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Hoppla, Winteranfang?

2015 snow 3Schon wieder geht eine Wandersaison zu Ende und eigentlich sollte uns ein goldener Herbst in den Winter führen. Leider hatte das Wetter was anderes im Sinn: diese Woche entlud ein antarktischer Sturm über der Nord- und Südinsel genug Schnee, um ein paar Skienthusiasten auf die Pisten zu locken! 2015 snow 2Aber die Metereologen haben beruhigend erklärt, dass diese Kältewelle nur kurz dauern wird. In der Regel fängt die Skisaison Mitte oder Ende Juni an und in den letzten Jahren waren die Betreiber der Skifelder wegen der zu erwartenden Schneemenge besorgt. Im Moment sind sie guter Hoffnung und arbeiten kräftig an ihren Vorbereitungen, so dass sie eventuell auch früher öffnen können.2015 snow

Ende und Anfang

Zunächst wollen wir uns bei all unseren lieben Besuchern und Freunden die wir dieses Jahr wieder gesehen haben bedanken und hoffen, Ihr habt Eure Zeit in Neuseeland auf’s Höchste genossen. Wir würden uns freuen, Euer Lieblingsfoto zu sehen oder einen kleinen Kommentar zu einem besonderen Erlebnis zu lesen!

mapWährend hier in Neuseeland nun die Wandersaison zu Ende geht, bereiten wir uns auf die kommende Saison in Deutschland vor und wollten kurz fragen, ob ihr schon unsere andere Webseite angeschaut und gesehen habt, was für interessante Touren wir innerhalb Deutschland und Umgebung anbieten? Die Seite ist zwar auf Englisch, aber anhand der Karte könnt Ihr sehen, wo wir reisen werden. Und unsere Reiseführer kennt Ihr ja wahrscheinlich schon aus Neuseeland!

Sidetracks Prinzip in Deutschland

Die Deutschland Touren sind nach dem gleichen Prinzip geplant und organisiert wie die neuseeländischen, so dass man die touristischen Höhepunkte durchaus zu sehen bekommt, aber in der Regel sie auf abgelegenen Pfaden erkundet. Solltet Ihr Interesse und Zeit haben, würden wir uns freuen Euch Deutschland aus einer anderen Perspektive zu präsentieren.

Mit vielen lieben Grüssen vom Sidetracks Team und bis zum nächsten Mal!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Technik macht’s möglich

Einen Blick aus der Vogelperspektive auf einen bekannten Ort zu werfen ist immer faszinierend, vor allen Dingen wenn man selber dort nicht hingehen kann aufgrund der Entfernung oder aus anderen Umständen. Aber nicht jeder kann es sich leisten, entweder einen Hubschrauber zu mieten oder eine teure Drohne anzuschaffen. Dank dem Internet haben in den letzten Wochen weitere Drohnenvideos aus Christchurch weitere überwältigende Einblicke in das Ausmaß der vergangenen Erdebeben geben können.

Weltweite Wissbegierde

15_04-Summit-Road-e1428649407704Die Sicht aus der Vogelperspektive ist nicht nur für Laien ansprechend, auch Experten der verschiedensten Berufssparten haben grossen Bedarf an derartigem Informationsmaterial. Ein Erdbeben und die resultierenden Erdrutsche können aus zahlreichen Perspektiven ausgewertet werden. Historisch orientierte Geologen werten die freigelegten Gesteinslagen aus, während Bauingenieure die Stabilität umliegender Berge, Strassen und Tunnel bewerten. In Zusammenarbeit erstellen sie Gutachten, die die Sicherheit der Bevölkerung verbessern sollen. Diese Sicherheit ist auch der Grund, warum die Sumner Road in Lyttelton zum Beispiel noch immer der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden kann.

Christchurch Umgebung

800px-LytteltonHarbour2adj_gobeirneIn Lyttelton, 12 km südlich von Christchurch, befindet sich ein internationaler Seehafen, was die Stadt zu einem wichtigen Knotenpunkt für die Wirtschaft und den Tourismus macht. Lyttelton liegt auf der Banks Peninsula, einer Halbinsel vulkanischen Ursprungs. Dies erklärt die zahlreichen Gebirgsketten, die die Gegend durchziehen und von denen man eindrucksvollen Panoramaansichten über die Umgebung hat. Leider sind derartige Passstraßen sehr anfällig und können durch einen Erdrutsch schnell unpassierbar werden.

Sumner Road in Lyttleton

In nur sieben Monaten (Sept.2010 – Juni 2011) wurde die Gegend dreimal von schweren Erdbeben – oder Nachbeben – heimgesucht die grosse Schäden anrichteten. Während die Zerstörung in den Städten schnell zu erkennen ist, ist dies nicht so leicht auf dem Land oder in den Bergen. Aber wenn eine beliebte Aussichtsstrecke wie die Sumner Road gesperrt ist, ist dies offensichtlicher. Die Gemeinde hat zwar beschlossen, dort auch mit Aufräumungsarbeiten zu beginnen, aber diese werden voraussichtlich nicht vor 2017 beendet sein.

