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… und der Schnee auch schon

In ein paar Tagen ist es richtig Winter hier und die Schneegebiete bereiten sich schon auf eine Super Ski Saison vor. Im Februar gab es die ersten, frühzeitigen Schneeflocken in Cadrona und inzwischen erwarten die Skigebiete ihre ersten Besucher. In einem amüsant geschriebenen Artikel artikuliert Justine Tyerman ihre Vorfreude auf die kommende Skisaison und erzählt ein bisschen über die Verbesserungen am Cadrona Skiort, die in den letzten Jahren dort vorgenommen wurden.

Ihre Fussbekleidung übernimmt in diesem Artikel die Positionen, die sie selber vereinigen muss: die Skistiefel geben ihrer Heimatliebe zur Südinsel Ausdruck (sprich sie ist mit Skiern an den Beinen gross geworden) und ihre Verbundenheit zur Nordinsel durch Heirat und Arbeit  wird von ihren Wanderschuhen ausgedrückt. Keine Sorge, beide Schuhwerke werden respektvoll in ihren Schranken gehalten und bekommen genügend Auslauf.

Was Cadrona angeht: in den letzten Jahren wurde die ganze Anlage und die dazugehörigen Einrichtungen aufgerüstet. Der einfache Skilift wurde zu einem Chondola Lift (Chair Gondola) ausgebaut, die Restaurants und Cafes bieten bessere und schnellere Verpflegung für die begeisterten Skifahrer an und die Gäste mit höheren Ansprüchen können in luxuriöser Weise ihren Champagner und die Aussicht geniessen. Zusätzliche Verbesserungen sind die Installation von grossen Schliessfächern und neuen Schneemaschinen. Für dieses Jahr wurde eine neue Anlage installiert, um eine konstante Schneedecke für die gesamte Saison zu bekommen. Und für diejenigen, die gerne mit dem Hubschrauber überall hin fliegen: es gibt nun auch eine Hubschrauberlandefläche, so dass  wer will, direkt von Wanaka oder Queenstown sich auf den Berg fliegen lassen kann.

Der obige Artikel wurde im März veröffentlicht und in den letzten Tage hat das Wetter nicht auf sich warten lassen und schickte mehr Schnee in die Regionen. Um ganz ehrlich zu sein, die Zahlen in dem Artikel über die gefallenen und erwarteten Zentimeter von Schnee sagen mir persönlich nicht viel, aber die Betreiber freuen sich auf die Saison und das ist die Hauptsache. Es scheint also, dass die Skistiefel noch eine Saison mitmachen können.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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In Harmonie mit der Natur

Auf unserer Nordinsel Abenteuerreise kommen wir auch durch Whangarei. Die Wanderungen durch die Halbinsel Bream Head offenbaren uns die Schönheit der Strände und Wälder dieser Gegend. Ganz in der Nähe ist Tahi gelegen, eine ehemalige Rinderfarm, die vor 11 Jahren von dem führenden Ödlandkultivierer John Craig übernommen und in Zusammenarbeit mit anderen Kollegen in ein ökologisches Paradies verwandelt wurde.

Ferienort Tahi

Die Naturschützer möchten mit diesem Projekt zeigen, dass es möglich ist, mit nachhaltigen Methoden die Landschaft und ihr Kulturgut zu verbessern und kommerziell attraktiv zu machen. Bisherige Methoden und Farmpraktiken haben einen derartig negativen Effekt auf den Naturhaushalt gehabt, der nicht nur den Erhalt von Pflanzen und Tieren bedroht, sondern auch die Kultur Neuseelands zu zerstören droht.

Die Gesetzgebung in den vergangenen Jahren hat einen Wandel begonnen, in dem Nationalparks und Flüssen Identität und Schutzanspruch zugesprochen werden. Damit sind Menschen, die an diesen Orten leben nicht mehr Nutzniesser, sondern Hüter und Vormunde.

