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Interessantes für die kalte Jahreszeit

Und es ist mal wieder soweit: das Internationale Film Festival hat begonnen und – wie erwartet- sind viele interessante Filme auf dem Spielplan. Auf meiner persönlichen Wunschliste sind neben Filmen aus Japan, USA und UK auch zwei deutsche Filme ‘Manifesto’ und ‘In Zeiten des abnehmenden Lichts’. Es wird mal wieder ein qualvolles Abwägen der Spielzeiten geben, mal sehen wieviele ich dieses Jahr sehen werde.

Neues aus Neuseeland

Dieses Jahr gibt es auch wieder viele Filme von neuseeländischen Direktoren, mit einer grossen Bandbreite. Unter der Sparte Neuseeland werden 24 Filme aufgeführt, von denen 16 grob der Kategorie Dokumentarfilm zugeordnet werden können: unter anderem können wir bewegende Einblicke in das Leben von zahlreichen Künstlern, Sportlern, einer Politikerin und einer Patientin bekommen. Ausserdem werden gesellschaftliche Veränderungen dokumentiert, kommentiert und zur Diskussion gestellt. Für mich persönlich sind zwei von besonderem Interesse.

Spookers

In der Nähe von Auckland gibt es ein Spukhaus – Spookers – wo man sich nach Herzenslust verschrecken lassen kann. Die einzige Attraktion dieser Art in Neuseeland bietet verschiedene Grade des Horros an, so dass dies durchaus auch eine Familienaktivität sein kann. Deshalb müssen die Eltern auch gut abwägen, was sie ihren zarten Kinderlein dort zumuten.

In diesem Film nun lassen uns die Organisatoren und Akteure einen Blick hinter die Kulissen werfen. Interessante Details vorab: Lokalität dieser Attraktion sind das Gebäude und der Park der früheren psychiatrischen Klinik Kingseat und der Direktor Florian Habicht ist Sohn des deutschen Fotografen Frank Habicht und kam mit 8 Jahren mit seinen Eltern nach Neuseeland.

Waru

Für diesen Film wurden acht Direktorinnen gebeten, eine Sequenz zu einem konkreten Thema zu filmen. Dieses Thema ist der Tod eines kleinen Jungen durch seinen Betreuer/in. Die englische Sprache differenziert nicht nach männlich oder weiblich bei bestimmten Worten, so dass viele Details erst im Laufe des Filmes offenbart werden. Jede Sequenz stellt eine andere Perspektive zu diesem erschütternden Ereignis dar und zusammen geben sie einen überwältigenden Kommentar  zum Stand der Gesellschaft ab.

Dies sind natürlich nur zwei der neuesten neuseeländischen Filme; wie jedes Jahr wurden weltweit unzählige Filme jeglicher Couleur geschaffen. Lasst dies eine Anregung sein, Eure örtlichen Kinos zu unterstützen, auch Filme zu präsentieren, die nicht unbedingt Kassenschlager sind.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Zeitumstellung in Neuseeland

Am letzten Wochenende war der offizielle Herbstanfang und unsere Uhren wurden eine Stunde zurückgestellt. Für die Frühaufsteher unter uns eine willkommene Gelegenheit ein bisschen auszuschlafen! Damit ist nun leider auch die Zeit des 10 Stunden Zeitunterschieds eingebrochen: für die nächsten sechs Monate müssen Telefonate zwischen Deutschland und Neuseeland akribisch geplant werden, wenn man die liebe Familie und Freunde nicht zu früh aus dem Bett reissen will oder Abends zu lange wach halten will.

April, April, macht was er will!

Diese, wie es scheint universelle Bauernregel ist in ihrer neuseeländischen Version derzeit öfters zu hören: “Four seasons in one day” (in dem berühmten Lied von Crowded House auch besungen!). So konnte das Land in der letzten Woche sowohl Sommertemperaturen geniessen und musste auch – Dank des Zyklons Debbie – mit extremen Niederschlägen zurechtkommen. Mit diesem turbulenten Herbstanfang verabschieden wir uns von dieser Saison und fangen mit den Vorbereitungen für die kommende Saison an!

Herbst- und Winteraktivitäten

Während die meisten von uns den Einbruch der dunkleren Jahreszeit benutzen, um die neuesten Bücher und Kinofilme zu entdecken, findet bei Sidetracks in der Zeit eine Bestandsaufnahme und Generalüberholung statt. Kleinigkeiten, die während der Saison nicht repariert werden konnten, Papierkram der ignoriert werden musste, die Steuererklärung; all diese notwendigen und zeitaufwendigen Sachen werden nun erledigt, damit zu Beginn der nächsten Saison die Zelte, Busse und sonstige Gegenstände in einwandfreiem Zustand sind.

