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Archive for the ‘Leben in Neuseeland’ Category

Vakanz bei Sidetracks

Das Ende einer Wandersaison bedeutet leider nicht nur Erholung, sondern auch Vorbereitungen für die nächste Saison. Wie üblich muss der reguläre Papierkram für’s Finanzamt sortiert und verschickt werden, das Inventar gesichtet, begutachtet und eventuell repariert oder aufgerüstet werden. Und aktuell bedeutet dies auch interessierte Reiseleiter zu engagieren.

Als Gastgeber Neuseeland zeigen

Für viele Leute ist die Vorstellung als Reiseleiter zu arbeiten sehr verlockend, fast romantisch und erscheint vielleicht sogar wie „bezahlter Urlaub“.

„Tatsächlich reicht es jedoch heute nicht mehr aus, selbst sehr gerne zu reisen und mit Menschen arbeiten zu wollen“, erklärt Barbara Panettieri vom Sidetracks Team aus ihrer Erfahrung. „Obwohl der Job schon sehr großen Spaß macht, ist er aber zum Beispiel auch sehr anstrengend, zeitintensiv und komplex. Manchmal arbeiten wir 14 Stunden am Tag.“

Die andere Art, das Land zu entdecken und Besuchern nahe zu bringen, ist selber Gastgeber und Reiseleiter sein. Während wir (die Ausgewanderten) dies natürlich gerne für Familie und Freunde unentgeltlich machen, kann nicht jeder Neuseelandbesucher auf Freunde oder Familie zurückgreifen. Und da kommt Sidetracks zur Hilfe: mit unserem Insiderwissen und Zweisprachigkeit können wir Besuchern abwechslungsreiche und informative Touren anbieten, die den persönlichen Ansprüchen angepasst sind.

Vor einigen Jahren hatten wir uns schon mal mit diesem Thema auseinandergesetzt und der Einfachheit halber möchte ich den damaligen Text hier nochmal aufführen, besser könnte ich es nicht formulieren.

„Da gesetzliche Vorschriften bestehen, werden von Reiseleitern heute zahlreiche Qualifikationen erwartet. Da gilt es nicht nur einen Personenbeförderungsschein zu besitzen, entsprechende Erste-Hilfe-Kurse und Führerscheinlizenzen zu haben. Unsere Reiseleiter brauchen zusätzlich zu anderen Vorgaben auch eine Arbeitsgenehmigung in Neuseeland.

Natürlich müssen sich Sidetracks Reiseleiter sehr gut mit der neuseeländischen Kultur, Natur und Historie auskennen. Wir vermitteln unseren Teilnehmern echtes Insiderwissen über die Nationalparks, Flora und Fauna und jede Menge Hintergrundwissen zu Land und Leuten. Da muss man sich schon sehr gut im Land auskennen, fließend Englisch und Deutsch sprechen, physisch fit sein und entsprechend Hiking- und Campingerfahrung mitbringen. Die Sicherheit der Gruppe steht selbstverständlich immer ganz oben an.

Als Unternehmen ist es uns auch besonders wichtig, unsere spezielle Reisephilosophie zu vermitteln. Jeder Reiseleiter repräsentiert Sidetracks und muss sich ausdrücklich mit unserer Unternehmensphilosophie auseinandersetzen, identifizieren können und sie auf unseren Reisen tatsächlich leben.“

Bewerbungen erwünscht

Wir würden uns freuen, für die neue Saison neue Reiseleiter in unserem Team zu begrüssen. Solltet Ihr, oder jemand den Ihr kennt, dies schon immer auf der Wunschliste gehabt haben, schickt uns eine Nachricht und wir werden Euch kontaktieren.

Autorin: Sidetracks Team

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Mythen und Sagen aus Fjordland

In 1910 wurden Holzkisten mit einer sonderbaren Fracht an der Supper Cove am Ende des Dusky Sounds in Fjordland abgeladen. Sie hatten einen langen Weg von Kanada hinter sich und der Grund war schon kurios: der damalige Premierminister Sir Joseph Ward hatte bei seinem Kollegen in Kanada nachgefragt, ob sie ihm einige zuchtfähige Elche schicken könnten, denn die damalige Regierung wollte Neuseeland in das grösste Wildgehege der Welt verwandeln. Heutzutage wissen wir wie gefährlich es sein kann, Tiere und Pflanzen aus anderen Klimazonen zu importieren, aber damals gab es diese Bedenken nicht.

