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Archive for the ‘Kunst & Kultur’ Category

Ikone wieder zu besichtigen

Bis letzte Woche konnten Besucher in Wellington, die auf dem Civic Square ihre Blicke nach oben warfen, nur Wolken, Sonne und auch Regen sehen.  Vor fast drei Jahren war die berühmte Kugelskulptur dort abmontiert worden, weil der Wind und das Wetter sie zu sehr angegriffen hatten. Der Künstler der ersten Kugel, Neil Dawson, wurde auch für die zweite Version zu Rate gezogen, um die Kontinuität des Designs zu bewahren. Das ursprüngliche Design wurde verändert und geometrischer gestaltet, um die Statik zu verbessern und statt Aluminium wurde Edelstahl für die neue Kugel verwendet. Nachdem zahlreiche Umstände die Installierung verzögerten, war es am 27. Juni dann endlich soweit. Auf Twitter verkündete die Gemeinde, dass das Civic Square abgesperrt sein wird für die Dauer der Installation. Und allem Schein nach ist alles gut gegangen. Ich war leider selber noch nicht in Wellington, werde aber bei meinem nächsten Besuch einen kleinen Spaziergang über das Civic Square machen. Für mich gehören diese Farne einfach zu Wellington und es wird schön sein, sie wieder in der luftigen Höhe zu sehen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Gutes Benehmen mit einer Prise Humor!

Und schon wieder haben die Herren von Lifeswap ein neues Video veröffentlicht. Diesmal geht es darum wie unterschiedlich sich die Deutschen gegenüber Personen von Rang verhalten; im Gegensatz zu den Kiwis, die jedermann/frau eher locker ansprechen. Obwohl das Englische durchaus formelle Ansprachmöglichkeiten hat, werden die in der Regel in Neuseeland ignoriert.

Und als besonderes kleines Extra, konnten sie Jacinda Ardern, unsere Premierministerin im Moment, zu einem kurzen Audiocameo überreden! Sie, im Gegensatz zu vielen anderen Politikern, macht von sich dadurch zu reden, dass sie unkomplizierten Kontakt und Nähe zu ihren Bürgern sucht. „Just call me Lucinda!“

Im Moment ist sie auf Europa Reise und präsentiert Neuseeland –  meines Erachtens – auf moderne und angenehme Weise. Auf dem Foto von ihrem Besuch in Buckingham Palace trägt sie einen traditionellen Maori Umhang, Kahu huruhuru. Dieses Foto symbolisiert auf einfache Weise die Vorstellungen und Ambitionen dieser Regierung: das Kulturerbe Neuseelands zu respektieren und soziale Veränderungen im Land zu initiieren. Ich weiss, dies ist sehr kurz gefasst, aber dies soll ja kein politischer Artikel werden.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur sagen, dass ein höflicher und respektvoller Umgangston sich für mich bisher immer gut bezahlt gemacht hatte: ich finde es einfacher, im Laufe einer Unterhaltung meinen Umgangston zu lockern, je nach dem, wie die Unterhaltung sich entwickelt. Schwieriger wird es, sollte man auf eine Person stossen, die auf Anerkennung ihrer Stellung Wert legt und die dann durch zu lockere Ansprache zu echauffieren.  Neuseelander sagen zwar gerne von ihrem Land es sei klassenlos, aber erzählt mal das den Leuten die einen Titel und/oder viel Geld haben. In der Regel wollen die dass schon anerkannt bekommen.

Na ja, jedem das Seine.

Viel Spass beim Anschauen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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NZ Natur Filme

Nicht nur die zahlreichen Besucher Neuseelands geniessen die heimische Natur, auch die Einheimischen sind von ihrer Heimat begeistert. Wie zu erwarten, wurde dies nicht nur in zahlreichen Familienvideos, sondern auch in Dokumentarfilmen verewigt.  Über die vergangenen Jahrzehnte hat sich so eine Menge an Material in den Archiven der verschiedenen Rundfunkanstalten angesammelt.

Nun hat NZ on Screen angefangen, sie auch zu archivieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. NZ on Screen hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Produktionen für Neuseeland, in Neuseeland und über Neuseeland zu archivieren und all Aspekte der neuseeländischen Kultur zu bewahren. Da sind die Naturfilme nur ein kleiner Teil des Archivs und hier zu finden.

Mit ein bisschen Geduld kann wahrscheinlich jeder sein neuseeländisches Lieblingstier oder -Ort finden und mehr dazu aus neuseeländischer Perspektive kennenlernen. In dem Film  „Hidden Places: Okarito“ von 1978 zum Beispiel wird das Ökosystem in und um Okarito und seine Bewohner sehr detailiert vorgestellt.