Wir hoffen, Euch zu Beginn der neuen Saison begrüssen zu dürfen, mit unseren bewährten Wander- und Radtouren und einer neuen Spurensuche für unsere Rückkehrer.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Unterhaltsame Winterfreuden

NZIFF-2016-1500-by-383An diesem Wochenende hat wieder das jährliche Internationale Film Festival in Wellington begonnen. Ein schier unglaubliches Angebot an nationalen und internationalen Filmen macht mir mal wieder die Wahl zur Qual. Neben den drei Beiträgen aus Deutschland (‘Toni Erdmann’, ‘Varieté’ und ‘Wild’) gibt es auch sehr interessante Beiträge aus NZ, GB und den USA mal wieder.

Themenvielfalt

Beim Durchlesen der Zusammenfassungen der neuseeländischen Beiträge muss ich schon gestehen, dass dieses Jahr so ziemlich jeder Interessenbereich abgedeckt ist:

Dokumentarfilm:

le rideDie Dokumentation einer historischen Tour de France Beteiligung des Neuseeländers Harry Watson in 1928, in der die Tour mit den damaligen Rädern auf damaligen Tourrouten nachgefahren wurde.  Diese Tour de France war die, mit den meisten Ausfällen in der Geschichte der Tour: von 168 Fahrern kamen nur 41 über die Ziellinie.  “Le Ride” für Radenthusiasten.

Komödie:

Wer es lieber etwas leichter mag und wunderschöne Ansichten von Wellington geniessen will, sollte sich “Chronesthesia” anschauen: ein bisschen Liebesgeschichte, ein bisschen abenteuerliche Zeitreise und Wellington von seiner schönsten Seite.

Politik:

Dieser Beitrag könnte auch unter Dokumentarfilm fallen, da die Zusammenhänge um die Beschädigung der Abhöranlage in Waihopai in 2008 in dem Film “The 5th Eye” dokumentiert werden. Da aber der Film die unterschiedlichen Perspektiven der beteiligten Parteien präsentiert und einen kritischen Blick auf die allgegenwärtigen Überwachungsapparate und –organisationen wirft, würde ich ihn eher politisch einordnen.

Kultur:

heart of the matterDie Filme dieser Kategorie beschreiben, wie verschiedene Künstler mit unterschiedlichsten Methoden und Medien Versuche unternehmen, sich kritisch mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Malerei, Photografie, Schulunterricht und Performanceart finden in ihnen Ausdruck. Persönlich interessiert mich der Film “The heART of the Matter”, der die Umstrukturierung des neuseeländischen Schulwesens nach dem zweiten Weltkrieg beschreibt. Weitere Titel sind “Michael Smither: Portraits”, “Spectral Visions”, “On an Unknown Beach” und “Apple Pie”.

Aktuell auf der Weltbühne

hunt-for-the-wilderpeople-poster-cropDie obigen Filme werden es wahrscheinlich etwas schwerer haben, sich weltweit zu verbreiten, aber es gibt auch wieder einen neuseeländischen Kassenschlager, der hoffentlich gegen Ende des Jahres auch in Deutschland zu sehen sein sollte: “Hunt for the Wilderpeople” von Taika Waititi. Nach seinem grossen Erfolg mit “5 Zimmer Kueche Sarg” hat er diesmal einen neuseeländischen Buchklassiker verewigt. Der Film basiert zwar auf Barry Crumps Buch “Wild Pork and Watercress”, hat aber nicht so ein dunkles Ende wie das Buch selber. Taika Waititi wollte einen Film schaffen, den die ganze Familie anschauen kann. Mit seinem typischen Humor und hervorragenden Schauspielern, ist dies mal wieder ein Film, der einen sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregt.

PS: sobald ich Informationen zum Start in Deutschland habe, werde ich es Euch wissen lassen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

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Kiwis und Deutsche amüsieren sich

Für uns Deutsche sind die kleinen Videos von Lifeswap immer lustige Erinnerungen an die kleinen Unterschiede, die das Leben hier unten für uns so interessant machen. Und im Februar konnten Steffen und William das neueste Video präsentieren. Die berühmt berüchtigte Tellereinladung, die jeder Einwanderer auf die eine oder andere Art überstehen muss, ist diesmal ein Thema. So wird auch das Ritual um Einladungen und soziale Umgangsformen mit Bekannten auf detaillierte Weise analysiert: nach Monaten freundlich-neutralem Umgangs wird man endlich als Freund angesehen und eingeladen.

