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Posts Tagged ‘wildbase recovery’

Manukura wieder in Pukaha

Vor sieben Jahren schlüpfte Manukura der kleine weisse Kiwi im Wildpark Pukaha – Mount Bruce (nördlich von Wellington). Schon damals war die kleine Dame eine Weltsensation, weil sie kein Albino war, sondern als Trägerin einer seltenen Genkombination ein echter weisser Kiwi. Kurz danach mussten wir berichten, dass sie in ärztlicher Behandlung war, da sie zwei Steine geschluckt hatte, die nicht auf natürlichem Weg rauskommen wollten. Zum Gück konnte ihr mit einer Operation geholfen werden und nach kurzer Zeit war sie wieder im heimischen Gehege.

Leider ist sie nun wieder in den Nachrichten, da sie vor ein paar Monaten wegen einer Infektion ihres Schnabels behandelt werden musste. Nach kurzer Behandlung in der Wildtierklinik Wildbase kam sie für kurze Zeit wieder nach Puhaka zurück, aber da sie weiterhin an Gewicht verlor und auch keinen rechten Appetit entwickelte, musste sie wieder zurück. Die Ärzte befürchteten, dass die Schnabelinfektion sich an verschiedenen Stellen im Körper festgesetzt hatte und versuchten mit zahlreichen Methoden, die Infektion zu finden und zu behandeln.

Diese Woche nun meinten die Ärzte, sie sollte wieder nach Puhaka zurückkehren, um hoffentlich in gewohnter Umgebung vollends zu genesen. Sie wissen zwar noch immer nicht einwandfrei, was das Problem war, aber es scheint ihr soweit besser zu gehen. Sie wird natürlich weiterhin intensiv beobachtet und beim kleinsten Verdacht wieder nach Wildbase gebracht.

Für manche mögen diese Bemühungen extrem vorkommen, aber Manukura ist neuseeländisches Taonga – nationales Kulturerbe – und ihr Name bedeutet „mit Oberhauptsrang“.  Für den örtlichen iwi ist ein taonga ein segensreiches Gut und wird als solches hoch geachtet und ist sehr schützenswert.  Wer mehr über den Park Pukaha oder Manukura direkt  lesen will, kann dies über deren Facebook Seiten machen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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Frecher Kea kann nach Hause

Keas sind berühmt berüchtigt für ihre Intelligenz und Neugierde. Dies können die Ärzte und Pfleger in der neuen Wildtierklinik Wildbase Recovery aus eigener Erfahrung bestätigen.

Ende Dezember des letzten Jahres war ein verletzter Kea in Fjordland in der Nähe des Lake Manapouri gefunden worden und nach Palmerston North geflogen worden. Nach zwei Operationen, einem Heilmonat für die Knochen und zwei weiteren Monaten für Physiotherapie, wurde Mitte April dieser freche Kerl wieder an seinen Fundort zurückgebracht. Obwohl die Pfleger doch immer sehr begeistert sind von ihren Schützlingen, hatte dieser zuviel Energie und Intelligenz: schnell hatte er raus wie er seinen Käfig von innen öffnen konnte und viel Schabernack in den Räumen getrieben. Zum Glück war die Klinik noch nicht im Vollbetrieb, da konnten alle das eine oder andere Auge mal zudrücken.  Wie dem auch sei, es ging ihm so gut, dass er einen Flug von Air New Zealand spendiert bekam, von Palmerston North nach Queenstown. Nach einer kurzen Autofahrt brachte ihn dann ein Boot, gefördert von Meridian Energy, zurück an den ursprünglichen Fundort in einer Seitenbucht des Lake Manapouri.

Wildtierschutz

Die medizinische Betreuung von einheimischen Arten ist ein Aspekt des aktiven Tierschutzes hier in Neuseeland und am Anfang des Jahres wurde die erste und einzige Wildtierklinik in Neuseeland in Palmerston North eröffnet, Wildbase Recovery.

Bisher sind verletzte oder pflegebedürftige Tiere in der veterinärischen Klinik der Massey Universität oder von privaten Tierärzten behandelt worden. Aber die allgemeine Ausstattung der Uni gab nicht die Möglichkeit, artenspezifische Bedürfnisse zu berücksichtigen, die eine stressfreie Behandlung ermöglichen.

In der neuen Klinik gibt es viele verschiedene Räume, die den individuellen Bedürfnissen der Tier angepasst werden können. So brauchen Pinguine zum Beispiel kühlere Temperaturen und einen rutschfesten Boden, sprich mit festen Gummimatten ausgelegte Räume. Kiwis und Keas dagegen brauchen eine gewisse Menge an Vegetation, um sich sicher zu fühlen. Und Reptilien brauchen kleine Räume, deren Temperatur effizient reguliert werden kann. Zusätzlich gibt es Brutkästen, in denen Jungtiere oder traumatisierte Tiere stabilisiert werden können. Das Prunkstück der ganzen Anlage ist im Operationssaal zu finden: Kameras über dem Operationstisch. So können zahlreiche Studenten die Operationen mitverfolgen, ohne den Arzt bei der Behandlung zu behindern!

Der nächste Schritt ist der Bau des recovery centre, in dem die Patienten sich erholen können und gleichzeitig von Besuchern gesehen werden können. So soll auf anschauliche und diskrete Art der Heilungsprozess und die Wiederintegration erläutert werden. Dies wiederum soll das Bewusstsein und die Verantwortung für alle Tiere stärken und ein Bindung schaffen zwischen den individuellen Tiere und ihren Verwandten in der Natur und der allgemeinen Bevölkerung, die die Schutzmassnahmen durch Spenden und Steuern unterstützen muss.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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