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Posts Tagged ‘kakapo’

Weitere gute Nachrichten aus Neuseelands Busch

Neuseelands geflügelter Botschafter ist nach zweijähriger Abwesenheit wieder auf unserem Radar. Schon im letzten Jahr hatten wir darüber berichtet, dass er seinen zwanzigsten Schlüpftag verpasst hatte. Rechtzeitig nun zu seinem 21ten haben zwei Ranger ihn gefunden und beobachten ihn nun aufmerksam.

Damals hatte DoC vermutet, dass sein Radiosender ausgefallen war. Dies konnte nun bestätigt und korrigiert werden. Mit einem neuen Sender ausgestattet und nach einem kompletten Gesundheitscheck, beurteilen die Ranger nun, ob die zweijährige Auszeit seine Leidenschaft für Öffentlichkeitsarbeit reduziert hat.

Da er als Küken aufgrund einer Krankheit intensiv behandelt werden musste, entwickelte er eine starke Bindung zu Menschen. Und so wurde der Superstar und Botschafter für Neuseelands Kakapos geboren. Auch wenn er weiterhin interessiert an Menschen zu sein scheint, muss geklärt werden, ob seine Junggesellenzeit im Busch dieses Interesse beeinflusst hat. Mit seinem grossen und scharfen Schnabel könnte da sonst schnell ein Finger zu Schaden kommen.  Wir werden Euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten, wer aber direkt über ihn und seine Freunde lesen will, kann dies auf der Sirocco Facebook Seite tun.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Neuseelands Papageien machen Schlagzeilen

In den Nachrichten der letzten Woche konnte man wieder viel über die aktuellen Bemühungen zum Artenerhalt der Kakapos lesen.

Um den Genpool gesund zu halten, wurden vier erwachsene Vögel von Whenua Hou (Codfish Island) im Süden nach Norden zu Hauturu (Little Barrier Island) transportiert. Einer der Vögel (Blades) hatte sich derart gut um die südlichen Damen bemüht, dass er sich nun um die Damen im Norden kümmern soll. Somit sollen die anderen Herren der Gegend auch zum Zuge kommen und die Genvielfalt vergrössern.  Da die jeweiligen Inseln nur eine begrenzte Zahl von Brutpaaren unterstützen können muss die genetische Optimierung der Zucht immer berücksichtigt werden. Die Kosten dieser Flüge wurden zum Teil von Air New Zealand (als einer der Sponsoren des Kakapo Recovery Trusts) getragen oder vom Trust durch Spenden abgedeckt.

Hormonhaushalt neuseeländischer Papageien untersucht

Zusätzlich konnten wir erfahren, dass eine Promotionsarbeit an der Victoria University Wellington den Hormonhaushalt der neuseeländischen Papageien und dessen Beeinflussung durch Aufnahme einheimischer Pflanzen und Früchte untersuchte. Im Laufe der Studie konnten Dr. Catherine Davis und ihre Betreuerin Dr. Janet Pitman einen bemerkenswerten Zusammenhang zwischen den sogenannten Mastjahren und der Fruchtbarkeit der Papageien beobachten. Während andere Tierarten bei zuviel Östrogen in der Nahrung unfruchtbar werden, haben die Papageien einen weitaus grösseren Bedarf, der nur dann gedeckt wird, wenn die einheimischen Pflanzen übermässig fruchtbar sind. Gerade die neuseeländischen einheimischen Bäume und Büsche produzieren Früchte mit erhöhtem Östrogenanteil. Dies führt in einem Mastjahr dann zu erhöhter Fruchtbarkeit der Papageien. Dies trifft nicht nur auf die bedrohten Kakapos zu: auch Kea, Kaka und Kakariki scheinen davon betroffen zu sein.

