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Auf Spurensuche auf der Nord- und Südinsel Neuseelands

Unsere dritte Spurensuche durch Neuseeland hat wie üblich bekannte und unbekannte Höhepunkte auf dem Reiseplan.  Für uns bedeutet Spurensuche nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten besuchen und zu bestaunen, sondern auf abgelegenen Strecken mehr von der Geschichte Neuseelands – der geologischen Vergangenheit und Gegenwart, der einheimischen und Kolonialkultur – zu entdecken.

Für die Reize dieses unbekannten Neuseelands sind nicht nur Europäer und andere Bewohner der nördlichen Hemisphäre zugänglich, auch unsere australischen Nachbarn können sich mehr und mehr dafür begeistern. In diesem Artikel berichtet die Schreiberin von ihrer Erfahrung auf ihrer Camper Tour durch den Norden der Nordinsel und beschreibt einige Höhepunkte, die auch auf der Spurensuche und einigen anderen unserer Touren zu entdecken sind. Wanderungen entlang dramatischer Küstenwege oder durch Kauri-durchwachsenem Busch geben die Möglichkeit, die Landschaft in Ruhe zu entdecken und wahrzunehmen.

Während die Autorin sich auf den Norden beschränkte, werden wir noch viele andere Entdeckungen dieser und anderer Art auf unserer fast 4-wöchigen Tour durch beide Inseln machen.  Von den sonnigen Stränden des Nordens zu den schneebedeckten Gipfeln der Südinsel haben wir auch zahlreiche Stationen, die aufgrund persönlicher Kontakte und jahrelanger Erfahrung einen hohen Erfahrungswert für uns und unsere Besucher haben. Dieses Jahr zum Beispiel, haben wir eine neue Wanderung auf der Nordinsel – in der Nähe meines Wohnortes (Petra) – dem Tora Walk und ich bin schon sehr gespannt, die Kommentare dazu zu hören! Wer weiss, vielleicht können wir uns danach sogar zu einem kurzen Schwatz in einem örtlichen Café treffen?!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Neuseelands rote Blütenpracht

Weihnachten ist vorbei und der typisch neuseeländische Weihnachtsbaum, der im Dezember rot leuchtend blühende Pohutukawa-Baum steht in voller Blüte. Doch während in Deutschland Winter ist, blüht in Neuseeland jetzt auch noch ein anderer heimischer Baum rot, ein, man könnte fast sagen, räumberischer Baum, der Rata Tree.

Aufgrund der geografisch isolierten Lage Neuseelands und der Ausdehnung der Doppelinsel über 14 Breitengrade (damit ist die Nord-Süderstreckung knapp zweimal so lang wie Deutschland) konnte sich eine einzigartige und vielfältige Flora im Land entwickeln. Unter den extrem unterschiedlichen klimatischen Bedingungen von subtropisch bis kühl-alpin entstand eine hohe Anzahl an unterschiedlichen Vegetationszonen und somit ein unglaublicher Artenreichtum an Pflanzen, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Viele der neuseeländischen Gewächse weisen Besonderheiten auf. Bei der Mehrheit des Bewuchses handelt es sich um  immergrüne Pflanzen, nur wenige Baumarten sind kälteresistent und Blüten sind meistens unscheinbar und klein.

Neben den rot-blühenden Pohutukawas ist einer der bekanntesten Bäume Neuseelands der immergrüne Rata, dessen Baumkrone in der Weihnachtszeit von kleinen strahlend roten Blüten übersäht ist. Man unterscheidet zwischen einem Nordinsel- und einem Südinsel-Rata, oder auch Eisenholzbaum, welcher der gleichen Gattung angehört wie der Pohutukawa Baum.

Das besondere der Ratas ist ihre Entstehung. Sie können gedeihen wie ganz normale Bäume aber nicht immer wachsen sie tatsächlich auf diese Weise. Dort, wo Samen vom Wind hinauf in eine Astgabel geweht werden,  kann es sein, dass sich ein Rata Sprössling hoch oben als dort sogenannter „Epiphyt“,  oder Aufsitzerpflanze entwickelt.  Auf den Ästen im Wipfel seines Wirtbaumes sitzend bildet der Spross zunächst Luftwurzeln, die in Richtung des Bodens wachsen und sich um den Stamm des Wirtes ranken, welcher häufig sogar im „Würgegriff“ des jungen Rata abstirbt. Die langen Luftwurzeln verleihen den neuseeländischen Wäldern einen tropischen Regenwald-Charakter, da sie wie Lianen anmuten.

Sind die Wurzeln für eine eigenständige Versorgung ausgebildet, kann ein Rata 15 bis 40 Meter hoch wachsen und selbst zum Wirt vieler Epiphyten werden. Es wird angenommen, dass Eisenholzbäume 400 bis 500 Jahre alt werden können. Der Bestand der Ratas ist vor allem durch das aus Australien eingeschleppte Possum gefährdet. Das Nagetier, welches eine der größten Plage geworden ist, ernährt sich unter anderem von den jungen Trieben und den dicken, lederigen Blättern der Ratas. Durch den Verbiss ist die einheimische Population der Rata-Bäume stark bedroht.

