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Anspruchsvolle Ansichten

Die Liebe zu Neuseeland treibt manchmal bunte Blüten, wie eine einheimische Schreiberin kürzlich in ihrem Bekenntnis zum Drang nach Perfektion beichtet.

Jeden Urlaub verbringt Justine Tyerman auf Reisen durch die Südinsel. Sie ist eine bekennende ‘mainlander’ – so bezeichnen sich die, auf der Südinsel geborenen und lebenden Einwohner – und ist jeden Urlaub auf einer Mission, die besten Aussichten zu geniessen. Sie hat einen sehr geduldigen Mann, der den Campervan gerne noch ein paar Meter nach Rechts oder nach Links bugsiert, um ja die beste Aussicht zum Einschlafen oder  Aufwachen zu verwirklichen!

Auf ihrer letzten Tour hatten sie ein paar E-Bikes dabei und konnten damit noch entlegenere und spektakulärere Aussichten entdecken.

Beim Durchlesen des Artikel wurde es mir ganz warm um’s Herz, da viele ihrer Orte auch auf unseren Touren zu entdecken sind:

Lake Wakatipu ist auf dem Südinsel Explorer und der Schätze des Südens Tour zu sehen.

 

Okarito ist eine wichtige Station zu den schon vorhergenannten Touren und zusätzlich Teil der Radreise und der Wanderreise.

Die zahlreichen Flüsse, wie der Shotover, Dart, Clutha und Arrow entlang denen die Autorin fuhr, bilden auch einen Bestandteil aller dieser Touren. Und da wir uns auf abgelegenen Pfaden bewegen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, die besten und einmaligsten Aussichten zu geniessen.

Kombiniert die Aussichten der Südinsel mit den historischen und geologischen Sehenswürdigkeiten der Nordinsel oder geniesst die Südinsel nur für sich: mit unseren flexiblen Kombinationsmöglichkeiten haben wir für jeden Geschmack und Fitnesslevel etwas. Schaut rein oder fragt direkt bei uns nach und entdeckt Eure Lieblingsansichten Neuseelands.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Fasziniert von Neuseeland

Die Faszination für das Land der weissen Wolke ist nicht nur ein Phänomen des 20ten Jahrhunderts, schon im 18ten und 19ten Jahrhundert machten sich Abenteurer und Wissenschaftler auf den Weg gen Süden. Damals lag die Faszination in der Entdeckung neuer Orte und Menschen, heute beinhalten diese Erfahrungen den einen oder anderen Adrenalinkick durch Jetboote oder Bungee-Springen.

Entdecker und Wissenschaftler prägen Gesellschaftsentwicklungen

Im 19ten Jahrhundert haben zahlreiche Wissenschaftler Europas und aus Deutschland sich ans andere Ende der Welt begeben, um einen der letzten Winkel der Erde zu kartografieren und besiedeln. Viele wurden für ihre Bemühungen nicht nur mit finanziellen Mitteln geehrt, sondern auch durch Benennungen regionaler Sehenswürdigkeiten und Entdeckungen. Einer dieser Wissenschaftler zum Beispiel war Julius von Haast – ein Name der vielen unserer Besucher bekannt ist: die Stadt und der Gebirgspass an der Westküste der Südinsel und dem Adler, um nur einige zu nennen.

Julius von Haast

Als Julius Haast 1858 in Neuseeland ankam, hatte er schon eine Anzahl von verschiedenen “Karrieren” hinter sich.

Schon als Student in Bonn hatte er sich sehr für Geologie und Bergbaukunde interessiert, an Vorlesungen teilngenommen, aber nie einen Abschluss gemacht. In den folgenden Jahren verdiente er sich mit diversen Methoden seinen Lebensunterhalt, unter anderem als Blumenverkäufer, Textilhändler und Buchhändler. Ausserdem bereiste er als Hausierer ganz Europa und kam auf nicht ganz geklärte Wiese in Kontakt mit einer Reederei in London, die ihn dann nach Neuseeland schickte, um einen Bericht zu erstellen, inwieweit diese Kolonie interessant für deutsche Auswanderer sei.

Kurz nach seiner Ankunft lernte er den östereichischen Geologen und Naturforscher Ferdinand von Hochstetter kennen und begleitete ihn auf seinen Expeditionen. Während dieser Reisen half Haast ihm bei der Erfassung und Bewertung der naturwissenschaftlichen Daten. Obwohl er nicht entsprechend qualifiziert war, wurden seine Kenntnisse derart geschätzt, dass sowohl die Provinzregierung Nelsons als auch Canterburys ihn engagierten, um geologische Forschung zu betreiben.

