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Archive for Januar 2017

four_col_si_kokako_wanted_poster-__original_image_of_ni_kokako_by_tara_swan__creative_touches_by_oscar_thomas_and_geoff_reidBelohnung ausgesetzt für Sichtung

Seit vier Jahrzehnten versuchen verschiedene Gruppen eindeutige Beweise zu finden, die die Existenz des als ausgestorben geglaubten South Island Kokako nachweisen.  Dieses Jahr versuchen die Naturschützer durch eine Belohnung die Augen und Ohren vieler Besucher der Südinsel zusätzlich zu rekrutieren.

Während der North Island Kokako die Umweltschutzbemühungen mit seiner weitergehenden Anwesenheit belohnt, ist der South Island Kokako noch immer flüchtig. Obwohl es viele angebliche Sichtungen gibt, konnten bisher keine eindeutig verifiziert werden. buller_kokakoDie hohe Anzahl der Sichtungen hat aber seinen Erhaltungszustand von EX/EW (extinct) auf CR (critically endangered) gehoben. Und damit können die Finanzierungen von erneuten Aktionen wieder gerechtfertigt werden.

Mit dieser neuen Aktion hoffen die Betreiber, erstens das Interesse an diesem Vogel aufrechtzuerhalten und zweitens die erhöhte Anzahl an Besuchern in den jeweiligen Gebieten zur erhöhten Aufmerksamkeit zu ermuntern. Auf einer speziellen Webseite kann man sich den Gesang des North Island Kokako anhören, der dem des South Island Kokakos sehr ähneln soll. Ausserdem wurde ein Steckbrief erstellt, dessen Grundlage ein ausgestopftes Exemplar vom TePapa Museum und ein Foto (in Photoshop entsprechend verändert) eines North Island Kokako ist.

southislandkokakoWeiterhin ist dort ein Karte mit all den gemeldeten möglichen Begegnungen, die alle westlich der Gebirgsketten der Südinsel gelegen sind. Für unsere momentanen und zukünftigen Besucher der Südinsel, haltet Augen und Ohren offen, Kamera parat und vielleicht habt ihr die Ehre diesen besonderen neuseeländischen Vogel wiederzuentdecken! Die $5000 Belohnung ist bestimmt auch nicht zu verachten?!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Sommer an der Küste

new-zealand-earthquake-fault-rupture-waiauMit der Saison hier in Neuseeland in vollem Schwung wollen wir Euch eine kurzes Update zur Lage im geschüttelten Kaikoura bringen.

Das Erdebeben am 14. November 2016 hat Neuseeland einen dubiosen neuen Rekord eingeheimst: seit 15 Jahren dokumentiert GeoNet die Aktivitäten der neuseeländischen Vulkane und Erdbebenzonen. Und 2016 ist nun das aktivste Jahr dieser Periode gewesen!

Trotzdem geht es munter weiter in Kaikoura: auch wenn weiterhin an der Hafenanlage gearbeitet werden muss und noch nicht alle Strassen wieder offen sind, ist Kaikoura nicht mehr von der Aussenwelt abgeschnitten und die Touristikbetreiber haben wieder normalen Betrieb aufgenommen. Somit können Besucher nicht nur die üblichen Naturwunder entdecken, sondern auch auch ein paar neue bestaunen.

Geoaktivität aus der Nähe

kaikoura-new-zealand-earthquake-fault-ruptureLeider wird es den meisten Besuchern nicht möglich sein, alle markantesten Veränderungen in der Landschaft um Kaikoura zu besichtigen. Wer weiss, vielleicht in der nahen oder fernen Zukunft vielleicht. Bis dahin müssen wir uns mit Fotos der Geologen zufriedengeben, die aber nichtsdestoweniger beeindruckend sind. Ein Artikel auf der temblor Webseite hat nicht nur viele Fotos, sondern erläutert auch ein paar technische Besonderheiten des Erdbebens.