Diese Erkenntnisse könnten den Tierschützern helfen, in den fruchtarmen Jahren trotzdem Bruterfolge zu erzielen. Da Mastjahre in der Regel alle 3-4 Jahre natürlich stattfinden und von zahlreichen Umweltfaktoren abhängig sind, ist es gut wissen, dass mit einer Dosis von Hormonen auch in fruchtarmen Jahren die Zucht weiter verfolgt werden kann. Gerade in Zeiten klimatischen Wandels, ist es gut eine Alternative zu haben, mit der man einer Tierart zu Hilfe kommen kann.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Geburtstagskind, Weltstar und verschollen im Busch

An sich sollte der 23. März ein besonderer Feiertag für den Kakapo Recovery Trust werden: der zwanzigste “Geburtstag” – oder eher Schlüpftag – von Sirocco, dem weltberühmten Sonderbotschafter der Stiftung. Aber leider ist er nicht aufzufinden und kann deshalb die Geburtstagsglückwünsche aus aller Welt nicht entgegennehmen. Aber dies scheint die Beteiligten in der Stiftung nicht sonderlich zu beunruhigen: erstens ist es nun die Jahreszeit, in der die Papageien sich auf ihre Überwinterung vorbereiten und in ihre Verstecke verkriechen und zweitens ist es üblich, dass 5% der Radiosender, mit denen die Vögel versehen sind, kurzerhand den Geist aufgeben. Im Frühling, wenn alle wieder aus ihren Verstecken kommen und sich auf Partnersuche machen, hoffen die Pfleger, dass Sirocco sich wieder an der Station einfinden wird.

Ein einzigartiger Papagei

Wie in einem sehr nett geschriebenen Artikel –auf Englisch– beschrieben wurde, hatte Sirocco schon eine ungewöhnliche Jugend, für einen Papagei zumindestens. Als Kakapo ist er einer der seltensten Papageien der Welt und akut von der Ausrottung bedroht. Deshalb wurde er als Küken wegen einer Krankheit aus dem Nest genommen und von Hand aufgezogen. Dies war zwar erfolgreich, hatte aber als Nebenerscheinung seine Fixierung auf Menschen. Einerseits hat dies zu einem komischen Videoauftritt im Fernsehen und Internet geführt, andererseits bedeutet es, dass er kein Interesse an Damen der eigenen Spezies hat. Nicht gerade optimal. Aber die Betreuer haben schnell ein andere, ebenso wichtige Aufgabe für ihn gefunden: als Sonderbotschafter für seine Art und die Stiftung, die die Zucht-, Schutz- und Konservierungsmassnahmen koordiniert. So verbringt Sirocco einen Teil seiner Zeit damit, das Land zu bereisen und Tierschutz der Allgemeinheit nahe zu bringen. Und wer kann diesem kuschelig aussehenden Teddy-Papagei schon widerstehen?

Persönlichkeitskult

Und wie es sich für einen richtigen Star der Weltbühne gehört, hat Sirocco sein eigenes Twitter und Facebook Profil, wo man allerlei interessante Kommentare zu ihm persönlich und Neuseelands Natur und Tierwelt allgemein finden kann. Dort könnt Ihr Euch selber auf dem aktuellsten Stand der Dinge halten oder bei uns vorbeischauen!

Als nationales Kulturgut anerkannt, meinen wir, dass es relevant ist, Euch auf dem Laufenden der Konservierungsbemühungen zu halten. Wir schreiben gerne und oft, wie Ihr in den letzten Monaten selber lesen konntet und hoffen, Euch im Frühling wieder ein paar gute Nachrichten übermitteln zu können.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Früh übt sich der Umwelt- und Tierschützer

In den vergangenen Tagen häufen sich die guten Nachrichten zu der Brutsaison der Kakapos. Dies nehmen die verschiedenen Organisationen zum Anlass, sich bei den zahlreichen freiwilligen Helfern zu bedanken.

kccZunächst die Kinder, die sich durch Spendenaktionen am Schutz der einheimischen Teddybären beteiligen. Über den allgemeinen Kiwi Conservation Club (KCC) werden durch informative und interessante Aktionen junge Kinder angeregt, sich aktiv am Umwelt- und Tierschutz hier in ihrer Heimat zu beteiligen. Da “fund raising” eine akzeptierte Methode für Schulkinder ist, Gelder aufzubringen – sei es für einen Schulausflug oder für die Beschaffung bestimmter Geräte für die Schule –  ist es auch eine logische Art, Gelder für die Kakapos zu beschaffen. Auf dem Blog der Webseite können die Kinder dann stolz ihre Aktionen dokumentieren und andere Kinder zu weiteren Aktion inspirieren.

