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Archive for the ‘Wissenswertes’ Category

Flexible Arbeitszeiten á la Kiwi

Neulich machte eine neuseeländische Firma von sich reden, weil sie ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben wird, bei gleichem Lohn für nur vier Tage arbeiten zu müssen. Die Firma Perpetual Guardian hatte am Anfang des Jahres an einem Versuch teilgenommen, um zu sehen ob die verkürzte Arbeitszeit eine Verbesserung der Moral und Effizienz mit sich bringen würde. Nach zwei Monaten waren der Geschäftsführer und die Mitarbeiter derart von den Ergebnissen überzeugt, dass die Firma offiziell ab November den Mitarbeitern diese Alternative anbieten wird. Ausserdem haben sie eine Webseite geschaffen, die weitere Informationen, speziell für Arbeitgeber anbietet.

Noch ist nicht abzusehen, ob diese Alternativen auch in anderen Bereichen der Industrie angewendet werden können, aber es ist zumindestens positiv zu sehen, dass Arbeitgeber bereit sind, diese Alternativen in Betracht zu ziehen.  Gerade die unterschiedlichsten Bürotätigkeiten können davon betroffen sein, hoffentlich positiv. Ein weiterer Grund, warum Neuseeland so oft in Bezug auf Lebensqualität im oberen Bereich der Listen zu finden ist und hoffentlich weiterhin erscheinen wird.

Mit diesem Versuch ist Neuseeland mal wieder beispielgebend für Veränderungen in einem sozial relevanten Bereich. Dieses Jahr zum Beispiel feierte Neuseeland am 19. September das 125-jährige Jubiläum, dass Frauen das Stimmrecht zu politischen Wahlen zugesprochen wurde. Der Stolz auf diesen Erfolg wird mit dem Abbild von Kate Sheppard auf den $10 Noten ausgedrückt. Sie war eine der bekanntesten Streiterinnen für das Frauenstimmrecht im 19ten und 20sten Jahrhundert. Heutzutage ist es selbstverständlich sowohl Damen als auch Herren an der Wahlurne zu sehen, aber es war ein langer Kampf und in einigen Staaten der Welt ist dies leider noch immer nicht so einfach wie in Neuseeland oder Deutschland.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Auf Cook’s Spuren im Pazifik

Diesen Monat hat eine neue Serie im neuseeländischen Fernsehen Premiere gehabt: zum 250ten Jubiläum von James Cook’s Entdeckungsfahrten im Pazifik wurden sechs Episoden gefilmt, die seinen Fussstapfen folgten. In den verschiedenen Lokalitäten wurden die historisch belegten Fakten mit den Erzählungen und Erfahrungen der Einheimischen verglichen.

Die historische Bewältigung der Entdeckung und Kolonialisierung des Pazifiks hat so seine Schwierigkeiten die unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten gerecht zu dokumentieren. Auch wenn diese Serie nicht den Anspruch macht, eine kritische Aufarbeitung dieser Thematik zu sein, so will Sam Neill mit seinem Beitrag versuchen, die Bedeutung der Entdeckungen aus europäischer und aus pazifischer Perspektive zu konsolidieren.

Zukunftsperspektiven

Da im Moment eine starke Bewegung zur Rehabilitation der indigenen Bevölkerungen existiert, ist dies eine Möglichkeit die historischen Ungerechtigkeiten und deren Nachwirkungen auf die moderne Lage zu dokumentieren. Da ist es hilfreich, die verschiedenen Aspekte der einheimischen Kulturen, die bis dato als primitiv abgetan wurden, in ihrer Relevanz und Schönheit neu zu präsentieren. Ein kleines Beispiel dieser eher theoretisch anmutenden Formulierung: erneutes Interesse an der Herstellung von Taschen und Körben aus dem einheimischen Flachs hat dazu geführt, dass in zahlreichen Gemeinde Kurse angeboten werden, die den kulturellen Kontext des Flechtens, der Flachspflanzen und des Flechtens demonstrieren. In dem Bemühen, Neuseeland ‚plastikfrei“ zu bekommen, haben diese Gegenstände an aktueller Relevanz gewonnen und können so einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt machen und gleichzeitig das Kulturgut des Pazifiks wiederbeleben.  In diesem Sinne habe ich (Petra) letzte Woche gerade so einen Kurs begonnen, unter anderem auch um mein rudimentäres Wissen der Maorikultur und –sprache zu vertiefen. Wer gerne mehr wissen möchte, kontaktiert uns und wir können mehr detaillierte Information geben.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Weiterer Ausbau der Radwanderwege

