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Archive for the ‘Besinnliches’ Category

Geschichten aus Christchurch

Als 2012 zum ersten Jahrestag des Christchurch Erdbebens 185, bzw 186 weisse Stühle am Standort der ehemaligen Baptist Church an der Oxford Terrace in Christchurch aufgebaut wurden, sollte diese Installation eigentlich nach einer Woche wieder abgebaut werden. Aber niemand wollte dies so recht und innerhalb desselben Jahres fand die Installation ein neues Zuhause auf dem Grundstück der inzwischen abgerissenen presbyterianischen Kirche an der Cashel Street. Doch auch hier können sie leider nicht bleiben, da dieses Gelände vom Staat erworben wurde und Teil eines grossen Stadiumkomplexes werden soll.

Dabei haben die Stühle nicht nur eine grosse Bedeutung für die Bewohner von Christchurch, auch zahlreiche Touristen sehen in der Installation die Möglichkeit persönlicher Verluste zu gedenken.

So viele Stühle – so viele Geschichten

Ursprünglich waren die Stühle als Gedenkmal für die Opfer des Erdbebens gedacht. Aber im Laufe der Jahre hat die Installation sich weiter entwickelt, so wie es sich der Künstler Peter Majendie erhofft hatte.

Inspiriert von einem Vincent van Gogh Gemälde symbolisieren die verschiedenen leeren Stühle den Verlust eines Individuums. Die meisten der Stühle wurden ersteigert, aber einige sind von den Familien, Freunden oder Mitarbeitern der Opfer gespendet worden.

Die interaktive Installation regt den Betrachter an, sich auf einen Stuhl niederzulassen, sich auf den Kontext einzulassen, den Opfern zu gedenken und eigene Opfer zu ehren. Auch wenn jeder Stuhl nicht ein konkretes Opfer repräsentiert, zum Beispiel starb niemand in einem Rollstuhl, aber 3 Opfer sind nun an ihre Rollstühle gebunden und zahlreiche Opfer fühlen sich ähnlich angeschlagen.

Die Kommentare in den inzwischen 55 Gästebüchern dokumentieren auf eindrucksvolle Weise wie die Stühle ihre ursprüngliche Bedeutung überschritten haben und deshalb einen permanenten Standort und andauernde Wartung verdienen.

Planung und Unterstützung

Inzwischen hat Peter Majendie einen Antrag zusammengestellt und eine Webseite aufgestellt, um den Prozess der Planung von seiten der Gemeinde und Unterstützung durch die Öffentlichkeit in Gang zu bringen. Auf der Webseite kann man mehr zur aktuellen Situation, zum Hintergrund und zur Zukunftsvision lesen. Wer will kann natürlich auch spenden oder durch einen Kommentar in dem virtuellen Gästebuch das Projekt unterstützen.

Mal sehen, wie dies weiter geht!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Geburtstagskind, Weltstar und verschollen im Busch

An sich sollte der 23. März ein besonderer Feiertag für den Kakapo Recovery Trust werden: der zwanzigste “Geburtstag” – oder eher Schlüpftag – von Sirocco, dem weltberühmten Sonderbotschafter der Stiftung. Aber leider ist er nicht aufzufinden und kann deshalb die Geburtstagsglückwünsche aus aller Welt nicht entgegennehmen. Aber dies scheint die Beteiligten in der Stiftung nicht sonderlich zu beunruhigen: erstens ist es nun die Jahreszeit, in der die Papageien sich auf ihre Überwinterung vorbereiten und in ihre Verstecke verkriechen und zweitens ist es üblich, dass 5% der Radiosender, mit denen die Vögel versehen sind, kurzerhand den Geist aufgeben. Im Frühling, wenn alle wieder aus ihren Verstecken kommen und sich auf Partnersuche machen, hoffen die Pfleger, dass Sirocco sich wieder an der Station einfinden wird.