Diese Einstellung ist ein grosser Teil der Philosophie der Betreiber von Tahi und wird festgehalten in den 4C’s ihres Leitspruches: „strive to achieve the highest standards in sustainability by balancing Conservation, Community, Culture and Commerce – the 4Cs.“

Auf Deutsch gesagt, sie bemühen sich, die höchsten Ansprüche in Nachhaltigkeit zu erreichen, in dem Naturschutz, Gemeinschaft, Kulturerbe und Kommerz in einem Gleichgewicht exitieren.

Von Ödland zu prachtvoller Vielfalt

In den letzten 11 Jahren haben John, seine Familie und Kollegen mit riesigen Anstrengungen abertausende von einheimischen Bäumen und Büschen gepflanzt, Feuchtbiotope regeneriert und dabei die Zunahme von einheimischen Vögeln beobachten können. Auf ihrer Webseite beschreiben sie relativ detailliert, was sie in den verschiedenen Teilen der Farm gemacht haben und wie sich dies auf das ökologische Gleichgewicht ausgewirkt hatte. Die Finanzierung durch den Verkauf des eigenen Honigs und Anbieten von Selbstversorger Unterkünften scheint auch gut zu funktionieren. Und zwar so gut, dass sie letztens von der UN für ihre Bemühungen und Erfolge gelobt wurden. Wer gerne Honig als Mitbringsel kaufen will, könnte dies hier tun, in dem Wissen auch die Natur und Kultur damit zu unterstützen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Manukura wieder in Pukaha

Vor sieben Jahren schlüpfte Manukura der kleine weisse Kiwi im Wildpark Pukaha – Mount Bruce (nördlich von Wellington). Schon damals war die kleine Dame eine Weltsensation, weil sie kein Albino war, sondern als Trägerin einer seltenen Genkombination ein echter weisser Kiwi. Kurz danach mussten wir berichten, dass sie in ärztlicher Behandlung war, da sie zwei Steine geschluckt hatte, die nicht auf natürlichem Weg rauskommen wollten. Zum Gück konnte ihr mit einer Operation geholfen werden und nach kurzer Zeit war sie wieder im heimischen Gehege.

Leider ist sie nun wieder in den Nachrichten, da sie vor ein paar Monaten wegen einer Infektion ihres Schnabels behandelt werden musste. Nach kurzer Behandlung in der Wildtierklinik Wildbase kam sie für kurze Zeit wieder nach Puhaka zurück, aber da sie weiterhin an Gewicht verlor und auch keinen rechten Appetit entwickelte, musste sie wieder zurück. Die Ärzte befürchteten, dass die Schnabelinfektion sich an verschiedenen Stellen im Körper festgesetzt hatte und versuchten mit zahlreichen Methoden, die Infektion zu finden und zu behandeln.

Diese Woche nun meinten die Ärzte, sie sollte wieder nach Puhaka zurückkehren, um hoffentlich in gewohnter Umgebung vollends zu genesen. Sie wissen zwar noch immer nicht einwandfrei, was das Problem war, aber es scheint ihr soweit besser zu gehen. Sie wird natürlich weiterhin intensiv beobachtet und beim kleinsten Verdacht wieder nach Wildbase gebracht.

Für manche mögen diese Bemühungen extrem vorkommen, aber Manukura ist neuseeländisches Taonga – nationales Kulturerbe – und ihr Name bedeutet „mit Oberhauptsrang“.  Für den örtlichen iwi ist ein taonga ein segensreiches Gut und wird als solches hoch geachtet und ist sehr schützenswert.  Wer mehr über den Park Pukaha oder Manukura direkt  lesen will, kann dies über deren Facebook Seiten machen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

DoC hat mehr Informationen aus der neuesten Aktion

Wir hatten schon im letzten Monat berichtet, dass diesen Sommer DoC interpretation rangers an ausgesuchten Orten stationiert hatte.  Nun können wir lesen, dass dies nicht die einzige Aktion war und dass es nun weitere interessante Informationen zum aktuellen Stand in den Nationalparks gibt.

In Zusammenarbeit mit der Einwanderungsbehörde, dem Verkehrsministerium und der Polizei hatte DoC im Milford Sound Nationalpark Kontrollen durchgeführt. Diese Kontrollen offenbarten, dass an einem Tag der Operation  37% der Touristikbetreiber keine entsprechenden Lizenzen hatten. Hauptsächlich handelte es sich um Anbieter von Bustouren und geführten Wanderungen. Und nicht etwa kleine Familienbetreiber, sondern grosse Unternehmen.