Wer mit Sidetracks auf Tour geht, erfährt nicht nur alles über Ratas, wir zeigen Euch auch die typischen Silberfarn-Bäume und bringen Euch Neuseelands Flora und Fauna mit unserer jahrelangen Expertise aus erster Hand näher. Guckt Euch doch mal in unserem Reisekalender um, welche Tour Euch persönlich am besten gefällt!

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Die 4 besten Orte, an denen man Kauri-Bäume bestaunen kann

Der immergrüne Kauri-Baum wird auch neuseeländische Kauri-Fichte genannt. Kauri-Bäume sind die Könige der neuseeländischen Wälder, denn die Baumkronen der Urwaldriesen ragen majestätisch zwischen den Wipfeln anderer heimischer Baumarten 30 bis 50 Meter in die Höhe. Der Kauri ist damit die größte in Neuseeland heimische Baumart und einige Exemplare können sogar über 2000 Jahre alt werden. In der Mythologie der Maori spielt der Kauri-Baum eine wichtige Rolle. „Tane“ ist im Glauben der Maori der Gott des Waldes und brachte Licht und Raum zwischen Himmel und Erde und Luft zum Atmen. Demnach ist Tane der Lebensbringer. Hier findet ihr den ganzen Artikel und hier erfahrt ihr noch mehr über Kauri-Bäume bei uns im Neuseeland Magazin.

 

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Maori-Mythologie – Veranschaulichung der Erdentstehung

In der Geschichte der Maori gibt es unzählige Mythen und Legenden um den Kauri, den “Vater aller Lebewesen”. Ähnlich der Erschaffung der Welt in der Bibel gibt es auch eine Schöpfungsgeschichte in der Maori-Mythologie:

Am Anfang gab es keinen Himmel, kein Meer, keine Erde und keine Götter. Es herrschte Dunkelheit und Te Kore, das Nichts. Zuerst entstanden die beiden Ursprünge, die Eltern aller Maori, Papatuanuka, die Mutter Erde und Ranginui, Vater Himmel. Die beiden hatten 70 männliche Nachkommen. Sie wurden zu den Göttern der Maori. Sie lebten in der Dunkelheit und sehnten sich nach nichts mehr als nach Licht. Bei einem geheimen Treffen entschlossen sie sich, Vater und Mutter gewaltsam zu trennen, um ihrem Gefängnis ein Ende zu bereiten. Tane Mahuta, der Gott der Lebewesen und des Waldes war dagegen, die Eltern zu Töten. In der Gestalt des riesigen starken Kauris schaffte er schließlich, was keines seiner Geschwister fertig gebracht hatte, Vater und Mutter zu trennen. Der Vater wurde zum Himmel, die Mutter zur Erde und zum ersten Mal drang Licht, Luft und Raum in die Welt. Nur ein Bruder war gegen die Trennung der Eltern, Tawhiri Matea, der Gott des Windes. Er stieg zu seinem Vater in den Himmel auf und bringt seither als Racheakt die Stürme auf die Erde.

Der Kauri wird bei den Maori seither als Urvater aller Lebewesen angesehen, erlaubte mit seiner Tat, dass Leben wachsen und gedeihen kann und alle Kreaturen sind seine Kinder. Die Maori des Nordens glaubten übrigens auch, dass Kauri unter anderem auch der Vater des Pottwals sei. Beide gelten aufgrund ihrer Größe als Könige in ihrem Reich. Einst soll der Wal den Kauri gebeten haben, mit ihm ins Meer zu kommen. Daraufhin antwortete dieser: “Nein, Du magst das Wasser lieben aber ich stehe lieber mit meinen Füssen auf festem Boden.” – “Gut, dann lass uns wenigstens unsere Haut tauschen.” Deshalb ist die Rinde des Kauri dünn und voll von harzigem Öl, hat eine ähnliche Struktur wie die eines Pottwals und das Harz des Kauris ähnelt dem Amber im Darm des Wals.

Tane Mahuta ist heute der Name des größten lebenden Kauribaumes in Neuseeland.

Er ragt im Waipoua Forest, nördlich von Auckland in den Himmel. Der “Gott des Waldes”, wie er nach der Legende auch genannt wird, hat eine Höhe von 51,5 Metern, einen Durchmesser von 13,8 Metern, ein Volumen von 244,5 Kubikmetern und ist geschätzte 1250 bis 2000 Jahre alt. Der Urwaldriese ist nicht nur Anziehungspunkt für Touristen, sondern bis dato auch wichtiger Bestandteil in der Kultur der Maori. Auch wir besuchen Tane Mahuta im Northland mit unseren Teilnehmern auf den Reisen Neuseeländische Kontraste und auf der Reise Nordinsel Abenteuer und geben Euch noch viele weitere Einblicke in die Kultur der Maori in Neuseeland.

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