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Posts Tagged ‘kiwis’

Weitere geologische Entdeckungen in Blenheim

Das Erdbeben in Kaikoura im November 2016 hat eine weitere Sehenswürdigkeit dem Meer entrissen: grosse runde Gesteinsbrocken wie die berühmten in Moeraki (weiter südlich). Wer also auf seiner Reise durch die Südinsel nicht soweit runter reist,  kann diese geologischen Erscheinungen am Ward’s Beach in der Nähe von Blenheim bewundern.  Da in Moeraki ungefähr 300.000 Besucher diese geologischen Zeugnisse bestaunen und fotografieren,  hoffen die Einheimischen von Blenheim und Kaikoura mit ihren eigenen Kugeln die Attraktivität ihrer Region erhöhen zu können.

Kugeln im Meer

Diese sonderbaren Gesteinsformationen, als Septarien in der Forschung bekannt,  sind weltweit verbreitet und in Neuseeland gibt es auch auf der Nordinsel weitere Stellen, an denen sie gefunden werden können. Die Formationen entstanden vor ca. 56 – 66 Millionen Jahren im Paleozän durch eine komplexe Kombination von Zersetzendem organischen Material und deren Zementierung durch Calcit. Die eher banal anmutende Beschreibung der Bestandteile – eine Kombination von Schlamm, Lehm und Ton – kann nicht ansatzweise ausdrücken, welchen Eindruck diese Formationen auf Besucher hinterlassen! So wie die Erklärung, dass Diamanten hochkomprimierter Kohlestaub sind.

Und mehr Aktivitäten für die Gegend

Das Anheben des Meeresbodens durch das Erdbeben hat nicht nur die Kugeln aus ihrem Versteck geholt, sondern auch gute Voraussetzungen für die Surfer der Gegend geschaffen. Bisher war der Meeresboden zu tief gewesen für die Entwicklung von Wellen, die für Surfer interessant wären. Nach dem Beben ist dies nicht mehr so und die einheimischen Surfer haben derart gute Erfahrungen gemacht, dass sie sich auf die Suche nach weiteren guten Surfmöglichkeiten in der Gegend machen. Blenheim war in dieser Beziehung nicht sonderlich beliebt, dies kann sich nun ändern und wird auch gut für die regionale ökonomische Entwicklung sein.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Jahreswechsel in Neuseeland

Und nun ist es wieder mal soweit: 2017 geht zu Ende und ein neues Jahr mit neuen Herausforderungen und Zielen macht sich bereit. Für viele von uns ist das vergangene Jahr wahrhaftig im Sturmschritt vergangen und bei uns um Beispiel wird der Jahreswechsel deshalb leise und besinnlich geschehen. So wie die meisten unserer Gäste werden wir – vorausgesetzt das Wetter spielt mit – ein natürliches Feuerwerk in Form des nächtlichen Sternenhimmels geniessen und Bilanz ziehen.

Da hier in Neuseeland der Sommer und damit die Wandersaison so gerade richtig im Schwung ist, machen wir uns bei Sidetracks eher Gedanken um die wöchentliche Wetterlage als um die alljährliche Bestandsaufnahme.  Trotzdem wollen wir diesen Zeitpunkt nutzen und unseren Besuchern, Freunden und Familien für ihre Unterstützung zu danken und allen ein gesundes, erfolgreiches und zufreidenstellendes neues Jahr zu wünschen.

Alles Liebe und Gute,

im Namen des Sidetracks Teams,

Petra

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Aktuelle Lage für Keas

In dem neuesten Bericht der Bird Life International Organisation gibt es gute und schlechte Nachrichten für den Stand der Dinge für die einheimischen Vögel.

