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Posts Tagged ‘Nelson’

Mal hin, mal her

Diese Woche konnte man mal wieder neuseeländische Bürokratie in Aktion beobachten, mit einem Grinsen im Gesicht. Am 18.4. konnten wir lesen, dass ein paar Touristen eine richtige Strandholzhütte am Tahunanui Strand bei Nelson gebaut hatten.beach hut 1

In den letzten Wochen gab es oft Unangenehmes über ‘Freedom” Camper zu lesen und da war es erfrischend was Positives zu lesen zu bekommen. Die beiden Paare, aus Deutschland und Amerika, hatten sich am Strand getroffen und nach einem geruhsamen Tag sich entschlossen eine Strandhütte zu bauen. Sie brauchten drei Tage und das Resultat begeisterte viele Strandgänger und die Einheimischen.

beach hut 3Tja, am Freitag konnte man dann lesen, dass die Hütte abgeriegelt worden sei, da die örtlichen Beamten der Meinung waren, die Hütte würde nicht den kommunalen Bauvorschriften entsprechen. Sie sei nicht sicher und könnte jemanden verletzten, falls sie einstürzen sollte. Mit einem quietsch-orangen Plastikzaun sollten nun kleine und grosse Kinder beschützt werden.

Wirklich?!

Das ging vielen Einheimischen doch sehr gegen den Strich und sie haben lauthals dagegen protestiert. Mit was für einem Resultat? Am Samstag Morgen konnte man auf Facebook und in den Zeitungen dann nachlesen, dass der Zaun wieder entfernt worden sei, mit der Bitte, dass doch alle sehr vorsichtig in der Hütte sein sollen!

Ende gut, alles gut!

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Von einem Extrem zum Anderen

Heute was zum Schmunzeln und Nachdenken. Vor einigen Jahren emigrierte ein englischer Journalist nach Neuseeland. Peter Foster – Reporter für die englische Zeitung The Telegraph – hatte schon 2009 darüber geschrieben wie die neuseeländische Idylle ihn beinahe an den Rand des Wahnsinns getrieben hätte! Vorher hatte er in Metropolen wie London und Neu Dehli gelebt und gearbeitet. Der Kommentar eines Kollegen (er wüsste nicht was der Sohn zu essen mag, da er immer in der Kita esse!) hatte ihm bewusst gemacht, wie wenig Zeit er selber mit seiner Familie verbringt und wollte dies durch einen Ortswechsel radikal ändern. Deshalb machte er sich 2008 mit seiner Frau und drei Kinder auf den Weg gen Süden. Leider ist sein Blog zu seinem Aufenthalt nicht mehr im Internet, aber ein Artikel, den er zum Anfang seines Abenteuers geschrieben hatte kann hier auf Englisch gelesen werden.NzGoldenBayPupuSprings2

Der Himmel auf Erden ist nix für Jedermann!

Extremer ging es dann auch nicht mehr: JWD, janz weit draussen! Selbst für neuseeländische Verhaltnisse ist Takaka in der Golden Bay weit ab vom Schuss. Hier zieht es in der Regel Menschen hin, die einem alternativen Lebenstil folgen wollen und sich nicht viel mit anderen Menschen auseinandersetzen müssen. Denen die Nähe zur Natur wichtiger ist, als die neuesten mod cons oder gar ein guter Internetanschluss. Wie er auf die Idee kam sich dort niederzulassen, kann ich nicht herausfinden. Der Ort ist zwar “berühmt” für seine Te Waikoropupu Quelle und gute Klettermöglichkeiten in der Gegend, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dies die ausschlaggebenden Gründe gewesen sind. Wie dem auch sei, er und seine Familie waren dort für ein Jahr, obwohl es ihm – nach eigenem Geständnis – schon nach zwei Wochen zuviel des Guten war.

Der Unterschied ist im Detail

coast-view-1Es ist schon ein grosser Unterschied, ob man das Paradies im Urlaub kurzfristig erlebt oder täglich im Paradies lebt und arbeitet! Auf unserer Tour Südinsel Explorer zum Beispiel kommen wir durch Golden Bay auf unserem Weg zum Farewell Spit und entdecken diesen paradiesischen Teil Neuseelands. Wem es bei den idyllischen Sandstränden und goldenen Sonnenuntergängen dann schwummerig um’s Herz wird und ans Auswandern denkt, der sollte sich kurz Peters Abschlussartikel zu Gute führen. Und gut überlegen, ob man diesen grossen Schritt ins Ungewisse machen kann. Er war in der glücklichen Lage seinen Job quasi behalten zu können, so dass dieses Abenteuer ein minimales finanzielles Risiko beinhaltete. Nicht jeder hat so verständnisvolle Arbeitsverhältnisse.

