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Die persönliche Seite des Tierschutzes

Die Existenz des Königsalbatros ist nach neuesten Zählungen zwar nicht mehr extrem gefährdet, aber bestimmte Fischereimethoden (z.B.Langleinen) stellen noch immer eine grosse Bedrohung für diese majestätischen Vögel dar. Daher ist Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung weiterhin wichtig. Unter anderem geschieht dies mit einer Webkamera die am Taiaroa Head – in der Nähe von Dunedin – in einer Brutkolonie aufgestellt wurde. Täglich konnte man beobachten, wie die Paare sich sorgsam um ihr Eier und dann ihre Küken kümmerten.

Eines dieser Küken wurde im Juli Tūmanako genannt und die neuesten Nachrichten berichten, dass er sich Ende September nun auf seine grosse Weltreise gemacht hat. Für die nächsten 4-6 Jahre wird Tūmanako die Gewässer der Subantarktik und rund um Neuseeland überfliegen, bevor er zurückkehrt, um einen Partner zu finden und seine eigenen Küken grosszuziehen.

Mit Hilfe dieser Webkamera konnte das bisherige Leben von Tūmanako gefilmt werden und in dem folgenden kurzen Video können die Höhepunkte genossen werden.

Nicht nur bekommen wir so einen detaillierten und sicheren Einblick in die Kinderstube dieser Tiere, die Eltern haben sich eine beispielslos schöne Aussicht für ihr Nest ausgewählt, die wir so ebenfalls geniessen können.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Südamerikanischer Pilz bedroht ganze Pflanzenfamilie

Da versuchen die Neuseeländer nach bestem Wissen und Gewissen ihre einzigartige Naturlandschaft zu schützen und dann macht das Wetter ihnen einen grausamen Strich durch die Rechnung. Im April dieses Jahres verkündeten MPI (Landschaftsministerium) und DoC, dass auf Raoul Island Pohutakawa Bäume von dem südamerikanischen ‘myrtle rust’ befallen sind. Die Forscher gehen davon aus, dass die Sporen dieser Pilzkrankheit durch die schweren Stürme in den vorherigen Monaten von Australien hierher kamen. In Australien bedroht dieser Pilz eine überwältigende Anzahl an einheimischen Pflanzen, deren Existenz für das Überleben vieler Tierarten notwendig ist. Wenn man sich die Liste der Familie der Myrthengewächse anschaut, ist die grosse Sorge der Forscher zu verstehen.

Winterzeit bringt Ruhepause

Leider kamen dann im Mai die Nachrichten, dass an 50 Stellen im Norden Neuseelands befallene Bäume gefunden wurden. Und damit ging dann ein Aufruf an die Bevölkerung raus, eventuelle Befälle zu fotografieren und dem Ministerium zu melden. Aber, unter gar keinen Umständen zu versuchen, den Befall auf eigene Faust zu bekämpfen.

Zum Glück scheint nun der Winter endlich so richtig angefangen zu haben und die kühleren Temperaturen bieten dem Pilz vorübergehend Einhalt. Diese Ruhepause soll genutzt werden, um in einer Studie neue Arten der Pilzbekämpfung zu erforschen. Da nicht nur der neuseeländische Weihnachtsbaum, sondern auch andere, wirtschaftlich wichtige Pflanzen bedroht sind ( Manuka, Kanuka, Feijoa, Guava), ist es wichtig, Methoden zu entwickeln, die den Pilz entweder bekämpfen oder die betroffenen Pflanzen besser davor schützen. Die Zusammenarbeit und Finanzierung zwei grosser Forschungsabteilungen (PlantandFood Research und Scion) wird in den nächsten drei Jahren hoffentlich positive Resultate hervorbringen.