Viel Spass!

 

Blade NZ

Letztes Jahr hatten wir Euch ein paar neuseeländische Jungs vorgestellt, die sich per Rollerblades quer durch Neuseeland geschlagen haben. Ihre Abenteuer sind eifrig gefilmt worden und TVNZ hatte die Rechte dazu erworben. Leider bedeutet dies, wir können Euch leider keine weiteren Episoden zeigen. Es sei denn, Ihr seid in der Lage neuseeländisches Fernsehen zu empfangen. Hier ist ein Link dazu und für alle anderen, ich werde weiterhin die Ohren und Augen offen halten. Sobald offiziell etwas international zu sehen ist, werden wir es Euch zeigen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Archivierung

Negativfilm

Obwohl heutzutage nicht mehr viele mit Film fotografieren, gibt es Liebhaber der Schwarzweiss Fotografie, die dies noch immer mit Inbrunst betreiben. Für diejenigen ein kleiner Tipp: nicht sparen beim Kauf von Negativ Archiv Seiten. Negative können über Jahrhunderte erhalten bleiben, wenn sie in den korrekten Hüllen untergebracht sind. Obwohl ich selber schon seit einiger Zeit nur noch digital fotografiere, kann ich sagen, dass meine Negative in Acetathüllen am besten erhalten sind. Und ein weiterer kleiner Tipp: viele Labors bieten an, die Negative auch direkt zu digitalisieren. Das sind zwar Mehrkosten, aber wenn man dann die Fotos per email verschicken will, macht sich die Zeitersparnis schnell bezahlt. Und nicht jeder hat einen hochwertigen scanner zu Hause.

Digital

Hardcopy

Storage mediaZunächst die konkret ’greifbaren’ Methoden: die Fotos können auf CD’s oder DVD’s gebrannt werden oder auf Speicherstifte und interne oder externe Festplatten übertragen werden.

Meine persönlich bevorzugte Rangliste, die die Langlebigkeit des jeweiligen Datenträgers berücksichtigt (d.h. dass auch spätere Computer die Information lesen können) sieht so aus: Speicherstift, DVD (Fotos als reine Dateien gespeichert) und dann externe Festplatte. Seit einigen Unglücksfällen benutze ich inzwischen alle drei Methoden. Und das ’nur‘ für meine persönlichen Familienfotos, denn die Pannen haben grosse Lücken im Archiv hinterlassen.

Aktuelle Fotos bleiben auf der Festplatte des Computers der momentan benutzt wird. DVD’s werden benutzt wenn ich kurzfristig ein älteres Foto finden muss. Der Speicherstift und die Festplatte werden regelmässig aktualisiert, wobei auf der Festplatte auch alte Versionen beibehalten werden. Die externe Festplatte wird immer nur dann eingeschaltet, wenn ich sie benutze. Gelaufene Stundenzahl hat einen grossen Einfluss auf die Lebensdauer! Und da man heutzutage Festplatten mit einer immensen Speicherkapazität bekommen kann, ist Lebensdauer schon wichtig.

Aber am allerliebsten sind mir die Speicherstifte. Mit deren Kapazität und der Tatsache, dass die Information auf einer starren ’Platte’ (SSD ’solid state device‘) untergebracht ist, machen sie zu einem sehr stabilen und störungsfreien Gerät. Solange man darauf achtet dass der USB Anschluss sauber bleibt!

Nächste Woche

… werde ich versuchen einen kleinen Überblick über die Archivierungsmöglichkeiten im Internet zu geben.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Neuseeland und das Cannes Film Festival

Vigil_(film)Vor 30 Jahren betrat Neuseeland zum ersten Mal die Filmszene in Cannes mit Vincent Ward’s Film Vigil. Zwei Jahre später gewann Jane Campion die Palme D’Or in der Kategorie Kurzfilm mit Peel und bekam in 1993 die Palme D’Or für ihren Film Das Piano (die Ehre wurde mit dem chinesischen Film Farewell My Concubine geteilt). Seitdem sind neuseeländische Direktoren und Schauspieler regelmässig dort zu sehen und aus dem internationalen Filmgeschäft nicht mehr wegzudenken. Dieses Jahr sind zwar keine neuseeländischen Filme im aktuellen Wettbewerb zu sehen, aber ein paar Kurzfilme und Vigil werden in verschiedenen Foren vorgeführt.

