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Posts Tagged ‘Südinsel’

Leben wie ein Neuseeländer

In einem Artikel aus einer deutschen Zeitung wurde eine Reise durch Neuseeland beschrieben. Die Autoren hatten bei ihrem zweiten Besuch in Neuseeland statt Campervan einen Mietwagen genommen und sich dann vor Ort bei den Einheimischen es sich gemütlich gemacht. Ähnlich dem AirBnB, gibt es in Neuseeland bookabach, wo man Ferienhäuser und Hütten direkt von den Besitzer vermietet bekommt. Da ist sofort eine persönliche Beziehung und man kann viele lokale Tipps bekommen. Viele der beschriebenen Lokalitäten waren dermassen abgelegen, dass die Natur unbeschreiblich idyllisch war. Die Autoren haben dann offen bekannt, dass sie ihre Route und Unterbringungen demnach geplant hatten, die Masse der Touristen zu vermeiden. Das waren dann nicht immer die billigsten vor Ort. Dementsprechend waren dann auch ein paar negative Kommentare am Ende zu lesen. Vor allen Dingen, dass nicht jeder Reisender sich dies so leisten könnte.

Billigreisen um die Welt?

Und da kamen mir gleich viele Fragen in den Kopf: wie kann man um die halbe Welt reisen, in der Erwartung etwas billig erleben zu können? Wie kann man erwarten, in einem Land, dass J.W.D. (janz weit draussen) ist, die gleichen Preise und Angebote wie im Heimatland vorzufinden? Warum reisen Menschen in fremde Länder, wenn sie dann nur die Defizite gegenüber dem Heimatland sehen? Ich hoffe ja, dass diese Kommentare nicht die gesamte Jugend repräsentieren: die besten Erinnerungen habe ich damals auf meiner grossen Reise gesammelt, und es wäre schade, wenn junge Leute nicht mehr die Welt erkunden würden, nur weil sie den Komfort von Zuhause auch unterwegs geniessen wollen. Damals musste ich auch umsichtig meine Ausgaben planen, Erinnerungen waren aber wichtiger als Komfort. Den würde ich wieder Zuhause haben. Dementsprechend habe ich vieles sehen und erleben können, dass mir noch bis ins hohe Alter Freude machen wird.

Da kann ich nur mit Freude sagen, dass unsere Besucher bei Sidetracks ähnliche Erwartungen wie ich haben. In unseren Tourbeschreibungen versuchen wir, die jeweiligen Abschnitte realistisch wiederzugeben, so dass jeder weiss, was auf einen zukommt. Und sollte etwas unklar sein, haben wir zahlreiche Möglichkeiten dies per email oder Telefonat noch zu klären. Ausserdem ist unser Betrieb derart flexibel, dass kurzfristige Änderungen bereucksichtigt werden können. Der Preis, um in den Genuss unberührter Natur zu kommen, mag eine einfache Unterkunft sein, den unsere Gäste gerne ‚bezahlen‘, um eine einmalige Einsicht in ein faszinierendes Land zu bekommen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Weiterer Ausbau der Radwanderwege

Längerfristige Planungen sind immer schwierig zu planen und zu koordinieren. Gerade wenn es um Projekte geht, die nicht gerade als lebensnotwendig betrachtet werden können, wie zum Beispiel Radwanderwege in den Nationalparks. Manche meinen, es ist nun genug investiert worden, andere meinen es könnte noch viel mehr in diesem Bereich gemacht werden. Die jeweiligen Perspektiven hängen viel von persönlichen Einstellungen ab.

Am Anfang August hat die Regierung ein Projekt der vorherigen Regierung bestätigt, in dem finanzielle Unterstützung für den weiteren Ausbau des vorhandenen Radwandernetzwerkes garantiert wird und damit die wichtigsten grossen Wanderwege miteinander verbunden werden. Wie üblich, gab es zahlreiche Kommentare Pro und Contra zu dieser Entscheidung. Letztendlich war der Bericht ausschlaggebend, dass für jeden investierten Dollar ca. 5 Dollar eingenommen werden, und dass dies ausreichend ist, die Unterstützung der Regierung zu bekommen.

Die 13 Millionen Zuschuss von Seiten der Regierung ermöglichen die Verbindung zwischen dem Queenstown, Roxburgh Gorge, Clutha Gold und Otago Central Rail Trail auf der Südinsel.