Da will ich mich mal nicht über die kalten Temperaturen beschweren und ziehe noch einen Wollpullover an!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Unterirdisch auf richtigem Kurs

Auf vielen unserer Touren auf der Nordinsel Neuseelands besuchen wir auch die Höhlen von Waitomo und bestaunen die geologischen Besonderheiten und Glühwürmchen während einer Boots- oder einer ‘blackwater rafting’ Tour. Wir – bei Sidetracks – waren schon immer von der hohen Qualität dieser natürlichen Attraktion überzeugt und nun gibt es auch offizielle Bestätigungen.

Qualmark Auszeichnung

Im Mai wurde das Unternehmen mit dem Gold Gütezeichen von Qualmark ausgezeichnet. Tourism New Zealand hatte vor kurzem neue Richtlinien veröffentlicht mit strengeren Auflagen bezüglich der ökologischen, ökonomischen, kulturellen und sicherheitstechnischen Massstäbe für die Touristikbranche. Die Tatsache, dass die Waitomo Höhlen als eine der ersten Sehenswürdigkeiten nach den neuen Kriterien damit ausgezeichnet wurden, sagt viel aus über ihre konstant hohen Qualitätsansprüche.

Private und staatliche Zusammenarbeit

Und jetzt im Juni wurde die Zusammenarbeit zwischen den Betreibern und DoC angekündigt. Seit Jahren schon beschäftigten die Waitomo Höhlen einen Umweltbeauftragten (‘environmental officer’). Die Bedeutung seiner praktischen und strategischen Arbeit wird von DoC entsprechend anerkannt und unterstützt durch aktive Schädlingsbekämpfung und Strategieberatung. Die Schädlingsbekämpfung soll die Flora und Fauna über den Höhlen verbessern, so dass durchsickernde Nährstoffe dieses unterirdische Ökosystem optimal unterstützen.

Waitomo Glow worm caves

In vorherigen Artikeln haben wir die Waitomo Höhlen schon erwähnt und sind mehr denn je stolz darauf, diese Sehenswürdigkeit auf unseren Reiserouten zu haben. Geniesst die majestische Stille, die beindruckenden Kalksteinformationen und bemerkenswerten Lebewesen, die diese Höhlen zu ihrem Zuhause gemacht haben.

Diese offiziellen Anerkennungen sind nicht nur für den Umweltschutz wichtig, sondern auch die regionale Wirtschaft wird gefördert, indem die Attraktivität für Besucher nicht nur erhalten, sondern gar erhöht wird.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens 

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Awaroa Beach bleibt in neuseeländischer Hand

awaroa aerialUnd es ist geschafft! Nachdem die Organisatoren durch ihre Givealittle Aktion eine beträchtliche Summe Geld organisieren konnten, hatten sie ihr Angebot abgegeben und erklärten am 24.2.16, dass ihr Angebot angenommen worden war!

Nach einigen Verhandlungen – und weiteren Spenden durch den Staat und einem anonymen Spender – ist dieser neuseeländische Traum nun Wirklichkeit geworden. Der ehemalige Besitzer musste sein Grundstück verkaufen um Schulden bei der Bank zu begleichen. Somit hätte eigentlich das höchste Angebot die grössten Erfolgschancen gehabt. Wir werden wahrscheinlich nie erfahren, ob das Angebot der neuseeländischen Öffentlichkeit tatsächlich das Höchste war, was zählt ist, dass es angenommen wurde.

Papierkram und anderes

Sobald alle Papiere unterschrieben und die Finanzen aussortiert sind, wird dieser Teil der neuseeländischen Küste in den Abel Tasman Park integriert werden. Die Umweltministerin Maggie Barry hat ihre Behörde angewiesen, diesen Prozess so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen und bis dahin wird alles von einer Stiftung verwaltet. Im Moment ist noch unklar, was konkret mit den Gebäuden geschehen soll, ob sie wie die üblichen DoC Hütten angemietet werden können, oder abgerissen und ein Zeltplatz aufgebaut wird oder was auch immer.sea-kayak-with-wilsons-abel-tasman

Diese Entscheidungen werden davon abhängig sein, wie die konkrete Nachfrage sein wird. Inzwischen gibt es wahrscheinlich ein grosse Anzahl von Leuten, die ihre nächsten Schulferien dort planen, aber wie die Benutzerzahlen in den folgenden Jahren aussehen können, muss in die Zukunftsplanung miteinbezogen werden.