Längerfristige Planungen sind immer schwierig zu planen und zu koordinieren. Gerade wenn es um Projekte geht, die nicht gerade als lebensnotwendig betrachtet werden können, wie zum Beispiel Radwanderwege in den Nationalparks. Manche meinen, es ist nun genug investiert worden, andere meinen es könnte noch viel mehr in diesem Bereich gemacht werden. Die jeweiligen Perspektiven hängen viel von persönlichen Einstellungen ab.

Am Anfang August hat die Regierung ein Projekt der vorherigen Regierung bestätigt, in dem finanzielle Unterstützung für den weiteren Ausbau des vorhandenen Radwandernetzwerkes garantiert wird und damit die wichtigsten grossen Wanderwege miteinander verbunden werden. Wie üblich, gab es zahlreiche Kommentare Pro und Contra zu dieser Entscheidung. Letztendlich war der Bericht ausschlaggebend, dass für jeden investierten Dollar ca. 5 Dollar eingenommen werden, und dass dies ausreichend ist, die Unterstützung der Regierung zu bekommen.

Die 13 Millionen Zuschuss von Seiten der Regierung ermöglichen die Verbindung zwischen dem Queenstown, Roxburgh Gorge, Clutha Gold und Otago Central Rail Trail auf der Südinsel.

Während auf unseren Touren der Anschluss zwischen diesen Routen weiterhin per Bus erfolgt, können in nächster Zukunft diese Strecken komplett per Fahrrad entdeckt werden. Unsere aktuelle Planung ist von dieser Entscheidung noch nicht betroffen, aber haltet die Augen und Ohren offen für weitere Entwicklungen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Hoffnungsvoller Start in die Saison

Bald ist es wieder soweit: im Oktober fängt für uns die Saison offiziell an und unsere Touren füllen sich. Inzwischen sind ein paar schon voll belegt, aber bei einigen, wie der Wanderreise Neuseeland im Nov/Dez sind noch einige Plätze frei, bei der Tour im Dez/Januar dagegen nur noch ein Platz! Ähnliches auch bei unserer beliebten Naturwunderreise: die Dezember Tour hat noch 4 Plätze verfügbar, während die Jan/Feb Tour nur noch einen Platz frei hat.

Wie Ihr sehen könnt, wer gerne diese Saison nach Neuseeland kommen möchte, sollte schnell einen Blick auf unseren Kalender und Reisebeschreibungen werfen um die Entscheidung einfacher zu machen.

Neues Angebot bei Sidetracks

Unsere Radreise hat eine Variante bekommen: mit dem E-bike unterwegs durch Neuseeland. Die Popularität von Radreisen ist weiterhin im Anstieg, was sich auch in der Anlegung von neuen Rad- und Wanderwegen niederschlägt und inzwischen sind E-bikes auch weiter verbreitet. Nicht so ganz wie in Deutschland vielleicht, aber noch immer mit steigender Tendenz. Zahlreiche Nachfragen haben uns deshalb bewogen, diese Option unserer Standardradtour zu einer eigenen Tour auszubauen. Im Februar können dann Fahrradenthusiasten sich auf einem E-bike nach Lust und Laune und mit Leichtigkeit durch die neuseeländische Landschaft transportieren lassen.

Ein kleiner Sicherheitshinweis, auch wenn ein E-bike das Radfahren enorm erleichtert, sollte man doch ein bisschen Radfahrenerfahrung haben: die Touren führen über unterschiedliche Strassenbelege, die eine gewisse Sicherheit und Balance erfordern. Solltet Ihr Fragen haben, bitte meldet Euch bei uns für eine eingehendere Beratung.

Aktueller Saisonvorteil

Wir hatten am Anfang des Jahres geschrieben, dass die neue Regierung eine ‚tourism tax‘ in Betracht ziehe, um die Kosten für die Instandhaltung und Verbesserungen der öffentlichen Parks besser zu finanzieren. Und nun haben sie konkrete Details veröffentlicht.