Internationale Unterstützung

plushieFür die internationale Gemeinschaft der Tierliebhaber gibt es die Möglichkeit, durch ‘Adoptionen’ den Fortgang der Schutzmassnahmen zu unterstützen. Dies ermöglicht Individuen und Gemeinschaften – wie Schulklassen und Betriebe zum Beispiel – je nach finanzieller Lage, sich zu beteiligen und als Zeichen der Wertschätzung eine Plüschvariante der Kakapos zu erhalten. Dies geschieht über die Kakapo Recovery Webseite und auf der Facebook Seite können die neuesten Adoptiveltern vorgestellt werden.

Nationale Begeisterung und Mitarbeit

kakapo-idZu guter Letzt die freiwilligen Rangers, die vor Ort die Küken und erwachsenen Kakapos beobachten und betreuen. Auf der Facebook Seite kann man nun die Fotos der diesjährigen Rangers betrachten, während ihrer Arbeit mit und für die Kakapos. Auf manchem Bild sehen die Vögel tatsächlich wie kuschelige Teddybären aus! Jede Saison – wenn die Umweltbedingungen vorteilhaft sind – kann man sich über die Webseite der Kakapo Recovery als Ranger in einer bestimmten Region bewerben. Da die Zucht von zahlreichen Umweltfaktoren abhängig ist, gibt es leider keine feste Daten und Interessierte müssen regelmässig die Webseite besuchen.

Hoffnungsvolle Zukunft

Wie schon in einem früheren Artikel erwähnt, war diese Saison besonders erfolgreich und das Team hofft, diesen Erfolgstrend über die nächsten Jahre derart auszubauen, dass der Bestand als gesichert gelten kann. Solltet Ihr Fragen haben, zu den einen oder anderen Aktivitäten, bitte meldet Euch und wir werden unser Bestes tun, Euch zu helfen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

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Erfolgreichstes Zuchtjahr für Kakapos

kakapo-chicks2Das Ende der Brutsaison 2016 für die Kakapos hat ein positives Ergebnis zu verzeichnen: dies war das erfolgreichste Jahr seit 25 Jahren und, obwohl ein erwachsenes Männchen von der Bestandsliste genommen wurde (nach zahlreichen Versuchen ihn zu finden) hat der Bestand ein Rekordhoch von 154 Individuen erreicht.

Ein paar Höhepunkte waren die erfolgreichen Bruterfolge auf Anchor Island und im Fjordland. Dies wurde mit Hilfe der zahlreichen ehrenamtlichen und bezahlten Helfer geschafft und zusätzlich wurden die Möglichkeiten künstlicher Befruchtung intensiv erforscht.

kakapo-pairKünstliche Befruchtung ist leider noch keine garantierte Alternative zum Artenerhalt, da jede Tierart andere spezifische Anforderungen an die Kryokonservierung hat. Aber der indische Vogelexperte Dr. Sushil Sood hat dem Team wichtige Tips gegeben, um zumindestens das Sammeln und Konservieren der Spermen zu optimieren.

Leider sind die Befruchtungsquoten noch unter einem selbst-erhaltenden Durchschnitt:  von 122 Eiern waren nur 63 befruchtet. Deshalb sollen Genomanalysen feststellen, ob sich dies auf bestimmte Individuen beschränkt oder eher ein artenspezifisches Problem ist und weitere Zuchtprogramme dementsprechend beeinflussen.

Alles in allem sind die Verantwortlichen mehr als zufrienden mit diesem Jahr und blicken mit einem hoffnungsvollen Auge in die Zukunft.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Kuschelige Teddybären der Vogelwelt

Kakapo chicksNeuseelands Vogelwelt ist berühmt für die grosse Anzahl an Kuriositäten und die enormen Bemühungen, diese zu erhalten. Diese Woche machten wieder einige Schlagzeilen, mit den Nachrichten, dass fünf per Hand aufgezogene Kakapos nun nach Anchor Island geflogen werden, wo sie nach einer Eingewöhnungsphase freigesetzt werden sollen. Dieses Jahr war die erfolgreichste Brutsaison, auch wenn einige der Küken von Freiwilligen betreut werden mussten und die Betreuer hoffen, dass sie sich erfolgreich auf den geschützten Inseln einleben und von alleine vermehren werden.