Während dieses Jahr diese Betreiber glimpflich mit einer Warnung davonkamen, wird DoC in der nächsten Saison strenger durchgreifen. Dies kann dann für die Betreiber teuer werden, bis zu NZ$ 300,000! Bisher hatte DoC nicht die Mittel, um das Ausmass der Zuwiderhandlungen zu erfassen und zu verfolgen.  Dies soll sich in den nächsten Jahren ändern und die Einstellungen von weiteren Rangers sind Teil eines $ 2 Millionen Programms, dass die zahlreichen finanziellen und organisatorischen Missstände vor Ort beheben sollen. DoC möchte in den nächsten 10 Jahren sein Einkommen aus Lizenzen verdoppeln.

Der Ausfall von Einnahmen hat einen direkten Einfluss auf die Instandhaltungen der öffentlichen Einrichtungen in den Parks, daher sollte eine Zunahme sich positiv darauf auswirken. Ausserdem werden mit einer strengeren Kontrolle und Verfolgung die Wettbewerbsbedingungen unter den Tourismusbetreibern etwas fairer. Bisher konnten die illegalen Betreiber sich einen „Preisvorteil“ erschleichen, indem sie die alljährlichlichen Tausende von Dollar für die Lizenzen und Gebühren nicht bei ihren Kalkulationen berücksichtigen mussten. Mit Genugtuung können wir nun sagen, dass bei Sidetracks und unseren Preisen sich diesbezüglich nichts ändern wird, da wir schon immer alle Lizenzen und Gebühren beantragt und bezahlt haben.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Attraktionen zu Land und zu Wasser

Die neuseeländische Tierwelt sowohl auf Land wie zu Wasser hat zahlreiche Attraktionen, die von unseren Besuchern auf unseren Touren entdeckt werden können. Zu Land sind dies die zahlreichen und einmaligen Vogelarten und zu Wasser – zusätzlich zu den Wasservögeln – auch Delfine und die unterschiedlichsten Walarten.

Man könnte meinen die evolutionäre Entwicklung der Wale und deren Spezialisierungen sei ausreichend erforscht, aber in dem neuesten Artikel vom National Geographic erfahren wir, dass dies nicht der Fall ist.

Prähistorische Walfunde analysiert

Am Beispiel eines Fossilienfundes im Hakataramea Valley in South Canterbury in 1988 wird erläutert, dass eine wichtige Entwicklung stattfand in der Spezialisierung der Fangmethode der Wale. Diese Spezialisierung wird deutlich im Gebiss der Tiere: die einen haben Zähne, die anderen nicht. Und die zahnlosen Bartenwale haben sich weiter spezialisiert in zwei Gruppen, die sehr spezifische Fangmethoden anwenden. Aber bisher wusste man nicht genauer wann diese ersten Unterschiede hervortraten und sich etablierten.

Vor dreissig Jahren hatte Ewan Fordyce ein Forschungsstipendium von der National Geographic Society bekommen, um nach Walfossilien in Neuseeland zu suchen. In den letzten Jahren hat er zahlreiche Fossilien finden und klassifizieren können.

Die genauere Untersuchung des Fossils von 1988 durch Cheng-Hsiu Tsai im Rahmen seiner Doktorarbeit hat nun ergeben, dass Toipahautea waitaki ungefähr 27.5 Millionen Jahre alt ist und ganz am Anfang der Spezialisierung der Bartenwale steht.

Toipahautea waitaki hat angeblich unterschiedliche Fangmethoden angewendet und ist damit der erste gemeinsame Vorfahr dieser beiden Untergruppen. Die Forscher suchen und untersuchen unverdrossen weiter und glauben, dass sie noch zahlreiche Fossilien finden werden, die ihre Untersuchungen bestätigen und den historischen Kontext bestärken werden.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Gutes Benehmen mit einer Prise Humor!