Im gleichen Jahr in dem er sich in Christchurch niederliess, nahm er auch die britische Staatsbürgerschaft an und began eine kleine geologische Museumskollektion zusammenzustellen und auszustellen. Er war ausschlaggebend für die Gründung des Canterbury Museums in 1863 und dem Canterbury College in 1873, an dem er bis kurz vor seinem Tod Geologie und Paläontologie lehrte. Ausserdem wurde er 1879 Mitglied des Senats der University of New Zealand. Die zahlreichen Anerkennungen und Auszeichnungen sind Anerkennung seines Wissensdursts und seines Tatendrangs, der durch die fehlenden Qualifikationen nicht behindert wurde.

Das ging heutzutage wohl nicht mehr so einfach!

Hier ist ein weiterer Deutscher, dessen Begeisterung zum Land keine Grenzen kannte und der sich hier ganz zu Hause fühlte.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Und auf geht’s

Diese Woche sind nun die ersten unserer Touren gestartet und das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite! Offiziell ist Neuseeland zwar noch immer im Frühling, aber diese Woche lässt uns guten Mutes sein, dass dieser Sommer ein heisser wird! Während unsere Reiseführer unsere Gäste über Felder, Wiesen und Gebirge begleiten, macht der Rest Neuseelands an diesem langen Wochenende sich im Garten zu schaffen.

Labour Monday – Tag der Arbeit

Am Montag nächster Woche feiern wir hier nicht nur den politischen Aspekt des ‘labour day’, sondern auch dass das Wetter sich endlich beruhigt hat und alle möglichen Setzlinge ausgepflanzt werden können.

Hier in der Wairarapa können wir zwar noch immer keine Erbsen anpflanzen und haben uns deshalb für ein paar ‘deutsche’ Alternativen wie Kohlrabi, Knollensellerie und Weisskohl entschieden. Daneben wird es natürlich auch zahlreiche Kräuter geben und Erdbeeren. Die Kinder sind nun dabei die Beete von unerwünschten Gräsern und Unkräutern zu befreien, während ich dann den Boden mit meinem neuesten Lieblingsgerät lockere: dem ‘spintiller’.

Neuseeländischer Erfindungsgeist – No.8 wire Mentalität

Eine neuseeländische Erfindung der 70er Jahre, die leider nicht mehr hergestellt wird. Meinen haben ich nach langer Suche endlich auf einer Auktion gefunden! Dieses Gerät ermöglicht es Unkräuter schnell unterzupflügen und den Boden zu lockern, ähnlich den Ackerfräsen, die von einem Traktor angetrieben werden. Aber kleiner und mit der Hand betrieben. Daher wesentlich besser geeignet für den heimischen Schrebergarten.

Es ist schon interessant mit der neuseeländischen Mentalität zu leben: einerseits werden einige unpraktische Situationen stoisch ertragen (schlecht isolierte Häuser, alte Armaturen), andererseits setzt sich jemand hin und erfindet ein sehr praktisches Gerät, um eine Aufgabe effizienter zu erledigen. Das bringt mich oft zum Schmunzeln. Und nun bin ich so von dem Ding begeistert, dass ich mir ein zweites anschaffen will, aber mit einem kurzen Griff und schmaler, damit ich zwischen den gepflanzten Reihen besser jäten kann.

Mal sehen was draus wird; jetzt erstmal in der Sonne einem ruhigen Abend entgegen schauen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Bald ist es wieder soweit

In gut zwei Wochen fängt wieder unsere Tourensaison an und das Wetter gibt sich grosse Mühe, unsere Vorfreude in Gang zu bringen. Die Temperaturen steigen stetig an und die Sonne macht immer öfters und immer länger einen Auftritt. Klassisches Frühlingswetter: während unsere Nachbarn in den Ferien noch schnell den letzten Skiurlaub der Saison in Turoa geniessen werden, mache ich mich daran, den Gemüsegarten mit den ersten Setzlingen zu bepflanzen.

Nach der Zeitumstellung am Wahlwochenende hatte unsere Familie (Petra) grosse Mühe die früheren Zeiten einzuhalten. Gerade die Kinder rechtzeitig zum Schulbus zu bekommen war morgens eine Herausforderung. Da kommen diese Ferien und das bessere Wetter gut gelegen die innere Uhr in Ruhe anzupassen. Dies wird für Reisende nach Neuseeland natürlich auf andere Weise passieren: neue Umgebung, frische Luft und Wandern oder Radfahren sind die optimale Kombination um für tiefen erholsamen Schlaf in der Nacht zu sorgen!

