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DoC hat mehr Informationen aus der neuesten Aktion

Wir hatten schon im letzten Monat berichtet, dass diesen Sommer DoC interpretation rangers an ausgesuchten Orten stationiert hatte.  Nun können wir lesen, dass dies nicht die einzige Aktion war und dass es nun weitere interessante Informationen zum aktuellen Stand in den Nationalparks gibt.

In Zusammenarbeit mit der Einwanderungsbehörde, dem Verkehrsministerium und der Polizei hatte DoC im Milford Sound Nationalpark Kontrollen durchgeführt. Diese Kontrollen offenbarten, dass an einem Tag der Operation  37% der Touristikbetreiber keine entsprechenden Lizenzen hatten. Hauptsächlich handelte es sich um Anbieter von Bustouren und geführten Wanderungen. Und nicht etwa kleine Familienbetreiber, sondern grosse Unternehmen.

Während dieses Jahr diese Betreiber glimpflich mit einer Warnung davonkamen, wird DoC in der nächsten Saison strenger durchgreifen. Dies kann dann für die Betreiber teuer werden, bis zu NZ$ 300,000! Bisher hatte DoC nicht die Mittel, um das Ausmass der Zuwiderhandlungen zu erfassen und zu verfolgen.  Dies soll sich in den nächsten Jahren ändern und die Einstellungen von weiteren Rangers sind Teil eines $ 2 Millionen Programms, dass die zahlreichen finanziellen und organisatorischen Missstände vor Ort beheben sollen. DoC möchte in den nächsten 10 Jahren sein Einkommen aus Lizenzen verdoppeln.

Der Ausfall von Einnahmen hat einen direkten Einfluss auf die Instandhaltungen der öffentlichen Einrichtungen in den Parks, daher sollte eine Zunahme sich positiv darauf auswirken. Ausserdem werden mit einer strengeren Kontrolle und Verfolgung die Wettbewerbsbedingungen unter den Tourismusbetreibern etwas fairer. Bisher konnten die illegalen Betreiber sich einen „Preisvorteil“ erschleichen, indem sie die alljährlichlichen Tausende von Dollar für die Lizenzen und Gebühren nicht bei ihren Kalkulationen berücksichtigen mussten. Mit Genugtuung können wir nun sagen, dass bei Sidetracks und unseren Preisen sich diesbezüglich nichts ändern wird, da wir schon immer alle Lizenzen und Gebühren beantragt und bezahlt haben.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Saisonende, Zeitumstellung und Bilanzziehen

Und da ist es schon wieder: das Ende der Saison hier in Neuseeland. Diesmal war es hier relativ zeitgleich mit der Zeitumstellung zu Ostern, so dass man jetzt den Eindruck bekommen könnte, dass jedermann die Handschuhe, Mützen und Skis wieder hervorkramen wird.

Diese Woche haben wir unsere letzten Teilnehmer verabschiedet und ziehen alljährliche Bilanz. Während das Wetter im November und Dezember spektakulär heiss war, hatten die folgenden Monate sich etwas zurückgehalten. Was gerade auf langen Wanderungen angenehm ist, da zuviel Sonne auch zuviel des Guten sein kann. Die Bauern sind zwar sehr zufrieden wie der Sommer sich letztendlich entwickelt hatte, aber wie waren Eure Eindrücke und Erfahrungen?

Tourismus Strategien

Nicht nur Sidetracks zieht Bilanz, viele andere Organisationen der Touristikbranche müssen dies jetzt auch tun. Unter anderem auch DoC, die dieses Jahr etwas Neues ausprobiert haben, um mit der erhöhten Anzahl von Besuchern fertig zu werden. An ein paar ausgewählten Orten hatten sie interpretation rangers stationiert, die mit freundlichen Kommentaren die Erfahrung vor Ort bereichern und das Verhalten mancher Besucher moderieren sollten. Sowohl Erklärungen zum kulturellen Hintergrund als auch praktische Hinweise zu nahegelegenen öffentlichen Toiletten sollten sicherstellen, dass die Besucher, trotz erhöhten Andrangs, die jeweiligen Sehenswürdigkeiten geniessen konnten.

