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Pop-up Krankenhaus für Pinguine

Diese Saison hatte der Yellow-eyed Penguin Trust sich mit der Otago School of Nursing zusammengetan und in Dunedin ein vorübergehendes Krankenhaus speziell für die Gelbaugenpinguine eingerichtet. Über die Sommermonate sollten so mehr Tiere behandelt werden können, ohne sie dem zusätzlichen Stress eines Fluges nach Wellington oder Auckland auszusetzen. In den neun Wochen in denen die Station offen war, konnten deshalb 34 Pinguine schnell behandelt werden. Da die Hauptbrutzeit nun vorüber ist, wird es nun geschlossen und weitere Patienten müssen entweder von den örtlichen Tierärzten behandelt werden oder zu Spezialisten auf die Nordinsel geflogen werden.

Bedrohte Pinguine

Dieser Aufwand könnte einem etwas übertrieben vorkommen, aber mit nur ca. 250 registrierten Brutpärchen auf der Südinsel, steht diese Art noch immer an der Spitze von der Ausrottung bedrohter Arten. Diese Art ist gefährdet weil sie nicht nur eine kleine Gruppenanzahl hat, sondern auch weil sie sich in einem relativ kleinen Gebiet aufhalten und dort fortpflanzen. Jegliche Veränderung in der Ökologie ihrer Umwelt hat direkten Einfluss auf ihren Bestand. Weiterhin sind sie leicht anfällig für Krankheiten, die die Kolonie innerhalb einer Saison zum Teil auf die Hälfte reduzieren können.

Nationale Ikone

Als nationale Ikone auf dem 5-dollar Schein verewigt, ist es gut zu wissen, dass es den trust gibt, der sich um den Schutz und Erhalt dieser endemischen Vogelart kümmert. Um diesen Schutz wirksam durchzuführen und dabei auch die Unterstützung der Einheimischen und Besucher zu gewinnen, wurden zum Beispiel in einer ausgesuchten Gegend “Schützengräben” angelegt, von wo aus diese putzigen Tiere beobachtet werden können ohne sie in ihrer natürlichen Umgebung zu stören.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Was es nicht so alles gibt, weltweit und hier in Neuseeland

Beim Lesen meiner virtuellen Magazine bin ich diese Woche auf einen interessanten – eher erschreckenden – Artikel auf der Ze.tt Seite zum neuesten Phänomen auf dem Touristikmarkt gestossen – dem Airbnb.

Seit fast zehn Jahren schon können Weltenbummler auf günstige Weise fremde Länder und Städte erkunden, indem sie sich freie Zimmer über Airbnb in ihren Urlaubszielen reservieren. Die Stärke dieses öffentlichen Marktplatzes liegt in der Struktur: Benutzer und Anbieter haben öffentliche Profile – ähnlich wie bei Facebook, können auch über Facebook geschaffen werden – und werden gegenseitig bewertet. So sollen sowohl schlechte Gäste als auch schlechte Gastgeber vermieden werden.

Trotzdem kann es immer mal wieder zu unangenehmen Erfahrungen kommen, wenn die Beschreibungen einfach nicht der Realität entsprechen oder auch wenn die Beschreibungen oder Bewertungen nicht sorgfältig gelesen und interpretiert werden. In dem oben genannten Artikel hat die Autorin nun neun extreme Beispiele angeführt, von denen unglaublicherweise vier davon in Neuseeland zu finden sind! Zum Glück kann ich nur anführen, dass eine liebe Freundin letztes Jahr mit Familie unterwegs war und unter anderem Airbnb mit guten Erfahrungen genutzt hatte.

