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Posts Tagged ‘kultur’

Und auf geht’s

Diese Woche sind nun die ersten unserer Touren gestartet und das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite! Offiziell ist Neuseeland zwar noch immer im Frühling, aber diese Woche lässt uns guten Mutes sein, dass dieser Sommer ein heisser wird! Während unsere Reiseführer unsere Gäste über Felder, Wiesen und Gebirge begleiten, macht der Rest Neuseelands an diesem langen Wochenende sich im Garten zu schaffen.

Labour Monday – Tag der Arbeit

Am Montag nächster Woche feiern wir hier nicht nur den politischen Aspekt des ‘labour day’, sondern auch dass das Wetter sich endlich beruhigt hat und alle möglichen Setzlinge ausgepflanzt werden können.

Hier in der Wairarapa können wir zwar noch immer keine Erbsen anpflanzen und haben uns deshalb für ein paar ‘deutsche’ Alternativen wie Kohlrabi, Knollensellerie und Weisskohl entschieden. Daneben wird es natürlich auch zahlreiche Kräuter geben und Erdbeeren. Die Kinder sind nun dabei die Beete von unerwünschten Gräsern und Unkräutern zu befreien, während ich dann den Boden mit meinem neuesten Lieblingsgerät lockere: dem ‘spintiller’.

Neuseeländischer Erfindungsgeist – No.8 wire Mentalität

Eine neuseeländische Erfindung der 70er Jahre, die leider nicht mehr hergestellt wird. Meinen haben ich nach langer Suche endlich auf einer Auktion gefunden! Dieses Gerät ermöglicht es Unkräuter schnell unterzupflügen und den Boden zu lockern, ähnlich den Ackerfräsen, die von einem Traktor angetrieben werden. Aber kleiner und mit der Hand betrieben. Daher wesentlich besser geeignet für den heimischen Schrebergarten.

Es ist schon interessant mit der neuseeländischen Mentalität zu leben: einerseits werden einige unpraktische Situationen stoisch ertragen (schlecht isolierte Häuser, alte Armaturen), andererseits setzt sich jemand hin und erfindet ein sehr praktisches Gerät, um eine Aufgabe effizienter zu erledigen. Das bringt mich oft zum Schmunzeln. Und nun bin ich so von dem Ding begeistert, dass ich mir ein zweites anschaffen will, aber mit einem kurzen Griff und schmaler, damit ich zwischen den gepflanzten Reihen besser jäten kann.

Mal sehen was draus wird; jetzt erstmal in der Sonne einem ruhigen Abend entgegen schauen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Energiebewusst in die Zukunft

Diesmal in den Nachrichten mit einer Initiative, die die Lebensqualität weiter verbessern und die Stadt noch attraktiver machen soll: ein Leihsystem für Elektroautos. In Zusammenarbeit mit kommunalen und privaten Partnern wird die Stadtverwaltung von Christchurch ab November an drei Standorten 70 Elektroautos zum Mieten anbieten. Letztendlich soll der Umfang 100 Fahrzeuge an zehn Standorten innerhalb Christchurch betragen. Da die Autos mit regenerativer Energie betrieben werden, reduziert dies nicht nur die offiziellen CO2 Emissionen der Stadt, durch die verminderten  Abgase wird auch die Luftqualität verbessert.

Im Moment sind die Standorte an zentralen Institutionen wie den Museen, Verwaltungsgebäuden und dem Flughafen, aber mehr sollen installiert werden und private Anwohner sollen auch die Möglichkeit haben, diese Fahrzeuge zu Nutzen.

Diese Initiative ist im Einklang mit den nationalen Bemühungen und dem landesweiten Ausbau der Ladestationen. Inzwischen kann man problemlos die Nordinsel mit einem Elektroauto entdecken. Man sollte natürlich eine zuverlässige Karte haben mit den jeweiligen Standorten der Ladestationen, nicht jedes Dorf hat schon eine, aber es wird immer weiter ausgebaut und mehr Gegenden erschlossen.

