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Archive for the ‘Kunst & Kultur’ Category

Auf Cook’s Spuren im Pazifik

Diesen Monat hat eine neue Serie im neuseeländischen Fernsehen Premiere gehabt: zum 250ten Jubiläum von James Cook’s Entdeckungsfahrten im Pazifik wurden sechs Episoden gefilmt, die seinen Fussstapfen folgten. In den verschiedenen Lokalitäten wurden die historisch belegten Fakten mit den Erzählungen und Erfahrungen der Einheimischen verglichen.

Die historische Bewältigung der Entdeckung und Kolonialisierung des Pazifiks hat so seine Schwierigkeiten die unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten gerecht zu dokumentieren. Auch wenn diese Serie nicht den Anspruch macht, eine kritische Aufarbeitung dieser Thematik zu sein, so will Sam Neill mit seinem Beitrag versuchen, die Bedeutung der Entdeckungen aus europäischer und aus pazifischer Perspektive zu konsolidieren.

Zukunftsperspektiven

Da im Moment eine starke Bewegung zur Rehabilitation der indigenen Bevölkerungen existiert, ist dies eine Möglichkeit die historischen Ungerechtigkeiten und deren Nachwirkungen auf die moderne Lage zu dokumentieren. Da ist es hilfreich, die verschiedenen Aspekte der einheimischen Kulturen, die bis dato als primitiv abgetan wurden, in ihrer Relevanz und Schönheit neu zu präsentieren. Ein kleines Beispiel dieser eher theoretisch anmutenden Formulierung: erneutes Interesse an der Herstellung von Taschen und Körben aus dem einheimischen Flachs hat dazu geführt, dass in zahlreichen Gemeinde Kurse angeboten werden, die den kulturellen Kontext des Flechtens, der Flachspflanzen und des Flechtens demonstrieren. In dem Bemühen, Neuseeland ‚plastikfrei“ zu bekommen, haben diese Gegenstände an aktueller Relevanz gewonnen und können so einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt machen und gleichzeitig das Kulturgut des Pazifiks wiederbeleben.  In diesem Sinne habe ich (Petra) letzte Woche gerade so einen Kurs begonnen, unter anderem auch um mein rudimentäres Wissen der Maorikultur und –sprache zu vertiefen. Wer gerne mehr wissen möchte, kontaktiert uns und wir können mehr detaillierte Information geben.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Film Festival läuft wieder

Jeden Winter machen es sich die Filmliebhaber neuseelandweit in den Sesseln der Kinos gemütlich und geniessen die eklektische Auswahl an nationalen und internationalen Filmen. Das Film Festival, dass in dreizehn Städten der Nord- und Südinsel läuft, hat auch dieses Jahr wieder eine grosse Auswahl an Filmen, die so ziemlich jedes Interessengebiet abdecken.

Neuseelands Fime und Filmemacher

Die Organisatoren haben dieses Jahr auch wieder ein farbenfrohes und anregendes Angebot zusammengestellt: von ‚klassischen‘ Verfilmungen (Drama, Komödie, Horror) zu Dokumentarfilmen über Persönlichkeiten Neuseelands (Gesellschaft, Kunst, Kultur).

In der Länderkategorie kann man bis zu 20 Filme aus Neuseeland finden. Davon sind allein 8 Dokumentarfilme, die sich mit Künstlern und hervorragenden Persönlichkeiten auseinandersetzen. Die Themenwahl dieser Filme veranschaulicht die Diskussionen, die immer lauter und heftiger hier stattfinden und einen Wandel in der Gesellschaft ankündigen. So wird zum Beispiel die maorische Filmemacherin Merata Mita und ihr Einfluss auf die Dekolonisierung Neuseelands einfühlsam von ihrem Sohn porträtiert. Weitere Filme behandeln Themen wie Sektentum, Selbstmord, Auslandsaufenthalte, Modeschauen und Schafscherenwettbewerb der Damen!  Ach ja, und die Proben zur Balletversion vom Das Piano!

Bei diesem Spektrum werden die Besucher nicht nur unterhalten werden, sie werden auch viel Neues lernen und Altes kritischer beurteilen können. Ich persönlich freue mich schon auf den Dokumentarfilm ‚Coda‘ über Ryuichi Sakamoto und einen Konzertfilm zu seinem letzten Werk ‚async‘.