Dies ist natürlich nur zur unterhaltenden Information gedacht: unsere Touren sind derart geplant, dass eine entsprechend zivile und angenehme Unterbringung und Verpflegung garantiert ist. Entdeckt und geniesst Neuseeland mit uns, ohne Euch Sorgen über all diese “Kleinigkeiten” machen zu müssen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

Vorsicht besser als Nachsicht

Früher war Neuseeland als Insel automatisch von vielen Schädlinge abgeschottet und die schlechten Erfahrungen der vergangenen Jahrhunderte aufgrund der freiwilligen und unfreiwilligen Besiedelung sollen in Zukunft durch strikte Vorsichtsmassnahmen an der Grenzen vermieden werden. Dies betrifft nicht nur internationale Besucher, die mit Flugzeugen oder Kreuzfahrtschiffen hier ankommen, auch Containerschiffe die ihre Ladung hier löschen wollen, müssen sich strengen Kontrollen unterziehen.

Je kleiner, umso unerwünschter

Irgendwann wird jeder Besucher Neuseelands wahrscheinlich bei der Ankunft mal den Kopf geschüttelt haben wegen der übertrieben vorkommenden Sorge vor unerwünschten biologischen “Einwanderer”. Ob das Fruchtfliegen im Obst, Varroamilben im Honig oder MKS Viren an den Wanderschuhen sind – für die individuellen Besucher des Landes kann das Ausfüllen der Einreiseformulare durchaus übertrieben und verwirrend vorkommen.

Die zahlreichen Kontrollen durch Grenzbeamte und deren Schnüffhunde erscheinen auch aufwandsreich. Aber viele Bereiche der neuseeländischen Flora und Fauna können schnell aus ihrem empfindlichen Gleichgewicht gebracht werden. Diese Bereiche umfassen nicht nur das offensichtliche ökologische Gleichgewicht in der reinen Natur, auch die Agrarwirtschaft kann davon nachhaltig betroffen werden.

Kontrolle auf und unter Wasser

Und umso komplizierter gestaltet sich die Kontrolle der nassen Grenze Neuseelands. Nicht nur müssen die Innenräume der Schiffe schädlingsfrei sein, auch unterhalb der Wasserlinie wird kontrolliert. Im Rahmen dieser Kontrollen wurde am letzten Sonntag (5.3.17) zum ersten Mal ein Schiff ausgewiesen: Taucher entdeckten, dass das Schiff DL Marigold einen mit ‘barnacles and tube worms’ (Rankenfusskrebsen, riftia pachyptila) überwachsenen Schiffskörper hatte. Das Boot ist jetzt auf dem Weg nach Fidschi, um dort ordentlich gesäubert zu werden, bevor es zurück nach Neuseeland darf, um seine Ladung aus Indonesien zu löschen.

Internationaler Schiffsverkehr

In den letzten Jahrzehnten hat das Volumen des internationalen Schiffsverkehr leider derart zugenommen, dass es sich nicht mehr nur um das eine oder andere verseuchte Schiff handelt. Und die Wissenschaft weiss inzwischen nur allzugenau, wie empfindlich Ökosysteme sind und wie schnell sie zerstört werden können. Daher ist es ermutigend zu sehen, dass die Behörden ihr Bestes tun, um weitere Umweltkatastrophen zu vermeiden. Das mag im individuellen Fall lästig und übertrieben vorkommen – und im Fall des Containerschiffs auch teuer werden – aber am Ende zählt, dass alles unternommen werden muss, um die Natur zu schützen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

Natur erleben

campingDie Natur hautnah erleben zu können ist für die meisten Besucher in Neuseeland ein wichtiger Punkt bei der Urlaubsplanung. Dabei ist es allgemein bekannt, dass man der Natur nicht viel näher kommen kann als in einem Zelt am Ufer eines abgelegenen Sees, im Busch oder am Strand! Gerade für junge Studenten die auf ökonomische Weise das Land kennenlernen wollen, sind Entdeckungsfahrten mit dem eigenen Auto und Zelten in der Natur (‘freedom camping’) beliebte Alternativen.

Freedom campers bereiten Kopfschmerzen

Leider sind diese freedom camper immer öfters in den Nachrichten wegen ihrem negativen Verhalten: in der Regel machen sie auf sich aufmerksam, wenn sie eine Menge unangenehmen Dreck und Abfall hinterlassen. Die Zahl dieser Besucher hat in den vergangenen Jahren derart zugenommen – und die Beschwerden über ihr respektloses Verhalten – dass einige regionale Verwaltungen nun drakonische Bussgelder zur Regulierung in Betracht ziehen.