Ab Mitte 2019 werden von Besuchern – die weniger als 12 Monate in Neuseeland verbringen werden- zwischen NZ$25 – NZ$35 bei der Einreise oder Visabeantragung erhoben. Es wird natürlich auch Ausnahmen geben: für Geschäftsreisende, kleine Kinder und ein paar andere Kategorien.. Da kann ich nur raten, jetzt schon den Urlaub nach Neuseeland buchen.

Solltet Ihr Fragen zu diesem Thema oder anderen haben, meldet Euch bei unserem Team.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Film Festival läuft wieder

Jeden Winter machen es sich die Filmliebhaber neuseelandweit in den Sesseln der Kinos gemütlich und geniessen die eklektische Auswahl an nationalen und internationalen Filmen. Das Film Festival, dass in dreizehn Städten der Nord- und Südinsel läuft, hat auch dieses Jahr wieder eine grosse Auswahl an Filmen, die so ziemlich jedes Interessengebiet abdecken.

Neuseelands Fime und Filmemacher

Die Organisatoren haben dieses Jahr auch wieder ein farbenfrohes und anregendes Angebot zusammengestellt: von ‚klassischen‘ Verfilmungen (Drama, Komödie, Horror) zu Dokumentarfilmen über Persönlichkeiten Neuseelands (Gesellschaft, Kunst, Kultur).

In der Länderkategorie kann man bis zu 20 Filme aus Neuseeland finden. Davon sind allein 8 Dokumentarfilme, die sich mit Künstlern und hervorragenden Persönlichkeiten auseinandersetzen. Die Themenwahl dieser Filme veranschaulicht die Diskussionen, die immer lauter und heftiger hier stattfinden und einen Wandel in der Gesellschaft ankündigen. So wird zum Beispiel die maorische Filmemacherin Merata Mita und ihr Einfluss auf die Dekolonisierung Neuseelands einfühlsam von ihrem Sohn porträtiert. Weitere Filme behandeln Themen wie Sektentum, Selbstmord, Auslandsaufenthalte, Modeschauen und Schafscherenwettbewerb der Damen!  Ach ja, und die Proben zur Balletversion vom Das Piano!

Bei diesem Spektrum werden die Besucher nicht nur unterhalten werden, sie werden auch viel Neues lernen und Altes kritischer beurteilen können. Ich persönlich freue mich schon auf den Dokumentarfilm ‚Coda‘ über Ryuichi Sakamoto und einen Konzertfilm zu seinem letzten Werk ‚async‘.

Die Sonne kommt nun immer öfters und immer länger hervor, da wird die Vorfreude auf den kommenden Sommer mit diesen filmischen Leckerbissen vergrössert! Wir hoffen, Euch auch bald hier begrüssen zu dürfen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Christchurch und Shigeru Ban

Nach dem grossen Erdbeben in Christchurch musste die Stadt und die Gemeinde schnell Lösungen zur Instandsetzung der zerstörten Gebäude finden, privat sowie öffentlich. Damals zum Beispiel wurde das Design des innovativen Architekten Shigeru Ban  für eine Übergangskathedrale angenommen und verwirklicht. Das Design war in der Tat so erfolgreich, dass es modifiziert wurde, um längerfristig genutzt werden zu können. Und nun haben wir die ersten Entwürfe für eine weitere Zusammenarbeit von Ban und der Stadt Christchurch sehen können.

Umweltbezug der neuen Architektur

Die letzte zentrale Adresse am Cathedral Square – die seit dem Erdbeben leerstand – hat nun einen neuen Besitzer gefunden: die Aotea Gifts Kette (Produkte für die Tourismusbranche) wird dort ein grosses Gebäude errichten, in dem eine Geschenkeboutique, ein Cafe und Büros untergebracht werden sollen. Und der Architekt für dieses Gebäude ist wieder Shigeru Ban.

Während damals sein Design für die Kirche eher vom geistlichen Bezug zur alten Kirche beeinflusst war, werden in diesem Gebäude Bezüge zur direkten Umgebung Christchurch geschaffen. Und zwar dem Fluss Waimakariri, der von den Southern Alps kommend nördlich von Christchurch ins Meer mündet. Eine attraktive Besonderheit dieses Flusses ist sein verflochtener Verlauf, der sich nach Jahreszeit und Wasserstand ständig verändert.

