und vielleicht auch ein bisschen schick. Wer sich besser informieren will, kann in Wandergruppen und auf Internetforen die heftigen Debatten der Vor- und Nachteile von Kunst- gegenüber Naturfasern verfolgen.

Während die technischen Details relativ übersichtlich sind, hat sich in dem vergangenen Jahrzehnt ein neuer Beurteilungspunkt herauskristallisiert: die ethische Vertragbarkeit der Produkte. Die Produktion von synthetischen Fasern kann in relativ übersichtliche Einzelschritte zerlegt und kritisch beurteilt werden. Dagegen hat die Produktion von Naturfasern wesentlich mehr Komponente, die oft nicht durch eine standardisierte Messlatte bewertet werden können.

Export Star Neuseelands

sheep+flockNeuseeland ist ja bekannterweise nicht nur das Land der braunen und grünen Kiwis, sondern auch zahlreicher Schafe. Und gerade die Merinoschafe und ihre hochwertige feine Wolle haben sich zu einem Exportschlager entwickelt. Die neuseeländische Firma Icebreaker zum Beispiel hat ein neues Konzept entwickelt, womit die Konsumenten dank eines Baacodes den Ursprungsort ihrer Pullover oder Jacken erkennen können. Icebreaker ist eine der ersten Firmen, die Belieferungsverträge mit den Schafzüchtern abschliesst und damit eine gewisse wirtschaftliche Sicherheit garantiert. merino-is-the-best-wool-in-the-world1Dadurch sind sie aber auch in der Lage, ihre Vorstellungen von Qualität der Wolle und Lebensqualität aller Tiere und Mitarbeiter zu kontrollieren. Unter anderem verpflichten sie ihre Zulieferer dazu, zweifelhafte Methoden wie das ‘mulesing’ nicht mehr anzuwenden. Dies geht natürlich nur mit erhöhtem Personaleinsatz und Datensammlung, was sich dann auf die Endkosten niederschlägt. Dies ist leider auch der Grund, warum noch nicht alle Merinozüchter zum Beispiel auf das ‚mulesing‘ verzichten. Aber, je mehr die Konsumenten innovative Ideen finanziell unterstützen, umso mehr werden sich ethische Praktiken durchsetzen können. Zu mindestens gibt der anhaltende Erfolg von Icebreaker – 1994 in Wellington gegründet – einem Anlass zur Hoffnung.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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