Und so wurden an einem dämmerigen Abend die zehn jungen Elche – sechs Elchkühe und vier –hirsche – an dem Strand der Supper Cove ihrem Schicksal ausgesetzt, in der Hoffnung sie würden überleben und sich fortpflanzen. Jahrzehnte später sind sie der Stoff für Legenden, da nach einigen erfolgreichen Jagden in den 1950er Jahre, sie seitdem nicht mehr zuverlässig gesichtet worden sind. Es gab – und gibt – einige Individuen die wahrlich von diesen Tieren besessen sind und sie nun nicht mehr mit Gewehren, sondern Kameras jagen wollen.

Ken Tustin ist einer von diesen, ein Biologe, der seit dreissig Jahren versucht diese Tiere aufzufinden. Zunächst im Auftrag seines damaligen Arbeitgebers, dem Forestry Service, installierte er primitive Kameras die von Autobatterien betrieben wurden, an zahlreichen Bäumen im Busch. Abgesehen von ein paar verschwommenen Fotos konnte er aber keinen Erfolg verbuchen und hat deshalb Ende des letzten Jahres die Kameras wieder abgenommen. Nicht für immer, wie er selber sagt, aber mit seinen 72 Jahren wird es auch nicht leichter, tagelang durch den Busch zu trekken, mit schwerem Gepäck, Verpflegung und den Kameras auf dem Rücken.

Er und zahlreiche andere machen sich Jahr für Jahr auf den Weg, um die Spurensuche zu beenden. Es gibt inzwischen zahlreiche andere Belege, wie gentisch getesteter Elchdung, aber die Krönung wären halt Fotos. Obwohl es auch eine andere Meinung gibt, dass es wäre besser für die Tiere weiterhin in Obskurität zu leben, als der Jagdlust von Trophäenjägern zum Opfer zu fallen. Elche sind zwar nicht so selten wie das Loch Ness Monster, aber der Gedanke an einem nebeligen Tag einen Elch aus dem Busch treten zu sehen, finde ich faszinierend!

Bei Stuff kann in zwei Artikeln dazu mehr gelesen werden und auf der Webseite einer der Suchenden gibt es sehr detaillierte Beschreibungen seiner Expeditionen und Entdeckungen.

Viel Spass beim Lesen und haltet Augen und Nase offen bei Euren Touren durch Fjordland.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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In Harmonie mit der Natur

Auf unserer Nordinsel Abenteuerreise kommen wir auch durch Whangarei. Die Wanderungen durch die Halbinsel Bream Head offenbaren uns die Schönheit der Strände und Wälder dieser Gegend. Ganz in der Nähe ist Tahi gelegen, eine ehemalige Rinderfarm, die vor 11 Jahren von dem führenden Ödlandkultivierer John Craig übernommen und in Zusammenarbeit mit anderen Kollegen in ein ökologisches Paradies verwandelt wurde.

Ferienort Tahi

Die Naturschützer möchten mit diesem Projekt zeigen, dass es möglich ist, mit nachhaltigen Methoden die Landschaft und ihr Kulturgut zu verbessern und kommerziell attraktiv zu machen. Bisherige Methoden und Farmpraktiken haben einen derartig negativen Effekt auf den Naturhaushalt gehabt, der nicht nur den Erhalt von Pflanzen und Tieren bedroht, sondern auch die Kultur Neuseelands zu zerstören droht.

Die Gesetzgebung in den vergangenen Jahren hat einen Wandel begonnen, in dem Nationalparks und Flüssen Identität und Schutzanspruch zugesprochen werden. Damit sind Menschen, die an diesen Orten leben nicht mehr Nutzniesser, sondern Hüter und Vormunde.

Diese Einstellung ist ein grosser Teil der Philosophie der Betreiber von Tahi und wird festgehalten in den 4C’s ihres Leitspruches: „strive to achieve the highest standards in sustainability by balancing Conservation, Community, Culture and Commerce – the 4Cs.“

Auf Deutsch gesagt, sie bemühen sich, die höchsten Ansprüche in Nachhaltigkeit zu erreichen, in dem Naturschutz, Gemeinschaft, Kulturerbe und Kommerz in einem Gleichgewicht exitieren.

