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Okarito – Heimat der seltenen Silberreiher

“He kotuku rerenga tahi”

“A white heron’s flight is seen but once”

This is a whakatauki or proverb, which is used to indicate a very special and rare event and is also applied to visitors of importance; to compare a visitor to a kotuku is meant as a high compliment.

Dieses Sprichwort und weitere Anwendungen in der Maori Rhetorik drücken die Bedeutung dieses speziellen Vogels aus – wegen seiner Seltenheit – und geben seinem Schutzstatus weitere Bedeutung.

Okarito Lagune

Aus nicht offensichtlich ersichtlichen Gründen haben die neuseeländischen Silberreiher Waitangiroto – in der Nähe von Okarito im Waitangiroto Naturschutzgebiet – zu ihrem exklusiven Nistplatz in Neuseeland erkoren. Die Nähe zur Okarito Lagune ist wahrscheinlich ausschlaggebend, wie die reiche Anzahl anderer Vogelarten dort vermuten lässt. Auf unseren Touren entlang der Westküste der Südinsel machen wir auch in Okarito Halt und können auf den Kayaktouren hoffen, den einen oder anderen Silberreiher zu entdecken.

Die Bucht an sich ist relativ jung: nach geologischen Erkenntnissen entstand sie im 18ten Jahrhundert nachdem ein Tsunami die Küste restrukturiert und neue Wasserwege geschaffen hatte. Innerhalb kürzester Zeit siedelten sich dort viele Vögel an, unter anderem auch die Silberreiher, die wahrscheinlich mit starken Winden von Australien aus hier landeten. Die Bucht bietet Schutz vor den Naturgewalten und reiche Nahrung und macht sie daher zum idealen Nistplatz.

Silberreiher

Obwohl die Silberreiher am Anfang des 20ten Jahrhunderts wegen ihrer spektakulären Federn fast ausgerottet wurden, konnten sie sich im wahrsten Sinne des Wortes so gerade über Wasser halten und nun in Ruhe im Naturschutzgebiet sich weiter fortpflanzen. Weltweit schwanken die Zahlen, da sie von Wasserstand und Wasserqualität an ihren Nistplätzen abhängig sind, im Moment scheint die welweite Bevölkerung sich wieder zu erholen. Dies macht es mal wieder deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur Tiere sondern auch Lebensräume unter Schutz zu stellen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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