Zuviel – zu schnell

camping-2Die Probleme demonstrieren wie schnell in den letzten Jahren die Besucheranzahl in Neuseeland sich erhöht hat. Und dass die Entwicklung der Infrastrukturen dem nicht nachgekommen ist. Inzwischen haben sich die am schlimmsten betroffenen Lokalitäten herauskristallisiert und die Gemeinden versuchen den Besuchern und Anwohnern gerecht zu werden, indem sie weitere Campingmöglichkeiten designieren und mit Sanitäranlagen ausstatten.

Kein Problem für Sidetracks

Auf unseren Touren jedoch können wir die abgelegenen und magischen Ecken Neuseelands auf intensive und nachhaltige Weise entdecken. Der respektvolle Umgang mit der Natur und Tierwelt ist ein wichtiger Bestandteil unserer Philosophie. Deshalb können unsere Teilnehmer mit ruhigem Gewissen die majestische Schönheit der Berge geniessen und wissen, dass am Ende des Tages nicht nur eine gute Mahlzeit und Schlafmöglichkeit sie erwarten, sondern auch ordentliche und umweltfreundliche Sanitäranlagen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Früh übt sich der Umwelt- und Tierschützer

In den vergangenen Tagen häufen sich die guten Nachrichten zu der Brutsaison der Kakapos. Dies nehmen die verschiedenen Organisationen zum Anlass, sich bei den zahlreichen freiwilligen Helfern zu bedanken.

kccZunächst die Kinder, die sich durch Spendenaktionen am Schutz der einheimischen Teddybären beteiligen. Über den allgemeinen Kiwi Conservation Club (KCC) werden durch informative und interessante Aktionen junge Kinder angeregt, sich aktiv am Umwelt- und Tierschutz hier in ihrer Heimat zu beteiligen. Da “fund raising” eine akzeptierte Methode für Schulkinder ist, Gelder aufzubringen – sei es für einen Schulausflug oder für die Beschaffung bestimmter Geräte für die Schule –  ist es auch eine logische Art, Gelder für die Kakapos zu beschaffen. Auf dem Blog der Webseite können die Kinder dann stolz ihre Aktionen dokumentieren und andere Kinder zu weiteren Aktion inspirieren.

Internationale Unterstützung

plushieFür die internationale Gemeinschaft der Tierliebhaber gibt es die Möglichkeit, durch ‘Adoptionen’ den Fortgang der Schutzmassnahmen zu unterstützen. Dies ermöglicht Individuen und Gemeinschaften – wie Schulklassen und Betriebe zum Beispiel – je nach finanzieller Lage, sich zu beteiligen und als Zeichen der Wertschätzung eine Plüschvariante der Kakapos zu erhalten. Dies geschieht über die Kakapo Recovery Webseite und auf der Facebook Seite können die neuesten Adoptiveltern vorgestellt werden.

Nationale Begeisterung und Mitarbeit

kakapo-idZu guter Letzt die freiwilligen Rangers, die vor Ort die Küken und erwachsenen Kakapos beobachten und betreuen. Auf der Facebook Seite kann man nun die Fotos der diesjährigen Rangers betrachten, während ihrer Arbeit mit und für die Kakapos. Auf manchem Bild sehen die Vögel tatsächlich wie kuschelige Teddybären aus! Jede Saison – wenn die Umweltbedingungen vorteilhaft sind – kann man sich über die Webseite der Kakapo Recovery als Ranger in einer bestimmten Region bewerben. Da die Zucht von zahlreichen Umweltfaktoren abhängig ist, gibt es leider keine feste Daten und Interessierte müssen regelmässig die Webseite besuchen.

