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Archive for Juni 2018

Nachwuchs angesagt

Am 22.Juni verkündeten Premierministerin Jacinda Ardern und Partner Clarke Gayford die Geburt ihrer Tochter Neve Te Aroha Ardern Gayford. Während Deutschland erwartungsvoll die Duelle im Fussball Weltcup verfolgte, fand in Neuseeland eine baby watch statt: wenn man den Zeitungen und Magazinen Glauben schenkt, verfolgte die Nation aufmerksam die Bewegungen und Stationen der Premierministerin. Als Mutter kann ich da nur bewundern, wie sie in dem ganzen Mediazirkus die Ruhe bewahren und sich auf ihr Baby konzentrieren konnte. Nach einer kurzen Pressekonferenz am Sonntagmorgen wird sie sich in den nächsten 6 Wochen auf ihre Tochter konzentrieren können, was natürlich nicht bedeuten wird, dass der Mediazirkus aufhört. Im Gegenteil, wenn Clarke Gayford sich dann um die Tochter kümmern wird, werden unter Garantie die ganzen Wochenmagazine in nicht-endenden Artikeln seine Kompetenz als frischgebackener Vater mit der Lupe analysieren.

Neuseeland macht wieder Geschichte

Es mag sich ein bisschen übertrieben anhören, zu sagen, dass hier etwas historisch Wichtiges geschehen ist, schliesslich werden ja tagtäglich Tausende von Kindern geboren. Aber, die Tatsache, dass dies weltweit erst die zweite Schwangerschaft einer Premierministerin während ihrer Legislaturperiode ist, ist schon bemerkenswert. Vor allen Dingen auch, weil es erstens nicht mehr so geheim gehalten werden musste wie damals mit Benazir Bhutto, wie es in einem interessanten Artikel ihres erstgeborenen Sohnes beschrieben wird. Zweitens – und dies ist das beste Zeichen, dass die Zeiten sich am ändern sind – ist die Tatsache, dass der Vater sich ab der sechsten Woche vollzeitig um die Tochter kümmern wird, während die Mutter wieder zurück in ihren Job geht! Na klar, die beiden werden es wahrscheinlich um einiges leichter haben als die meisten Eltern, da sie finanziell gut versorgt sind, aber die Tatsache, dass der männliche Partner sich um das Kind und den Haushalt kümmern wird, wird schon für Stirnrunzeln sorgen bei eher traditionell denkenden Leuten.

Alles Gute …

… wünschen wir der Familie und hoffen, dass die schlaflosen Nächte sich in Grenzen halten werden!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Vakanz bei Sidetracks

Das Ende einer Wandersaison bedeutet leider nicht nur Erholung, sondern auch Vorbereitungen für die nächste Saison. Wie üblich muss der reguläre Papierkram für’s Finanzamt sortiert und verschickt werden, das Inventar gesichtet, begutachtet und eventuell repariert oder aufgerüstet werden. Und aktuell bedeutet dies auch interessierte Reiseleiter zu engagieren.

Als Gastgeber Neuseeland zeigen

Für viele Leute ist die Vorstellung als Reiseleiter zu arbeiten sehr verlockend, fast romantisch und erscheint vielleicht sogar wie „bezahlter Urlaub“.

„Tatsächlich reicht es jedoch heute nicht mehr aus, selbst sehr gerne zu reisen und mit Menschen arbeiten zu wollen“, erklärt Barbara Panettieri vom Sidetracks Team aus ihrer Erfahrung. „Obwohl der Job schon sehr großen Spaß macht, ist er aber zum Beispiel auch sehr anstrengend, zeitintensiv und komplex. Manchmal arbeiten wir 14 Stunden am Tag.“

Die andere Art, das Land zu entdecken und Besuchern nahe zu bringen, ist selber Gastgeber und Reiseleiter sein. Während wir (die Ausgewanderten) dies natürlich gerne für Familie und Freunde unentgeltlich machen, kann nicht jeder Neuseelandbesucher auf Freunde oder Familie zurückgreifen. Und da kommt Sidetracks zur Hilfe: mit unserem Insiderwissen und Zweisprachigkeit können wir Besuchern abwechslungsreiche und informative Touren anbieten, die den persönlichen Ansprüchen angepasst sind.