Dies ist wieder ein klassisches Beispiel der etwas anderen, skurillen Seiten der neuseeländischen Mentalität. Und, das die zahlreichen Besucher hier nicht die einzigen sind, die die Landschaft zu schätzen wissen. In diesem Sinne hoffen wir Ihr habt Euren Besuch hier genossen und wir werden Euch bald wiedersehen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

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Winterwanderungen zu Wasser

humpbackwhaleJedes Jahr markiert der Winteranfang den Beginn der Bestandsaufnahme der Buckelwale und anderen Walarten in neuseeländischen Gewässern. Seit sie 1966 unter weltweitem Artenschutz stehen, wird jedes Jahr für 4 Wochen ihr Bestand und Zustand registriert und mit Daten anderer Länder verglichen. Der alljährliche Tripp in den wärmeren Norden des Südpazifiks zu den Fortpflanzungsgebieten macht dies einfacher für die Forscher, kann aber durchaus riskant für die einzelnen Wale werden.

Und wieder ein bisschen verfahren

Am 22.7.2015 war ein SüdkaperSouthern Right Whale – ein bisschen zu nah an die Nordküste der Nordinsel gekommen und fand seinen Weg nicht mehr aus einer Bucht. Am Mount Maunganui Strand in der Bay of Plenty wurde der Wal gesichtet und schnell von DoC Mitarbeitern beaufsichtigt und bei Flut in Richtung offenes Meer geleitet. Zum Glück war er nicht richtig gestrandet, so dass keine grössere Rettungsaktion nötig war, aber trotzdem mussten Polizei und Feuerwehr anrücken um Leute davon abzuhalten ins Wasser zu gehen oder den Helfern den Weg freizuhalten!

Gute Nachrichten für den Umweltschutz

Migaloo-breach-Dan-BurnsVon 2005 bis 2007 fand diese Bestandsaufnahme nur für zwei Wochen statt, aber seitdem konnte DoC mit Unterstützung der OMV NZ dies für vier Wochen organisieren und konnte dieses Jahr Rekordzahlen vermelden. Noch hinken die Bestände hinter den australischen hinterher, sind aber stetig am steigen. Und ein besonderer Bonus war die Sichtung eines weissen Wales in der ersten Juliwoche! Den Fotos nach scheint es ein Wal namens Migaloo – Aborigine für ‘white fella’ (weisser Kerl) – zu sein, der sich hauptsächlich an der australischen Küste aufhält. Eine Gewebeprobe soll diese Identifizierung bestätigen und ausserdem klären, ob es sich um einen Albino handelt oder ‘nur’ um eine Farbvariation.

Wale beobachten

Und gute Nachrichten dieser Art sind natürlich auch für unsere Besucher wichtig. Jeder der an einer ‘whale-watching’ tour teilnimmt, möchte diese herrlichen Geschöpfe in ihrem natürlichen Element erleben und sich an deren verbesserten Lebensbedingungen erfreuen. In diesem Sinne hoffen wir, dass die kommende Paarungssaison erfolgreich ist und im nächsten Sommer neue Mitglieder in den Herden schwimmen. Solltet Ihr daran besonders interessiert sein, folgt diesem Link oder schaut Euch unsere Reisen an, die den Ort Kaikoura im Reiseverlauf haben!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

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Internationale Gedanken zum Artenschutz

Ein Bericht für die Proceedings of the Royal Society B – eine Unterabteilung der Royal Society die biologische Themen aller Art diskutiert – hat interessante Fragen aufgeworfen. In einem kurzen Artikel kann man nachlesen, welche Vor- und Nachteile die artenspezifischen Spendenaufrufe haben. Die drei Autoren aus Grossbritannien, Australien und Neuseeland haben verschiedene Szenarios der Artenkonservation auf ihre Kostenwirksamkeit untersucht. Dabei sind sie zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen.