Während auf unseren Touren der Anschluss zwischen diesen Routen weiterhin per Bus erfolgt, können in nächster Zukunft diese Strecken komplett per Fahrrad entdeckt werden. Unsere aktuelle Planung ist von dieser Entscheidung noch nicht betroffen, aber haltet die Augen und Ohren offen für weitere Entwicklungen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Castle Hill

In zahlreichen Landschaftsbeschreibungen Neuseelands findet man Hinweise auf deren Verwendung in nationalen und internationalen Filmen. In der Regel die Herr der Ringe oder die Hobbit Trilogien. Da ist es dann schon bemerkenswert eine Beschreibung zu lesen – und die Fotos zu sehen – und dann zu erfahren, dass eine bestimmte Region von diesen Filmemachern ignoriert wurde. Es handelt sich um eine einzigartige Formation von Kalksteinbrocken namens Castle Hill, eine gute Autostunde von Christchurch entfernt.

Weltberühmt, in Neuseeland

Während diese Formation bei den einheimischen Wanderern und Kletterer schon immer beliebt war, ist deren Bekanntheitsgrad enorm angestiegen, nachdem dort einige Szenen für einen Narnia Film in 2004 gedreht wurden. Zahlreiche Wanderwege führen nun um und durch die Formation, die ‚Castle‘ gennant wurde, da sie einer Burgruine ähnelt. Die Wetterlage im Waimakariri Basin ist relativ trocken, so dass die Oberfläche der Kalksteinfelsen auch ideal trocken zum Beklettern ist.

Und das Beste an dieser Entdeckung? Es ist umsonst! Solange das Wetter mitspielt, braucht man nur einen Picknickkorb und was Sonnencreme einpacken und kann einen abwechslungsreichen Tag hier verbringen. Gerade im Winter sind die Aussichten mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund spektakulär. Für Besucher, die einen Tag vor oder nach ihrer Sidetracks Tour noch in Christchurch sind, ist dies eine günstige Gelegenheit noch ein bisschen mehr Natur zu erleben.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Hoffnungsvoller Start in die Saison

Bald ist es wieder soweit: im Oktober fängt für uns die Saison offiziell an und unsere Touren füllen sich. Inzwischen sind ein paar schon voll belegt, aber bei einigen, wie der Wanderreise Neuseeland im Nov/Dez sind noch einige Plätze frei, bei der Tour im Dez/Januar dagegen nur noch ein Platz! Ähnliches auch bei unserer beliebten Naturwunderreise: die Dezember Tour hat noch 4 Plätze verfügbar, während die Jan/Feb Tour nur noch einen Platz frei hat.

Wie Ihr sehen könnt, wer gerne diese Saison nach Neuseeland kommen möchte, sollte schnell einen Blick auf unseren Kalender und Reisebeschreibungen werfen um die Entscheidung einfacher zu machen.

Neues Angebot bei Sidetracks

Unsere Radreise hat eine Variante bekommen: mit dem E-bike unterwegs durch Neuseeland. Die Popularität von Radreisen ist weiterhin im Anstieg, was sich auch in der Anlegung von neuen Rad- und Wanderwegen niederschlägt und inzwischen sind E-bikes auch weiter verbreitet. Nicht so ganz wie in Deutschland vielleicht, aber noch immer mit steigender Tendenz. Zahlreiche Nachfragen haben uns deshalb bewogen, diese Option unserer Standardradtour zu einer eigenen Tour auszubauen. Im Februar können dann Fahrradenthusiasten sich auf einem E-bike nach Lust und Laune und mit Leichtigkeit durch die neuseeländische Landschaft transportieren lassen.

Ein kleiner Sicherheitshinweis, auch wenn ein E-bike das Radfahren enorm erleichtert, sollte man doch ein bisschen Radfahrenerfahrung haben: die Touren führen über unterschiedliche Strassenbelege, die eine gewisse Sicherheit und Balance erfordern. Solltet Ihr Fragen haben, bitte meldet Euch bei uns für eine eingehendere Beratung.

Aktueller Saisonvorteil

Wir hatten am Anfang des Jahres geschrieben, dass die neue Regierung eine ‚tourism tax‘ in Betracht ziehe, um die Kosten für die Instandhaltung und Verbesserungen der öffentlichen Parks besser zu finanzieren. Und nun haben sie konkrete Details veröffentlicht.