 

Umweltschutz – Umweltbewusstsein

kaikoura-peninsula-walkway-shellie-evans-galleryObwohl, oder gerade weil Kaikoura ein kleiner Küstenort ist, wurde viel Zeit und Energie investiert, einen umweltfreundlichen Tourismus aufzubauen. Die Verbundenheit mit der Natur, die Abhängigkeit von einem intakten Ökosystem und die modernen technischen Möglichkeiten haben dazu geführt, dass Kaikoura in 2002 als eine der ersten Gemeinden in der Welt eine Green Globe Akkreditierung bekam. Weitere Aktivitäten haben Kaikoura in 2010 von EarthCheck eine Goldbewertung und in 2014 eine Platinumbewertung eingebracht.

Mundpropaganda erwünscht

Natürlich hat das Erdbeben grosse Schäden verursacht, die zu reparieren eine Menge Geld kosten wird. Gerade deswegen ist es wichtig, nationale und internationale Besucher wissen zu lassen, dass ‘business as usual’ ist und die lokalen Geschäfte und Unternehmen durch Besuche zu unterstützen. Auf der Webseite der Region werden auf lockere Art und Weise die Standardfragen beantwortet und Tips für zukünftige Besuche gegeben. Schaut mal vorbei!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

 

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Heimliche Einwanderer

orthodera_novaezealandiae__new_zealand_praying_mantisBeim Wandern durch den Busch oder in den Gärten der Städte in Neuseeland kann man mit etwas Glück eine Gottesanbeterin entdecken. Aber – und das habe ich auch erst diese Woche gelernt – es muss nicht unbedingt eine einheimische sein! Die neuseeländische endemische NZ Mantis war bis 1978 die einzige ihrer Art hier.

Im Sommer 1978 entdeckte ein Junge ein Eipaket in seinem Garten in Auckland und die Entomologie Abteilung des DSIR pflegte erfolgreich eine Kolonie zur Identifizierung. Die eindeutige Klassifizierung erfolgte erst später durch Dr. A Kaltenbach vom Naturhistorischen Museum in Wien und damit war bekannt, dass die neuseeländische Mantis Konkurrenz von der afrikanischen bekommen hatte.

Fatales Verhalten der Gottesanbeterinnen

nz-mantis-mating-s-af-2Man könnte meinen, dass diese winzige Tiere genug zu Fressen und zum Leben im neuseeländischen Busch finden können, um friedlich zu koexistieren. Aber leider haben beide Arten ein paar “Eigenheiten”, die die Existenz der einheimischen Art bedrohen.

Erstens, die einheimischen Männchen scheinen die afrikanischen Weibchen attraktiver zu finden und versuchen vergebends sich mit ihnen zu paaren.

Zweitens – und das ist der riesige Nachteil – die afrikanischen Weibchen haben die unangenehme Angewohnheit, die Männchen nach der Paarung zu verspeisen! Während die afrikanischen Männchen dies ‘wissen’ und sich flugs nach der Paarung verziehen, ‘wissen’ die neuseeländischen es nicht und werden leider flugs verspeist. Und es damit ungleich schwerer für die neuseeländischen Weibchen machen, einen entsprechenden Partner zu finden.

Drastische Hilfe nötig

Aber wie? Alle Insekten sind leider extrem empfindlich gegenüber Chemikalien jeder Art. Und um nicht aus Versehen die einheimische Art komplett auszurotten hat man bisher auf chemikalische Bekämpfung verzichtet. Deshalb wird versucht auf mechanische Art die Anzahl der afrikanischen zu reduzieren. So brutal es auch anmuten mag, allein die Vernichtung der Eierpakete und der individuellen Tiere kann der Ausrottung der einheimischen Art Einhalt gebieten.