Ein einzigartiger Papagei

Wie in einem sehr nett geschriebenen Artikel –auf Englisch– beschrieben wurde, hatte Sirocco schon eine ungewöhnliche Jugend, für einen Papagei zumindestens. Als Kakapo ist er einer der seltensten Papageien der Welt und akut von der Ausrottung bedroht. Deshalb wurde er als Küken wegen einer Krankheit aus dem Nest genommen und von Hand aufgezogen. Dies war zwar erfolgreich, hatte aber als Nebenerscheinung seine Fixierung auf Menschen. Einerseits hat dies zu einem komischen Videoauftritt im Fernsehen und Internet geführt, andererseits bedeutet es, dass er kein Interesse an Damen der eigenen Spezies hat. Nicht gerade optimal. Aber die Betreuer haben schnell ein andere, ebenso wichtige Aufgabe für ihn gefunden: als Sonderbotschafter für seine Art und die Stiftung, die die Zucht-, Schutz- und Konservierungsmassnahmen koordiniert. So verbringt Sirocco einen Teil seiner Zeit damit, das Land zu bereisen und Tierschutz der Allgemeinheit nahe zu bringen. Und wer kann diesem kuschelig aussehenden Teddy-Papagei schon widerstehen?

Persönlichkeitskult

Und wie es sich für einen richtigen Star der Weltbühne gehört, hat Sirocco sein eigenes Twitter und Facebook Profil, wo man allerlei interessante Kommentare zu ihm persönlich und Neuseelands Natur und Tierwelt allgemein finden kann. Dort könnt Ihr Euch selber auf dem aktuellsten Stand der Dinge halten oder bei uns vorbeischauen!

Als nationales Kulturgut anerkannt, meinen wir, dass es relevant ist, Euch auf dem Laufenden der Konservierungsbemühungen zu halten. Wir schreiben gerne und oft, wie Ihr in den letzten Monaten selber lesen konntet und hoffen, Euch im Frühling wieder ein paar gute Nachrichten übermitteln zu können.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Pop-up Krankenhaus für Pinguine

Diese Saison hatte der Yellow-eyed Penguin Trust sich mit der Otago School of Nursing zusammengetan und in Dunedin ein vorübergehendes Krankenhaus speziell für die Gelbaugenpinguine eingerichtet. Über die Sommermonate sollten so mehr Tiere behandelt werden können, ohne sie dem zusätzlichen Stress eines Fluges nach Wellington oder Auckland auszusetzen. In den neun Wochen in denen die Station offen war, konnten deshalb 34 Pinguine schnell behandelt werden. Da die Hauptbrutzeit nun vorüber ist, wird es nun geschlossen und weitere Patienten müssen entweder von den örtlichen Tierärzten behandelt werden oder zu Spezialisten auf die Nordinsel geflogen werden.

Bedrohte Pinguine

Dieser Aufwand könnte einem etwas übertrieben vorkommen, aber mit nur ca. 250 registrierten Brutpärchen auf der Südinsel, steht diese Art noch immer an der Spitze von der Ausrottung bedrohter Arten. Diese Art ist gefährdet weil sie nicht nur eine kleine Gruppenanzahl hat, sondern auch weil sie sich in einem relativ kleinen Gebiet aufhalten und dort fortpflanzen. Jegliche Veränderung in der Ökologie ihrer Umwelt hat direkten Einfluss auf ihren Bestand. Weiterhin sind sie leicht anfällig für Krankheiten, die die Kolonie innerhalb einer Saison zum Teil auf die Hälfte reduzieren können.

Nationale Ikone

Als nationale Ikone auf dem 5-dollar Schein verewigt, ist es gut zu wissen, dass es den trust gibt, der sich um den Schutz und Erhalt dieser endemischen Vogelart kümmert. Um diesen Schutz wirksam durchzuführen und dabei auch die Unterstützung der Einheimischen und Besucher zu gewinnen, wurden zum Beispiel in einer ausgesuchten Gegend “Schützengräben” angelegt, von wo aus diese putzigen Tiere beobachtet werden können ohne sie in ihrer natürlichen Umgebung zu stören.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Mythische Landschaften und Geisterstädte

forgotten_world_highway_landscapeAuf vielen unserer Reisen durch die Nordinsel kommen wir auf dem Weg zu den Waitomo Glühwürmchenhöhlen auch durch das King Country. Die Fahrt durch die hügelige und saftig grüne Landschaft offenbart viele abgelegen Orte, die oft verfallen und verlassen erscheinen. Die Kombination von undurchdringlicher Natur und Einstellen menschlicher Aktivitäten verstärkt das Gefühl, sich in einem mythischen, ursprünglichen Teil Neuseelands zu befinden.