Die schlechten betreffen leider die frechen und charaktervollen Keas: in den letzten Jahren ist ihre Anzahl weiter derart gesunken, dass sie nun als „vom Aussterben bedroht“ klassifiziert worden sind. Bisher waren sie „nur“ gefährdet, aber mehrere Faktoren haben zur Reklassifizierung geführt. Weiterhin werden ihre Nester und Jungvögel von den eingeführten Schädlingen wie Ratten, verwilderten Katzen, Wieseln und Hermelinen zerstört. Diese Schädlinge  könnten zwar mit gross angelegten Ausrottungsaktionen aus der Luft (durch Verteilung von Giftköder) ein bisschen besser unter Kontrolle gebracht werden, wenn die Keas in den populären Regionen sich nicht so daran gewöhnt hätten, von Menschen gefüttert zu werden. Dadurch sind sie eher geneigt, auch die rumliegenden Giftköder zu essen. In isolierten Regionen, wo diese Gewohnheit sich nicht entwickeln konnte, besteht nun die Chance, durch Schädlingsbekämpfung den Bestand dort zu verbessern.

Gute Nachrichten für Kiwis

Denn, wie die guten Nachrichten der Organisation zeigen, diese Art des Schutzes für zwei Kiwiarten Erfolg gehabt hat.

Sie beschreiben, wie nach 30 Jahren intensiver Zusammenarbeit von speziell gegründeten gemeinnützigen Gruppen, staatlicher Interventionen und intensiver Öffentlichkeitsarbeit endlich der Okaritokiwi und der Nördliche Streifenkiwi nicht mehr vom Aussterben bedroht sind, sondern „nur“ noch gefährdet.

Bird Life International erwähnt den Erfolg der Kombination von pro-aktiven Programmen, wie das Sammeln der Eier und Ausbrüten in geschützten und kontrollierten Nestern (Operation Nest Egg), intensive Ausrottung der Schädlinge durch Fallen und Gift, Erschaffen von grossen Schutzräumen auf Inseln und Landzungen und grossangelegten Kampagnen, wie die allgemeine Bevölkerung den Bestand schützen kann ( Hunde an Leine, Katzen über Nacht im Haus halten).

Wie wir schon in letzten Jahr berichteten, will Neuseeland bis 2050 schädlingsfrei sein. Der Bericht von Bird Life International dokumentiert den Erfolg der bisherigen Aktionen und ist Rechtfertigung für weitere Investionen und Aktionen in dieser Richtung.

Da kann ich (Petra) persönlich nur sagen „Weiter so!“, so dass wir weiterhin die einzigartige Tierwelt Neuseelands erleben und geniessen können.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Neuseelands Polizei bringt neues Video raus

Auch dieses Jahr hat die neuseeländische Polizei für ihre Rekrutierungskampagne wieder ein lustiges Video zusammengestellt. Wie wir schon berichteten, hatten sie letztes Jahr weltweit ihre Kollegen zu einem Tanzwettkampf herausgefordert. Dieses Jahr richtet sich ihr Video eher an die junge einheimische Bevölkerung.

Im Stil der klassischen Rekrutierungskampagnen der Streitkräfte,  werden die verschiedenen Berufslaufbahnen und erforderlichen Qualifikationen mit typischem Kiwi-Humor persifliert. Die klassische „Vierte Wand“, die in Theaterstücken, Filmen und anderen Erzählarten die Fiktion eines Handlungstranges aufrechterhalten soll, wird hier nicht nur teilweise durchbrochen, sie kann erst gar nicht aufgebaut werden!

Wie im Rest der Welt, kann die Polizei nur dann effektiv arbeiten, wenn sie die moralische Unterstützung der Bevölkerung geniesst. Dieses Video soll unterstreichen, dass eine vielfältige Polizeitruppe den Bedürfnisse der Vielfalt der neuseeländischen Bevölkerung gerecht werden kann. Und natürlich, dass die Polizei für die Bevölkerung arbeitet, nicht gegen sie! Also nicht nur Rekrutierung, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit, aber mit einem zwinkerndem Auge serviert. Viel Spass und lasst uns wissen, ob der Kiwi-Akzent Schwierigkeiten bereitet. Mehr dazu im nächsten Beitrag!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Auf Spurensuche auf der Nord- und Südinsel Neuseelands

Unsere dritte Spurensuche durch Neuseeland hat wie üblich bekannte und unbekannte Höhepunkte auf dem Reiseplan.  Für uns bedeutet Spurensuche nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten besuchen und zu bestaunen, sondern auf abgelegenen Strecken mehr von der Geschichte Neuseelands – der geologischen Vergangenheit und Gegenwart, der einheimischen und Kolonialkultur – zu entdecken.