Die Sonne kommt nun immer öfters und immer länger hervor, da wird die Vorfreude auf den kommenden Sommer mit diesen filmischen Leckerbissen vergrössert! Wir hoffen, Euch auch bald hier begrüssen zu dürfen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Christchurch und Shigeru Ban

Nach dem grossen Erdbeben in Christchurch musste die Stadt und die Gemeinde schnell Lösungen zur Instandsetzung der zerstörten Gebäude finden, privat sowie öffentlich. Damals zum Beispiel wurde das Design des innovativen Architekten Shigeru Ban  für eine Übergangskathedrale angenommen und verwirklicht. Das Design war in der Tat so erfolgreich, dass es modifiziert wurde, um längerfristig genutzt werden zu können. Und nun haben wir die ersten Entwürfe für eine weitere Zusammenarbeit von Ban und der Stadt Christchurch sehen können.

Umweltbezug der neuen Architektur

Die letzte zentrale Adresse am Cathedral Square – die seit dem Erdbeben leerstand – hat nun einen neuen Besitzer gefunden: die Aotea Gifts Kette (Produkte für die Tourismusbranche) wird dort ein grosses Gebäude errichten, in dem eine Geschenkeboutique, ein Cafe und Büros untergebracht werden sollen. Und der Architekt für dieses Gebäude ist wieder Shigeru Ban.

Während damals sein Design für die Kirche eher vom geistlichen Bezug zur alten Kirche beeinflusst war, werden in diesem Gebäude Bezüge zur direkten Umgebung Christchurch geschaffen. Und zwar dem Fluss Waimakariri, der von den Southern Alps kommend nördlich von Christchurch ins Meer mündet. Eine attraktive Besonderheit dieses Flusses ist sein verflochtener Verlauf, der sich nach Jahreszeit und Wasserstand ständig verändert.

Auch wenn die Säulen im Inneren  zunächst wie kahle Bäume erscheinen, haben sie doch einen anderen Ursprung: Ban hatte Bilder von dem Fluss gesehen und nach seiner Ankunft konnte er sich davon überzeugen, dass diese nicht manipuliert worden waren, sondern dass der Fluss tatsächlich so aussieht. Deshalb entschloss er sich, die 38 markantesten Verflechtungen in diesen Säulen zu verewigen. Wie auch schon bei der Kirche, bevorzugt Ban unkonventionelle Baumaterialien, die zwar statisch stark sind, aber trotzdem leicht und deshalb weiteren Erdbeben besser wiederstehen sollen.

Der Anfang der Bauarbeiten ist für Oktober 2018 geplant und  soll gegen Ende 2019 fertiggestellt sein.  Hoffen wir, dass alles gut gehen wird und die Innenstadt von Christchurch weiter an Attraktivität zunehmen wird.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Ikone wieder zu besichtigen

Bis letzte Woche konnten Besucher in Wellington, die auf dem Civic Square ihre Blicke nach oben warfen, nur Wolken, Sonne und auch Regen sehen.  Vor fast drei Jahren war die berühmte Kugelskulptur dort abmontiert worden, weil der Wind und das Wetter sie zu sehr angegriffen hatten. Der Künstler der ersten Kugel, Neil Dawson, wurde auch für die zweite Version zu Rate gezogen, um die Kontinuität des Designs zu bewahren. Das ursprüngliche Design wurde verändert und geometrischer gestaltet, um die Statik zu verbessern und statt Aluminium wurde Edelstahl für die neue Kugel verwendet. Nachdem zahlreiche Umstände die Installierung verzögerten, war es am 27. Juni dann endlich soweit. Auf Twitter verkündete die Gemeinde, dass das Civic Square abgesperrt sein wird für die Dauer der Installation. Und allem Schein nach ist alles gut gegangen. Ich war leider selber noch nicht in Wellington, werde aber bei meinem nächsten Besuch einen kleinen Spaziergang über das Civic Square machen. Für mich gehören diese Farne einfach zu Wellington und es wird schön sein, sie wieder in der luftigen Höhe zu sehen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Gutes Benehmen mit einer Prise Humor!

Und schon wieder haben die Herren von Lifeswap ein neues Video veröffentlicht. Diesmal geht es darum wie unterschiedlich sich die Deutschen gegenüber Personen von Rang verhalten; im Gegensatz zu den Kiwis, die jedermann/frau eher locker ansprechen. Obwohl das Englische durchaus formelle Ansprachmöglichkeiten hat, werden die in der Regel in Neuseeland ignoriert.