Interessante und aufregende Nachrichten, da die Elektroautos nicht nur die Luftqualität innerhalb der Stadt verbessern werden, dadurch sollte auch der Lärm in den inneren Zonen reduziert werden. Gerade in einer Stadt mit vielen Grünanlage dürfte sich dies angenehm bemerkbar machen. In diesem Sinne, passt bei Eurem nächsten Besuch in Christchurch gut auf beim Strassenüberqueren!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

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Tierische Persönlichkeiten

Es ist immer von Interesse zu sehen, auf was für kuriose oder abstruse Ideen die Werbeagenturen für Air New Zealand kommen! Diesmal haben sie ein paar ‘schräge’ Vögel engagiert, die sich zu Air New Zealand äussern. Positiv natürlich und mit dem klassischen neuseeländischen Humor.

Vor circa 10 Monaten hatten sie den Ganter Dave zu Worte kommen lassen und diese Woche konnten wir hören und sehen was der Kiwi Pete von der einheimischen Fluglinie hält.

Alles in allem empfehlen sie sie, da möchten wir nun gerne wissen, wer von unseren Lesern welche Erfahrungen mit AirNZ gehabt hat?! Viel Spass mit den Videos und lasst uns Eure Meinung wissen.

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Geschichten aus Christchurch

Als 2012 zum ersten Jahrestag des Christchurch Erdbebens 185, bzw 186 weisse Stühle am Standort der ehemaligen Baptist Church an der Oxford Terrace in Christchurch aufgebaut wurden, sollte diese Installation eigentlich nach einer Woche wieder abgebaut werden. Aber niemand wollte dies so recht und innerhalb desselben Jahres fand die Installation ein neues Zuhause auf dem Grundstück der inzwischen abgerissenen presbyterianischen Kirche an der Cashel Street. Doch auch hier können sie leider nicht bleiben, da dieses Gelände vom Staat erworben wurde und Teil eines grossen Stadiumkomplexes werden soll.

Dabei haben die Stühle nicht nur eine grosse Bedeutung für die Bewohner von Christchurch, auch zahlreiche Touristen sehen in der Installation die Möglichkeit persönlicher Verluste zu gedenken.

So viele Stühle – so viele Geschichten

Ursprünglich waren die Stühle als Gedenkmal für die Opfer des Erdbebens gedacht. Aber im Laufe der Jahre hat die Installation sich weiter entwickelt, so wie es sich der Künstler Peter Majendie erhofft hatte.

Inspiriert von einem Vincent van Gogh Gemälde symbolisieren die verschiedenen leeren Stühle den Verlust eines Individuums. Die meisten der Stühle wurden ersteigert, aber einige sind von den Familien, Freunden oder Mitarbeitern der Opfer gespendet worden.

Die interaktive Installation regt den Betrachter an, sich auf einen Stuhl niederzulassen, sich auf den Kontext einzulassen, den Opfern zu gedenken und eigene Opfer zu ehren. Auch wenn jeder Stuhl nicht ein konkretes Opfer repräsentiert, zum Beispiel starb niemand in einem Rollstuhl, aber 3 Opfer sind nun an ihre Rollstühle gebunden und zahlreiche Opfer fühlen sich ähnlich angeschlagen.

Die Kommentare in den inzwischen 55 Gästebüchern dokumentieren auf eindrucksvolle Weise wie die Stühle ihre ursprüngliche Bedeutung überschritten haben und deshalb einen permanenten Standort und andauernde Wartung verdienen.

Planung und Unterstützung

Inzwischen hat Peter Majendie einen Antrag zusammengestellt und eine Webseite aufgestellt, um den Prozess der Planung von seiten der Gemeinde und Unterstützung durch die Öffentlichkeit in Gang zu bringen. Auf der Webseite kann man mehr zur aktuellen Situation, zum Hintergrund und zur Zukunftsvision lesen. Wer will kann natürlich auch spenden oder durch einen Kommentar in dem virtuellen Gästebuch das Projekt unterstützen.