Für die Reize dieses unbekannten Neuseelands sind nicht nur Europäer und andere Bewohner der nördlichen Hemisphäre zugänglich, auch unsere australischen Nachbarn können sich mehr und mehr dafür begeistern. In diesem Artikel berichtet die Schreiberin von ihrer Erfahrung auf ihrer Camper Tour durch den Norden der Nordinsel und beschreibt einige Höhepunkte, die auch auf der Spurensuche und einigen anderen unserer Touren zu entdecken sind. Wanderungen entlang dramatischer Küstenwege oder durch Kauri-durchwachsenem Busch geben die Möglichkeit, die Landschaft in Ruhe zu entdecken und wahrzunehmen.

Während die Autorin sich auf den Norden beschränkte, werden wir noch viele andere Entdeckungen dieser und anderer Art auf unserer fast 4-wöchigen Tour durch beide Inseln machen.  Von den sonnigen Stränden des Nordens zu den schneebedeckten Gipfeln der Südinsel haben wir auch zahlreiche Stationen, die aufgrund persönlicher Kontakte und jahrelanger Erfahrung einen hohen Erfahrungswert für uns und unsere Besucher haben. Dieses Jahr zum Beispiel, haben wir eine neue Wanderung auf der Nordinsel – in der Nähe meines Wohnortes (Petra) – dem Tora Walk und ich bin schon sehr gespannt, die Kommentare dazu zu hören! Wer weiss, vielleicht können wir uns danach sogar zu einem kurzen Schwatz in einem örtlichen Café treffen?!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Fasziniert von Neuseeland

Die Faszination für das Land der weissen Wolke ist nicht nur ein Phänomen des 20ten Jahrhunderts, schon im 18ten und 19ten Jahrhundert machten sich Abenteurer und Wissenschaftler auf den Weg gen Süden. Damals lag die Faszination in der Entdeckung neuer Orte und Menschen, heute beinhalten diese Erfahrungen den einen oder anderen Adrenalinkick durch Jetboote oder Bungee-Springen.

Entdecker und Wissenschaftler prägen Gesellschaftsentwicklungen

Im 19ten Jahrhundert haben zahlreiche Wissenschaftler Europas und aus Deutschland sich ans andere Ende der Welt begeben, um einen der letzten Winkel der Erde zu kartografieren und besiedeln. Viele wurden für ihre Bemühungen nicht nur mit finanziellen Mitteln geehrt, sondern auch durch Benennungen regionaler Sehenswürdigkeiten und Entdeckungen. Einer dieser Wissenschaftler zum Beispiel war Julius von Haast – ein Name der vielen unserer Besucher bekannt ist: die Stadt und der Gebirgspass an der Westküste der Südinsel und dem Adler, um nur einige zu nennen.

Julius von Haast

Als Julius Haast 1858 in Neuseeland ankam, hatte er schon eine Anzahl von verschiedenen “Karrieren” hinter sich.

Schon als Student in Bonn hatte er sich sehr für Geologie und Bergbaukunde interessiert, an Vorlesungen teilngenommen, aber nie einen Abschluss gemacht. In den folgenden Jahren verdiente er sich mit diversen Methoden seinen Lebensunterhalt, unter anderem als Blumenverkäufer, Textilhändler und Buchhändler. Ausserdem bereiste er als Hausierer ganz Europa und kam auf nicht ganz geklärte Wiese in Kontakt mit einer Reederei in London, die ihn dann nach Neuseeland schickte, um einen Bericht zu erstellen, inwieweit diese Kolonie interessant für deutsche Auswanderer sei.