Und nun hätte ich eine Bitte: dies ist eine neuseeländische Webseite und ich kann mir all diese Videos in Ruhe Zuhause anschauen. Ich hoffe, unsere Freunde in Deutschland können auch einen kleinen Einblick in die neuseeländische Fernsehkultur werfen. Sollte dies nicht möglich sein, lasst es mich bitte wissen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Neuseelands Polizei bringt neues Video raus

Auch dieses Jahr hat die neuseeländische Polizei für ihre Rekrutierungskampagne wieder ein lustiges Video zusammengestellt. Wie wir schon berichteten, hatten sie letztes Jahr weltweit ihre Kollegen zu einem Tanzwettkampf herausgefordert. Dieses Jahr richtet sich ihr Video eher an die junge einheimische Bevölkerung.

Im Stil der klassischen Rekrutierungskampagnen der Streitkräfte,  werden die verschiedenen Berufslaufbahnen und erforderlichen Qualifikationen mit typischem Kiwi-Humor persifliert. Die klassische „Vierte Wand“, die in Theaterstücken, Filmen und anderen Erzählarten die Fiktion eines Handlungstranges aufrechterhalten soll, wird hier nicht nur teilweise durchbrochen, sie kann erst gar nicht aufgebaut werden!

Wie im Rest der Welt, kann die Polizei nur dann effektiv arbeiten, wenn sie die moralische Unterstützung der Bevölkerung geniesst. Dieses Video soll unterstreichen, dass eine vielfältige Polizeitruppe den Bedürfnisse der Vielfalt der neuseeländischen Bevölkerung gerecht werden kann. Und natürlich, dass die Polizei für die Bevölkerung arbeitet, nicht gegen sie! Also nicht nur Rekrutierung, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit, aber mit einem zwinkerndem Auge serviert. Viel Spass und lasst uns wissen, ob der Kiwi-Akzent Schwierigkeiten bereitet. Mehr dazu im nächsten Beitrag!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Okarito – Heimat der seltenen Silberreiher

“He kotuku rerenga tahi”

“A white heron’s flight is seen but once”

This is a whakatauki or proverb, which is used to indicate a very special and rare event and is also applied to visitors of importance; to compare a visitor to a kotuku is meant as a high compliment.

Dieses Sprichwort und weitere Anwendungen in der Maori Rhetorik drücken die Bedeutung dieses speziellen Vogels aus – wegen seiner Seltenheit – und geben seinem Schutzstatus weitere Bedeutung.

Okarito Lagune

Aus nicht offensichtlich ersichtlichen Gründen haben die neuseeländischen Silberreiher Waitangiroto – in der Nähe von Okarito im Waitangiroto Naturschutzgebiet – zu ihrem exklusiven Nistplatz in Neuseeland erkoren. Die Nähe zur Okarito Lagune ist wahrscheinlich ausschlaggebend, wie die reiche Anzahl anderer Vogelarten dort vermuten lässt. Auf unseren Touren entlang der Westküste der Südinsel machen wir auch in Okarito Halt und können auf den Kayaktouren hoffen, den einen oder anderen Silberreiher zu entdecken.

Die Bucht an sich ist relativ jung: nach geologischen Erkenntnissen entstand sie im 18ten Jahrhundert nachdem ein Tsunami die Küste restrukturiert und neue Wasserwege geschaffen hatte. Innerhalb kürzester Zeit siedelten sich dort viele Vögel an, unter anderem auch die Silberreiher, die wahrscheinlich mit starken Winden von Australien aus hier landeten. Die Bucht bietet Schutz vor den Naturgewalten und reiche Nahrung und macht sie daher zum idealen Nistplatz.

Silberreiher

Obwohl die Silberreiher am Anfang des 20ten Jahrhunderts wegen ihrer spektakulären Federn fast ausgerottet wurden, konnten sie sich im wahrsten Sinne des Wortes so gerade über Wasser halten und nun in Ruhe im Naturschutzgebiet sich weiter fortpflanzen. Weltweit schwanken die Zahlen, da sie von Wasserstand und Wasserqualität an ihren Nistplätzen abhängig sind, im Moment scheint die welweite Bevölkerung sich wieder zu erholen. Dies macht es mal wieder deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur Tiere sondern auch Lebensräume unter Schutz zu stellen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Auf Spurensuche auf der Nord- und Südinsel Neuseelands

Unsere dritte Spurensuche durch Neuseeland hat wie üblich bekannte und unbekannte Höhepunkte auf dem Reiseplan.  Für uns bedeutet Spurensuche nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten besuchen und zu bestaunen, sondern auf abgelegenen Strecken mehr von der Geschichte Neuseelands – der geologischen Vergangenheit und Gegenwart, der einheimischen und Kolonialkultur – zu entdecken.

