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Temperaturen fallen

winter delightsDie Sonne scheint zwar noch des öfteren, aber inzwischen müssen wir jeden Tag den Ofen anfeuern, um das Haus warm zu halten. Das hat so seine guten Seiten wie langsames Kochen von herzhaften Gerichten und Suppen auf besagtem Ofen, aber da die Tage nun auch kürzer werden, gibt es eine gewisse Hektik, um all die täglichen Garten- und Tierpflichten zu erledigen. Am Nachmittag, beim Umklammern der heissen Tasse Tee, kommen einem dann schon Gedanken an Flüge in sonnigere warme Gefilde.

Geologische Aktivitäten

Und dabei haben wir warme Winteraktivitäten quasi vor der Haustüre. Ein Aspekt der neuseeländischen Geologie ist wenig bekannt: da es am pazifischen “ring of fire” gelegen ist, gibt es hier nicht nur Erdbeben, sondern auch reichlich Thermen und Strände mit heisser Wasserzufuhr. Auf einer Webseite kann man nicht nur sehen, wo die jeweiligen Bäder gelegen sind, sondern auch die Kommentare von anderen Besuchern lesen!

Hot Water Beach

hot water beachGerade hat es einer der berühmtsten Strände auf die Top12 Liste von Lonely Planet gebracht. Mit einer Schaufel ‘bewaffnet’ kann man sich dort seine private ‘hot tub’ selber buddeln. Dabei kontrolliert man die Temperatur durch die eigene Buddeltätigkeit: je tiefer desto heisser; und es kann durchaus so heiss werden, dass man sich verbrennen kann! Also dann noch ein paar Eier zum Kochen mitnehmen und ein paar Butterstullen und das Mittagessen ist auch fertig.

Viel Spass und Guten Appetit!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

Tücken des modernen Lebens

camera gear overkillWer kennt nicht die Qual der Wahl vor Reisebeginn: die kleine oder die grosse Kamera? Oder gar alle beide, für alle Situationen, und eine in Reserve?! Heutzutage ist relativ gute Technologie zu günstigen Preisen zu bekommen, so dass man im wahrsten Sinne des Wortes für alle Situationen die richtige Ausruestung haben kann.

Aber, wer nicht gerade vorhat, die Fotos hinterher zu vermarkten, wird sie höchstens dem engsten Familien- und Freundeskreis einmal zeigen, die Besten dann vielleicht ausdrucken und in ein Album kleben. Einige wenige stellen vielleicht ihre Fotos auch auf den diversen Internetforen oder sozialen Medien zur Schau. Alles sehr nach aussen bezogen, oft in keinem Zusammenhang zu den eigenen Beweggründen für den Urlaub.

Naturbezogen – Ich-bezogen

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Die meisten Neuseelandbesucher machen sich auf den langen Weg ans andere Ende der Welt, um eine ganz andere Landschaft, Tierwelt und Lebensweise zu erfahren. Gerade beim ruhigen Wandern durch einsame Landschaften bekommen das Herz und die Seele, die Möglichkeit sich von den alltäglichen Sorgen zu distanzieren und zu entspannen. Der Kontakt mit den Einheimischen kann oft unerwartete Lebensperspektiven eröffnen oder die eigenen Problematiken relativieren. Dazu muss man aber die eigenen Augen und Ohren offen haben.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte?

dunedin beach2

Und sagen 1000 Bilder dann sogar noch mehr? Die Autorin dieses Artikels hat da so ihre Zweifel. Sie hatte sich auf die 4stündige Zugfahrt von Greymouth nach Christchurch  begeben – dem TranzAlpine, der eigenen Werbung nach “the trip of a lifetime” – um die überwältigende Landschaft des Landesinneren in Ruhe und Sicherheit geniessen zu können. Und wurde dann vom Knipsfieber ergriffen, sie und die Mehrheit der anderen Fahrgäste. Sie beschreibt amüsant, wie sie sich entlang der Geländer arrangieren, um ja nicht die beste Fotogelegenheit zu verpassen und rennend von einer Seite auf die andere wechseln für die nächste. Diese Route ist inzwischen derart auf Fotografen ausgerichtet, dass der Zugfuehrer regelmässig Ansagen über die nächsten Aussichten macht. Aber, am Ende stellt sie ernüchtert und ein bisschen enttäuscht fest, dass sie ausser den Fotos keine richtigen Erinnerungen von dieser Reise hat.

