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Zu Besuch bei der Grossfamilie in Australien

Juchhu, die Sendepause ist vorüber! In der neuesten Episode von Lifeswap erzählt Jörg von ein paar interessanten und zum Teil schmerzhaften Erfahrungen, die er während eines Zwischenstopps in Australien gemacht hatte.

Duncans Tante Cheryl lebt in Australien und hatte Jörg eingeladen, auf seinem Rückweg sie kurz besuchen. Dort musste er dann feststellen, dass Australien anders ist als Neuseeland, auch wenn der Rest der Welt gerne glaubt, sie seien sich sehr ähnlich. Das fängt an mit den zahlreichen giftigen und gefährlichen Wildtieren, und hört nicht bei den untertreibenden Einheimischen auf, die einen dann ins Wasser treiben! Eine populäre Redewendung bekam er da öfters zu hören: „She’ll be right“. Und musste dann hinterher feststellen, dass der Sonnenbrand oder die Quallenstiche doch etwas schlimmer als angenommen waren.

Da kann man nur warnen – und dass trifft auch für Neuseeland Besucher zu – in dem Moment wo jemand „She’ll be right“ sagt, nochmal gucken, ob alles befestigt ist, gesichert wurde und die Sonnencreme nicht uralt ist! Zum Glück ist das ja kein Thema bei unseren Touren, die von uns selber organisiert und durchgeführt werden.

Ich persönlich musste mal wieder laut lachen, vor allen Dingen da ich vor Jahrzehnten auch mal auf Urlaub in Australien war und mir vieles nur allzu bekannt vorkam! Viel Spass beim Anschauen und wie ich aus ein paar Kommentaren schliessen konnte, wird die nächste Episode nicht so lange auf sich warten lassen.

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Neue Strategien zur Finanzierung

In den vergangenen Jahren haben wir oft zu hören bekommen, dass die Ministerien für den Umwelt- und Tierschutz nicht ausreichend finanziert werden. Leider können die vielzähligen gemeinnutzigen Vereine dies nicht wettmachen und deshalb sind wir gespannt, wie die jetzige Regierung dies handhaben wird. In ihren Wahlversprechen war Umweltschutz ein zentrales Thema und nun hat der Generaldirektor Lou Sanson von DoC bekanntgegeben, dass DoC mit dem Ministerium für Handel, Innovation und Beschäftigung (MBIE) Möglichkeiten untersuchen wird, wie Teile der Aufgaben von DoC (Erhalt der Hütten, Parkplätze, generelle Touristikinfrastruktur) durch Touristenabgaben finanziert werden können.

Wichtige Entscheidungen

Sanson ist sich bewusst, dass dies eine gefährliche Gratwanderung werden wird: einerseits sollen Touristen nicht durch viele zusätzliche Abgaben verschreckt werden, andererseits ist offensichtlich, dass die Parks und die Infrastruktur mit der bereits erhöhten Anzahl von internationalen Besuchern nicht mehr fertig werden. Inzwischen gibt es genügend Berichte, die ausreichend dokumentieren, dass die momentane Situation weder für Besucher noch für die Einheimischen akzeptabel ist.

Freedom camping ist nicht für umsonst

Dies sind aber nicht die einzigen Veränderungen, die notwendig sind: in einem interessanten Artikel (von einem neuseeländischen Paar) wird davon gesprochen, dass die allgemeine Einstellung, dass Neuseeland ein Billigreiseland sei – und dies gilt für einheimische Reisende genauso wie für internationale Rucksackreisende – sich ändern muss. Dieses Paar hatte sich vor anderthalb Jahren entschlossen, in einem Campervan zu leben und Neuseeland zu bereisen. Die Autorin ist sehr offen mit ihrer Meinung, dass der Ausdruck „freedom camping“ sehr falsch interpretiert wird, da die vielen Camper, die unangenehm auffallen, den Teil „free“ allzu wörtlich nehmen. Sie ist der Meinung dieser Begriff sollte deshalb nicht mehr benutzt werden.