Kurz nach seiner Ankunft lernte er den östereichischen Geologen und Naturforscher Ferdinand von Hochstetter kennen und begleitete ihn auf seinen Expeditionen. Während dieser Reisen half Haast ihm bei der Erfassung und Bewertung der naturwissenschaftlichen Daten. Obwohl er nicht entsprechend qualifiziert war, wurden seine Kenntnisse derart geschätzt, dass sowohl die Provinzregierung Nelsons als auch Canterburys ihn engagierten, um geologische Forschung zu betreiben.

Im gleichen Jahr in dem er sich in Christchurch niederliess, nahm er auch die britische Staatsbürgerschaft an und began eine kleine geologische Museumskollektion zusammenzustellen und auszustellen. Er war ausschlaggebend für die Gründung des Canterbury Museums in 1863 und dem Canterbury College in 1873, an dem er bis kurz vor seinem Tod Geologie und Paläontologie lehrte. Ausserdem wurde er 1879 Mitglied des Senats der University of New Zealand. Die zahlreichen Anerkennungen und Auszeichnungen sind Anerkennung seines Wissensdursts und seines Tatendrangs, der durch die fehlenden Qualifikationen nicht behindert wurde.

Das ging heutzutage wohl nicht mehr so einfach!

Hier ist ein weiterer Deutscher, dessen Begeisterung zum Land keine Grenzen kannte und der sich hier ganz zu Hause fühlte.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Und auf geht’s

Diese Woche sind nun die ersten unserer Touren gestartet und das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite! Offiziell ist Neuseeland zwar noch immer im Frühling, aber diese Woche lässt uns guten Mutes sein, dass dieser Sommer ein heisser wird! Während unsere Reiseführer unsere Gäste über Felder, Wiesen und Gebirge begleiten, macht der Rest Neuseelands an diesem langen Wochenende sich im Garten zu schaffen.

Labour Monday – Tag der Arbeit

Am Montag nächster Woche feiern wir hier nicht nur den politischen Aspekt des ‘labour day’, sondern auch dass das Wetter sich endlich beruhigt hat und alle möglichen Setzlinge ausgepflanzt werden können.

Hier in der Wairarapa können wir zwar noch immer keine Erbsen anpflanzen und haben uns deshalb für ein paar ‘deutsche’ Alternativen wie Kohlrabi, Knollensellerie und Weisskohl entschieden. Daneben wird es natürlich auch zahlreiche Kräuter geben und Erdbeeren. Die Kinder sind nun dabei die Beete von unerwünschten Gräsern und Unkräutern zu befreien, während ich dann den Boden mit meinem neuesten Lieblingsgerät lockere: dem ‘spintiller’.

Neuseeländischer Erfindungsgeist – No.8 wire Mentalität

Eine neuseeländische Erfindung der 70er Jahre, die leider nicht mehr hergestellt wird. Meinen haben ich nach langer Suche endlich auf einer Auktion gefunden! Dieses Gerät ermöglicht es Unkräuter schnell unterzupflügen und den Boden zu lockern, ähnlich den Ackerfräsen, die von einem Traktor angetrieben werden. Aber kleiner und mit der Hand betrieben. Daher wesentlich besser geeignet für den heimischen Schrebergarten.

Es ist schon interessant mit der neuseeländischen Mentalität zu leben: einerseits werden einige unpraktische Situationen stoisch ertragen (schlecht isolierte Häuser, alte Armaturen), andererseits setzt sich jemand hin und erfindet ein sehr praktisches Gerät, um eine Aufgabe effizienter zu erledigen. Das bringt mich oft zum Schmunzeln. Und nun bin ich so von dem Ding begeistert, dass ich mir ein zweites anschaffen will, aber mit einem kurzen Griff und schmaler, damit ich zwischen den gepflanzten Reihen besser jäten kann.

Mal sehen was draus wird; jetzt erstmal in der Sonne einem ruhigen Abend entgegen schauen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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