Vor einigen Jahren hatten wir uns schon mal mit diesem Thema auseinandergesetzt und der Einfachheit halber möchte ich den damaligen Text hier nochmal aufführen, besser könnte ich es nicht formulieren.

„Da gesetzliche Vorschriften bestehen, werden von Reiseleitern heute zahlreiche Qualifikationen erwartet. Da gilt es nicht nur einen Personenbeförderungsschein zu besitzen, entsprechende Erste-Hilfe-Kurse und Führerscheinlizenzen zu haben. Unsere Reiseleiter brauchen zusätzlich zu anderen Vorgaben auch eine Arbeitsgenehmigung in Neuseeland.

Natürlich müssen sich Sidetracks Reiseleiter sehr gut mit der neuseeländischen Kultur, Natur und Historie auskennen. Wir vermitteln unseren Teilnehmern echtes Insiderwissen über die Nationalparks, Flora und Fauna und jede Menge Hintergrundwissen zu Land und Leuten. Da muss man sich schon sehr gut im Land auskennen, fließend Englisch und Deutsch sprechen, physisch fit sein und entsprechend Hiking- und Campingerfahrung mitbringen. Die Sicherheit der Gruppe steht selbstverständlich immer ganz oben an.

Als Unternehmen ist es uns auch besonders wichtig, unsere spezielle Reisephilosophie zu vermitteln. Jeder Reiseleiter repräsentiert Sidetracks und muss sich ausdrücklich mit unserer Unternehmensphilosophie auseinandersetzen, identifizieren können und sie auf unseren Reisen tatsächlich leben.“

Bewerbungen erwünscht

Wir würden uns freuen, für die neue Saison neue Reiseleiter in unserem Team zu begrüssen. Solltet Ihr, oder jemand den Ihr kennt, dies schon immer auf der Wunschliste gehabt haben, schickt uns eine Nachricht und wir werden Euch kontaktieren.

Autorin: Sidetracks Team

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Mythen und Sagen aus Fjordland

In 1910 wurden Holzkisten mit einer sonderbaren Fracht an der Supper Cove am Ende des Dusky Sounds in Fjordland abgeladen. Sie hatten einen langen Weg von Kanada hinter sich und der Grund war schon kurios: der damalige Premierminister Sir Joseph Ward hatte bei seinem Kollegen in Kanada nachgefragt, ob sie ihm einige zuchtfähige Elche schicken könnten, denn die damalige Regierung wollte Neuseeland in das grösste Wildgehege der Welt verwandeln. Heutzutage wissen wir wie gefährlich es sein kann, Tiere und Pflanzen aus anderen Klimazonen zu importieren, aber damals gab es diese Bedenken nicht.

Und so wurden an einem dämmerigen Abend die zehn jungen Elche – sechs Elchkühe und vier –hirsche – an dem Strand der Supper Cove ihrem Schicksal ausgesetzt, in der Hoffnung sie würden überleben und sich fortpflanzen. Jahrzehnte später sind sie der Stoff für Legenden, da nach einigen erfolgreichen Jagden in den 1950er Jahre, sie seitdem nicht mehr zuverlässig gesichtet worden sind. Es gab – und gibt – einige Individuen die wahrlich von diesen Tieren besessen sind und sie nun nicht mehr mit Gewehren, sondern Kameras jagen wollen.

Ken Tustin ist einer von diesen, ein Biologe, der seit dreissig Jahren versucht diese Tiere aufzufinden. Zunächst im Auftrag seines damaligen Arbeitgebers, dem Forestry Service, installierte er primitive Kameras die von Autobatterien betrieben wurden, an zahlreichen Bäumen im Busch. Abgesehen von ein paar verschwommenen Fotos konnte er aber keinen Erfolg verbuchen und hat deshalb Ende des letzten Jahres die Kameras wieder abgenommen. Nicht für immer, wie er selber sagt, aber mit seinen 72 Jahren wird es auch nicht leichter, tagelang durch den Busch zu trekken, mit schwerem Gepäck, Verpflegung und den Kameras auf dem Rücken.