Egal oder Legal?

https://www.flickr.com/photos/purecaffeine/8174133333/Trotz strenger Verbote gibt es die einen oder anderen Wagemutigen – oder Lebensmüden – die auf eigene Faust auf der gesperrten Straße dem Gipfel zugehen. Andere haben nun die Möglichkeit dies per Video legal und gefahrenlos im Internet zu tun.

Am 9. April haben die YeahNah Productions (“YeahNah” ist ein klassischer Ausdruck für Unentschiedenheit) ihr Video hochgeladen und der Öffentlichkeit freigegeben. Dies Video zeigt eindrucksvoll wie nah beieinander Schönheit und Zerstörung existieren können.

 

 

 

 

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Neuseeland aus neuseeländischer Perspektive

kawerau bungy centreIm letzten Jahr hatten wir Euch unsere neue Radtour durch Neuseeland vorgestellt, die unter anderem zwei Tage lang die Gegend um Queenstown erkundet. Und gerade dort ist nun eine neuseeländische Reisejournalistin zusammen mit ihrer Familie im Auto unterwegs gewesen. Auf ihrer Rundreise von Queenstown nach Wanaka, über Arrowtown und Cromwell, bekamen sie die Gegend aus den verschiedensten Perspektiven zu sehen. Moderne architektonische und bautechnische Meisterwerke wie die AJ Hackett Zentrale an der Kawerau Brücke und dem Clyde Damm stehen in grossem Kontrast zu den restaurierten Gebäuden der Kolonialzeit und den liebevoll rekonstrukturierten Strassen in Arrowtown und Cromwell zum Beispiel.

Geschichtsunterricht unterwegs

Old Cromwell Town, New Zealand.Die Neuseeländer sind sich bewusst, dass viele Besucher aus Europa keine detaillierten Vorstellungen von der Kolonialgeschichte Neuseelands haben und geben sich deshalb grosse Mühe, ihre Geschichte nicht nur für die eigenen Nachkommen zu bewahren, sondern auch den Besuchern eindrucksvoll zu vermitteln. Und so kann auf einer Reise durch die Südinsel Neuseelands schnell der Eindruck aufkommen, man sei auf einer Tour durch ein riesiges Freilichtmuseum.

louiseDer Bericht dieser Kurzreise ist derart nett geschrieben, mit den jeweiligen Kommentaren der jugendlichen Kinder garniert, dass ich nur empfehlen kann, ihn im Original zu lesen. Nur in Kürze auf Deutsch: nach anfänglichem Desinteresse haben sich die Kinder von der Begeisterung der Eltern mitreißen lassen und einiges über die Lebensumstände ihrer Vorfahren gelernt. Die Eltern haben dagegen mit mehr oder weniger grossem Entsetzen festgestellt, wie alt sie sind und wieviel sich seit ihrer letzten Besuche geändert hat!

In diesem Sinne kann ich – mit einem zwinkerndem Auge – nur empfehlen regelmässig nach Neuseeland zu kommen, auf dass die Veränderungen nicht zu heftig empfunden werden!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Sidetracks und Christchurch

bridge_600Vielen unserer Freunden, Bekannten und ehemaligen Kunden ist bewusst, dass Sidetracks in Christchurch seinen Sitz hat. Einigen könnte auch bekannt sein, dass es ursprünglich in Avonside war, dem Vorort von Christchurch, der am stärksten betroffen war von den Erdbeben am 4.September 2010 und 22. Februar 2011. In einem Interview damals beschreibt Angelika – Gründerin und Inhaberin – eindringlich ihre Sorgen bezüglich ihrer Mitarbeiterinnen, Nachbarn und der Stadt allgemein. Während zahlreiche Fotos und Videos mit erschreckendem Detail das Ausmass der Zerstörung dokumentiert haben, wollen wir mit unseren Berichten und Artikeln versuchen Euch eine positive Perspektive zu präsentieren. Nicht, um die Vergangenheit zu vergessen, sondern um eine bessere Zukunft zu schaffen.

Avonside – Gestern

Original_Avonside_ChurchAvonside ist der zweitälteste Vorort von Christchurch, benannt nach der Holy Trinity Avonside Kirche, die 1855 gebaut worden war. Die Kirche wurde leider derart beschädigt im 2011 Erdbeben, das sie im folgenden September abgerissen werden musste. So wie viele andere historische Gebäude.

Seit dem Erdbeben gibt es viele und laute Diskussionen, ob und zu welchem Preis historische Gebäude gerettet werden sollen. In manchen Gebieten von Avonside fand diese Diskussion erst gar nicht statt, da sie in der sogenannten red zone waren: die Häuser waren zu sehr zerstört und das Gelände zu unstabil als dass neue gebaut werden könnten. Nachdem die Regierung und Versicherungen sich auf ein Entschädigungsmodell geeinigt hatten, wurden die betroffenen Häuser schnellst möglich abgerissen.

