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Archive for Februar 2017

Früh übt sich der Umwelt- und Tierschützer

In den vergangenen Tagen häufen sich die guten Nachrichten zu der Brutsaison der Kakapos. Dies nehmen die verschiedenen Organisationen zum Anlass, sich bei den zahlreichen freiwilligen Helfern zu bedanken.

kccZunächst die Kinder, die sich durch Spendenaktionen am Schutz der einheimischen Teddybären beteiligen. Über den allgemeinen Kiwi Conservation Club (KCC) werden durch informative und interessante Aktionen junge Kinder angeregt, sich aktiv am Umwelt- und Tierschutz hier in ihrer Heimat zu beteiligen. Da “fund raising” eine akzeptierte Methode für Schulkinder ist, Gelder aufzubringen – sei es für einen Schulausflug oder für die Beschaffung bestimmter Geräte für die Schule –  ist es auch eine logische Art, Gelder für die Kakapos zu beschaffen. Auf dem Blog der Webseite können die Kinder dann stolz ihre Aktionen dokumentieren und andere Kinder zu weiteren Aktion inspirieren.

Internationale Unterstützung

plushieFür die internationale Gemeinschaft der Tierliebhaber gibt es die Möglichkeit, durch ‘Adoptionen’ den Fortgang der Schutzmassnahmen zu unterstützen. Dies ermöglicht Individuen und Gemeinschaften – wie Schulklassen und Betriebe zum Beispiel – je nach finanzieller Lage, sich zu beteiligen und als Zeichen der Wertschätzung eine Plüschvariante der Kakapos zu erhalten. Dies geschieht über die Kakapo Recovery Webseite und auf der Facebook Seite können die neuesten Adoptiveltern vorgestellt werden.

Nationale Begeisterung und Mitarbeit

kakapo-idZu guter Letzt die freiwilligen Rangers, die vor Ort die Küken und erwachsenen Kakapos beobachten und betreuen. Auf der Facebook Seite kann man nun die Fotos der diesjährigen Rangers betrachten, während ihrer Arbeit mit und für die Kakapos. Auf manchem Bild sehen die Vögel tatsächlich wie kuschelige Teddybären aus! Jede Saison – wenn die Umweltbedingungen vorteilhaft sind – kann man sich über die Webseite der Kakapo Recovery als Ranger in einer bestimmten Region bewerben. Da die Zucht von zahlreichen Umweltfaktoren abhängig ist, gibt es leider keine feste Daten und Interessierte müssen regelmässig die Webseite besuchen.

Hoffnungsvolle Zukunft

Wie schon in einem früheren Artikel erwähnt, war diese Saison besonders erfolgreich und das Team hofft, diesen Erfolgstrend über die nächsten Jahre derart auszubauen, dass der Bestand als gesichert gelten kann. Solltet Ihr Fragen haben, zu den einen oder anderen Aktivitäten, bitte meldet Euch und wir werden unser Bestes tun, Euch zu helfen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

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Natur weiterhin überzeugend

Foto von Bernhard Spragg

Foto von Bernhard Spragg

Wir wissen ja inzwischen zur Genüge, dass Neuseelands Berge und Busch beliebte Filmorte für zahlreiche Filme gewesen sind. Die gute Nachricht für die Filmindustrie ist, dass die Landschaft weiterhin sehr beliebt ist: wie die örtliche Presse berichtet, fangen diese Woche die Dreharbeiten an für die erneute Verfilmung des Buches ‘A Wrinkle in Time’ von Madeleine L’Engle. Mit Reese Witherspoon, Oprah Winfrey und Mindy Kaling sollen am Lake Hawea einige Aussenaufnahmen für den ‘Young Adult Science Fantasy” Roman gemacht werden.

Lake Hawea als Filmkulisse

Und warum denke ich (Petra), das ist es eine Notiz wert?

Lake Hawea, der kleinste der Gletscherseen bei Wanaka ist auch auf unseren Touren durch die Südinsel zu bewundern. Der See ist einer vier Gletscherseen der Gegend und ein beliebter Ferienort: mit zahlreichen Wasseraktivitäten im Sommer und guten Skimöglichkeiten im Winter kann man zu jeder Jahreszeit eine Beschäftigung finden. Oder in Ruhe die Strasse entlang des Sees fahren und die friedvolle und beeindruckende Landschaft geniessen.

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‘Leider’ finden die Dreharbeiten auf der Hunter Valley Station im Norden des Sees statt – abseits der Hauptstrasse – und sind damit der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Da muss ich mich nun bis nächtes Jahr gedulden, um zu sehen wie und wo Neuseeland sich wieder von seiner besten Seite zeigen wird.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Leckere Mitbringsel

imagegen-ashxDiese Monate kann man den Sommer quasi essen: es ist Erntezeit auf den Obstplantagen der Südinsel und in den Supermärkten stapeln sich die frischen und saftigen Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen und Nektarinen. Bald kommen die neuen Äpfel und dann wird es wieder Zeit zum Backen des traditionellen Kiwi Mitbring-Nachtisch: apple crumble! Einfachheit und Flexibilität sind Grundlage dieses Erfolgsrezeptes : sowohl frisches als auch eingemachtes Obst kann verwendet werden und wenn es heiss mit Sahne serviert wird, kann niemand widerstehen.

