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Posts Tagged ‘Hawke’s Bay’

Wieder auf Spurensuche in Neuseeland

Auch dieses Jahr haben wir für November/Dezember wieder eine Spurensuche durch Neuseeland geplant. Auf unseren Spurensuchen sehen wir nicht nur die Klassiker, sondern entdecken auch neue Ecken des Landes. So werden wir diesmal wieder die schönen Strände des Nordens ausgiebig erkunden und geniessen, um dann auf dem neuen Tora Walk die Ostküste der Wairarapa am südlichen Ende der Nordinsel zu entdecken. Auf dem Weg von Hawke’s Bay zu Tora kommen wir auch durch einige kleine Städte und Dörfer, die sich neuer und wachsender Beliebheit erfreuen.

Die Wairarapa Region hat in den letzten Jahren durch die relative Nähe zu Wellington an Bedeutung gewonnen. Entlang der Hauptverkehrsader und Zuglinie sind die Dörfer gewachsen, da die Hauspreise hier, im Vergleich zu Wellington, noch sehr erschwinglich sind. So pendeln viele unter der Woche morgens in die Stadt und geniessen am Wochenende dann die Ruhe und gepflegten Restaurants, Boutiquen und Secondhand Läden.

Gutes Sortiment des Kunsthandwerks

Mal wieder hat sich ein Reisejournalist auf Kosten von Tourism New Zealand in der Gegend umgeschaut und als Bewohner der Region, kann ich seiner Beschreibung aus vollem Herzen zustimmen.

Die Frage ist nun, worauf sollte ich meine Beschreibung nun konzentrieren? Soviele kleine Läden, die den Charme und die Attraktion der Gegend ausmachen.

Angefangen mit dem guten Essen, dass man in den Cafes und Restaurants geniessen kann. Zusätzlich gibt es nun zahlreiche Geschäfte die handgemachte Schokolade (Choc), Brot (French Baker, Baker Featherston) und Käse (C’estCheese Featherston) verkaufen. Und dann natürlich auch die unzähligen Weingüter, die internationale Anerkennung finden. Weiterhin die gut bestückten und zum Teil kuriosen Secondhand Läden, von klassischen Antiquitätenhändlern zu Ramschläden kann man hier alles finden.

Der interessanteste Aspekt dieser Region, aus meiner Sicht, ist der Kontrast zwischen den Läden die hauptsächlich die urbane Bevölkerung bedienen und denen, die mehrheitlich von der ländlichen Bevölkerung frequentiert werden. Wobei es keine klare Grenzen oder Ausgrenzungen gibt, abgesehen von den Preisen natürlich.

Alles in allem, der Artikel hat für mich in schöne Worte gefasst, warum mein Mann und ich (Petra) diese Region zu unserer Heimat auserkoren hatten. Und auf Eurem Besuch hier könnt Ihr davon auch einen Eindruck gewinnen.

Sollten der Termin mit Eurer Urlaubsplanung nicht übereinstimmen, schaut in unseren Reisekalender rein: von Oktober 2017 bis März 2018 bieten wir zahlreiche andere Touren an.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Entscheidung zur Aufhebung eines Naturparksstatus

Anfang Juli 2017 entschied der oberste Gerichtshof in Neuseeland, dass DoC einem Naturpark nicht den Schutzstatus entziehen kann, um gegen ein anderes Stück Land eingetauscht zu werden. Das Umweltministerium hat zwar den Auftrag, die Gesamtfläche der geschützten Gebiete zu vergrössern, unter anderem durch Gebietsaustausche. Allerdings kann nur ein weniger schutzwertes Gebiet gegen ein höher schutzwertiges getauscht werden. Und, wie der Gerichtshof nun ausdrücklich formuliert hat, kann einem Park der Schutzstatus nicht entzogen werden, solange die Bedingungen, unter denen der Park als schutzwürdig markiert wurde, weiterhin vorhanden sind.

Im Klartext, solange der Park nicht abgebrannt, durch Erdbeben dem Boden gleichgemacht oder ähnliche sintflutartige Situationen zerstört wurde, kann der Schutzstatus nicht aberkannt werden.

Ruataniwha Staudamm Projekt

Die richterliche Entscheidung – knapp mit 3:2 Stimmen – ist aktuell für ein Dammprojekt in Hawke’s Bay von Bedeutung. Am Rande des Vorgebirges der Ruahine Gebirgskette soll der Makaroro Fluss gestaut werden und der Stausee die Bewässerungsanlagen für nahegelegene Farmen versorgen.

Die Stauung würde natürlich bestimmte Gegenden fluten und ein Teil des geplanten Flutungsbereich liegt im Ruahine National Park. Es geht um 22 Hektar in diesem Bereich, für deren Ersatz ein 170 Hektar grosses Gebiet angeboten wurde. Dieses Gebiet ist privates Farmland und wurde als fast gleichwertig eingestuft, was das Naturschutzpotential angeht. Um diesen Tausch machen zu können, müssten aber diese 22 Hektar nicht mehr Nationalpark sein, sondern ‘nur’ noch ‘stewardship land’ (verantwortungsvoll verwaltetes Gemeindeland).