Mythisch und malerisch

Der österreichische Fotograf Arno Gasteiger hatte für das New Zealand Geographic den Forgotten World Highway befahren, um sich selber ein Bild zu machen von dieser Region Neuseelands, die von der Zeit vergessen worden war. Auf dem State Highway 43 – der offiziellen Bezeichnung der Kulturerbstrasse – ist er von Taumarunui im Norden nach Stratford im Süd-Westen gefahren und hat die verschiedenen Sehenswürdigkeiten erkundet. Die eindrucksvollen Bilder und die interessanten Charaktere die er trifft, bestätigen die Vorstellungen, die man von vergangenen und verlassenen Gegenden hat. Seine malerischen Beschreibungen, die ganz im Trend der touristischen Werbung liegen, erwecken den Eindruck eines vergessenen Paradieses, was leider (meines Erachtens, Petra) die historische Realität ausblendet.

King Country: Vergangenheit und Zukunft

800px-mount_taranaki_forgotten_world_highwayDiese Region bekam ihren Namen im Laufe des 19ten Jahrhunderts, weil sich dort verschiedene Maori Stämme angesiedelt hatten, die später im Wesentlichen am kingitanga beteiligt waren. Diese Bewegung wollte eine repräsentative Monarchie für alle Maoristämme bilden, die dann mit der Kolonialmacht Grossbritannien als ebenbürtige Repräsentanz verhandeln sollte. Leider konnten sich die Stämme nicht dauerhaft einigen und auch als ein König ernannt worden war, verhielten sich nicht alle Stämme loyal während der Neuseelandkriege dieser Zeit.

Zu dieser Zeit errreichte der Zustrom der Einwanderer derartige Ausmasse, dass innerhalb kürzester Zeit die Maoris in der Minderheit waren und Land knapp wurde. Die Besiedelung der Waikato und Taranaki Region erfolgte nach blutigen Kriegen und unter ernormen Aufwänden bezüglich der Erschaffung von Infrastruktur. Der Bau einer Eisenbahnlinie die Auckland mit Wellington verband, verbesserte zwar die Bedingungen entlang der Strecke und schuf Eisenbahnstädte wie Taumarunui. Leider beschränkte sich dies auf die Städte entlang der Linie und die Gegend um den heutigen Forgotten World Highway verfiel weiter.

forgotten_world_highway_-_most_pres_reku_tangaraka_-_panoramioUnd dies ist die Zukunft der Gegend nun: Touristen geniessen die Möglichkeit, einen Blick in die Vergangenheit werfen zu können: mit Erfindungsgabe die Nachteile der Abgeschiedenheit zu überwinden und Natur Pur geniessen zu können. Dies ist möglich, da nun das Strassennetz relativ ‘gut’ ausgebaut ist und Touristen sich nicht auf einen wochenlangen Treck durch Matsch einstellen müssen, sondern innerhalb von einigen Stunden – oder wer’s eher gemütlich haben will über drei Tage – die Gegend entdecken kann.  Auch wenn es auf der Strecke keine Tankstelle gibt – also immer mit vollem Tank losfahren und keine allzu langen Extratouren machen – gibt es entlang der Strecke immer genügend Zivilisation, so dass man sich nicht vollkommen verlassen und hilflos vorkommt und in Ruhe die malerischen Täler, Wiesen und Felder betrachten kann.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Das andere Ende der Welt

Zum Ende des Jahres wollen wir Euch mit ein paar lustigen Erkenntnisse zu Neuseeland ins neue Jahr schicken.

Für viele Besucher ist der Kulturschock nach Ankunft enorm: das Nebeneinander von europäischer  und pazifischer Lebensart, das leicht unverständliche Englisch (da zu schnell und zu sehr genuschelt wird) und vieles anderes. Gerade längerfristige Besucher können so manchen Unterschied nicht nur zur Heimat feststellen, in der Regel läuft es hier ganz anders ab als im Rest der Welt.pano_20161227_210307

Das hat man mir aber nicht vorher gesagt!