Die ersten Kommentare zu dieser Aktion sind durchgehend positiv und nun will DoC sehen, wie sie ähnliches an anderen hochfrequentierten Orten etablieren können. Aber, wie bei so vielen Projekten, ist die Finanzierung das Schwierigste. Mal sehen, was die nächste Saison – die im Oktober wieder anfangen wird – diesbezüglich bringen wird.

Wir hoffen unsere Besucher haben ihren Aufenthalt hier in Neuseeland mit uns genossen und wir freuen uns schon auf die nächste Saison, die neue Freunde und alte Bekannte wieder bringen wird.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Datenerfassung und Tierschutz

Erfolgreicher Tier- und Umweltschutz erfordert viele Daten, die durch oft ungewöhnliche Methoden gewonnen werden müssen. Technologische Entwicklungen im Bereich der Miniaturradios ermöglichen es inzwischen die jeweilige Zielgruppe und deren Verhalten in ihrem natürlichen Umfeld auf’s Genaueste zu verfolgen.  Natürlich nur solange die Radios nicht versagen, wie bei Sirocco der Fall war.  Während wir nur allzu gut über die Bemühungen für die Kakapos informiert sind, gibt es zahlreiche andere Tierarten, die durch diese Technologien geschützt und unterstützt werden sollen.

Mit Rucksack auf Mana Island

Der neueste Artikel von DoC beschreibt, warum eine bestimmte Art von Geckos nun mit Rucksackradios ausgestattet wurde. Eine kleine Gruppe von ngahere Geckos wurde von einem Steinbruch in Wellington auf Mana Island umgesiedelt. Die Rucksäcke wurden angebracht, um zu sehen wie weit die Geckos sich auf der Insel verbreiten und was für Folgen dies für deren weitere Zucht hat.

Bisher hatten die Forscher beobachtet, dass Tiere die in einem Gehege gehalten wurden, sich nach der Entfernung des Geheges näher aneinander hielten. Für die erfolgreiche Fortpflanzung ist es notwendig, dass eine grosse Anzahl von Partner in relativer Nähe zueinander leben. Daher ist es längerfristig nicht gut, wenn die Geckos sich zu weit von einander entfernen würden.

Auf Mana Island haben die Forscher nun zwei Gruppen etabliert, beide jeweils mit Radios ausgestattet. Die erste Gruppe wird ‚einfach‘ ausgesetzt, während die zweite Gruppe sich erst in einem Gehege akklimatisieren soll und dann wird der Zaun einfach entfernt. Über die nächsten drei Jahre wird dann anhand von Blutproben kontrolliert wer mit wem sich paart und welche der Methoden längerfristig erfolgreicher ist.

Die Erkenntnisse dieser Studie werden nicht nur für diese Geckos wichtig sein, auch andere Tierarten können davon profitieren, wenn auf kostengünstige Weise Daten gesammelt werden können, die den Erhalt einer Art erleichtern. Da alle Tierschutzmassnahmen Erfolgsbilanzen zeigen müssen, kann diese Studie helfen, kostengünstige und effektive Methoden zur Datenerhebung zu entwickeln.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Die persönliche Seite des Tierschutzes

Die Existenz des Königsalbatros ist nach neuesten Zählungen zwar nicht mehr extrem gefährdet, aber bestimmte Fischereimethoden (z.B.Langleinen) stellen noch immer eine grosse Bedrohung für diese majestätischen Vögel dar. Daher ist Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung weiterhin wichtig. Unter anderem geschieht dies mit einer Webkamera die am Taiaroa Head – in der Nähe von Dunedin – in einer Brutkolonie aufgestellt wurde. Täglich konnte man beobachten, wie die Paare sich sorgsam um ihr Eier und dann ihre Küken kümmerten.