Auch wenn die Säulen im Inneren  zunächst wie kahle Bäume erscheinen, haben sie doch einen anderen Ursprung: Ban hatte Bilder von dem Fluss gesehen und nach seiner Ankunft konnte er sich davon überzeugen, dass diese nicht manipuliert worden waren, sondern dass der Fluss tatsächlich so aussieht. Deshalb entschloss er sich, die 38 markantesten Verflechtungen in diesen Säulen zu verewigen. Wie auch schon bei der Kirche, bevorzugt Ban unkonventionelle Baumaterialien, die zwar statisch stark sind, aber trotzdem leicht und deshalb weiteren Erdbeben besser wiederstehen sollen.

Der Anfang der Bauarbeiten ist für Oktober 2018 geplant und  soll gegen Ende 2019 fertiggestellt sein.  Hoffen wir, dass alles gut gehen wird und die Innenstadt von Christchurch weiter an Attraktivität zunehmen wird.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Neujahr in Neuseeland

Vor kurzem hatten wir endlich die Winterwende (21. Juni) und seit Ende Juni wurde deshalb landauf und landab mit verschiedensten Aktivitäten das maorische Neujahr matariki‘ gefeiert, welches hier auf der südlichen Erdkugel den Anfang eines neuen agronomischen Jahres markiert. Der Höhepunkt dieser Feierlichkeiten sollte am Sonntag dem 8.7.18 ein erstmaliges Feuerwerk im Hafen von Wellington sein, aber die Natur hatte was anderes vor.

Wichtiger Besuch schaut vorbei

Am Dienstag der vergangenen Woche wurde ein Südkaper, oder südlicher Glattwal, im Hafen entdeckt! Wer je auf einer Tour Wale sehen konnte, kann die Aufregung verstehen, die auf einmal die ganze Stadt ergriff. Innerhalb kürzester Zeit entstanden entlang der gewundenen Küste Wellingtons Verkehrsstaus sobald der Wal seine eindrucksvollen Sprünge aus dem Wasser machte. Um die ganzen visuellen Eindrücke zentral zu sammeln, wurde sogar eine Facebookseite gestartet, wo jeder seine Fotos und Videos hochladen konnte.

Kurzerhand wurde der Wal von der breiten Öffentlichkeit Matariki getauft, da er als gutes Omen dieser Periode gesehen wird. Ein Vertreter des örtlichen iwi kommentierte, dies sei zwar nicht nötig, aber dadurch wurde ein persönlicher Bezug geschaffen, der den Schutz dieser Kreatur umso leichter machte. Denn wie so oft, wollten immer ein paar Leute näher ran, als von den Rangers von DoC empfehlen wurde. Und tatsächlich ist illegal zu nahe an diese Tiere zu kommen. Dass führte unter anderem zu einer interessanten Situation als eine Fähre nicht andocken konnte, da der Wal sich gerade vor dem Terminal rumtümmelte. Aber nach einiger Zeit – während die Fähre Kreise im Wasser schwamm – wurde es ihm/ihr wohl langweilig und er/sie machte Platz.

Wissenschaftliches Interesse

Bisher sind die Experten von DoC sich nicht im Klaren, ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt. Sie hatten versucht, den Gesang aufzunehmen, da die Männchen ein ganz spezifisches Geräusch machen, konnten aber aufgrund des zu lauten Hintergrundlärms nicht schlüssig werden. Zusätzlich hatten sie eine Gewebeprobe entnommen; die wird momentan analysiert und in ein paar Wochen wissen wir mit Sicherheit, ob ein Herr oder eine Dame hier zu Besuch waren.

In den letzten Tagen wurde der Wal vor der Südküste Wellingtons gesichtet, ausserhalb des Hafens und deshalb kann das Feuerwerk zu Ehren Matarikis an diesem Sonntag stattfinden.

Was für ein atemberaubender Einstieg in den Frühling!

Kurzer Hinweis zu den Fotos, sie sind alle der Facebookseite entnommen, leider sind nicht alle Fotografen vermerkt worden.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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