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Auf den ersten Blick sehen diese Tiere alle gleich aus, aber wenn man genauer schaut sind die erwachsenen Exemplare leicht zu unterscheiden. Die neuseeländische Mantis hat einen blauen/lila Fleck an der Innenseite der Vorderbeine und ist immer hell-grün. Dieses Merkmal ist nicht erkennbar in der Jugendphase, bei den Kleinen muss man dem Kopf und Nacken Aufmerksamkeit schenken: die afrikanische hat einen ausgeprägten Nacken während die neuseeländische eher nackenlos erscheint. 800px-egg_case_in_lichen-encrusted_crackAusserdem sehen ihre Eierpakete unterschiedlich aus: die neuseeländischen haben eine klare Struktur, die die einzelnen Elemente erkennen lässt, während die afrikanische eher eine schaumige Masse zu sein scheint.

Die Webseite der Taranaki Umweltschutzgruppe T.E.R.R.A.I.N. hat ausgezeichnete Fotos die eine Identifizierung leichter machen. Alle Fotos hier wurden von Phil Bendle gemacht.

 

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Strassenverkehr in der Stadt

go-cycle-chchIm Rahmen des Neuaufbaus von Christchurch werden auch viele neue Radwege eingeplant. Die Innenstadt soll damit attraktiver und umweltfreundlicher für Bewohner und Besucher werden. Mit der erhöhten Anzahl an Radfahrern – und Christchurch war für neuseeländische Verhältnisse schon immer eine Rad-intensive Stadt – wird mehr Aufmerksamkeit von Seiten der anderen Verkehrsteilnehmer benötigt. Die Unfallstatistiken zeigen leider noch immer, dass mangelnde Wahrnehmung der Radfahrer und Nicht-gewähren der Vorfahrt die Hauptursachen bei Unfällen mit Radfahrern sind. Dem will die Stadtverwaltung nun ein Ende bereiten mit einer farbenfrohen Initiative: “LookAgain”. Denn nur mit besserer Wahrnehmung der Fahrer und einem respektvollen und höflichen Verhalten ihnen gegenüber können diese Statistiken verbessert werden.

Wahrnehmung, Respekt und Höflichkeit

CCC Look again cycle safety campaign on Cashel and Colombo Streets

Look again: schau zweimal

Für viele Besucher, gerade die, die aus einem Land mit Rechtsverkehr kommen, ist zweimal schauen die beste Methode, den unbekannten Verkehrsfluss zu durchqueren. Dieses Verhalten soll nun auch den einheimischen Verkehrsteilnehmern zur Gewohnheit werden.

Während in Wellington die Autofahrer mit drakonischen Strafen gezwungen werden, ihre Augen auf die Radfahrer vor ihnen zu halten (grüne Zonen an Ampeln, in denen nur Radfahrer stehen dürfen, $200 Strafe für Autofahrer!), versucht Christchurch, die Autofahrer auf die sanfte und kreative Art umzuerziehen.

An einer belebten Kreuzung wurde durch eine Installation demonstriert, wie die Wahrnehmung der Autofahrer gegenüber Radfahrern verbessert werden muss. In dem Video kann man sehen, das Autofahrer statische Objekte nicht wahrnehmen, was für Radfahrer, die an Ampeln auf Grün warten nicht von Vorteil ist.

 

Vorteil der Radwanderwege

Für die zahlreichen Besucher der Stadt, die dort mit dem Rad unterwegs sind, sind dies natürlich sehr erfreuliche Nachrichten.

cycling-mountain-biking-largeAber auf unserer Radwanderreise navigieren wir Euch mit unserem Bus durch die Stadt auf’s Land hinaus, wo wir dann auf den neuen Radwanderwegen in Sicherheit und Ruhe die Natur erkunden können. Diese Radwege erschliessen die neuseeländische Landschaft umfangreich, bieten zahlreiche Schwierigkeitsgrade an und halten sich weitgehends abseits der Hauptverkehrstrassen, was ihre grosse Attraktivität ausmacht.

Für diejenigen unter Euch, die sich kurz entschlossen auf Tour begeben können, wir haben tatsächlich noch ein paar Plätze frei auf unserer Januar Radtour, die garantiert stattfindet. Sollte dieser Termin doch nicht so ganz passen, wir haben auch noch eine Tour im März. Schaut einfach mal in unseren Reisekalender rein, um zu sehen was am besten in Eure Pläne passt.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

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