Eines dieser Küken wurde im Juli Tūmanako genannt und die neuesten Nachrichten berichten, dass er sich Ende September nun auf seine grosse Weltreise gemacht hat. Für die nächsten 4-6 Jahre wird Tūmanako die Gewässer der Subantarktik und rund um Neuseeland überfliegen, bevor er zurückkehrt, um einen Partner zu finden und seine eigenen Küken grosszuziehen.

Mit Hilfe dieser Webkamera konnte das bisherige Leben von Tūmanako gefilmt werden und in dem folgenden kurzen Video können die Höhepunkte genossen werden.

Nicht nur bekommen wir so einen detaillierten und sicheren Einblick in die Kinderstube dieser Tiere, die Eltern haben sich eine beispielslos schöne Aussicht für ihr Nest ausgewählt, die wir so ebenfalls geniessen können.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Südamerikanischer Pilz bedroht ganze Pflanzenfamilie

Da versuchen die Neuseeländer nach bestem Wissen und Gewissen ihre einzigartige Naturlandschaft zu schützen und dann macht das Wetter ihnen einen grausamen Strich durch die Rechnung. Im April dieses Jahres verkündeten MPI (Landschaftsministerium) und DoC, dass auf Raoul Island Pohutakawa Bäume von dem südamerikanischen ‘myrtle rust’ befallen sind. Die Forscher gehen davon aus, dass die Sporen dieser Pilzkrankheit durch die schweren Stürme in den vorherigen Monaten von Australien hierher kamen. In Australien bedroht dieser Pilz eine überwältigende Anzahl an einheimischen Pflanzen, deren Existenz für das Überleben vieler Tierarten notwendig ist. Wenn man sich die Liste der Familie der Myrthengewächse anschaut, ist die grosse Sorge der Forscher zu verstehen.

Winterzeit bringt Ruhepause

Leider kamen dann im Mai die Nachrichten, dass an 50 Stellen im Norden Neuseelands befallene Bäume gefunden wurden. Und damit ging dann ein Aufruf an die Bevölkerung raus, eventuelle Befälle zu fotografieren und dem Ministerium zu melden. Aber, unter gar keinen Umständen zu versuchen, den Befall auf eigene Faust zu bekämpfen.

Zum Glück scheint nun der Winter endlich so richtig angefangen zu haben und die kühleren Temperaturen bieten dem Pilz vorübergehend Einhalt. Diese Ruhepause soll genutzt werden, um in einer Studie neue Arten der Pilzbekämpfung zu erforschen. Da nicht nur der neuseeländische Weihnachtsbaum, sondern auch andere, wirtschaftlich wichtige Pflanzen bedroht sind ( Manuka, Kanuka, Feijoa, Guava), ist es wichtig, Methoden zu entwickeln, die den Pilz entweder bekämpfen oder die betroffenen Pflanzen besser davor schützen. Die Zusammenarbeit und Finanzierung zwei grosser Forschungsabteilungen (PlantandFood Research und Scion) wird in den nächsten drei Jahren hoffentlich positive Resultate hervorbringen.

Da will ich mich mal nicht über die kalten Temperaturen beschweren und ziehe noch einen Wollpullover an!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Unterirdisch auf richtigem Kurs

Auf vielen unserer Touren auf der Nordinsel Neuseelands besuchen wir auch die Höhlen von Waitomo und bestaunen die geologischen Besonderheiten und Glühwürmchen während einer Boots- oder einer ‘blackwater rafting’ Tour. Wir – bei Sidetracks – waren schon immer von der hohen Qualität dieser natürlichen Attraktion überzeugt und nun gibt es auch offizielle Bestätigungen.