Und schon wieder haben die Herren von Lifeswap ein neues Video veröffentlicht. Diesmal geht es darum wie unterschiedlich sich die Deutschen gegenüber Personen von Rang verhalten; im Gegensatz zu den Kiwis, die jedermann/frau eher locker ansprechen. Obwohl das Englische durchaus formelle Ansprachmöglichkeiten hat, werden die in der Regel in Neuseeland ignoriert.

Und als besonderes kleines Extra, konnten sie Jacinda Ardern, unsere Premierministerin im Moment, zu einem kurzen Audiocameo überreden! Sie, im Gegensatz zu vielen anderen Politikern, macht von sich dadurch zu reden, dass sie unkomplizierten Kontakt und Nähe zu ihren Bürgern sucht. „Just call me Lucinda!“

Im Moment ist sie auf Europa Reise und präsentiert Neuseeland –  meines Erachtens – auf moderne und angenehme Weise. Auf dem Foto von ihrem Besuch in Buckingham Palace trägt sie einen traditionellen Maori Umhang, Kahu huruhuru. Dieses Foto symbolisiert auf einfache Weise die Vorstellungen und Ambitionen dieser Regierung: das Kulturerbe Neuseelands zu respektieren und soziale Veränderungen im Land zu initiieren. Ich weiss, dies ist sehr kurz gefasst, aber dies soll ja kein politischer Artikel werden.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur sagen, dass ein höflicher und respektvoller Umgangston sich für mich bisher immer gut bezahlt gemacht hatte: ich finde es einfacher, im Laufe einer Unterhaltung meinen Umgangston zu lockern, je nach dem, wie die Unterhaltung sich entwickelt. Schwieriger wird es, sollte man auf eine Person stossen, die auf Anerkennung ihrer Stellung Wert legt und die dann durch zu lockere Ansprache zu echauffieren.  Neuseelander sagen zwar gerne von ihrem Land es sei klassenlos, aber erzählt mal das den Leuten die einen Titel und/oder viel Geld haben. In der Regel wollen die dass schon anerkannt bekommen.

Na ja, jedem das Seine.

Viel Spass beim Anschauen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

Kribbelkrabbel Fakten aus der Natur

Die wenigsten Menschen können sich vorstellen, aus Jux und Dollerei sich des Nachts auf die Suche nach den grössten Spinnen in Neuselands zu machen. Aber Colin Miskelly von dem Department of Conservation konnte sich nichts Besseres vorstellen, als während seines Aufenthaltes auf Rangatira Island (in der Nähe der Chatham Islands) Nachts unterwegs zu sein.

Während die meisten Besucher auf Rangatira Island nach seltenen Vögeln Ausschau halten, wissen die wenigsten, dass die Insel eine der letzten Zufluchtsorte für die Rangatira Spinne ist.  Wie Colin zu berichten weiss, hat diese Tatsache sogar so manchen Besucher abgeschreckt!

Die Rangatira Spinne….

… ist eine der grössten und seltensten Spinnen in Neuseeland aus der Familie der Raubspinnen. Während viele Spinnen mit Seide und Netzen ihre Beute fangen, geht die Rangatira Spinne auf Jagd und ergreift ihre Beute, meistens und vorzugsweise Wetas!

In dem Blog auf der DoC Seite beschreibt Colin Miskelly nicht nur diese Spinnenart, sondern auch viele andere endemische Bewohner der Insel. Und beim Durchlesen habe ich noch etwas Interessantes entdeckt: sowohl die Spinnen als auch die endemische Stabheuschrecke teilen ein Detail. Ihre Namen beinhalten einen sehr deutsch-klingenden Namen: schauinslandi.

Deutscher Forscher in Neuseeland

Weitere Lektüre des Artikel offenbart die Herkunft des Namens: Hugo Schauinsland war ein Naturforscher, der in 1897 eine Forschungsreise in den Südpazifik unternahm und einige neue Arten entdeckte, die nach ihm benannt wurden. Leider werden in dem Wiki Artikel über ihn nicht die neuseeländischen erwähnt, deshalb hole ich dies hier nach: Dolomedes schauinslandi (Rangatira spider) und Argosarchus schauinslandi (Unterart der Stabheuschrecke).

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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