Dies würde bedeuten, dass ein grosser Teil der Touristikwerbung neugestaltet werden müsste. Aber wenn dadurch Besucher eine bessere und realistischere Einschätzung der Kosten eines Besuches bekommen, könnten Szenarios von stehlenden Touristen (weil sie kein Geld für Essen mehr haben) oder ihre Gebühren an Campingplätzen nicht bezahlen, in Zukunft vermieden werden.

Hier haben wir mal wieder viele Denkanstösse, mal sehen was daraus in Zukunft wird.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

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Bäume gefällt um Aussicht zu geniessen

Manchmal ist es echt nicht wahr was man so zu lesen bekommt und bei manchen Schlagzeilen kann man sich schon fragen, was bei manchen Leuten so durch den Kopf geht. So auch bei den neuesten aus der Gegend um Blenheim.

Während eines Routinechecks der Campingplätze durch DoC Mitarbeiter wurde festgestellt, dass am Campingplatz in Robin Hood Bay ( nördlich von Blenheim) jemand ein paar Bäume umgelegt hatte; wahrscheinlich um die Aussicht auf das Meer besser geniessen zu können. Insgesamt sind vier Bäume abgeholzt worden, was einem zunächst nicht gerade schlimm anmuten mag.

Aber wenn man erstmal weiss, dass diese Bäume und Büsche gepflanzt wurden, um den Campingplatz und dessen Benutzer vor den zum Teil heftigen Winden zu schützen und dass einheimische Bäume wesentlich länger brauchen als importierte Arten, um eine gewisse Grösse zu erlangen, dann wird einem schon klarer, warum DoC nun die Campingplätze verstärkt überwachen wird und Vandalen mit heftigen Strafen bedacht werden sollen.

Natur ist für Alle

Es ist traurig, dass es immer ein paar Leute gibt, die keinen Respekt vor der Natur oder dem Eigentum Anderer zu haben scheinen. Gerade für uns bei Sidetracks – und ich glaube, dass trifft auch auf alle unsere Besucher zu – ist es umso trauriger, da wir uns sehr bemühen, die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur Neuseelandszu sehen und zu bewahren. Zum Glück sind diese Schlagzeilen nicht die Regel, eher die Ausnahme, und mit weiteren vorbeugenden Massnahmen der Gemeinden kann die Natur in ihrer ursprünglichen Form weiter erhalten und von allen  genossen werden.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

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Weitere geologische Entdeckungen in Blenheim

Das Erdbeben in Kaikoura im November 2016 hat eine weitere Sehenswürdigkeit dem Meer entrissen: grosse runde Gesteinsbrocken wie die berühmten in Moeraki (weiter südlich). Wer also auf seiner Reise durch die Südinsel nicht soweit runter reist,  kann diese geologischen Erscheinungen am Ward’s Beach in der Nähe von Blenheim bewundern.  Da in Moeraki ungefähr 300.000 Besucher diese geologischen Zeugnisse bestaunen und fotografieren,  hoffen die Einheimischen von Blenheim und Kaikoura mit ihren eigenen Kugeln die Attraktivität ihrer Region erhöhen zu können.

Kugeln im Meer

Diese sonderbaren Gesteinsformationen, als Septarien in der Forschung bekannt,  sind weltweit verbreitet und in Neuseeland gibt es auch auf der Nordinsel weitere Stellen, an denen sie gefunden werden können. Die Formationen entstanden vor ca. 56 – 66 Millionen Jahren im Paleozän durch eine komplexe Kombination von Zersetzendem organischen Material und deren Zementierung durch Calcit. Die eher banal anmutende Beschreibung der Bestandteile – eine Kombination von Schlamm, Lehm und Ton – kann nicht ansatzweise ausdrücken, welchen Eindruck diese Formationen auf Besucher hinterlassen! So wie die Erklärung, dass Diamanten hochkomprimierter Kohlestaub sind.

