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Vorurteile gegenüber anderen Nationen gebären lustige Spitznamen

Im englischen Sprachgebrauch gibt es viele Spitznamen für die Bewohner anderer Nationen. Häufig sind sie kontrovers, manchmal beleidigend oder politisch unkorrekt, aber einige Ausdrücke sind einfach lustig oder haben einen interessanten Hintergrund. Wir haben mal in den Büchern verschiedener Nationen gestöbert und für Euch das Einmaleins der gängigsten Spitznamen zusammengestellt.

Ganz oft basieren die umgangssprachlichen Bezeichnungen schlichtweg auf  der landestypischen Esskultur einer Nation – oder zumindest auf der, mit welcher die Welt ein Land identifiziert. So werden die Deutschen in vielen englisch sprachigen Ländern als „Krauts“ bezeichnet, abgeleitet von der Angewohnheit, Kohl einzulegen und als „Sauerkraut“ zu verspeisen. Die Franzosen aufgrund ihrer Vorliebe für Froschschenkel „Frogs“ genannt. Inder hingegen betitelt man häufig mit „Curry Munchers“ und Mexikaner nennen viele „Beaner“, weil Bohnen wohl zu vielen typisch mexikanischen Gerichten gehören.

Doch nicht immer sind die Namen auf Nahrungsmittel zurückzuführen. Iren beispielsweise werden auch liebevoll „Paddy“ genannt, ein Spitzname, der auf dem irischen Nationalfeiertag St. Patricks Day beruht, welcher heute in den meisten englisch sprachigen Länder am 17. März zelebriert wird. Australier oft werden mit dem Kurzwort „Aussies“ beschrieben. Ganz im speziellen werden die Briten aber in Australien auch als „Poms“ oder „Pommies“ bezeichnet. Es ist umstritten, wie dieser Spitzname zustande kam aber böse Zungen behaupten es ist eine Abkürzung von „POHM – Prisoners of her Majesty“ oder „POME – Prisoners of Mother England“. Dieser Name geht auf den historischen Transport englischer Gefangener zurück, die nach Australien befördert wurden, die ehemalige Gefangeneninsel des britischen Königreiches. Da der Begriff „Pommy“ auch 1915 schon für Australier verwendet wurde, ist es ebenfalls möglich, dass er ursprünglich eine Abkürzung für „Pomegranate“ war und damit den rötlichen Teint beschreiben soll, den hellhäutige Briten binnen kürzester Zeit in der australischen Sonne annahmen – knallrot, wie das Innere eines Granatapfels. Manche verwenden den Spitznamen nur hinter vorgehaltener Hand, denn einige Briten finden ihne äußerst beleidigend, andere hingegen finden ihn einfach nur amüsant.

Griechen, Italiener, Portugiesen und andere Südeuropäer werden auch mit dem Namen „Wogs“ beschrieben, was auf „Western Oriental Gentleman“ und damit ihre dunklere Gesamterscheinung zurückzuführen ist. US-Amerikaner tragen die Spitznamen „Yankee“ oder „Yank“ und nennen sich heute teilweise selbst so. Ursprünglich wurden Leute aus „New England“, beziehungsweise englische Siedler im Allgemeinen so bezeichnet. Mark Twain verwendete die Bezeichnung 1889 in „A Connecticut Yankee in King Arthur’s Court“ und verbreitete dadurch den Begriff, der schließlich für alle aus den Vereinigten Staaten stammende Menschen bekannt wurde.

Neuseeländer werden nicht nur weltweit „Kiwis“ genannt, sie identifizieren sich auch mit diesem Namen. Der Spitzname ist jedoch nicht auf die chinesische Stachelbeere, die Kiwi-Frucht, zurückzuführen, sondern auf den einheimischen, flugunfähigen Kiwi-Vogel, das neuseeländische Nationaltier.

Der vom Aussterben bedrohte Vogel wurde von den Maori vermutlich „Kewee“ genannt, weil der lautstarke Ruf des nachtaktiven Tieres sich so ähnlich anhört. 

sidetracks kiwis

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Warum die Kiwis „Kiwi“ heißen

Wir haben ja bereits darüber berichtet, wie die Kiwi-Frucht zu ihrem Namen kam (den Artikel findet Ihr auch ganz leicht unter der Stichwortsuche in unserem umfangreichen Archiv). Doch warum nennen sich denn eigentlich die Neuseeländer selbst „Kiwi“?

Natürlich liegt es irgendwo auf der Hand, dass sich Neuseeländer mit ihrem Nationaltier identifizieren. Das hat auch kürzlich eine Studie ergeben, in der das Departement of Conservation nach den Orten, Tieren und Pflanzen gesuchthat, denen sich die Bewohner Aotearoas am meisten verbunden fühlen.

Doch begonnen hat diese kuriose Namensgebung einer gesamten Nation bereits im 1. Weltkrieg. Neuseeländer wurden dort schlichtweg als „Kiwis“ bezeichnet. Im zweiten Weltkrieg wurden die eigenen Truppen dann von der so genannten „Kiwi Concert Party“, einer Art Militärband unterhalten. Seither ist der Begriff „Kiwi“ eine Art Synonym für alle geworden, die in Aotearoa leben – Neuseeländer wurden einfach zu Kiwis. Heute spielen besonders Unternehmen und Sportteams gerne mit dem positiv behafteten Begriff „Kiwi“ und auch die neuseeländische Währung wird oft als „Kiwi-Dollar“ bezeichnet. Wer folglich heute von „Kiwi“ spricht, kann durchaus auch die Bewohner des Landes meinen und nicht nur die Kiwifrucht oder das Nationaltier.