Barrieren der Technologie

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer ständige Blick auf den Bildschirm hatte ihr die Sicht auf die sich langsam entfaltende Landschaft verwehrt. Erinnerungen können durchaus von plötzlichen überwältigenden Eindrücken geschaffen werden, aber um langhaltend zu bleiben, muss man diese dann einsinken lassen. Verdauen, besprechen, vergleichen. Mit Worten, ein paar Bildern zur Unterstützung vielleicht. Die angesammelten likes auf dem Instagram Profil haben da nicht den gleichen Effekt, wie ein angeregtes Gespräch mit Gleichgesinnten am Ende eines Tages.

Stichwort: Sidetracks

Die Qualität der mitgebrachten Erinnerungen machen einen guten Urlaub ‘unbezahlbar’. Daher sind unsere Touren derart gestaltet, dass zahlreiche Erfahrungen und Erlebnisse gesammelt werden können und dass ausreichend Zeit zum individuellen Erleben, Erfahren und Verarbeiten zur Verfügung steht. Unsere Reiseleiter und Touren sind flexibel, um – im gewissen Rahmen – auf individuelle Präferenzen einzugehen. Schaut mal rein und meldet Euch solltet Ihr Fragen haben.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

Postzustellung à la Kiwi

coast postNeuseeland ist berühmt berüchtigt für seine abgelegenen Landschaften und die stoischen Menschen, die dort leben. Die meisten haben sich einfallsreich mit der Abgeschiedenheit arrangiert und sogar in Geschäftsideen verwandelt. So wie der Postbote in der South Wairarapa, der Touren auf seiner Zustellrunde anbietet, mit Picknick und Kommentaren zu den örtlichen Besonderheiten. Inzwischen hat er sogar eine eigene Webseite aufgebaut und leistet einen wertvollen Dienst für den regionalen Tourismus.

Wie abgelegen ist jottwede (janz weit drausse)?

cropped-DSCF13031Tja, dass hängt davon ab, ob man noch mit dem Auto zu erreichen ist oder nicht! Für einige Einwohner der Südinsel ist der Weg ins nächste Dorf so lang, dass sie nur einmal im Monat oder im Jahr für’s Wochenende den Trek dorthin machen. Und das mit modernen Autos, nicht mit dem Pferdekarren. Und dann gibt es noch diejenigen, die gar nicht per Auto zu erreichen sind.

Leben in den Marlborough Sounds

1024px-Tory_Channel_Marlborough_SoundsEntlang der Meerengen der Marlborough Sounds haben sich einige Wagemutige niedergelassen, die nur per Boot erreicht werden können. Hier gibt es den einzigen offiziellen NZ Post Postboten, der nur per Boot Briefe, Pakete und vieles anderes abliefert. Er hat drei Routen, die er zweimal die Woche abklappert. Wenn dann an einem Tag das Wetter mal nicht mitspielt und er nicht anlegen kann, müssen die Bewohner auf die nächste Tour warten. Das kann dann schon manchmal haarig werden, vor allen Dingen mit verderblichen Waren oder Medikamenten. Dementsprechend versuchen alle, sich so einzurichten, dass sie auch mal ein oder zwei Wochen ohne Kontakt auskommen.

Gerade diese Abgeschiedenheit, verbunden mit einmaligen Naturerlebnissen, verführt viele Besucher zu Aufenthalten in den kleinen exklusiven Lodges der Gegend.

Und, um ganz ehrlich zu sein, in den heutigen Zeiten mit den exzellenten Kommunikationsmöglichkeiten kann im Falle eines Falles immer der Nothubschrauber kommen. So abgeschieden wie vor den Jahren der mobilen Telefone sind sie dann auch nicht mehr. Aber, wenn nur die Milch oder das Brot alle sind, mal eben schnell zum Supermarkt geht nicht. Selber backen oder melken vielleicht. Ist aber auch nicht unbedingt jedermanns Sache.