Für uns bei Sidetracks ist dies offensichtlich gut verlaufen: wir alle haben mal wieder Heimweh, aber haben doch diese Entscheidung nie bereut und sind weiterhin von unserer neuen Wahlheimat begeistert. Kommt vorbei und seht warum!

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Wo Naturgewalten sich treffen

blue-beachNeuseeland ist berühmt berüchtigt für seinen undurchdringlichen Busch und schneebedeckte Berge. Aber – was bei einer 14.000 Kilometer langen Küste verwunderlich ist – nicht unbedingt für seine Sandstrände und Strandbiotope entlang der Küsten der Nord- und Südinsel. Aufgrund seiner einzigartigen geografischen Lage haben die Bewegungen der Pazifischen und Australischen Platten abwechslungsreiche Formationen an der Grenze von Festland zu Meer geschaffen. Von tropisch anmutenden feinen Sandstränden zu dramatischen Klippen die stürmischen Wellen Trotz bieten zu romantischen Buchten: alles gibt es in Neuseeland zu sehen und zu erleben.

Endstation Collingwood – Beginn des Meeres

beachAuf unserer Südinsel Explorer Tour kommen wir unter anderem auch durch Collingwood, auf dem Weg zum Farewell Spit, dem nördlichsten Strand der Südinsel. Dieser verschlafene Ort ist für die meisten Reisenden nur die letzte Möglichkeit sich noch mit dem Notwendigsten einzudecken bevor sie weiter an den Strand fahren oder im Busch wandern gehen. Dabei hat der Ort an sich auch so seinen Charm und Kleinode, die nur entdeckt werden wollen. Nicht nur einheimische Reisende, auch Lonely Planet haben ein paar Kuriositäten entdeckt, die einen kurzen Besuch in der Stadt selbst rechtfertigen: die Ausstellung eines Teils einer fotografischen Sammlung (Tyree Brueder) aus dem 19.ten Jahrhundert, Schokolade in allen Variationen im Rosy Glow Chocolate House (Freitags geschlossen) und das niedliche Collingwood Museum mit einer verschrobenen Auswahl an Exponaten zur regionalen Geschichte. Und dann natürlich eine übersichtliche Anzahl von Baudenkmalen in der Stadt und der fotogenen Bucht des Mündungsgebietes.

Klassisch Kiwi

Rosy-Glow-Front-Sign-197x300 (2)Wie man oft beim Reisen feststellen kann, die Neuseeländer machen vieles oft anders als man erwartet. Und hier in Collingwood kann man dies auf nette Weise und in Ruhe sich zu Gemüte führen bevor man sich auf den Weg an die abgelegenen Strände macht, um dort die einheimische Fauna zu betrachten.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

 

 

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Mehr Zäune für mehr Tiere

new white kiwi in bushIn einigen früheren Artikeln haben wir kurz über die Naturschutzerfolge in isolierten Reservaten gesprochen. Zealandia in Wellington und Pukaha Mount Bruce zum Beispiel können einige Erfolge verbuchen für den Erhalt der Sattelvögel (Zealandia) und Kiwis (Mount Bruce). Allein in Mount Bruce wurden in den letzten Jahren zahlreiche Kiwis innerhalb des Schutzgebietes geboren. Diese Erfolge sind wichtig für die Zukunft ähnlicher Projekte in Neuseeland. Eines dieser Projekte ist die Brook Waimarama Sanctuary in Nelson.

