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Posts Tagged ‘Südinsel’

Bäume gefällt um Aussicht zu geniessen

Manchmal ist es echt nicht wahr was man so zu lesen bekommt und bei manchen Schlagzeilen kann man sich schon fragen, was bei manchen Leuten so durch den Kopf geht. So auch bei den neuesten aus der Gegend um Blenheim.

Während eines Routinechecks der Campingplätze durch DoC Mitarbeiter wurde festgestellt, dass am Campingplatz in Robin Hood Bay ( nördlich von Blenheim) jemand ein paar Bäume umgelegt hatte; wahrscheinlich um die Aussicht auf das Meer besser geniessen zu können. Insgesamt sind vier Bäume abgeholzt worden, was einem zunächst nicht gerade schlimm anmuten mag.

Aber wenn man erstmal weiss, dass diese Bäume und Büsche gepflanzt wurden, um den Campingplatz und dessen Benutzer vor den zum Teil heftigen Winden zu schützen und dass einheimische Bäume wesentlich länger brauchen als importierte Arten, um eine gewisse Grösse zu erlangen, dann wird einem schon klarer, warum DoC nun die Campingplätze verstärkt überwachen wird und Vandalen mit heftigen Strafen bedacht werden sollen.

Natur ist für Alle

Es ist traurig, dass es immer ein paar Leute gibt, die keinen Respekt vor der Natur oder dem Eigentum Anderer zu haben scheinen. Gerade für uns bei Sidetracks – und ich glaube, dass trifft auch auf alle unsere Besucher zu – ist es umso trauriger, da wir uns sehr bemühen, die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur Neuseelandszu sehen und zu bewahren. Zum Glück sind diese Schlagzeilen nicht die Regel, eher die Ausnahme, und mit weiteren vorbeugenden Massnahmen der Gemeinden kann die Natur in ihrer ursprünglichen Form weiter erhalten und von allen  genossen werden.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

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Weitere geologische Entdeckungen in Blenheim

Das Erdbeben in Kaikoura im November 2016 hat eine weitere Sehenswürdigkeit dem Meer entrissen: grosse runde Gesteinsbrocken wie die berühmten in Moeraki (weiter südlich). Wer also auf seiner Reise durch die Südinsel nicht soweit runter reist,  kann diese geologischen Erscheinungen am Ward’s Beach in der Nähe von Blenheim bewundern.  Da in Moeraki ungefähr 300.000 Besucher diese geologischen Zeugnisse bestaunen und fotografieren,  hoffen die Einheimischen von Blenheim und Kaikoura mit ihren eigenen Kugeln die Attraktivität ihrer Region erhöhen zu können.

Kugeln im Meer

Diese sonderbaren Gesteinsformationen, als Septarien in der Forschung bekannt,  sind weltweit verbreitet und in Neuseeland gibt es auch auf der Nordinsel weitere Stellen, an denen sie gefunden werden können. Die Formationen entstanden vor ca. 56 – 66 Millionen Jahren im Paleozän durch eine komplexe Kombination von Zersetzendem organischen Material und deren Zementierung durch Calcit. Die eher banal anmutende Beschreibung der Bestandteile – eine Kombination von Schlamm, Lehm und Ton – kann nicht ansatzweise ausdrücken, welchen Eindruck diese Formationen auf Besucher hinterlassen! So wie die Erklärung, dass Diamanten hochkomprimierter Kohlestaub sind.

Und mehr Aktivitäten für die Gegend

Das Anheben des Meeresbodens durch das Erdbeben hat nicht nur die Kugeln aus ihrem Versteck geholt, sondern auch gute Voraussetzungen für die Surfer der Gegend geschaffen. Bisher war der Meeresboden zu tief gewesen für die Entwicklung von Wellen, die für Surfer interessant wären. Nach dem Beben ist dies nicht mehr so und die einheimischen Surfer haben derart gute Erfahrungen gemacht, dass sie sich auf die Suche nach weiteren guten Surfmöglichkeiten in der Gegend machen. Blenheim war in dieser Beziehung nicht sonderlich beliebt, dies kann sich nun ändern und wird auch gut für die regionale ökonomische Entwicklung sein.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Aktuelle Lage für Keas

In dem neuesten Bericht der Bird Life International Organisation gibt es gute und schlechte Nachrichten für den Stand der Dinge für die einheimischen Vögel.