The Magic Mail Boat

Magic-Mailboat-PictonAuch hier hat der örtliche Postbote entdeckt, dass er in einer einmaligen Situation ist und interessierten Touristen eine andere Perspektive von Neuseeland präsentieren kann. Bei gutem und bei schlechtem Wetter, solange der Postbote sich auf den Weg macht, können ihn Touristen begleiten und sich entweder an bestimmten Stellen absetzen lassen oder die ganze Tour mitmachen. Als Einheimischer mit einer Familientradition die bis zu Zeiten Cap. Cooks zurückreicht, hat er ein reiches Arsenal an Familien- und Landesgeschichten zum Erzählen bereit.

Dieser Artikel beschreibt auf nette und persönliche Art (auf Englisch), die Erfahrungen und Entdeckungen, die man auf so einer Tour machen kann. Wer es nicht ganz so extrem haben will und trotzdem die Vorteile des Wissens der Einheimischen geniessen will, sollte sich uns bei Sidetracks anvertrauen. Wir haben über viele Jahre hinweg Erfahrungen gesammelt, die es uns ermöglichen, einen exklusiven und persönlichen Eindruck von Neuseeland zu vermitteln.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

NZD5Veränderungen im Gange

In den letzten Monaten hat es einige Veränderungen und Versuche der Veränderung im alltäglichen Leben hier gegeben. Einige von Euch können sich wahrscheinlich an den knappen Volksentscheid im letzten Monat gegen die neue Flagge erinnern. Diese Woche nun können wir lesen, dass das ‘neue’ Design des $5 Geldscheins honoriert worden ist. Und zwar von der IBNS, einem internationalen Notaphilie Verein. Insgesamt werden jedes Jahr weltweit um die 150 neue Geldscheine herausgebracht, von denen 20%  ausreichend neu entworfen sind, um nominiert werden zu können. Für 2015 konnte unser $5 Geldschein sich gegenüber der Schwedischen 20 Kronen, Russlands 100 Rubel, Kasachstans 20.000 Tenge und dem Schottischen 5 Pfund behaupten.

Neueste Sicherheitsmerkmale

NZD-banknote-5-new-zealand-dollars-1992-sir-edmund-hillary-mount-everestIn 2015 hatte die Bundesbank beschlossen, dass das Design und die Fälschungssicherheit der neuseeländischen Geldscheine verbessert werden müssten, um für die nächsten 10 – 15 Jahre sicherheitstechnisch aktuell zu bleiben.

Da Neuseeland und seine Bargeldindustrie zu klein sind, um eine eigene Druckerei zu unterhalten, gab es eine Ausschreibung für diesen Auftrag und die kanadische Firma Canadian Bank Note gewann sie. Sie sind Spezialisten im Bereich der Geldscheinsicherheit und anderer Geldtransferangelegenheiten. Die neuen Scheine werden weiterhin auf Polymerpapier (Plastik) gedruckt, haben aber ein paar weitere Sicherheitsdetails: ein klares Fenster mit Hologram, Mikrotext in den Abbildungen und die Denominierung als Puzzle u.a. Alle Massnahmen können natürlich nicht preisgegeben werden! Auf der Webseite der “Reserve Bank” gibt es ein kurzes Video, wo man ein bisschen die angewandte Technologie sehen kann. Ausserdem wurden die Designs ein bisschen modernisiert, indem hellere und klarere Farben ausgewählt wurden und viele Maoridesigns integriert wurden.

banknote-upgrade-proIm September 2015 konnten dann die ersten Designs begutachtet werden und im Oktober kamen die ersten Scheine – die 5 und 10 Dollar Scheine – in den Umlauf.  Die nächsten stehen ab dem 16. Mai den Banken zur Verfügung. Auch wenn es anfangs kritische Stimmen gegen die neue Scheine gab, kann Neuseeland doch zufrieden sein, dass mal wieder was Neuseelaendisches den ersten Platz eines internationalen Wettbewerbes gewonnen hat!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