Heute wollen wir Euch diesen Klassiker näher bringen – naja, so nah wie es halt über’s Internet geht – mit dem Rezept aus dem Edmonds Kochbuch:

Edmonds Fruit Crumble

Für 6 Personen

Zutaten:

Glas- oder Prozellanbackform ca. 1.5 -2l Volumen

600g eingemachtes Obst (Äpfel, Pflaumen, Rhabarber…) oder ca.1kg frisches Obst, in Häppchen kleingeschnitten.

2 Esslöffel brauner Zucker4989574069_03c8b7429e_b

255g Mehl

1 Teelöffel Backpulver

100g Butter

64g weisser Zucker

 

Methode:

Ofen auf 190° Celsius vorheizen

Obst in die Schüssel, braunen Zucker darüber streuen. Mit frischem Obst: mit dem Zucker vermischen.

14111225869_962e22b1a1_bIn einer Schüssel das Mehl, Backpulver und die Butter zusammenarbeiten, am besten mit einem Messer oder einer Gabel, bis es die Konsistenz von grobem Paniermehl hat. Dann den weissen Zucker untermischen und gleichmässig über’s Obst verteilen. Aber nicht glattstreichen.

Im Ofen für ca. 30 Minuten goldbraun backen und dann heiss mit Vanillesauce, Vanilleeis, Sahne und/oder Jogurt… servieren!

Guten Appetit!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

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Mythische Landschaften und Geisterstädte

forgotten_world_highway_landscapeAuf vielen unserer Reisen durch die Nordinsel kommen wir auf dem Weg zu den Waitomo Glühwürmchenhöhlen auch durch das King Country. Die Fahrt durch die hügelige und saftig grüne Landschaft offenbart viele abgelegen Orte, die oft verfallen und verlassen erscheinen. Die Kombination von undurchdringlicher Natur und Einstellen menschlicher Aktivitäten verstärkt das Gefühl, sich in einem mythischen, ursprünglichen Teil Neuseelands zu befinden.

Mythisch und malerisch

Der österreichische Fotograf Arno Gasteiger hatte für das New Zealand Geographic den Forgotten World Highway befahren, um sich selber ein Bild zu machen von dieser Region Neuseelands, die von der Zeit vergessen worden war. Auf dem State Highway 43 – der offiziellen Bezeichnung der Kulturerbstrasse – ist er von Taumarunui im Norden nach Stratford im Süd-Westen gefahren und hat die verschiedenen Sehenswürdigkeiten erkundet. Die eindrucksvollen Bilder und die interessanten Charaktere die er trifft, bestätigen die Vorstellungen, die man von vergangenen und verlassenen Gegenden hat. Seine malerischen Beschreibungen, die ganz im Trend der touristischen Werbung liegen, erwecken den Eindruck eines vergessenen Paradieses, was leider (meines Erachtens, Petra) die historische Realität ausblendet.

King Country: Vergangenheit und Zukunft

800px-mount_taranaki_forgotten_world_highwayDiese Region bekam ihren Namen im Laufe des 19ten Jahrhunderts, weil sich dort verschiedene Maori Stämme angesiedelt hatten, die später im Wesentlichen am kingitanga beteiligt waren. Diese Bewegung wollte eine repräsentative Monarchie für alle Maoristämme bilden, die dann mit der Kolonialmacht Grossbritannien als ebenbürtige Repräsentanz verhandeln sollte. Leider konnten sich die Stämme nicht dauerhaft einigen und auch als ein König ernannt worden war, verhielten sich nicht alle Stämme loyal während der Neuseelandkriege dieser Zeit.

Zu dieser Zeit errreichte der Zustrom der Einwanderer derartige Ausmasse, dass innerhalb kürzester Zeit die Maoris in der Minderheit waren und Land knapp wurde. Die Besiedelung der Waikato und Taranaki Region erfolgte nach blutigen Kriegen und unter ernormen Aufwänden bezüglich der Erschaffung von Infrastruktur. Der Bau einer Eisenbahnlinie die Auckland mit Wellington verband, verbesserte zwar die Bedingungen entlang der Strecke und schuf Eisenbahnstädte wie Taumarunui. Leider beschränkte sich dies auf die Städte entlang der Linie und die Gegend um den heutigen Forgotten World Highway verfiel weiter.

forgotten_world_highway_-_most_pres_reku_tangaraka_-_panoramioUnd dies ist die Zukunft der Gegend nun: Touristen geniessen die Möglichkeit, einen Blick in die Vergangenheit werfen zu können: mit Erfindungsgabe die Nachteile der Abgeschiedenheit zu überwinden und Natur Pur geniessen zu können. Dies ist möglich, da nun das Strassennetz relativ ‘gut’ ausgebaut ist und Touristen sich nicht auf einen wochenlangen Treck durch Matsch einstellen müssen, sondern innerhalb von einigen Stunden – oder wer’s eher gemütlich haben will über drei Tage – die Gegend entdecken kann.  Auch wenn es auf der Strecke keine Tankstelle gibt – also immer mit vollem Tank losfahren und keine allzu langen Extratouren machen – gibt es entlang der Strecke immer genügend Zivilisation, so dass man sich nicht vollkommen verlassen und hilflos vorkommt und in Ruhe die malerischen Täler, Wiesen und Felder betrachten kann.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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