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Niedlich ist nicht effizient …

… beziehungsweise, die Erlöse aus den Spenden für die niedlichen und fotogenen Tiere sollten auch anderen Arten, die wohl eher nicht als kuschelig angesehen werden, zu Gute kommen. Für ihren Bericht haben sie die umfangreichen Dateien der Schutzmassnahmen für die 700 am meisten gefährdeten Arten (in Neuseeland) auf ihre Kostenwirksamkeit und ihren Nutzen für die Artenvielfalt untersucht. Und haben festgestellt, Gelder aus Sammlungsaktionen für flagship animals können einen entscheidenden Einfluss auf die allgemeine Artenvielfalt haben. In der Regel sind diese sogenannten flagship Arten zwar erfolgreich beim Geldeinsammeln, aber die Kosten ihrer Erhaltung stehen in keinem Verhältnis zu den Erfolgen. Daher empfehlen sie, die gesammelten Spenden auf verschiedene Konservationsprojekte zu verteilen. Dabei gehen sie sogar soweit zu empfehlen, dass private Spenden auch zur Unterstützung staatlicher Schutzmassnahmen zur Verfügung stehen sollten, um einen maximalen Effekt zu haben.

Warum Privat und nicht Staat?

Für viele ist diese Empfehlung nicht annehmbar, da sie befürchten, dass mit dieser Option der Staat sich mehr und mehr aus der finanziellen Verantwortung ziehen würde. Aber leider muss berücksichtigt werden, dass Neuseeland durch die geringe Einwohnerzahl ein geringeres Steuereinkommen hat als andere Länder und dies auf vieles anderes verteilen muss. Es wäre schön, wenn ein Kooperationsmodel entwickelt werden kann, dass die Zukunft der neuseeländischen Flora und Fauna garantiert. Für uns Neuseeländer und für unsere Besucher!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Meerestiere brauchen auch was Schlaf!

seal car washDer Sommer ist nun endgültig zu Ende und selbst einige Meerestiere wollen sich von den Stürmen der letzten Woche erholen. Wie die neuseeländischen Medien ausführlich berichteten, hat zum zweiten Mal diese Woche sich eine männliche Robbe in Aucklands Innenstadt begeben, um etwas Ruhe zum Schlafen zu bekommen. In einer Autowaschanlage! Da der Herr relativ ausgewachsen war, musste DoC erstmal das richtige Zubehör organisieren für den sicheren Transport an die Westküste Aucklands. Seal Kariotahi beachZum Schutz aller errichtete die Feuerwehr einen Zaun und passte bis dahin auf die Robbe auf, seal sitting statt baby sitting! Alle sind gespannt, ob er sich nach der Freilassung am Kariotahi Strand an der Awhitu Halbinsel wieder in Auckland sehen lassen wird?!

Keksfabrik und Fachhochschule in Wellington bevorzugt

seal polytechUnd nicht nur Auckland hatte Besuch, auch in Lower Hutt in Wellington begab sich eine junge Robbe auf eine kleine Erkundungstour zur Open Polytechnic (örtliche Fachhochschule) entlang des Waiwhetu Stromes. Der Fluss mündet in den Hafen von Wellington und ist Teil eines Konservationsprojektes, weshalb er regelmässig gesäubert wird. Der verbesserte Zustand war wahrscheinlich der Grund für die kleine Spritztour und er/sie benahm sich anstandslos, so dass keine weiteren Massnahmen nötig waren. Übernachtet hatte er/sie wahrscheinlich im Hof der Griffin’s Keksfabrik, aber auch ohne Randale zu machen, wollte sich wohl auch nicht an der Polytechnic einschreiben und verschwand sang- und klanglos am nächsten Tag wieder.seal lower hutt

Leben in Neuseeland…

…öfters mal was Neues, oder einfach etwas ganz Anderes! Kommt und schaut es Euch in Person an. Die Robben gibt es auch an zahlreichen Stränden, dafür müsst Ihr nicht in die Städte fahren.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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