Hoffnungsvolle Zukunft

Wie schon in einem früheren Artikel erwähnt, war diese Saison besonders erfolgreich und das Team hofft, diesen Erfolgstrend über die nächsten Jahre derart auszubauen, dass der Bestand als gesichert gelten kann. Solltet Ihr Fragen haben, zu den einen oder anderen Aktivitäten, bitte meldet Euch und wir werden unser Bestes tun, Euch zu helfen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

Natur weiterhin überzeugend

Foto von Bernhard Spragg

Foto von Bernhard Spragg

Wir wissen ja inzwischen zur Genüge, dass Neuseelands Berge und Busch beliebte Filmorte für zahlreiche Filme gewesen sind. Die gute Nachricht für die Filmindustrie ist, dass die Landschaft weiterhin sehr beliebt ist: wie die örtliche Presse berichtet, fangen diese Woche die Dreharbeiten an für die erneute Verfilmung des Buches ‘A Wrinkle in Time’ von Madeleine L’Engle. Mit Reese Witherspoon, Oprah Winfrey und Mindy Kaling sollen am Lake Hawea einige Aussenaufnahmen für den ‘Young Adult Science Fantasy” Roman gemacht werden.

Lake Hawea als Filmkulisse

Und warum denke ich (Petra), das ist es eine Notiz wert?

Lake Hawea, der kleinste der Gletscherseen bei Wanaka ist auch auf unseren Touren durch die Südinsel zu bewundern. Der See ist einer vier Gletscherseen der Gegend und ein beliebter Ferienort: mit zahlreichen Wasseraktivitäten im Sommer und guten Skimöglichkeiten im Winter kann man zu jeder Jahreszeit eine Beschäftigung finden. Oder in Ruhe die Strasse entlang des Sees fahren und die friedvolle und beeindruckende Landschaft geniessen.

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‘Leider’ finden die Dreharbeiten auf der Hunter Valley Station im Norden des Sees statt – abseits der Hauptstrasse – und sind damit der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Da muss ich mich nun bis nächtes Jahr gedulden, um zu sehen wie und wo Neuseeland sich wieder von seiner besten Seite zeigen wird.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Leckere Mitbringsel

imagegen-ashxDiese Monate kann man den Sommer quasi essen: es ist Erntezeit auf den Obstplantagen der Südinsel und in den Supermärkten stapeln sich die frischen und saftigen Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen und Nektarinen. Bald kommen die neuen Äpfel und dann wird es wieder Zeit zum Backen des traditionellen Kiwi Mitbring-Nachtisch: apple crumble! Einfachheit und Flexibilität sind Grundlage dieses Erfolgsrezeptes : sowohl frisches als auch eingemachtes Obst kann verwendet werden und wenn es heiss mit Sahne serviert wird, kann niemand widerstehen.

Heute wollen wir Euch diesen Klassiker näher bringen – naja, so nah wie es halt über’s Internet geht – mit dem Rezept aus dem Edmonds Kochbuch:

Edmonds Fruit Crumble

Für 6 Personen

Zutaten:

Glas- oder Prozellanbackform ca. 1.5 -2l Volumen

600g eingemachtes Obst (Äpfel, Pflaumen, Rhabarber…) oder ca.1kg frisches Obst, in Häppchen kleingeschnitten.

2 Esslöffel brauner Zucker4989574069_03c8b7429e_b

255g Mehl

1 Teelöffel Backpulver

100g Butter

64g weisser Zucker

 

Methode:

Ofen auf 190° Celsius vorheizen

Obst in die Schüssel, braunen Zucker darüber streuen. Mit frischem Obst: mit dem Zucker vermischen.

14111225869_962e22b1a1_bIn einer Schüssel das Mehl, Backpulver und die Butter zusammenarbeiten, am besten mit einem Messer oder einer Gabel, bis es die Konsistenz von grobem Paniermehl hat. Dann den weissen Zucker untermischen und gleichmässig über’s Obst verteilen. Aber nicht glattstreichen.

Im Ofen für ca. 30 Minuten goldbraun backen und dann heiss mit Vanillesauce, Vanilleeis, Sahne und/oder Jogurt… servieren!

Guten Appetit!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

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