Cannes 2014

The-piano-posterAber auch dieses Jahr machen die Neuseeländer wieder von sich zu reden: nachdem im letzten Jahr Jane Campion die Jury für den Kurzfilm Wettbewerb geleitet hatte, ist sie dieses Jahr gebeten worden, die Jury für den Hauptpreis, die Palme D’Or, zusammenzustellen und zu leiten. Bekannt für ihre charaktervollen Darstellungen von Frauen und sozialen Ungerechtigkeiten, hat sie nun die Möglichkeit, innovative und wegweisende Filme, Direktoren und Schauspieler der Weltöffentlichkeit zu präsentieren und zu honorieren. Einigen von euch sollte auch ihre neueste Arbeit bekannt sein: im November 2013 wurde ihre Mini-Krimiserie Top Of The Lake zum ersten Mal in Deutschland ausgestrahlt. Sie spielt in Neuseeland und wurde in Neuseeland gefilmt.

Die Jury

Für dieses Jahr hat Jane Campion einige illustre und zum Teil kontroverse Direktoren und Schauspieler eingeladen. Mit ihrer Wahl von Sofia Coppola, Gael Garcia Bernal und Nicolas Winding Refn zum Beispiel, kann man sicher sein, dass die Filme kritisch und fair beurteilt werden. Eine kurze Präsentation der wichtigsten Filme, die vom 14.5. – 2.5.14 beurteilt werden, gibt es hier zu sehen (auf Englisch). Angeblich sind die Jury Mitglieder derart interessant und lebhaft, dass es mehr eine Party als Arbeit sein soll, die Filme zu sehen und zu bewerten. Mal abwarten, was die Presse berichten wird!

Und wer sich für neuseeländische bzw. Neuseeland-bezogene Filme, Bücher, oder Musik interessiert, sollte mal auf unserer Webseite unter der Rubrik Zur Reisevorbereitung reinschauen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

 

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Das Leben am anderen Ende der Welt

Aus wessen Sicht? Deutsch und Kiwi natürlich!

Steffen Kreft kam 2007 nach Neuseeland um seinen Masters in Digital Media Design zu machen. Eines seiner Projekte handelte von den Sorgen und Veränderungen die ein Reisender in einem neuen Land überstehen muss. Inzwischen produziert er eifrig kurze Werbefilme für das Department of Conservation und das Ministerium für Umweltschutz. Weiterhin ist er aktiv an der Kulturszene in der Wairarapa beteiligt und hat jetzt in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut in Wellington und seinem Partner William Connor (der sich zur Zeit zum Kulturaustausch in Berlin aufhält) eine Serie geschaffen, die die Unterschiede der deutschen und neuseeländischen Verhaltensweisen auf freundlich-neckende Art präsentiert.

 Lifeswap

Während wir alle den wife swap oder house swap aus den verschiedenen reality shows kennen und wissen was ausgetauscht wird, ist es in lifeswap nicht nur eine Person oder ein Haus, sondern ein ganzer Kulturkreis der ausgetauscht wird. Für ein Jahr tauschen ein Deutscher (Jörg) und ein Neuseeländer (Duncan) ihre Plätze in den jeweiligen Wohngemeinschaften und vergleichen ihre Erfahrungen. In diesen kurzen Videos werden die individuellen Eigentümlichkeiten der Nationen ein bißchen auf die Schippe genommen und erläutert. Während im ersten Film Duncan eine Lektion im Umweltschutz und Mülltrennung bekommt, wird im zweiten für Jörg erläutert, wie die Neuseeländer mit Konfliktsituation umgehen.

Kommunikation – weltweit

Ob ihr Euch nun auf den kommenden Neuseeland Urlaub vorbereiten möchtet oder ein bißchen in den Erinnerungen an einen vergangenen schwelgen wollt, diese Videos bringen Euch Neuseeland und seine Menschen näher und erleichtern das Verständnis der anderen Kultur.

Und als Deutsche seit 19 Jahren in Neuseeland lebend, muss ich sagen, ich freue mich schon die nächsten Folgen zu sehen! Kurz und bündig auf den Punkt gebracht.

Viel Spass!

Hier die erste Episode…

und hier die Zweite:

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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