Die schlechten betreffen leider die frechen und charaktervollen Keas: in den letzten Jahren ist ihre Anzahl weiter derart gesunken, dass sie nun als „vom Aussterben bedroht“ klassifiziert worden sind. Bisher waren sie „nur“ gefährdet, aber mehrere Faktoren haben zur Reklassifizierung geführt. Weiterhin werden ihre Nester und Jungvögel von den eingeführten Schädlingen wie Ratten, verwilderten Katzen, Wieseln und Hermelinen zerstört. Diese Schädlinge  könnten zwar mit gross angelegten Ausrottungsaktionen aus der Luft (durch Verteilung von Giftköder) ein bisschen besser unter Kontrolle gebracht werden, wenn die Keas in den populären Regionen sich nicht so daran gewöhnt hätten, von Menschen gefüttert zu werden. Dadurch sind sie eher geneigt, auch die rumliegenden Giftköder zu essen. In isolierten Regionen, wo diese Gewohnheit sich nicht entwickeln konnte, besteht nun die Chance, durch Schädlingsbekämpfung den Bestand dort zu verbessern.

Gute Nachrichten für Kiwis

Denn, wie die guten Nachrichten der Organisation zeigen, diese Art des Schutzes für zwei Kiwiarten Erfolg gehabt hat.

Sie beschreiben, wie nach 30 Jahren intensiver Zusammenarbeit von speziell gegründeten gemeinnützigen Gruppen, staatlicher Interventionen und intensiver Öffentlichkeitsarbeit endlich der Okaritokiwi und der Nördliche Streifenkiwi nicht mehr vom Aussterben bedroht sind, sondern „nur“ noch gefährdet.

Bird Life International erwähnt den Erfolg der Kombination von pro-aktiven Programmen, wie das Sammeln der Eier und Ausbrüten in geschützten und kontrollierten Nestern (Operation Nest Egg), intensive Ausrottung der Schädlinge durch Fallen und Gift, Erschaffen von grossen Schutzräumen auf Inseln und Landzungen und grossangelegten Kampagnen, wie die allgemeine Bevölkerung den Bestand schützen kann ( Hunde an Leine, Katzen über Nacht im Haus halten).

Wie wir schon in letzten Jahr berichteten, will Neuseeland bis 2050 schädlingsfrei sein. Der Bericht von Bird Life International dokumentiert den Erfolg der bisherigen Aktionen und ist Rechtfertigung für weitere Investionen und Aktionen in dieser Richtung.

Da kann ich (Petra) persönlich nur sagen „Weiter so!“, so dass wir weiterhin die einzigartige Tierwelt Neuseelands erleben und geniessen können.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Wechselhaftes Wetter

Offiziell ist es nun Sommeranfang und in den letzten Wochen hat die Sonne sich mächtig Mühe gegeben der neuen Saison gerecht zu werden. Aber die aktuelle Wetterlage hat inzwischen die verschiedensten Resultate produziert: während Roxburgh (südliches Ende der Südinsel) und Pahiatua (südliches Ende der Nordinsel) mit riesigen Wassermassen nach sehr lokalisierten Gewittern fertig werden mussten, müssen andere Regionen wie Wellington und Wairarapa sich mit den Folgen von zuwenig Regen und zuviel Sonnenschein auseinandersetzen.

NIWA hat nun offiziell für die nächsten drei Monate die Prognose veröffentlicht und jetzt schon festgestellt, dass der November der wärmste und trockenste seit 90 Jahren war! So sehr wir uns darüber auch freuen, macht es uns auch ein bisschen Sorge, denn inzwischen sind die ersten Wassereinschränkungen in Kraft getreten. In der weiteren Umgebung in und um Wellington dürfen automatische Sprinkleranlagen nicht mehr benutzt werden und Gärten nur spärlich per Hand bewässert werden. Und auf dem Land muss jeder Regentropfen sorgfältig eingesetzt werden.