Ab Mitte 2019 werden von Besuchern – die weniger als 12 Monate in Neuseeland verbringen werden- zwischen NZ$25 – NZ$35 bei der Einreise oder Visabeantragung erhoben. Es wird natürlich auch Ausnahmen geben: für Geschäftsreisende, kleine Kinder und ein paar andere Kategorien.. Da kann ich nur raten, jetzt schon den Urlaub nach Neuseeland buchen.

Solltet Ihr Fragen zu diesem Thema oder anderen haben, meldet Euch bei unserem Team.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Christchurch und Shigeru Ban

Nach dem grossen Erdbeben in Christchurch musste die Stadt und die Gemeinde schnell Lösungen zur Instandsetzung der zerstörten Gebäude finden, privat sowie öffentlich. Damals zum Beispiel wurde das Design des innovativen Architekten Shigeru Ban  für eine Übergangskathedrale angenommen und verwirklicht. Das Design war in der Tat so erfolgreich, dass es modifiziert wurde, um längerfristig genutzt werden zu können. Und nun haben wir die ersten Entwürfe für eine weitere Zusammenarbeit von Ban und der Stadt Christchurch sehen können.

Umweltbezug der neuen Architektur

Die letzte zentrale Adresse am Cathedral Square – die seit dem Erdbeben leerstand – hat nun einen neuen Besitzer gefunden: die Aotea Gifts Kette (Produkte für die Tourismusbranche) wird dort ein grosses Gebäude errichten, in dem eine Geschenkeboutique, ein Cafe und Büros untergebracht werden sollen. Und der Architekt für dieses Gebäude ist wieder Shigeru Ban.

Während damals sein Design für die Kirche eher vom geistlichen Bezug zur alten Kirche beeinflusst war, werden in diesem Gebäude Bezüge zur direkten Umgebung Christchurch geschaffen. Und zwar dem Fluss Waimakariri, der von den Southern Alps kommend nördlich von Christchurch ins Meer mündet. Eine attraktive Besonderheit dieses Flusses ist sein verflochtener Verlauf, der sich nach Jahreszeit und Wasserstand ständig verändert.

Auch wenn die Säulen im Inneren  zunächst wie kahle Bäume erscheinen, haben sie doch einen anderen Ursprung: Ban hatte Bilder von dem Fluss gesehen und nach seiner Ankunft konnte er sich davon überzeugen, dass diese nicht manipuliert worden waren, sondern dass der Fluss tatsächlich so aussieht. Deshalb entschloss er sich, die 38 markantesten Verflechtungen in diesen Säulen zu verewigen. Wie auch schon bei der Kirche, bevorzugt Ban unkonventionelle Baumaterialien, die zwar statisch stark sind, aber trotzdem leicht und deshalb weiteren Erdbeben besser wiederstehen sollen.

Der Anfang der Bauarbeiten ist für Oktober 2018 geplant und  soll gegen Ende 2019 fertiggestellt sein.  Hoffen wir, dass alles gut gehen wird und die Innenstadt von Christchurch weiter an Attraktivität zunehmen wird.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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Mythen und Sagen aus Fjordland

In 1910 wurden Holzkisten mit einer sonderbaren Fracht an der Supper Cove am Ende des Dusky Sounds in Fjordland abgeladen. Sie hatten einen langen Weg von Kanada hinter sich und der Grund war schon kurios: der damalige Premierminister Sir Joseph Ward hatte bei seinem Kollegen in Kanada nachgefragt, ob sie ihm einige zuchtfähige Elche schicken könnten, denn die damalige Regierung wollte Neuseeland in das grösste Wildgehege der Welt verwandeln. Heutzutage wissen wir wie gefährlich es sein kann, Tiere und Pflanzen aus anderen Klimazonen zu importieren, aber damals gab es diese Bedenken nicht.

Und so wurden an einem dämmerigen Abend die zehn jungen Elche – sechs Elchkühe und vier –hirsche – an dem Strand der Supper Cove ihrem Schicksal ausgesetzt, in der Hoffnung sie würden überleben und sich fortpflanzen. Jahrzehnte später sind sie der Stoff für Legenden, da nach einigen erfolgreichen Jagden in den 1950er Jahre, sie seitdem nicht mehr zuverlässig gesichtet worden sind. Es gab – und gibt – einige Individuen die wahrlich von diesen Tieren besessen sind und sie nun nicht mehr mit Gewehren, sondern Kameras jagen wollen.