Qualmark Auszeichnung

Im Mai wurde das Unternehmen mit dem Gold Gütezeichen von Qualmark ausgezeichnet. Tourism New Zealand hatte vor kurzem neue Richtlinien veröffentlicht mit strengeren Auflagen bezüglich der ökologischen, ökonomischen, kulturellen und sicherheitstechnischen Massstäbe für die Touristikbranche. Die Tatsache, dass die Waitomo Höhlen als eine der ersten Sehenswürdigkeiten nach den neuen Kriterien damit ausgezeichnet wurden, sagt viel aus über ihre konstant hohen Qualitätsansprüche.

Private und staatliche Zusammenarbeit

Und jetzt im Juni wurde die Zusammenarbeit zwischen den Betreibern und DoC angekündigt. Seit Jahren schon beschäftigten die Waitomo Höhlen einen Umweltbeauftragten (‘environmental officer’). Die Bedeutung seiner praktischen und strategischen Arbeit wird von DoC entsprechend anerkannt und unterstützt durch aktive Schädlingsbekämpfung und Strategieberatung. Die Schädlingsbekämpfung soll die Flora und Fauna über den Höhlen verbessern, so dass durchsickernde Nährstoffe dieses unterirdische Ökosystem optimal unterstützen.

Waitomo Glow worm caves

In vorherigen Artikeln haben wir die Waitomo Höhlen schon erwähnt und sind mehr denn je stolz darauf, diese Sehenswürdigkeit auf unseren Reiserouten zu haben. Geniesst die majestische Stille, die beindruckenden Kalksteinformationen und bemerkenswerten Lebewesen, die diese Höhlen zu ihrem Zuhause gemacht haben.

Diese offiziellen Anerkennungen sind nicht nur für den Umweltschutz wichtig, sondern auch die regionale Wirtschaft wird gefördert, indem die Attraktivität für Besucher nicht nur erhalten, sondern gar erhöht wird.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens 

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Awaroa Beach bleibt in neuseeländischer Hand

awaroa aerialUnd es ist geschafft! Nachdem die Organisatoren durch ihre Givealittle Aktion eine beträchtliche Summe Geld organisieren konnten, hatten sie ihr Angebot abgegeben und erklärten am 24.2.16, dass ihr Angebot angenommen worden war!

Nach einigen Verhandlungen – und weiteren Spenden durch den Staat und einem anonymen Spender – ist dieser neuseeländische Traum nun Wirklichkeit geworden. Der ehemalige Besitzer musste sein Grundstück verkaufen um Schulden bei der Bank zu begleichen. Somit hätte eigentlich das höchste Angebot die grössten Erfolgschancen gehabt. Wir werden wahrscheinlich nie erfahren, ob das Angebot der neuseeländischen Öffentlichkeit tatsächlich das Höchste war, was zählt ist, dass es angenommen wurde.

Papierkram und anderes

Sobald alle Papiere unterschrieben und die Finanzen aussortiert sind, wird dieser Teil der neuseeländischen Küste in den Abel Tasman Park integriert werden. Die Umweltministerin Maggie Barry hat ihre Behörde angewiesen, diesen Prozess so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen und bis dahin wird alles von einer Stiftung verwaltet. Im Moment ist noch unklar, was konkret mit den Gebäuden geschehen soll, ob sie wie die üblichen DoC Hütten angemietet werden können, oder abgerissen und ein Zeltplatz aufgebaut wird oder was auch immer.sea-kayak-with-wilsons-abel-tasman

Diese Entscheidungen werden davon abhängig sein, wie die konkrete Nachfrage sein wird. Inzwischen gibt es wahrscheinlich ein grosse Anzahl von Leuten, die ihre nächsten Schulferien dort planen, aber wie die Benutzerzahlen in den folgenden Jahren aussehen können, muss in die Zukunftsplanung miteinbezogen werden.

Dies ist wieder ein klassisches Beispiel der etwas anderen, skurillen Seiten der neuseeländischen Mentalität. Und, das die zahlreichen Besucher hier nicht die einzigen sind, die die Landschaft zu schätzen wissen. In diesem Sinne hoffen wir Ihr habt Euren Besuch hier genossen und wir werden Euch bald wiedersehen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

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