Noch freie Plätze!

Ein Blick auf unseren Reisekalender zeigt, dass einige unserer Touren schon ausgebucht sind. Aber, zum Glück gibt es noch den einen oder anderen Platz auf den übrigen Reisen. Für diejenigen, die dieses Jahr noch nach Neuseeland reisen wollen, haben wir auf der Naturwunder Neuseeland, Spurensuche III, Schätze des Südens und der Wanderreise Neuseeland noch den einen oder mehrere Plätze frei. Im nächsten Jahr sieht es noch nicht ganz so ausgebucht aus, aber das kann sich schnell ändern, vor allen Dingen wenn eine Fluggesellschaft Flüge zu extrem günstigen Preisen anbieten sollte. So wie Air New Zealand am letzten Wochenende. Wir werden natürlich versuchen, Euch diese aktuellen Angebote so schnell wie möglich kundzutun, aber es kann von Vorteil sein, die Empfehlungen direkt von den Fluggesellschaften geschickt zu bekommen.

Solltet Ihr Fragen zu unseren einzelnen Touren haben, meldet Euch bei uns und wir werden unser Bestes tun, Euch zu helfen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Energiebewusst in die Zukunft

Diesmal in den Nachrichten mit einer Initiative, die die Lebensqualität weiter verbessern und die Stadt noch attraktiver machen soll: ein Leihsystem für Elektroautos. In Zusammenarbeit mit kommunalen und privaten Partnern wird die Stadtverwaltung von Christchurch ab November an drei Standorten 70 Elektroautos zum Mieten anbieten. Letztendlich soll der Umfang 100 Fahrzeuge an zehn Standorten innerhalb Christchurch betragen. Da die Autos mit regenerativer Energie betrieben werden, reduziert dies nicht nur die offiziellen CO2 Emissionen der Stadt, durch die verminderten  Abgase wird auch die Luftqualität verbessert.

Im Moment sind die Standorte an zentralen Institutionen wie den Museen, Verwaltungsgebäuden und dem Flughafen, aber mehr sollen installiert werden und private Anwohner sollen auch die Möglichkeit haben, diese Fahrzeuge zu Nutzen.

Diese Initiative ist im Einklang mit den nationalen Bemühungen und dem landesweiten Ausbau der Ladestationen. Inzwischen kann man problemlos die Nordinsel mit einem Elektroauto entdecken. Man sollte natürlich eine zuverlässige Karte haben mit den jeweiligen Standorten der Ladestationen, nicht jedes Dorf hat schon eine, aber es wird immer weiter ausgebaut und mehr Gegenden erschlossen.

Interessante und aufregende Nachrichten, da die Elektroautos nicht nur die Luftqualität innerhalb der Stadt verbessern werden, dadurch sollte auch der Lärm in den inneren Zonen reduziert werden. Gerade in einer Stadt mit vielen Grünanlage dürfte sich dies angenehm bemerkbar machen. In diesem Sinne, passt bei Eurem nächsten Besuch in Christchurch gut auf beim Strassenüberqueren!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

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Geschichten aus Christchurch

Als 2012 zum ersten Jahrestag des Christchurch Erdbebens 185, bzw 186 weisse Stühle am Standort der ehemaligen Baptist Church an der Oxford Terrace in Christchurch aufgebaut wurden, sollte diese Installation eigentlich nach einer Woche wieder abgebaut werden. Aber niemand wollte dies so recht und innerhalb desselben Jahres fand die Installation ein neues Zuhause auf dem Grundstück der inzwischen abgerissenen presbyterianischen Kirche an der Cashel Street. Doch auch hier können sie leider nicht bleiben, da dieses Gelände vom Staat erworben wurde und Teil eines grossen Stadiumkomplexes werden soll.

Dabei haben die Stühle nicht nur eine grosse Bedeutung für die Bewohner von Christchurch, auch zahlreiche Touristen sehen in der Installation die Möglichkeit persönlicher Verluste zu gedenken.

So viele Stühle – so viele Geschichten

Ursprünglich waren die Stühle als Gedenkmal für die Opfer des Erdbebens gedacht. Aber im Laufe der Jahre hat die Installation sich weiter entwickelt, so wie es sich der Künstler Peter Majendie erhofft hatte.

Inspiriert von einem Vincent van Gogh Gemälde symbolisieren die verschiedenen leeren Stühle den Verlust eines Individuums. Die meisten der Stühle wurden ersteigert, aber einige sind von den Familien, Freunden oder Mitarbeitern der Opfer gespendet worden.