Für die Reize dieses unbekannten Neuseelands sind nicht nur Europäer und andere Bewohner der nördlichen Hemisphäre zugänglich, auch unsere australischen Nachbarn können sich mehr und mehr dafür begeistern. In diesem Artikel berichtet die Schreiberin von ihrer Erfahrung auf ihrer Camper Tour durch den Norden der Nordinsel und beschreibt einige Höhepunkte, die auch auf der Spurensuche und einigen anderen unserer Touren zu entdecken sind. Wanderungen entlang dramatischer Küstenwege oder durch Kauri-durchwachsenem Busch geben die Möglichkeit, die Landschaft in Ruhe zu entdecken und wahrzunehmen.

Während die Autorin sich auf den Norden beschränkte, werden wir noch viele andere Entdeckungen dieser und anderer Art auf unserer fast 4-wöchigen Tour durch beide Inseln machen.  Von den sonnigen Stränden des Nordens zu den schneebedeckten Gipfeln der Südinsel haben wir auch zahlreiche Stationen, die aufgrund persönlicher Kontakte und jahrelanger Erfahrung einen hohen Erfahrungswert für uns und unsere Besucher haben. Dieses Jahr zum Beispiel, haben wir eine neue Wanderung auf der Nordinsel – in der Nähe meines Wohnortes (Petra) – dem Tora Walk und ich bin schon sehr gespannt, die Kommentare dazu zu hören! Wer weiss, vielleicht können wir uns danach sogar zu einem kurzen Schwatz in einem örtlichen Café treffen?!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Geschichten aus Christchurch

Als 2012 zum ersten Jahrestag des Christchurch Erdbebens 185, bzw 186 weisse Stühle am Standort der ehemaligen Baptist Church an der Oxford Terrace in Christchurch aufgebaut wurden, sollte diese Installation eigentlich nach einer Woche wieder abgebaut werden. Aber niemand wollte dies so recht und innerhalb desselben Jahres fand die Installation ein neues Zuhause auf dem Grundstück der inzwischen abgerissenen presbyterianischen Kirche an der Cashel Street. Doch auch hier können sie leider nicht bleiben, da dieses Gelände vom Staat erworben wurde und Teil eines grossen Stadiumkomplexes werden soll.

Dabei haben die Stühle nicht nur eine grosse Bedeutung für die Bewohner von Christchurch, auch zahlreiche Touristen sehen in der Installation die Möglichkeit persönlicher Verluste zu gedenken.

So viele Stühle – so viele Geschichten

Ursprünglich waren die Stühle als Gedenkmal für die Opfer des Erdbebens gedacht. Aber im Laufe der Jahre hat die Installation sich weiter entwickelt, so wie es sich der Künstler Peter Majendie erhofft hatte.

Inspiriert von einem Vincent van Gogh Gemälde symbolisieren die verschiedenen leeren Stühle den Verlust eines Individuums. Die meisten der Stühle wurden ersteigert, aber einige sind von den Familien, Freunden oder Mitarbeitern der Opfer gespendet worden.

Die interaktive Installation regt den Betrachter an, sich auf einen Stuhl niederzulassen, sich auf den Kontext einzulassen, den Opfern zu gedenken und eigene Opfer zu ehren. Auch wenn jeder Stuhl nicht ein konkretes Opfer repräsentiert, zum Beispiel starb niemand in einem Rollstuhl, aber 3 Opfer sind nun an ihre Rollstühle gebunden und zahlreiche Opfer fühlen sich ähnlich angeschlagen.

Die Kommentare in den inzwischen 55 Gästebüchern dokumentieren auf eindrucksvolle Weise wie die Stühle ihre ursprüngliche Bedeutung überschritten haben und deshalb einen permanenten Standort und andauernde Wartung verdienen.

Planung und Unterstützung

Inzwischen hat Peter Majendie einen Antrag zusammengestellt und eine Webseite aufgestellt, um den Prozess der Planung von seiten der Gemeinde und Unterstützung durch die Öffentlichkeit in Gang zu bringen. Auf der Webseite kann man mehr zur aktuellen Situation, zum Hintergrund und zur Zukunftsvision lesen. Wer will kann natürlich auch spenden oder durch einen Kommentar in dem virtuellen Gästebuch das Projekt unterstützen.

Mal sehen, wie dies weiter geht!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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