Neuseeland – Land der Extreme?

Für viele mögen diese Wetterlagen aussergewöhnlich erscheinen, aber wenn man die Geografie Neuseelands näher anschaut, ergeben sie einen Sinn. Zunächst die meteorologischen Details: sie entsprechen einer klassischen El Niño/ La Niña Phase, mit heftigen Winden und extremen Temperaturen. Ein El Niño produziert mehr und heftigere Winde aus westlicher Richtung. Und dies im geografischen Zusammenhang gesehen: diese Winde treffen auf die Gebirgsketten entlang der Westküste der beiden Inseln und entladen dort ihre Wassermassen. Die Winde sind nun aber auch so stark, dass sie weiter über’s Land fegen – aber leer – und die Regionen im Osten deshalb austrocknen.

 

Wir (Petra) können dies täglich von unserem Haus beobachten: die Rimutakas (westlich von uns) sind oft in leichtem Nebel eingehüllt oder haben gar Regen, während rechts von uns (Palliser Bay und South Wairarapa) kein einziger Tropfen Wasser sich niederschlägt. Mit der Aussicht auf einen langen und trockenen Sommer  haben wir deshalb dieses Wochenende mit Wassersparmassnahmen begonnen, da wir komplett vom Regenwasser in unseren Tanks abhängig sind. Hoffen wir, dass wir mitten im Sommer nicht einen Tanklaster mit frischem Wasser kaufen müssen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Okarito – Heimat der seltenen Silberreiher

“He kotuku rerenga tahi”

“A white heron’s flight is seen but once”

This is a whakatauki or proverb, which is used to indicate a very special and rare event and is also applied to visitors of importance; to compare a visitor to a kotuku is meant as a high compliment.

Dieses Sprichwort und weitere Anwendungen in der Maori Rhetorik drücken die Bedeutung dieses speziellen Vogels aus – wegen seiner Seltenheit – und geben seinem Schutzstatus weitere Bedeutung.

Okarito Lagune

Aus nicht offensichtlich ersichtlichen Gründen haben die neuseeländischen Silberreiher Waitangiroto – in der Nähe von Okarito im Waitangiroto Naturschutzgebiet – zu ihrem exklusiven Nistplatz in Neuseeland erkoren. Die Nähe zur Okarito Lagune ist wahrscheinlich ausschlaggebend, wie die reiche Anzahl anderer Vogelarten dort vermuten lässt. Auf unseren Touren entlang der Westküste der Südinsel machen wir auch in Okarito Halt und können auf den Kayaktouren hoffen, den einen oder anderen Silberreiher zu entdecken.

Die Bucht an sich ist relativ jung: nach geologischen Erkenntnissen entstand sie im 18ten Jahrhundert nachdem ein Tsunami die Küste restrukturiert und neue Wasserwege geschaffen hatte. Innerhalb kürzester Zeit siedelten sich dort viele Vögel an, unter anderem auch die Silberreiher, die wahrscheinlich mit starken Winden von Australien aus hier landeten. Die Bucht bietet Schutz vor den Naturgewalten und reiche Nahrung und macht sie daher zum idealen Nistplatz.

Silberreiher

Obwohl die Silberreiher am Anfang des 20ten Jahrhunderts wegen ihrer spektakulären Federn fast ausgerottet wurden, konnten sie sich im wahrsten Sinne des Wortes so gerade über Wasser halten und nun in Ruhe im Naturschutzgebiet sich weiter fortpflanzen. Weltweit schwanken die Zahlen, da sie von Wasserstand und Wasserqualität an ihren Nistplätzen abhängig sind, im Moment scheint die welweite Bevölkerung sich wieder zu erholen. Dies macht es mal wieder deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur Tiere sondern auch Lebensräume unter Schutz zu stellen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Anspruchsvolle Ansichten

Die Liebe zu Neuseeland treibt manchmal bunte Blüten, wie eine einheimische Schreiberin kürzlich in ihrem Bekenntnis zum Drang nach Perfektion beichtet.