Wie oft im Leben ergeben sich Situationen, auf die man nicht ansatzweise vorbereitet wurde, bzw. vorbereitet sein kann, da man es erst selber erleben muss?

Und in diesem Sinne hat Megan Conway – aus Schottland und auf Welttour – eine 15 Punkte Liste zusammengestellt, die ihren Aufenthalt in Neuseeland charakterisierten. Hier möchten wir uns auf einige beschränken, wer sie gern alle lesen will, kann gerne ihren Originaleintrag lesen.

Freundlichkeit

Fangen wir mal mit der letzten Erkenntnis (auf ihrer Liste) an, meines Erachtens der wichtigsten: die Neuseeländer sind alle so freundlich und hilfsbereit! Ob man es mit neuen Nachbarn zu tun hat oder auf der Durchreise im Pub oder Café die Einheimischen trifft. In der Regel sind sie interessiert an deiner Geschichte, die Dich nach Neuseeland gebracht hat und haben viele Tipps parat.

Esskultur, Cafes und Kaffee

Das ganze Land kann guten Kaffee servieren, wobei natürlich die Hochburg des Genusses Wellington ist! Und die Café Besitzer scheinen in einem ständigen Wettbewerb miteinander zu sein, wer die originellsten und leckersten Kombinationen auf die Menukarte bringen kann. So manches Landcafe kann da eine Offenbarung sein.

Natur extrem

Hier werde ich gleich vier Punkte abhaken: sowohl die Landschaften, als auch die Tierwelt und das Wetter und die Naturgewalten zeigen sich von einer eindrucksvollen und einmaligen Seite.  Megan meint Queenstown ware der schönste Ort in Neuseeland, aber das können wir gerne zur Debatte stellen. hector-dolphinDie Tierwelt mit ihren einheimischen Vögeln und Insekten garantiert neue Eindrücke und der Wind, ja da kann man nur sagen, der hat’s in sich. Die berühmt berüchtigten Southerlies können sogar an Sommertagen einen zwingen den Pullover wieder rauszuholen. In der Antarktik sind die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter für uns Normalsterbliche nicht nachvollziehbar minimal. Kalt ist kalt! Und was die Erdbeben angeht, wir leben damit und sind vorbereitet und lassen uns davon nicht die Lust und Laune verderben.

Und vieles mehr…

..aber am besten kommt Ihr selber zu Besuch und lernt die feinen Eigenheiten selber kennen und schätzen.

Und damit wollen wir uns für dieses Jahr von Euch verabschieden. Wir hoffen, Ihr habt soviel Spass wie wir hier unten und wünschen Euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Mit vielen lieben Grüssen vom Sidetracks Team.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

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Musikalische Weihnachtsgrüsse

248596__christmas-tree-decoration-christmas-decorations-lights-green-red_pSo langsam geht das Jahr zu Ende und wir bereiten uns auf eine friedliche und geruhsame Ferienzeit mit Familie und Freunden vor. Für uns Einwanderer von der nördlichen Erdkugel ist es bei dem sommerlichen Wetter oft schwierig so richtig in Stimmung zu kommen. Mit ein bisschen Humor und entsprechender Musik fällt das schon viel leichter.

pohutakawaDeshalb heute das neueste Video von Air New Zealand, in dem Julian Dennison (Kinderstar des neuesten Taika Waiti Film “Hunt for the Wilderpeople”) und Ronan Keating auf klassisch freche Kiwi Weise, den Stereotypen zum Trotz, die wichtigste Weihnachtsnachricht übermitteln: egal wie und wo, mit Familie und Freunden ein friedliches Beisammensein zu geniessen.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen ein ruhiges und friedliches Weihnachstfest und viel Spass beim Singen der ‘klassischen’ Weihnachtslieder!

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Weihnachtliche Klassiker

Bald ist es wieder soweit und die weihnachtliche Menuplanung ist in vollem Gange. So wie in Deutschland, hat auch hier jede Familie so ihre Klassiker, die jedes Jahr auf der Weihnachtstafel zu finden sind.ham-with-mustard-cream-coles

In unserer Familie gibt es jedes Jahr einen Kochschinken, mit Nelken gespiekt und mit Bier begossen während des Erhitzen. Die Beilagen variieren nach Lust und Laune, in der Regel sind aber Röstkartoffeln auch dabei. Und den Schlusspunkt macht ein Englischer “bread& butter pudding”, wonach wir uns nur noch vom Tisch zur Couch rollen. In der Regel ist noch nicht mal ein Verdauungsspaziergang möglich.