Die interaktive Installation regt den Betrachter an, sich auf einen Stuhl niederzulassen, sich auf den Kontext einzulassen, den Opfern zu gedenken und eigene Opfer zu ehren. Auch wenn jeder Stuhl nicht ein konkretes Opfer repräsentiert, zum Beispiel starb niemand in einem Rollstuhl, aber 3 Opfer sind nun an ihre Rollstühle gebunden und zahlreiche Opfer fühlen sich ähnlich angeschlagen.

Die Kommentare in den inzwischen 55 Gästebüchern dokumentieren auf eindrucksvolle Weise wie die Stühle ihre ursprüngliche Bedeutung überschritten haben und deshalb einen permanenten Standort und andauernde Wartung verdienen.

Planung und Unterstützung

Inzwischen hat Peter Majendie einen Antrag zusammengestellt und eine Webseite aufgestellt, um den Prozess der Planung von seiten der Gemeinde und Unterstützung durch die Öffentlichkeit in Gang zu bringen. Auf der Webseite kann man mehr zur aktuellen Situation, zum Hintergrund und zur Zukunftsvision lesen. Wer will kann natürlich auch spenden oder durch einen Kommentar in dem virtuellen Gästebuch das Projekt unterstützen.

Mal sehen, wie dies weiter geht!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Das Ende einer Übergangszeit

Als Standort der Firma und Wohnort zahlreicher Mitarbeiter von Sidetracks ist Christchurch und das Erdbeben von 2010 von besonderer Bedeutung für uns gewesen. Auch viele unserer Besucher, Familie und Freunde haben damals an unseren Sorgen teilgenommen und deshalb bemühen wir uns, Euch auf dem neuesten Stand der Dinge zu halten.

Wir haben unter anderem über die verschiedenen Initiativen berichtet, die von öffentlichen und privaten Gruppen unternommen wurden, um die Stadt und Umgebung mental und finanziell zu unterstützen.

Und nun können wir davon berichten, dass die Stiftung “Re:Start the Heart” offiziell ihre Arbeit beendet hat. Diese Initiative war ausschlaggebend bei der Planung des pop-up malls im Stadtzentrum gewesen und wurde geschaffen, um schnelle und bürgernahe Lösungen für Bewohner und Geschäfte zu koordinieren.

Anfänglich sollte das alte Zentrum stillgelegt werden und Platz für Parkplätze und Sportstadium machen. Aber ein paar engagierte Leute meinten, es sollte genau das Gegenteil gemacht werden: mehr Platz für zwischenmenschliche Aktionen durch Wochenmärkte, mehr Cafes und öffentlichen Raum für kulturelle Veranstaltungen im kleinen Rahmen. Um die Bewohner und Touristen davon zu überzeugen, musste dies natürlich schnell erfolgen.

Kreative Problemlösung à la Kiwi

Schnell ist nicht immer billig, aber dann kamen die Schiffscontainer auf den Radar der Organisatoren. Die Idee Schiffscontainer (shipping container) zu verwenden kam nach dem Hinweis, dass im Falle eines weiteren Erdbebens, dort Zuflucht zu suchen sei!

Auf Baustellen und in Notfallsituationen werden diese schnell aufgestellt, da sie eine solide Struktur haben und sofort benutzbar sind. So hatten auch nach dem Erdbeben in Christchurch die jeweiligen Abbruch- und andere Firmen ihre Baustellenbüros in kleinen Containern dort. Im Rahmen eines Interviews wurde dann auch die Frage gestellt, was zu tun in weiteren Beben.

Nach anfänglicher Skepsis konnten die Initiatoren die Gemeinde überzeugen und eine Ladung Container nach Christchurch kommen lassen. Und damit wurde eine Attraktion geschaffen, die nicht nur einen zentralen Anlaufspunkt für die Gemeinde an sich bildete, sondern auch den Touristen das Erdbeben und wie man damit fertig wird, anschaulich erläuterte.

Positive Zukunftsperspektiven

Das farbenfrohe container mall wird zwar weiterhin existieren, zumindestens bis mit dem Bau des neuen farmers’ market begonnen wird. Einige der Geschäfte und Cafébetreiber sind schon an neue Standorte umgezogen, aber ein paar verharren noch, bis weitere Geschäftsmöglichkeiten, gerade auf dem Wochenmarkt, erschlossen sind. Die freigewordenen Container sind an eine Baufirma verkauft worden und werden wohl in der einen oder anderen Form weitergenutzt werden. Wie immer, wir sind gespannt was sich so ergeben wird und werden Euch auf dem Laufenden halten.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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