Er und zahlreiche andere machen sich Jahr für Jahr auf den Weg, um die Spurensuche zu beenden. Es gibt inzwischen zahlreiche andere Belege, wie gentisch getesteter Elchdung, aber die Krönung wären halt Fotos. Obwohl es auch eine andere Meinung gibt, dass es wäre besser für die Tiere weiterhin in Obskurität zu leben, als der Jagdlust von Trophäenjägern zum Opfer zu fallen. Elche sind zwar nicht so selten wie das Loch Ness Monster, aber der Gedanke an einem nebeligen Tag einen Elch aus dem Busch treten zu sehen, finde ich faszinierend!

Bei Stuff kann in zwei Artikeln dazu mehr gelesen werden und auf der Webseite einer der Suchenden gibt es sehr detaillierte Beschreibungen seiner Expeditionen und Entdeckungen.

Viel Spass beim Lesen und haltet Augen und Nase offen bei Euren Touren durch Fjordland.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Traditionelles Rezept – der Erbseneintopf

Dieses Wochenende – langes Wochenende dank dem Geburtstag der englischen Königin- hatten wir zum ersten Mal unseren Ofen wieder an und haben die ständige mittlere Hitze genutzt, um ein paar leckere Eintöpfe zu kochen. Am Samstag gab es einen Erbsenteintopf und für Sonntag ein Paprika Gulasch.

Erbsensuppe ist international weit verbreitet

Ein schnelles Durchlesen des englischen Wikiartikels offenbart, dass es weltweit in der einen oder anderen Form Erbsensuppe seit Tausenden von Jahren gibt. In verschiedensten Formen hat es hauptsächlich die Armen einer Nation ernährt, aber auch die besser situierten Leute haben sie genossen. Den Unterschied machen dabei die jeweiligen Zutaten: Fleischportionen (wie Schinken oder Würstchen) und saisonales Gemüse verfeinern den Geschmack, aber selbst ‚nur‘ mit Kartoffeln und Karotten gekocht ist es eine geschmackvolle und sättigende Mahlzeit.

Pea Soup Pounui Style

Heute ein Rezept für unsere Suppe:

Zutaten:

Für 4 – 8 Personen

2 Schinkenhachsen

2 grosse weisse Zwiebeln

500 g getrocknete Erbsen

Pro Person 2 mittlere Kartoffeln

Evtl. Saure Sahne zum Abschmecken

 

Methode:

Die Zwiebeln in mittelgrosse Stücke schnippeln und zusammen mit den Hachsen in ca. 5l Wasser für 2 – 4 Stunden köcheln bis das Fleisch leicht vom Knochen fällt.

Die Hachsen aus dem Sud holen.

Kartoffeln wenn nötig schälen und dann in 5mm Scheiben schneiden.

Kartoffeln und Erbsen in den Sud und weiter köcheln lassen.

Während Kartoffeln und Erbsen köcheln, das Fleisch vom Knochen und Fett trennen. In mundgerechte Portionen schneiden und wieder in den Topf.

Weiter köcheln, bis sie die erwünschte Konsistenz hat.

Wir mögen die Suppe wenn man noch die einzelnen Zutaten erkennen kann, dass heisst die Kartoffeln sind zwar gar, aber zerfallen noch nicht. Die Erbsen sollten zu diesem Zeitpunkt schon zerfallen sein und die sämige Grundlage der Suppe bilden.

Nach Geschmack mit Pfeffer und Salz abschmecken und wer es noch ein bisschen cremiger haben möchte, kann einen Esslöffel Saure Sahne pro Portion untermischen.

Mit ein paar Scheiben getoastetem Brot ist dies ein richtig leckere Mahlzeit!

Guten Appetit!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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