Und mehr Aktivitäten für die Gegend

Das Anheben des Meeresbodens durch das Erdbeben hat nicht nur die Kugeln aus ihrem Versteck geholt, sondern auch gute Voraussetzungen für die Surfer der Gegend geschaffen. Bisher war der Meeresboden zu tief gewesen für die Entwicklung von Wellen, die für Surfer interessant wären. Nach dem Beben ist dies nicht mehr so und die einheimischen Surfer haben derart gute Erfahrungen gemacht, dass sie sich auf die Suche nach weiteren guten Surfmöglichkeiten in der Gegend machen. Blenheim war in dieser Beziehung nicht sonderlich beliebt, dies kann sich nun ändern und wird auch gut für die regionale ökonomische Entwicklung sein.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Aktuelle Lage für Keas

In dem neuesten Bericht der Bird Life International Organisation gibt es gute und schlechte Nachrichten für den Stand der Dinge für die einheimischen Vögel.

Die schlechten betreffen leider die frechen und charaktervollen Keas: in den letzten Jahren ist ihre Anzahl weiter derart gesunken, dass sie nun als „vom Aussterben bedroht“ klassifiziert worden sind. Bisher waren sie „nur“ gefährdet, aber mehrere Faktoren haben zur Reklassifizierung geführt. Weiterhin werden ihre Nester und Jungvögel von den eingeführten Schädlingen wie Ratten, verwilderten Katzen, Wieseln und Hermelinen zerstört. Diese Schädlinge  könnten zwar mit gross angelegten Ausrottungsaktionen aus der Luft (durch Verteilung von Giftköder) ein bisschen besser unter Kontrolle gebracht werden, wenn die Keas in den populären Regionen sich nicht so daran gewöhnt hätten, von Menschen gefüttert zu werden. Dadurch sind sie eher geneigt, auch die rumliegenden Giftköder zu essen. In isolierten Regionen, wo diese Gewohnheit sich nicht entwickeln konnte, besteht nun die Chance, durch Schädlingsbekämpfung den Bestand dort zu verbessern.

Gute Nachrichten für Kiwis

Denn, wie die guten Nachrichten der Organisation zeigen, diese Art des Schutzes für zwei Kiwiarten Erfolg gehabt hat.

Sie beschreiben, wie nach 30 Jahren intensiver Zusammenarbeit von speziell gegründeten gemeinnützigen Gruppen, staatlicher Interventionen und intensiver Öffentlichkeitsarbeit endlich der Okaritokiwi und der Nördliche Streifenkiwi nicht mehr vom Aussterben bedroht sind, sondern „nur“ noch gefährdet.

Bird Life International erwähnt den Erfolg der Kombination von pro-aktiven Programmen, wie das Sammeln der Eier und Ausbrüten in geschützten und kontrollierten Nestern (Operation Nest Egg), intensive Ausrottung der Schädlinge durch Fallen und Gift, Erschaffen von grossen Schutzräumen auf Inseln und Landzungen und grossangelegten Kampagnen, wie die allgemeine Bevölkerung den Bestand schützen kann ( Hunde an Leine, Katzen über Nacht im Haus halten).

Wie wir schon in letzten Jahr berichteten, will Neuseeland bis 2050 schädlingsfrei sein. Der Bericht von Bird Life International dokumentiert den Erfolg der bisherigen Aktionen und ist Rechtfertigung für weitere Investionen und Aktionen in dieser Richtung.

Da kann ich (Petra) persönlich nur sagen „Weiter so!“, so dass wir weiterhin die einzigartige Tierwelt Neuseelands erleben und geniessen können.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Neuseelands Polizei bringt neues Video raus

Auch dieses Jahr hat die neuseeländische Polizei für ihre Rekrutierungskampagne wieder ein lustiges Video zusammengestellt. Wie wir schon berichteten, hatten sie letztes Jahr weltweit ihre Kollegen zu einem Tanzwettkampf herausgefordert. Dieses Jahr richtet sich ihr Video eher an die junge einheimische Bevölkerung.