Mal sehen, wie dies weiter geht!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Interessantes für die kalte Jahreszeit

Und es ist mal wieder soweit: das Internationale Film Festival hat begonnen und – wie erwartet- sind viele interessante Filme auf dem Spielplan. Auf meiner persönlichen Wunschliste sind neben Filmen aus Japan, USA und UK auch zwei deutsche Filme ‘Manifesto’ und ‘In Zeiten des abnehmenden Lichts’. Es wird mal wieder ein qualvolles Abwägen der Spielzeiten geben, mal sehen wieviele ich dieses Jahr sehen werde.

Neues aus Neuseeland

Dieses Jahr gibt es auch wieder viele Filme von neuseeländischen Direktoren, mit einer grossen Bandbreite. Unter der Sparte Neuseeland werden 24 Filme aufgeführt, von denen 16 grob der Kategorie Dokumentarfilm zugeordnet werden können: unter anderem können wir bewegende Einblicke in das Leben von zahlreichen Künstlern, Sportlern, einer Politikerin und einer Patientin bekommen. Ausserdem werden gesellschaftliche Veränderungen dokumentiert, kommentiert und zur Diskussion gestellt. Für mich persönlich sind zwei von besonderem Interesse.

Spookers

In der Nähe von Auckland gibt es ein Spukhaus – Spookers – wo man sich nach Herzenslust verschrecken lassen kann. Die einzige Attraktion dieser Art in Neuseeland bietet verschiedene Grade des Horros an, so dass dies durchaus auch eine Familienaktivität sein kann. Deshalb müssen die Eltern auch gut abwägen, was sie ihren zarten Kinderlein dort zumuten.

In diesem Film nun lassen uns die Organisatoren und Akteure einen Blick hinter die Kulissen werfen. Interessante Details vorab: Lokalität dieser Attraktion sind das Gebäude und der Park der früheren psychiatrischen Klinik Kingseat und der Direktor Florian Habicht ist Sohn des deutschen Fotografen Frank Habicht und kam mit 8 Jahren mit seinen Eltern nach Neuseeland.

Waru

Für diesen Film wurden acht Direktorinnen gebeten, eine Sequenz zu einem konkreten Thema zu filmen. Dieses Thema ist der Tod eines kleinen Jungen durch seinen Betreuer/in. Die englische Sprache differenziert nicht nach männlich oder weiblich bei bestimmten Worten, so dass viele Details erst im Laufe des Filmes offenbart werden. Jede Sequenz stellt eine andere Perspektive zu diesem erschütternden Ereignis dar und zusammen geben sie einen überwältigenden Kommentar  zum Stand der Gesellschaft ab.

Dies sind natürlich nur zwei der neuesten neuseeländischen Filme; wie jedes Jahr wurden weltweit unzählige Filme jeglicher Couleur geschaffen. Lasst dies eine Anregung sein, Eure örtlichen Kinos zu unterstützen, auch Filme zu präsentieren, die nicht unbedingt Kassenschlager sind.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Homegrown – Selbstgezogen

Wie einige unserer Leser vielleicht wissen, lebe ich (Petra) auf dem Land in der Nähe von Wellington. Unsere Tielfkühltruhe beinhaltet dementsprechend einige exotische Fleischstücke, wie zum Beispiel Ziegennacken. Diese Stücke entfalten ihre besten Eigenschaften während langsamen und langem Garen in unserem Schongarer.

Da wir nun offiziell im Winter sind, habe ich eine besondere Würzkombination für unseren Sonntagsbraten geplant. Und da wir dieses Jahr unseren Gemüsegarten fertigstellen konnten, haben wir auch selbstgezogenen Sellerie und Rote Beete die als Beilagen in Betracht kommen. Nebenbei bemerkt, das erste Mal in den über zwanzig Jahren die ich hier lebe, haben wir zum ersten Mal auch ordentlich Petersilie im Garten!

Ich weiß nicht, wie die deutschen Metzgereien bestückt sind, notfalls kann dies auch mit einem entsprechenden Stück vom Lamm oder Rind gemacht werden.

Tip zur Planung: ich setze das Fleisch gegen Ende des vorherigen Tages an (lasse es über Nacht sanft köcheln) und bereite dann am jeweiligen Tag nur das Gemüse und andere Beilagen zu.