Für andere Kiwis ist eine ‘trifle’ der traditionelle Nachtisch; sehr pflegeleicht, deshalb ein beliebter Bestandteil der Grillfeiern am Strand. Gerade die Trifle hat im Laufe der letzten Jahrzehnte eine einschneidende Entwicklung mitgemacht: das Originalrezept im Edmonds Kochbuch benutzt noch eine Dose Obstsalat, inzwischen macht jeder berühmte Koch (Fernsehen und Bücher) so seine eigene Version mit exotischen Früchten und Zutaten! rhubarb-and-berry-mascarpone-trifle-18874_lFür die Hausköche dagegen sind einzig und allein die Familienvorlieben ausschlaggebend bei der Auswahl der Zutaten.

Das Grundrezept für diesen Nachtisch im Lasagne Stil besteht aus einer Lage Biskuitkuchen, in Alkohol getränkt  – wenn nur für eine Erwachsenenrunde gedacht, eine Lage ‘custard’, eine Lage Obst und mit einer Lage Schlagsahne vollendet. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, fertig für den Strand. Die kinderfreundliche Variante benutzt Marmelade oder verdünnte Götterspeise statt Alkohol, um den Biskuitteig ein bisscher saftiger zu machen.

Heute möchte ich unseren Lieblingsnachtisch im Detail erläutern:

Chocolate Bread and Butter Pudding

nach Delia Smith aus ihrem Winter Kochbuch.

Für 6 Personen

Zutaten:

Eine Glas- oder Porzellanbackform ca. 4-5l Volumen

 

1 ½ Laib dick geschnittenes weisses Toastbrot

300g   75% Zartbitterschokolade

800ml Schlagsahne

8 Esslöffel Rum

220g Zucker

150g Butter

Zimt und Vanille nach Geschmack: ich nehme 1 Teelöffel Zimt und 2 Teelöffel echte Vanilleessenz

6 Eier

winter-chocolate-bread-and-butter-puddingMethode:

In einem Topf über einem Wasserbad (oder in der Mikrowelle) die Schokolade, Sahne, Zucker und Butter langsam erhitzen und verschmelzen lassen.

In der Zwischenzeit das Brot vorbereiten: die Kruste abschneiden (unsere Hühner freuen sich besonders über diese Reste!) und in Dreiecke halbieren oder vierteln (hängt von der Grösse der Backform ab, die Brotstücke werden geschichtet und sollten möglichst nahtlos die Form ausfüllen können)

Wenn die Schokoladenmasse gut vermischt ist, runternehmen und abkühlen lassen. Wenn man sich nicht mehr die Finger oder Lippen verbrennt die verquirlten Eier zügig untermischen. Je kühler die Schokomasse, desto sicherer werden die Eier NICHT gerinnen.

Zusammenstellung:

Den Boden der Form mit einer dünnen Lage der Schokomasse bedecken, dann eine Lage Brotscheiben schuppenartig darüber arrangieren und feste in die Schokomasse drücken. Dann wieder eine Lage Schokomasse und die Brotscheiben in die Masse drücken, bis sie unter der Masse sind. Ich benutze dazu einen Pfannenwender, um die Finger relativ sauber zu halten. Dies wiederholen, bis die letzte Lage grosszügig mit der Schokomasse bedeckt ist. Dann mit Alufolie bedecken und für einen Tag (kann auch bis zu 3 Tage vorher bereitet werden) im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag, wenn der Braten auf den Tisch kommt, kommt die Puddingform in den Ofen und wird während des Mahls auf kleiner Hitze vorgewärmt. Wenn wir bereit sind für den Nachtisch, drehe ich den Ofen nochmal hoch, auf 200C um die Oberfläche kurz knusprig zu backen.

Serviert wird es dann mit Vanilleeis und Jogurt, starkem Kaffee oder Tee und vielleicht einem Verdauungsschnaps hinterher!

 

Guten Appetit!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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