Im Stil der klassischen Rekrutierungskampagnen der Streitkräfte,  werden die verschiedenen Berufslaufbahnen und erforderlichen Qualifikationen mit typischem Kiwi-Humor persifliert. Die klassische „Vierte Wand“, die in Theaterstücken, Filmen und anderen Erzählarten die Fiktion eines Handlungstranges aufrechterhalten soll, wird hier nicht nur teilweise durchbrochen, sie kann erst gar nicht aufgebaut werden!

Wie im Rest der Welt, kann die Polizei nur dann effektiv arbeiten, wenn sie die moralische Unterstützung der Bevölkerung geniesst. Dieses Video soll unterstreichen, dass eine vielfältige Polizeitruppe den Bedürfnisse der Vielfalt der neuseeländischen Bevölkerung gerecht werden kann. Und natürlich, dass die Polizei für die Bevölkerung arbeitet, nicht gegen sie! Also nicht nur Rekrutierung, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit, aber mit einem zwinkerndem Auge serviert. Viel Spass und lasst uns wissen, ob der Kiwi-Akzent Schwierigkeiten bereitet. Mehr dazu im nächsten Beitrag!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Wechselhaftes Wetter

Offiziell ist es nun Sommeranfang und in den letzten Wochen hat die Sonne sich mächtig Mühe gegeben der neuen Saison gerecht zu werden. Aber die aktuelle Wetterlage hat inzwischen die verschiedensten Resultate produziert: während Roxburgh (südliches Ende der Südinsel) und Pahiatua (südliches Ende der Nordinsel) mit riesigen Wassermassen nach sehr lokalisierten Gewittern fertig werden mussten, müssen andere Regionen wie Wellington und Wairarapa sich mit den Folgen von zuwenig Regen und zuviel Sonnenschein auseinandersetzen.

NIWA hat nun offiziell für die nächsten drei Monate die Prognose veröffentlicht und jetzt schon festgestellt, dass der November der wärmste und trockenste seit 90 Jahren war! So sehr wir uns darüber auch freuen, macht es uns auch ein bisschen Sorge, denn inzwischen sind die ersten Wassereinschränkungen in Kraft getreten. In der weiteren Umgebung in und um Wellington dürfen automatische Sprinkleranlagen nicht mehr benutzt werden und Gärten nur spärlich per Hand bewässert werden. Und auf dem Land muss jeder Regentropfen sorgfältig eingesetzt werden.

Neuseeland – Land der Extreme?

Für viele mögen diese Wetterlagen aussergewöhnlich erscheinen, aber wenn man die Geografie Neuseelands näher anschaut, ergeben sie einen Sinn. Zunächst die meteorologischen Details: sie entsprechen einer klassischen El Niño/ La Niña Phase, mit heftigen Winden und extremen Temperaturen. Ein El Niño produziert mehr und heftigere Winde aus westlicher Richtung. Und dies im geografischen Zusammenhang gesehen: diese Winde treffen auf die Gebirgsketten entlang der Westküste der beiden Inseln und entladen dort ihre Wassermassen. Die Winde sind nun aber auch so stark, dass sie weiter über’s Land fegen – aber leer – und die Regionen im Osten deshalb austrocknen.

 

Wir (Petra) können dies täglich von unserem Haus beobachten: die Rimutakas (westlich von uns) sind oft in leichtem Nebel eingehüllt oder haben gar Regen, während rechts von uns (Palliser Bay und South Wairarapa) kein einziger Tropfen Wasser sich niederschlägt. Mit der Aussicht auf einen langen und trockenen Sommer  haben wir deshalb dieses Wochenende mit Wassersparmassnahmen begonnen, da wir komplett vom Regenwasser in unseren Tanks abhängig sind. Hoffen wir, dass wir mitten im Sommer nicht einen Tanklaster mit frischem Wasser kaufen müssen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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