Von Ödland zu prachtvoller Vielfalt

In den letzten 11 Jahren haben John, seine Familie und Kollegen mit riesigen Anstrengungen abertausende von einheimischen Bäumen und Büschen gepflanzt, Feuchtbiotope regeneriert und dabei die Zunahme von einheimischen Vögeln beobachten können. Auf ihrer Webseite beschreiben sie relativ detailliert, was sie in den verschiedenen Teilen der Farm gemacht haben und wie sich dies auf das ökologische Gleichgewicht ausgewirkt hatte. Die Finanzierung durch den Verkauf des eigenen Honigs und Anbieten von Selbstversorger Unterkünften scheint auch gut zu funktionieren. Und zwar so gut, dass sie letztens von der UN für ihre Bemühungen und Erfolge gelobt wurden. Wer gerne Honig als Mitbringsel kaufen will, könnte dies hier tun, in dem Wissen auch die Natur und Kultur damit zu unterstützen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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DoC hat mehr Informationen aus der neuesten Aktion

Wir hatten schon im letzten Monat berichtet, dass diesen Sommer DoC interpretation rangers an ausgesuchten Orten stationiert hatte.  Nun können wir lesen, dass dies nicht die einzige Aktion war und dass es nun weitere interessante Informationen zum aktuellen Stand in den Nationalparks gibt.

In Zusammenarbeit mit der Einwanderungsbehörde, dem Verkehrsministerium und der Polizei hatte DoC im Milford Sound Nationalpark Kontrollen durchgeführt. Diese Kontrollen offenbarten, dass an einem Tag der Operation  37% der Touristikbetreiber keine entsprechenden Lizenzen hatten. Hauptsächlich handelte es sich um Anbieter von Bustouren und geführten Wanderungen. Und nicht etwa kleine Familienbetreiber, sondern grosse Unternehmen.

Während dieses Jahr diese Betreiber glimpflich mit einer Warnung davonkamen, wird DoC in der nächsten Saison strenger durchgreifen. Dies kann dann für die Betreiber teuer werden, bis zu NZ$ 300,000! Bisher hatte DoC nicht die Mittel, um das Ausmass der Zuwiderhandlungen zu erfassen und zu verfolgen.  Dies soll sich in den nächsten Jahren ändern und die Einstellungen von weiteren Rangers sind Teil eines $ 2 Millionen Programms, dass die zahlreichen finanziellen und organisatorischen Missstände vor Ort beheben sollen. DoC möchte in den nächsten 10 Jahren sein Einkommen aus Lizenzen verdoppeln.

Der Ausfall von Einnahmen hat einen direkten Einfluss auf die Instandhaltungen der öffentlichen Einrichtungen in den Parks, daher sollte eine Zunahme sich positiv darauf auswirken. Ausserdem werden mit einer strengeren Kontrolle und Verfolgung die Wettbewerbsbedingungen unter den Tourismusbetreibern etwas fairer. Bisher konnten die illegalen Betreiber sich einen „Preisvorteil“ erschleichen, indem sie die alljährlichlichen Tausende von Dollar für die Lizenzen und Gebühren nicht bei ihren Kalkulationen berücksichtigen mussten. Mit Genugtuung können wir nun sagen, dass bei Sidetracks und unseren Preisen sich diesbezüglich nichts ändern wird, da wir schon immer alle Lizenzen und Gebühren beantragt und bezahlt haben.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Gutes Benehmen mit einer Prise Humor!

Und schon wieder haben die Herren von Lifeswap ein neues Video veröffentlicht. Diesmal geht es darum wie unterschiedlich sich die Deutschen gegenüber Personen von Rang verhalten; im Gegensatz zu den Kiwis, die jedermann/frau eher locker ansprechen. Obwohl das Englische durchaus formelle Ansprachmöglichkeiten hat, werden die in der Regel in Neuseeland ignoriert.

Und als besonderes kleines Extra, konnten sie Jacinda Ardern, unsere Premierministerin im Moment, zu einem kurzen Audiocameo überreden! Sie, im Gegensatz zu vielen anderen Politikern, macht von sich dadurch zu reden, dass sie unkomplizierten Kontakt und Nähe zu ihren Bürgern sucht. „Just call me Lucinda!“

Im Moment ist sie auf Europa Reise und präsentiert Neuseeland –  meines Erachtens – auf moderne und angenehme Weise. Auf dem Foto von ihrem Besuch in Buckingham Palace trägt sie einen traditionellen Maori Umhang, Kahu huruhuru. Dieses Foto symbolisiert auf einfache Weise die Vorstellungen und Ambitionen dieser Regierung: das Kulturerbe Neuseelands zu respektieren und soziale Veränderungen im Land zu initiieren. Ich weiss, dies ist sehr kurz gefasst, aber dies soll ja kein politischer Artikel werden.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur sagen, dass ein höflicher und respektvoller Umgangston sich für mich bisher immer gut bezahlt gemacht hatte: ich finde es einfacher, im Laufe einer Unterhaltung meinen Umgangston zu lockern, je nach dem, wie die Unterhaltung sich entwickelt. Schwieriger wird es, sollte man auf eine Person stossen, die auf Anerkennung ihrer Stellung Wert legt und die dann durch zu lockere Ansprache zu echauffieren.  Neuseelander sagen zwar gerne von ihrem Land es sei klassenlos, aber erzählt mal das den Leuten die einen Titel und/oder viel Geld haben. In der Regel wollen die dass schon anerkannt bekommen.