Brook Waimarama Sanctuary

waimaramaVor gut zehn Jahren gründeten engagierte Naturschützer eine gemeinnützige Stiftung, mit dem Ziel durch intensive Schädlingsbekämpfung und Errichtung eines Zauns den Bestand der einheimischen Tierarten zu schützen und zu fördern. Die vergangenen Jahre haben den Mitgliedern die Möglichkeit gegeben aus den Massnahmen, Fehlern und Erfolgen der anderen Institutionen zu lernen. Vor allen Dingen was die Finanzierung angeht: Zealandia zum Beispiel muss seine Erfolge verteidigen gegen die Kritiker, die es nicht gerne sehen, dass ein Grossteil der Unterhaltskosten durch die örtlichen Steuerzahler abgedeckt werden müssen. Ähnliche Probleme gab und gibt es auch für die Nelson Stiftung. Aber die Gemeinde hat auch dazu gelernt und macht ihren Beitrag zu den Kosten von der Höhe der gesammelten Spenden abhängig.

Unterstützung durch Land und Gemeinde

brookDie Unterstützung durch die ganze Gemeinde ist notwendig, um Projekte dieser Art erfolgreich zu unterhalten. Es fängt bei den Steuerzahlungen an und hört nicht mit der täglichen Arbeit der Freiwilligen auf. Da die Nelson Region jedes Jahr zahlreiche Besucher aus Übersee hat, ist es wichtig den Zusammenhang von Umweltschutz und dessen Kosten und die Relevanz für das regionale Tourismusgeschäft zu verstehen und den betroffenen Parteien verständlich zu machen. In den vergangenen Jahren haben die Verantwortlichen in der Stiftung viel über alle diese Faktoren gelernt und sind überzeugt ein Geschäftsmodell entwickelt zu haben, welches eine attraktive Erfahrung für Besucher schafft, ohne eine finanzielle Last für die Einheimischen zu sein.

Ich hoffe, sie haben Erfolg und als Steuerzahler für Zealandia, auch wenn ich selber dort nicht regelmässig hingehe, bin ich dankbar, dass es erfolgreich existiert!

Rückmeldungen erwünscht

Als Betreiber ist es wichtig für uns zu erfahren wie Eure Meinungen zu Eintrittspreisen etc zu derartigen Schutzinseln ist. In der Regel sind die Kosten Teil unserer Tourpakete wenn Besuche dieser Art geplant sind, aber wenn nicht, würden Eintrittspreise Euch vom Besuch derartiger Schutzgebiete abhalten? Kommentare und Nachrichten sehr willkommen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Chance für deutsch-interessierte Kiwis

Normalerweise reisen die Deutschen nach Neuseeland, um dieses vielseitige Land und seine Menschen näher kennenzulernen. Mit der Wanderausstellung „Germany 101“ ermöglicht das Goethe-Institut nun allen Kiwis einen informativen Blick auf Deutschland zu werfen.

Eine virtuelle Tour durch Deutschland von „A“ wie Arbeit über „F“ wie Fußball bis „Z“ wie Zukunft. Bräuche, Umwelt, Oktoberfest, Kuckucksuhr – Deutschland wird aus vielen Perspektiven beleuchtet. Sprachschüler, Studenten und interessierte Bürger haben jetzt eine Woche lang Gelegenheit, in der Massey Universität in Wellington Deutschland aus neuen Perspektive zu sehen. Eröffnet wurde „Deutschland für Anfänger“ durch die Direktorin des Goethe-Instituts, Bettina Senff. Mit amüsanten Worten beschrieb sie den Aufbau aller Buchstaben des Alphabets, welche nur wenige Tage zuvor in einem Container aus Japan ankamen.

Mal humoristisch, mal seriös, dann wieder selbstironisch und in jedem Fall inspririerend sind die Exponate, wie z.B. der traditionelle Weihnachtsbaum, Beckenbauer’s alte Fußballschnulze „Gute Freunde kann niemand trennen“, historische Informationen zur Mauer oder Din-Normen zum Thema Deutsche und Ordnung. Alle geladenen Besucher schlenderten amüsiert und interessiert durch die Ausstellung und begutachteten die verschiedensten Stücke, die alle wichtigen Aspekte zum Thema Deutsch und Deutschland beleuchten. Und fast jeder Gast suchte seinen Lieblingsbuchstaben.

Für die Deutschen in Neuseeland brachte die Ausstellung ein Stück Heimat nach Neuseeland, Erinnerungen und Nostalgie. In jedem Fall rücken die beiden Länder hier für einige Tage ganz nahe zusammen – das Goethe-Institut hat mal wieder ganze Arbeit geleistet!

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