Jeden Urlaub verbringt Justine Tyerman auf Reisen durch die Südinsel. Sie ist eine bekennende ‘mainlander’ – so bezeichnen sich die, auf der Südinsel geborenen und lebenden Einwohner – und ist jeden Urlaub auf einer Mission, die besten Aussichten zu geniessen. Sie hat einen sehr geduldigen Mann, der den Campervan gerne noch ein paar Meter nach Rechts oder nach Links bugsiert, um ja die beste Aussicht zum Einschlafen oder  Aufwachen zu verwirklichen!

Auf ihrer letzten Tour hatten sie ein paar E-Bikes dabei und konnten damit noch entlegenere und spektakulärere Aussichten entdecken.

Beim Durchlesen des Artikel wurde es mir ganz warm um’s Herz, da viele ihrer Orte auch auf unseren Touren zu entdecken sind:

Lake Wakatipu ist auf dem Südinsel Explorer und der Schätze des Südens Tour zu sehen.

 

Okarito ist eine wichtige Station zu den schon vorhergenannten Touren und zusätzlich Teil der Radreise und der Wanderreise.

Die zahlreichen Flüsse, wie der Shotover, Dart, Clutha und Arrow entlang denen die Autorin fuhr, bilden auch einen Bestandteil aller dieser Touren. Und da wir uns auf abgelegenen Pfaden bewegen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, die besten und einmaligsten Aussichten zu geniessen.

Kombiniert die Aussichten der Südinsel mit den historischen und geologischen Sehenswürdigkeiten der Nordinsel oder geniesst die Südinsel nur für sich: mit unseren flexiblen Kombinationsmöglichkeiten haben wir für jeden Geschmack und Fitnesslevel etwas. Schaut rein oder fragt direkt bei uns nach und entdeckt Eure Lieblingsansichten Neuseelands.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Auf Spurensuche auf der Nord- und Südinsel Neuseelands

Unsere dritte Spurensuche durch Neuseeland hat wie üblich bekannte und unbekannte Höhepunkte auf dem Reiseplan.  Für uns bedeutet Spurensuche nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten besuchen und zu bestaunen, sondern auf abgelegenen Strecken mehr von der Geschichte Neuseelands – der geologischen Vergangenheit und Gegenwart, der einheimischen und Kolonialkultur – zu entdecken.

Für die Reize dieses unbekannten Neuseelands sind nicht nur Europäer und andere Bewohner der nördlichen Hemisphäre zugänglich, auch unsere australischen Nachbarn können sich mehr und mehr dafür begeistern. In diesem Artikel berichtet die Schreiberin von ihrer Erfahrung auf ihrer Camper Tour durch den Norden der Nordinsel und beschreibt einige Höhepunkte, die auch auf der Spurensuche und einigen anderen unserer Touren zu entdecken sind. Wanderungen entlang dramatischer Küstenwege oder durch Kauri-durchwachsenem Busch geben die Möglichkeit, die Landschaft in Ruhe zu entdecken und wahrzunehmen.

Während die Autorin sich auf den Norden beschränkte, werden wir noch viele andere Entdeckungen dieser und anderer Art auf unserer fast 4-wöchigen Tour durch beide Inseln machen.  Von den sonnigen Stränden des Nordens zu den schneebedeckten Gipfeln der Südinsel haben wir auch zahlreiche Stationen, die aufgrund persönlicher Kontakte und jahrelanger Erfahrung einen hohen Erfahrungswert für uns und unsere Besucher haben. Dieses Jahr zum Beispiel, haben wir eine neue Wanderung auf der Nordinsel – in der Nähe meines Wohnortes (Petra) – dem Tora Walk und ich bin schon sehr gespannt, die Kommentare dazu zu hören! Wer weiss, vielleicht können wir uns danach sogar zu einem kurzen Schwatz in einem örtlichen Café treffen?!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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