Ken Tustin ist einer von diesen, ein Biologe, der seit dreissig Jahren versucht diese Tiere aufzufinden. Zunächst im Auftrag seines damaligen Arbeitgebers, dem Forestry Service, installierte er primitive Kameras die von Autobatterien betrieben wurden, an zahlreichen Bäumen im Busch. Abgesehen von ein paar verschwommenen Fotos konnte er aber keinen Erfolg verbuchen und hat deshalb Ende des letzten Jahres die Kameras wieder abgenommen. Nicht für immer, wie er selber sagt, aber mit seinen 72 Jahren wird es auch nicht leichter, tagelang durch den Busch zu trekken, mit schwerem Gepäck, Verpflegung und den Kameras auf dem Rücken.

Er und zahlreiche andere machen sich Jahr für Jahr auf den Weg, um die Spurensuche zu beenden. Es gibt inzwischen zahlreiche andere Belege, wie gentisch getesteter Elchdung, aber die Krönung wären halt Fotos. Obwohl es auch eine andere Meinung gibt, dass es wäre besser für die Tiere weiterhin in Obskurität zu leben, als der Jagdlust von Trophäenjägern zum Opfer zu fallen. Elche sind zwar nicht so selten wie das Loch Ness Monster, aber der Gedanke an einem nebeligen Tag einen Elch aus dem Busch treten zu sehen, finde ich faszinierend!

Bei Stuff kann in zwei Artikeln dazu mehr gelesen werden und auf der Webseite einer der Suchenden gibt es sehr detaillierte Beschreibungen seiner Expeditionen und Entdeckungen.

Viel Spass beim Lesen und haltet Augen und Nase offen bei Euren Touren durch Fjordland.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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DoC hat mehr Informationen aus der neuesten Aktion

Wir hatten schon im letzten Monat berichtet, dass diesen Sommer DoC interpretation rangers an ausgesuchten Orten stationiert hatte.  Nun können wir lesen, dass dies nicht die einzige Aktion war und dass es nun weitere interessante Informationen zum aktuellen Stand in den Nationalparks gibt.

In Zusammenarbeit mit der Einwanderungsbehörde, dem Verkehrsministerium und der Polizei hatte DoC im Milford Sound Nationalpark Kontrollen durchgeführt. Diese Kontrollen offenbarten, dass an einem Tag der Operation  37% der Touristikbetreiber keine entsprechenden Lizenzen hatten. Hauptsächlich handelte es sich um Anbieter von Bustouren und geführten Wanderungen. Und nicht etwa kleine Familienbetreiber, sondern grosse Unternehmen.

Während dieses Jahr diese Betreiber glimpflich mit einer Warnung davonkamen, wird DoC in der nächsten Saison strenger durchgreifen. Dies kann dann für die Betreiber teuer werden, bis zu NZ$ 300,000! Bisher hatte DoC nicht die Mittel, um das Ausmass der Zuwiderhandlungen zu erfassen und zu verfolgen.  Dies soll sich in den nächsten Jahren ändern und die Einstellungen von weiteren Rangers sind Teil eines $ 2 Millionen Programms, dass die zahlreichen finanziellen und organisatorischen Missstände vor Ort beheben sollen. DoC möchte in den nächsten 10 Jahren sein Einkommen aus Lizenzen verdoppeln.

Der Ausfall von Einnahmen hat einen direkten Einfluss auf die Instandhaltungen der öffentlichen Einrichtungen in den Parks, daher sollte eine Zunahme sich positiv darauf auswirken. Ausserdem werden mit einer strengeren Kontrolle und Verfolgung die Wettbewerbsbedingungen unter den Tourismusbetreibern etwas fairer. Bisher konnten die illegalen Betreiber sich einen „Preisvorteil“ erschleichen, indem sie die alljährlichlichen Tausende von Dollar für die Lizenzen und Gebühren nicht bei ihren Kalkulationen berücksichtigen mussten. Mit Genugtuung können wir nun sagen, dass bei Sidetracks und unseren Preisen sich diesbezüglich nichts ändern wird, da wir schon immer alle Lizenzen und Gebühren beantragt und bezahlt haben.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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