Mal hin, mal her

Diese Woche konnte man mal wieder neuseeländische Bürokratie in Aktion beobachten, mit einem Grinsen im Gesicht. Am 18.4. konnten wir lesen, dass ein paar Touristen eine richtige Strandholzhütte am Tahunanui Strand bei Nelson gebaut hatten.beach hut 1

In den letzten Wochen gab es oft Unangenehmes über ‘Freedom” Camper zu lesen und da war es erfrischend was Positives zu lesen zu bekommen. Die beiden Paare, aus Deutschland und Amerika, hatten sich am Strand getroffen und nach einem geruhsamen Tag sich entschlossen eine Strandhütte zu bauen. Sie brauchten drei Tage und das Resultat begeisterte viele Strandgänger und die Einheimischen.

beach hut 3Tja, am Freitag konnte man dann lesen, dass die Hütte abgeriegelt worden sei, da die örtlichen Beamten der Meinung waren, die Hütte würde nicht den kommunalen Bauvorschriften entsprechen. Sie sei nicht sicher und könnte jemanden verletzten, falls sie einstürzen sollte. Mit einem quietsch-orangen Plastikzaun sollten nun kleine und grosse Kinder beschützt werden.

Wirklich?!

Das ging vielen Einheimischen doch sehr gegen den Strich und sie haben lauthals dagegen protestiert. Mit was für einem Resultat? Am Samstag Morgen konnte man auf Facebook und in den Zeitungen dann nachlesen, dass der Zaun wieder entfernt worden sei, mit der Bitte, dass doch alle sehr vorsichtig in der Hütte sein sollen!

Ende gut, alles gut!

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

Winterwonderland Wellington

Diese Jahr hat die Werbegruppe der Stadt ein Video veröffentlicht, um über Winter mehr Besucher in die Stadt zu locken. Die Besucherzahlen sind zwar positiv gewesen in den letzten Monaten , und nicht nur durch Besucher aus dem Ausland, und dieser Trend soll weiter anhalten. Die Einheimischen wissen natürlich, dass Winterzeit in Wellington Festivalzeit ist und brauchen diese Erinnerungen nicht, aber es schadet auch nicht, den Rest des Landes davon zu überzeugen, was für eine coole kleine Hauptstadt wir haben.

 

 

Matariki – Maori New Year

Matariki-magnet-shopify_1024x1024Ein wichtiges Ereignis im Kulturkalender Neuseelands sind die Feierlichkeiten und Veranstaltungen zum Beginn des Maori Neujahres – Matariki. In einer Broschüre der Maori Language Commission von 2010 werden anschaulich (zwar auf Englisch, aber gut verständlich) die Hintergründe dieser Feierlichkeiten erklärt. Im Geiste der europäischen Erntedankfeste und Sonnenwendfeiern ähnlich, aber aus der ozeanischen Perspektiven und mit einem Fokus auf Förderung der einheimischen Kultur und Sprache, wollen die Künstler zu einem bereichernden Austausch von Ideen animieren. cropped-for-website-900x570Die Ausstellungen und Veranstaltungen präsentieren die alten Traditionen in einem modernen Kontext und eröffnen neue Perspektiven des kulturellen Austausches und Wachstums für Jung und Alt.

 

 

NZIFF – New Zealand International Film Festival

Das alljährliche Filmfestival dagegen gibt Neuseeländern die Möglichkeit nicht nur einheimische Filme zu sehen, sondern auch zu entdecken was der Rest der Welt geschaffen hat. Wie schon in früheren Artikeln beschrieben, bringt dieses Festival kleine und grosse internationale Produktionen ins Land, die man im Durchschnittskino sonst nicht zu sehen bekommt. Dieses Jahr gibt es mal wieder einige interessante Kandidaten, mal sehen was ich an meinem Wochenende in der Stadt zu sehen bekommen werde.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Langes Wochenende zu Ostern

DSC_0044 (1024x681)Da es hier nun Herbst ist, hat unsere Familie das gute Wetter und das lange Wochenende (hier haben die Schulkinder auch noch den Dienstag frei!) genutzt und einen Ausflug entlang der Küste der Wairarapa unternommen. Dabei bekamen wir nicht nur ein paar abstürzende Altbauten zu sehen, sondern auch einige alte Bekannte, die sich auf den Felsen in der Sonne räkelten: die Seelöwen der einheimischen Kolonie wollten auch die letzten Sonnenstrahlen geniessen.