Und eine unserer Firmenphilosophien bei Sidetracks ist es, die deutschen Urlauber wirklich in engen Kontakt mit den „Kiwis“, den freundlichen, überaus offenen und liebenswerten Bewohnern Neuseelands zusammen zu bringen. Deshalb übernachten wir nicht in Hotelketten, sondern in kleinen privaten Unterkünften, wie Bed & Breakfasts, oder buchen Farm- und Wildnisstouren mit einheimischen Führern!

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Warum heißt die Kiwifrucht “Kiwi”?

Jeder in Deutschland kennt die Kiwi Frucht, die heute in allen Obstabteilungen zu finden ist. Nicht alle wissen, daß die Frucht ursprünglich von Neuseeland aus ihren Siegeszug um die Welt antrat.

Angefangen hat die Geschichte der Kiwi 1902 mit der Lehrerin Isabel Fraser, die das Wanganui Girls College in Neuseeland leitete und Missionsschulen in China besuchte. In ihrem Reisegepäck brachte sie Samen des Mihou Tao Busches, biologisch „Actinida deliciosa“ genannt, mit zurück nach Aotearoa. Der Gärtner Alexander Allison pflanze 1906 den Samen und 1910 trugen die ersten Büsche Früchte. Da die Kiwis nicht nur aussahen wie große Stachelbeeren, sondern auch einen stachelbeerartigen Geschmack hatten, nannte man sie chinesische Stachelbeere, „Chinese Gooseberry“. Gegen 1940 begann in Neuseeland der kommerzielle Anbau der Kiwi-Pflanze.

Die chinesischen Stachelbeeren, die schon seit Jahren kommerziell angebaut wurden, erschienen Ende der 50ger Jahre in zahlreichen Obstläden in Neuseeland und erfreute sich zunehmender Beliebtheit. Ab 1959 versuchte der  neuseeländischen Obst- und Gemüseexporteur Turners und Growers die ersten Früchte zu exportierten.

1963 wurden in Auckland versuchsweise die ersten Paletten der Früchten auf einen Exportfrachter nach Japan verladen. Als der Zoll in Yokohama jedoch die Ladungspapiere und Waren inspizierte, wurde die Einfuhr verweigert. Die Japaner kannten die Kiwis nicht. Selbst als sie überzeugt werden konnten, daß es sich um eßbares Obst handelt, wurde der Import verboten. Und mit dem Namen „Chinesische Stachelbeere“ wollten die Japaner sich nach der Zeit des Kalten Krieges schlichtweg nicht auseinandersetzen. Alles „chinesische“ war äußerst verdächtig. Die Container mußte zurück nach Auckland verfrachtet werden.

Die Abweisung der chinesischen Stachelbeeren waren auf der Rückreise nach Neuseeland das Gesprächsthema der Offiziere. Kapitän Hugh Owens und der Ingenieur Norris Mawdslay waren vorwiegend daran beteiligt, einen neuen Namen für das Obst zu suchen und man kam auf „Kiwi“. Dieser Begriff war für die Neuseeländer vertraut, denn der einheimische flügellose Laufvogel Kiwi wurde so genannt und auch die Neuseeländer selbst bezeichnen sich nach ihrem Nationaltier häufig als Kiwis.

Böse Zungen behaupteten jedoch, daß „Kiwi“ in diesem Fall die Abkürzung für „Keen Interest Without Intelligence“ bedeutete (großes Interesse ohne Intelligenz).

Als das Schiff Neuseeland erreichte, hatte der  Manager der Crusader-Line, Max Steward, bei den Behörden die neue Bezeichnung Kiwi-Frucht angemeldet und durchgesetzt. Die nächste Lieferung an Kiwi-Früchten wurden von den japanischen Behörden akzeptiert. Seither heißt die Kiwi international „Kiwi“. Neuseeländer haben mittlerweile auch die „Golden Kiwi“ gezüchtete, eine süßere Kiwi mit goldgelbem Fleisch.

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Hier ein weiteres unserer beliebten Touren-Rezepte:

Schweinefleisch in Curry-Aprikosen-Sauce

Für 4 Personen; Zubereitung 10 Min., Garzeit 20 Min.

Zutaten:
120 g Reis, trocken
Salz
1 EL junge grüne Erbsen (TK)
1 kleine Dose Aprikosen ohne Zucker
375 g mageres Schweinefilet
2 Zwiebeln
1 TL Pflanzenöl
1 TL Currypulver
200 ml Geflügelfond
(ersatzweise Gemüsebrühe)
1 TL Stärkemehl
100 ml Aprikosensaft (ohne Zucker)
2 EL Sojasauce
Pfeffer

  1. Reis fettfrei anschwitzen, 250 ml Salzwasser angießen und zugedeckt ca. 15 Minuten quellen lassen. Erbsen hinzugeben und weitere 5 Minuten garen.
  2. Aprikosen abtropfen lassen und 100 ml Saft auffangen. Aprikosen würfeln, Fleisch in feine Streifen und Zwiebeln in Ringe schneiden.
  3. Öl in einer beschichteten Pfanne oder in einem Wok erhitzen. Fleisch darin ca. 5 Minuten braten, herausnehmen und beiseite stellen. Zwiebelringe in dem Bratsatz andünsten mit Currypulver bestäuben und mit Geflügelfond ablöschen
  4. Stärkemehl in dem Aprikosensaft anrühren, zu den Zwiebelringen geben und aufkochen. Aprikosenwürfel und Fleisch in die Sauce geben und mit Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken. Schweinefilet mit Sauce und Erbsen-Reis servieren.

Yumm, Guten Appetit – Eure Angelika

(gekocht auf unserer „Naturwunder Neuseeland“ – Tour im October 2009)

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