Die Gemeinde argumentiert, dass der Damm von grosser Bedeutung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region wäre, während Umweltschützer befürchten, dass eine Erweiterung der wasserintensiven Agrarwirtschaft langfristig mehr Schaden als Nutzen bringen würde.

Kontroversen

Mal wieder stehen sich Naturschützer und Regierungsbehörden in einer hitzigen Diskussion gegenüber, ob Naturschutz oder wirtschaftliche Sicherheit von höherem Wert seien. Fürs Erste haben die Naturschützer ‘gewonnen’, aber die Regierung hat schon angekündigt, die Gesetzgebung entsprechend zu modifizieren. Letztendlich müssen beide Seiten an einem Kompromiss arbeiten, denn beide sind voneinander abhängig.

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Mit der Familie auf Entdeckungsreise

Nun sind wir schon wieder seit ein paar Wochen wieder zurück und ich dachte, es wär an der Zeit kurz von unserer Tour durch die Nordinsel zu erzählen.  Für unseren Familienurlaub hatten wir ein paar klassische Sehenwürdigkeiten und persönliche Favouriten zusammengestellt.

Über Mount Ruapehu – mit Frühstück im Chateau und einer Skistunde für die Kinder im Happy Valley – nach Waitomo zu den Glühwurmhöhlen. Von dort weiter nach Matamata zum Hobbiton Film Set für eine Tour und dann für ein paar Tage Erholung in Taupo und Besichtigung der aktiven Geologie dort. Huka Falls musste natürlich auch bestaunt werden, obwohl unsere Kinder nicht von der Masse der Touristen begeistert waren. An sich hatten wir vorgehabt, in Taupo ein paar Aktivitäten auf dem See zu machen, aber die mussten wegen Erkrankung ausfallen. Stattdessen genoss die Familie die heissen Thermen beim Hotelklassiker DeBretts.

Dann ging’s weiter nach Napier um die Schwiegereltern zu besuchen und die berühmte “Chocolate box” des Mission Restaurants zu probieren. Ein Besuch auf TeMata Peak war wie immer beeindruckend, vor allen Dingen wenn man mit Höhen nicht so gut auskommt wie ich. Ausserdem wurden wir in den zahlreichen Gebrauchtläden der Umgebung fündig und verbrachten ein paar ruhige Tage mit der Familie.

Mein Fazit: ich liebe dieses Land, noch immer!

Waitomo

Auch wenn auf dieser Tour einige klassische Touristenattraktionen auf dem Programm standen, die Qualität der Betreuung und des Angebots waren sehr zufriedenstellend. Gerade die Waitomo Höhlen waren beeindruckend: die Tour wurde professionell und respektvoll durchgeführt und das neue Gebäude des Informationszentrums ist eine gelungene Kombination von moderner Architektur und eingeborener Kultur.

Hobbiton Film Set

Hobbiton mag nicht jedermanns Sache sein, aber als eingefleischte Tolkien, Peter Jackson Fans und alles was mit Hobbits, Elfen und Zwergen zu tun hat, konnten  wir es uns nicht entgehen lassen. Und selbst das schlechte Wetter und die Wintersaison hatten ihren Vorteil: kaum andere Touristen auf dem Gelände. Gegen Ende kam die Sonne doch noch raus und zeigte die idyllischen Hügel von ihrer besten Seite.

Taupo: geologisch aktiv

Ab Taupo hatten wir dann durchgängig Sonnenschein und genossen den kleinen Spaziergang über die “craters of the moon”. Ein akzeptabler Eintrittspreis liess uns nah genug an diese geologischen Besonderheiten der Gegend ran: an manchen Stellen wurden wir von den Schwaden umweht, bekamen eine kleine Prise Schwefeldunst ab, der sich aber schon bei der Rückkehr zum Parkplatz wieder verflüchtigt hatte. Spezielles Mitbringsel: interessante Honigmischungen. Diesmal habe ich mir vom Huka Honey Hive einen Topf mit Lavendel- und einen mit grünem Ingwergeschmack mitgebracht. Wunderbar auf frischem heissen Toast.

Ein Höhepunkt für uns alle waren die hot pools bei DeBretts, einem der ehemaligen historischen Kurhotels der Gegend. Das Haupthotel wurde vor Jahren von der Hilton Kette übernommen, aber DeBretts führt weiterhin einen Campingplatz mit einwandfreien Hütten. Und da gibt es dann ermässigten Eintritt zu den heissen Quellen. Was für ein Genuss, sich langsam durch die unterschiedlich temperierten Becken gleiten zu lassen!

So, das ist nun länger geworden als gedacht, hier nun noch ein paar Fotos und ich hoffe, Ihr seid jetzt auch der festen Meinung, dies alles selber in Person entdecken zu müssen.

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Bis bald!

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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