DSC_0022 (681x1024)Vorher konnten wir mit Entsetzen ein verlassenes und abstürzendes Haus an der Küste begutachten. Das Meer hat die Küste dort derart erodiert, dass schon vor einigen Monaten den Besitzern klar war, dass ihr Haus nicht mehr zu retten ist. Nach einem besonders heftigen Sturm kamen sie dann zurück und mussten es seinem Schicksal überlassen. Inzwischen ist es so gefährlich, dass es auch nicht mehr professionell abgerissen werden kann. DSC_0025 (681x1024)Traurig nun mitansehen zu müssen wie erstens ein Haus aufgeben wird und zweitens dadurch das Meer verschmutzt werden wird. Der örtliche Postbote, der inzwischen auch Touristen auf seinen Touren mitnimmt, veröffentlicht auf seiner Facebook Seite regelmässig Fotos von Sehenswürdigkeiten entlang seiner Route. Dort gibt es auch einige Fotos, die den Zerfall der Küste und die abstürzenden Hütten seit letztem Jahr drastisch dokumentieren.

Hassliebe Osterhase

Zu Zeiten der Kolonialisierung war es gang und gebe Kaninchen auf Inseln freizulassen um Nahrung für Schiffsbrüchige und Verstossene bereitzustellen. In manchen Gegenden waren die Bedingungen nicht immer günstig für die Verbreitung der Kaninchen, aber sobald Neuseeland aktiv und intensiv besiedelt und für intensive Agrarwirtschaft gerodet wurde, verbesserten sich deren Bedingungen schlagartig und innerhalb kürzester Zeit (1880) stellten sie eine Gefahr für die neuseeländische Wirtschaft dar.

dry_conditions_have_helped_rabbit_numbers_increase_55266ae9b1Die ersten Versuche, der Plage Herr zu werden endeten in einer weiteren Katastrophe: unzählige Frettchen, Wiesel und Hermelinwiesel wurden importiert, um den Kaninchen ein Garaus zu machen. Leider ging dies vollends daneben: statt Jagd auf die schnellen Renner zu machen, gingen sie der einheimischen, nicht fliegenden Vogelwelt mit verheerenden Folgen an die Gurgel.

Inzwischen versuchen die Landbesitzer und DoC mit anderen Mitteln die Anzahl in Grenzen zu halten, unter anderem seit 25 Jahren mit einer alljährlichen Osterjagd. Dieses Jahr versammelten sich an die 300 Nachteulen um für 24 Stunden ununterbrochen Jagd auf Karnickel und andere Schädlinge zu machen. Die 27 Mannschaften erlegten fast 10.000 Viecher – mehr als letztes Jahr – aber noch immer weniger als in dem Rekordjahr als 23.000 erlegt wurden. Für die meisten hört sich dies unglaublich an und ab und zu demonstrierten auch Tierschützer dagegen. Aber es werden immer weniger, da die katastrophalen Schäden an der Natur nicht mehr zu übersehen und bagatellisieren sind.

an_example_of_the_exploding_rabbit_population_phot_519224ffd4Gerade auf der Südinsel sind die erschreckenden Konsequenzen zu beobachten, wenn im Sommer die Schafe keine Nahrung mehr finden (6 Kaninchen essen pro Tag soviel Grass wie ein Schaf) oder nach starken Regenfällen die Berghänge aufgrund der fehlenden Vegetation abrutschen.

Diese biologischen Katastrophen, die einen riesigen Effekt auf die Biotope und die Wirtschaft Neuseelands haben, sind der Grund warum heutzutage so streng an der Grenze kontrolliert wird. Deshalb nicht böse sein und alle mitgebrachten Äpfel, Bananen oder Sonstiges in den Abfalleimer wandern lassen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

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