Zutaten:

Braten vom Rind/Lamm oder Ziege, vorzugsweise Nacken oder Schulter

2 Zwiebeln, grob geviertelt

Zehen 1 Knoblauchknolle geschält

1 Anisstern

2 Teelöffel Zimt

2 Teelöffel Ingwer (oder 5cm frisch, in Scheiben geschnitten)

Salz und Pfeffer nach Geschmack

2-3 Dosen Kokosnußmilch oder –wasser, wer es etwas fettärmer haben will

Rinderbrühe, zum Aufstocken, das Stück Fleisch sollte komplett bedeckt sein

Die Beilagen dieses Wochenende:

Knollensellerie, Rote Beete, Karotten und frisches Kartoffelpuree

Methode:

Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze in den Garer legen, Fleischstück drauf, Kokosmilch und Brühe darüber, bis vollkommen bedeckt. Sobald die Brühe maximale Temperatur erreicht hat, den Braten einmal wenden und dann auf Minimaltemperatur runterschalten und über Nacht köcheln lassen. Am nächsten Morgen wieder wenden und weiter köcheln lassen. Vorm Servieren die Soße sieben und nach Geschmack eindicken. Meine Familie bevorzugt inzwischen eine reduzierte Soße, da muß ich in der Regel eine Stunde vorm Servieren das Fleisch rausnehmen und warm halten.

Die Wurzelgemüse sollen im Ofen geröstet werden. Dazu werden sie gesäubert, geschält und in gleich große Stücke geschnippelt und mit etwas Olivenöl benetzt. Zirka 4 Stunden bevor das Mahl fertig sein soll, kommen die rote Beete zuerst in den Ofen bei 150°C. Eine Stunde später der Knollensellerie, wieder eine Stunde später die Karotten.  Zwischendurch ein Auge draufhalten, daß sie nicht zu sehr karamelisieren oder gar anbrennen. Sollten sie frühzeitig fertig sein, rausnehmen und kurz vorm Servieren unterm Grill nachknuspern und aufheizen. Ich gehe auf Nummer sicher, nachdem ich einmal halbgares Gemüse hatte. Gerade bei Rote Beete und Sellerie ist das nicht unbedingt eine leckere Alternative.  Und dann frisches Kartoffelpuree, mit Butter und Milch angemacht, meine Familie mag es besonders kremig.

Ich hoffe, Euch damit ein paar Ideen für den ‘fernen’ Winter beschert zu haben und wünsche einen guten Appetit.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens 

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Maori Kultur – internationale Version

Vor einigen Wochen hatte ein Werbevideo einer Versicherung für Aufregung gesorgt, weil es auf peinliche Weise den neuseeländischen Haka beinhaltete. Die Firma rechtfertigte sich hinterher, der Haka sollte Kraft und Entschlossenheit ausdrücken. Leider kam das mit den gekoppelten Nachrichten von “Ich will den Führerschein” und “Ich will den Job” ein bisschen oberflächlich rüber.

Maori Kultur – einheimische Version

Und um besser verstehen zu können, warum die Maoris und Neuseeländer sich darüber echauffierten, sollte man sich das neueste Musikvideo von Stan Walker anschauen.

Stan Walker hatte in 2009 die siebte Staffel von Australian Idol gewonnen und hat sich seitdem eine Karriere in und um die Musikindustrie aufgebaut. Mit seinem Erfolg kamen aber auch im Laufe der Zeit Zweifel an seinen Zielen hoch. Mit seiner neuesten Single gibt er nun den Richtungswandel öffentlich bekannt.

In den vergangenen Jahrhunderten ist die einheimische Kultur derart verunglimpft worden, dass heute noch, viele junge Pazifikmenschen sich ihrer Kultur schämen.

Stan ist sich seiner Vorbildrolle bewusst und will mit seiner kraft- und respektvollen Darstellung einheimischer Tänzer positive Leitbilder für die junge Generation schaffen. In einem interessanten Interview hat sich Stan über seine Entwicklung und seine weiteren Ziele ausgelassen und am Ende kann man das Video komplett anschauen. Die Musik mag vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein, aber die Bilder sind zweifelsfrei schön und eindrucksvoll.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens 

 

 

 

 

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