Und als besonderes kleines Extra, konnten sie Jacinda Ardern, unsere Premierministerin im Moment, zu einem kurzen Audiocameo überreden! Sie, im Gegensatz zu vielen anderen Politikern, macht von sich dadurch zu reden, dass sie unkomplizierten Kontakt und Nähe zu ihren Bürgern sucht. „Just call me Lucinda!“

Im Moment ist sie auf Europa Reise und präsentiert Neuseeland –  meines Erachtens – auf moderne und angenehme Weise. Auf dem Foto von ihrem Besuch in Buckingham Palace trägt sie einen traditionellen Maori Umhang, Kahu huruhuru. Dieses Foto symbolisiert auf einfache Weise die Vorstellungen und Ambitionen dieser Regierung: das Kulturerbe Neuseelands zu respektieren und soziale Veränderungen im Land zu initiieren. Ich weiss, dies ist sehr kurz gefasst, aber dies soll ja kein politischer Artikel werden.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur sagen, dass ein höflicher und respektvoller Umgangston sich für mich bisher immer gut bezahlt gemacht hatte: ich finde es einfacher, im Laufe einer Unterhaltung meinen Umgangston zu lockern, je nach dem, wie die Unterhaltung sich entwickelt. Schwieriger wird es, sollte man auf eine Person stossen, die auf Anerkennung ihrer Stellung Wert legt und die dann durch zu lockere Ansprache zu echauffieren.  Neuseelander sagen zwar gerne von ihrem Land es sei klassenlos, aber erzählt mal das den Leuten die einen Titel und/oder viel Geld haben. In der Regel wollen die dass schon anerkannt bekommen.

Na ja, jedem das Seine.

Viel Spass beim Anschauen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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NZ Natur Filme

Nicht nur die zahlreichen Besucher Neuseelands geniessen die heimische Natur, auch die Einheimischen sind von ihrer Heimat begeistert. Wie zu erwarten, wurde dies nicht nur in zahlreichen Familienvideos, sondern auch in Dokumentarfilmen verewigt.  Über die vergangenen Jahrzehnte hat sich so eine Menge an Material in den Archiven der verschiedenen Rundfunkanstalten angesammelt.

Nun hat NZ on Screen angefangen, sie auch zu archivieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. NZ on Screen hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Produktionen für Neuseeland, in Neuseeland und über Neuseeland zu archivieren und all Aspekte der neuseeländischen Kultur zu bewahren. Da sind die Naturfilme nur ein kleiner Teil des Archivs und hier zu finden.

Mit ein bisschen Geduld kann wahrscheinlich jeder sein neuseeländisches Lieblingstier oder -Ort finden und mehr dazu aus neuseeländischer Perspektive kennenlernen. In dem Film  „Hidden Places: Okarito“ von 1978 zum Beispiel wird das Ökosystem in und um Okarito und seine Bewohner sehr detailiert vorgestellt.

Und nun hätte ich eine Bitte: dies ist eine neuseeländische Webseite und ich kann mir all diese Videos in Ruhe Zuhause anschauen. Ich hoffe, unsere Freunde in Deutschland können auch einen kleinen Einblick in die neuseeländische Fernsehkultur werfen. Sollte dies nicht möglich sein, lasst es mich bitte wissen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Neuseelands Polizei bringt neues Video raus

Auch dieses Jahr hat die neuseeländische Polizei für ihre Rekrutierungskampagne wieder ein lustiges Video zusammengestellt. Wie wir schon berichteten, hatten sie letztes Jahr weltweit ihre Kollegen zu einem Tanzwettkampf herausgefordert. Dieses Jahr richtet sich ihr Video eher an die junge einheimische Bevölkerung.

Im Stil der klassischen Rekrutierungskampagnen der Streitkräfte,  werden die verschiedenen Berufslaufbahnen und erforderlichen Qualifikationen mit typischem Kiwi-Humor persifliert. Die klassische „Vierte Wand“, die in Theaterstücken, Filmen und anderen Erzählarten die Fiktion eines Handlungstranges aufrechterhalten soll, wird hier nicht nur teilweise durchbrochen, sie kann erst gar nicht aufgebaut werden!

Wie im Rest der Welt, kann die Polizei nur dann effektiv arbeiten, wenn sie die moralische Unterstützung der Bevölkerung geniesst. Dieses Video soll unterstreichen, dass eine vielfältige Polizeitruppe den Bedürfnisse der Vielfalt der neuseeländischen Bevölkerung gerecht werden kann. Und natürlich, dass die Polizei für die Bevölkerung arbeitet, nicht gegen sie! Also nicht nur Rekrutierung, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit, aber mit einem zwinkerndem Auge serviert. Viel Spass und lasst uns wissen, ob der Kiwi-Akzent Schwierigkeiten bereitet. Mehr dazu im nächsten Beitrag!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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