Na ja, jedem das Seine.

Viel Spass beim Anschauen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Kribbelkrabbel Fakten aus der Natur

Die wenigsten Menschen können sich vorstellen, aus Jux und Dollerei sich des Nachts auf die Suche nach den grössten Spinnen in Neuselands zu machen. Aber Colin Miskelly von dem Department of Conservation konnte sich nichts Besseres vorstellen, als während seines Aufenthaltes auf Rangatira Island (in der Nähe der Chatham Islands) Nachts unterwegs zu sein.

Während die meisten Besucher auf Rangatira Island nach seltenen Vögeln Ausschau halten, wissen die wenigsten, dass die Insel eine der letzten Zufluchtsorte für die Rangatira Spinne ist.  Wie Colin zu berichten weiss, hat diese Tatsache sogar so manchen Besucher abgeschreckt!

Die Rangatira Spinne….

… ist eine der grössten und seltensten Spinnen in Neuseeland aus der Familie der Raubspinnen. Während viele Spinnen mit Seide und Netzen ihre Beute fangen, geht die Rangatira Spinne auf Jagd und ergreift ihre Beute, meistens und vorzugsweise Wetas!

In dem Blog auf der DoC Seite beschreibt Colin Miskelly nicht nur diese Spinnenart, sondern auch viele andere endemische Bewohner der Insel. Und beim Durchlesen habe ich noch etwas Interessantes entdeckt: sowohl die Spinnen als auch die endemische Stabheuschrecke teilen ein Detail. Ihre Namen beinhalten einen sehr deutsch-klingenden Namen: schauinslandi.

Deutscher Forscher in Neuseeland

Weitere Lektüre des Artikel offenbart die Herkunft des Namens: Hugo Schauinsland war ein Naturforscher, der in 1897 eine Forschungsreise in den Südpazifik unternahm und einige neue Arten entdeckte, die nach ihm benannt wurden. Leider werden in dem Wiki Artikel über ihn nicht die neuseeländischen erwähnt, deshalb hole ich dies hier nach: Dolomedes schauinslandi (Rangatira spider) und Argosarchus schauinslandi (Unterart der Stabheuschrecke).

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Great Walks in Neuseeland

Die ‚Great Walks‘ sind für die meisten der Besucher und Wanderer die ersten Anlaufziele in Neuseeland. Sie sind praktischerweise derart organisiert, dass die Mehrzahl der Wanderer  sie – mit leichten Vorkenntnissen und die in guter körperlicher Verfassung sind – leicht bewältigen kann. Auf der DoC Seite werden die jeweiligen Wanderwege beschrieben, unter anderem auch was genauer im Laufe der Wanderung auf einen zukommt. Da diese Wege nicht nur unter Einheimischen sehr beliebt sind, sondern auch bei den internationalen Besuchern, werden die Wege und Unterkünfte gut in Schuss gehalten.

Wer sich auf unserer Webseite umschaut, wird feststellen, dass die Great Walks auch bei uns beliebt sind und Teil unseres Angebotes sind. Da aber für uns die ruhigeren und abgelegenen Wege eher attraktiv sind, bieten wir Teilstücke dieser berühmten Wege an und ermöglichen so eine privatere und eindrucksvollere Erfahrung für unsere Teilnehmer.

Früh übt sich

In dem neuseeländischen Wandermagazin Wildernessmag wurde nun eine junge Dame vorgestellt, die mit stolzen 11 Jahren ihren letzten Great Walk ‚abgeklappert‘ hatte!  Vor zirka 4 Jahren hatte Hannah Currie mit ihren Eltern den Lake Waikaremoana Walk bewältigt.

lake waikaremoana mist

Diese Wanderung hatte sie derart beeindruckt, dass sie den Entschluss fasste, alle Great Walks  zu erwandern. Ihre Eltern hatten gedacht, dies war ihre Wunschliste für’s Leben, aber die Tochter hat sie dermassen motiviert, dass sie die ganze Liste im Laufe der letzten vier Jahre geschafft hatten.

Und nun? Ihre Mutter möchte zwar die Leidenschaft ihrer Tochter so gut es geht fördern, aber unter der Voraussetzung, dass sie nicht zu Schaden kommt. Dementsprechend sind die weiteren Pläne noch etwas unklar, auch wenn Hannah fest überzeugt ist, in Zukunft einen Job zu finden, der viel Wandern und Natur beinhaltet.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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