Anchor Island

pest-map-580Anchor Island im Süden der Sudinsel, in Fjordland gelegen, ist eine der wenigen Inseln, die inzwischen komplett schädlingsfrei sind und die besten Voraussetzungen dafür bieten. Auf Anchor Island sind nicht nur die Schädlinge verschwunden, die Nahrungsquellen für die Kakapos sind auch zahlreicher, da es nicht nur einen ausgedehnten Rimuwald hat, sondern auch einen etablierten Südbuchenwald. Diese beiden Arten, mit ihren alternierenden Fruchtzyklen, können ein beständigeres Nahrungsangebot garantieren und damit die extremen Fortpflanzungsbemühungen der Kakapos unterstützen.

Kakapo – Eulenpapagei

Diese anmutigen Papageien können bis zu 100 Jahre alt, was angesichts ihrer Fortpflanzungsweise gut ist. Sie fangen erst mit 5 – 10 Jahren an zu brüten, legen in der Regel nur 1-4 Eier und das auch nur alle 3-5 Jahre, synchron mit dem Fruchtzyklus der Rimu Harzeiben und Schein – oder auch Südbuchen. feedingDementsprechend ist der Bestand extrem anfällig für Umweltkatastrophen wie Dürren oder Schädlingsplagen wie Ratten, Mäuse und anderen. Die Bemühungen der einheimischen Helfer werden unterstützt einerseits durch Spenden aus der Industrie zur Finanzierung eines Genomprojekts (um optimale genetische Paarungen zu erreichen) und andererseits durch Publikationen, die die fotogenen Tiere konstant im Bewusstsein der Öffentlichkeit halten. Und so werden wir Euch auch weiterhin auf dem Laufenden halten können.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Internationale Gedanken zum Artenschutz

Ein Bericht für die Proceedings of the Royal Society B – eine Unterabteilung der Royal Society die biologische Themen aller Art diskutiert – hat interessante Fragen aufgeworfen. In einem kurzen Artikel kann man nachlesen, welche Vor- und Nachteile die artenspezifischen Spendenaufrufe haben. Die drei Autoren aus Grossbritannien, Australien und Neuseeland haben verschiedene Szenarios der Artenkonservation auf ihre Kostenwirksamkeit untersucht. Dabei sind sie zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen.

Kakapo recovery

Niedlich ist nicht effizient …

… beziehungsweise, die Erlöse aus den Spenden für die niedlichen und fotogenen Tiere sollten auch anderen Arten, die wohl eher nicht als kuschelig angesehen werden, zu Gute kommen. Für ihren Bericht haben sie die umfangreichen Dateien der Schutzmassnahmen für die 700 am meisten gefährdeten Arten (in Neuseeland) auf ihre Kostenwirksamkeit und ihren Nutzen für die Artenvielfalt untersucht. Und haben festgestellt, Gelder aus Sammlungsaktionen für flagship animals können einen entscheidenden Einfluss auf die allgemeine Artenvielfalt haben. In der Regel sind diese sogenannten flagship Arten zwar erfolgreich beim Geldeinsammeln, aber die Kosten ihrer Erhaltung stehen in keinem Verhältnis zu den Erfolgen. Daher empfehlen sie, die gesammelten Spenden auf verschiedene Konservationsprojekte zu verteilen. Dabei gehen sie sogar soweit zu empfehlen, dass private Spenden auch zur Unterstützung staatlicher Schutzmassnahmen zur Verfügung stehen sollten, um einen maximalen Effekt zu haben.

Warum Privat und nicht Staat?

Für viele ist diese Empfehlung nicht annehmbar, da sie befürchten, dass mit dieser Option der Staat sich mehr und mehr aus der finanziellen Verantwortung ziehen würde. Aber leider muss berücksichtigt werden, dass Neuseeland durch die geringe Einwohnerzahl ein geringeres Steuereinkommen hat als andere Länder und dies auf vieles anderes verteilen muss. Es wäre schön, wenn ein Kooperationsmodel entwickelt werden kann, dass die Zukunft der neuseeländischen Flora und Fauna garantiert. Für uns Neuseeländer und für unsere Besucher!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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