Avonside – Heute

Das heutige Avonside gibt ein zwiespältiges Bild ab: auf der einen Seite leere Grundstücke, die langsam von der Natur zurückerobert werden. Auf der anderen Seite werden Häuser renoviert, gestrichen und Gärten neu angelegt.

In einem interessanten Video kann dieser Gegensatz nun genau gesehen werden. Letzte Woche hatte Jimmy Ryan seine Drohne über Avonside geschickt und den Flug gefilmt. Damit war er in der Lage, Gebiete der red zone zu filmen, die bisher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich waren. Dann hat er die geografisch ungefähr entsprechenden Fotos/Videos bevor dem Erdbeben von Google Earth Pro runtergeladen und mit eingespielt.

Keine weiteren Worte mehr, lasst die Bilder sprechen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

Nationalkuchen Pavlova

classic pavZu besonderen Gelegenheiten servieren die Neuseeländer gerne eine leckere Spezialität, die endlich als ihre Schöpfung anerkannt worden ist: die Pavlova Torte. Während die Grundzutaten – Eischnee, Essig, Speisestärke und Sahne – immer konstant sind, schaffen die Dekorationen vielfältige Variationen. Ende des Sommers wird die gebackene Baisermasse mit saftigen, frischen Früchten – Beeren vor allen Dingen – belegt. Gerade im Sommer ist auch eine andere Variante als Nachtisch zum schweren Barbecue beliebt: kleine Baiser Happen mit Zitronencreme (lemon curd) bestrichen und einer kleinen Sahnehaube oder Früchten oben drauf!

Da bei uns der Sommer nun langsam zu Ende geht und die nördliche Erdhälfte dem Frühling zugeht, wollen wir Euch ein klassisches Rezept vorstellen mit dem Ihr ein bisschen Neuseeland nach Deutschland bringen könnt.

Hier das Rezept aus dem klassischen Kochbuch Neuseelands: Edmonds Cookery Book

Zutaten: für 6mini pavs

Backblech mit Backpapier, ~22cm Kreis auf Papier markiert

4 Eiweiß

250g feiner Streuzucker (je mehr Zucker umso knuspriger/härter wird die äussere Schale)

1 EL weisser Essig oder Zitronensaft

1 TL Vanille Essence (1 Tütchen Vanillezucker, dann 1 EL Zucker weniger)

1 EL Speisestärke

Zubereitung:

Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Eiweiße und den Zucker für ungefähr 10 Minuten zu einem dicken und glänzenden Schnee schlagen.

Wenn Vanillezucker verwendet wird, dies im obigen Schritt beifügen. Wenn Vanille Essence verwendet wird, jetzt mit dem Essig oder Zitronensaft und der Speisestärke vermischen und dann dem Eischnee zufügen. Weitere 5 Minuten bei höchster Stufe schlagen.

Die Masse auf dem Backpapier zu einer runden Form ausstreichen, den Kreis nicht ganz ausfüllen, ca.2 cm Rand lassen. Die Oberfläche relativ glatt streichen.

In den Ofen und dann die Temperatur runterstellen auf 100° und für 1 Stunde backen.

Nach einer Stunde Ofen abstellen und die Ofentür ein kleines bisschen öffnen. Die gebackene Baisermasse langsam im Ofen abkühlen lassen.

tea and pavVorsichtig vom Backpapier auf eine Servierplatte bringen und mit geschlagener Sahne und Früchten dekorieren. Was die Früchte angeht, sind der eigenen Fantasie und Geschmack keine Grenzen gesetzt. Während die klassische Pavlova Kiwischeiben hatte, sind heutzutage frische Beeren bevorzugt.

Wer einen Zitronenbaum hat, kann versuchen einen klassischen lemon curd herzustellen. Nicht nur gut zum Dekorieren von Torten, sondern auch exquisit als Brotaufstrich für einen klassisch englischen afternoon tea, mit frischem Toast und einer heissen Tasse Tee.

Viel Spass und hoffe, es schmeckt gut!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

Gute Nachrichten von der Südinsel

In der letzten Woche konnte die Ministerin für Umweltschutz Maggie Barry verkünden, dass die Verhandlungen für eine Landschenkung auf der Südinsel erfolgreich beendet worden sind. Die Verhandlungen, letzten Jahres in Angriff genommen, bedeuten dass 53.000 Hektare nun mehr auf Ewigkeit unter Schutz stehen und dass ein Grossteil der Kosten zur Schädlingsbekämpfung, Instandhaltung der Zäune und Wanderwege aus der Tasche der Besitzer bezahlt werden muss.

Moderne Grossgrundbesitzer

motatapuVor über zehn Jahren hatten Shania Twain und ihr damaliger Mann Robert J. Lange mehrere Grossreviere in der Umgebung von Queenstown erworben. Diese Farmen sind sogenannte ‘pastoral leasehold properties’, langfristig gepachtete Gebiete. Unter strengen Vorlagen zum Umweltschutz und Garantien für öffentlichen Zugang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Gegenden konnten sie erworben werden. Im Jahre 2004 wurden diese Verkäufe sehr positiv gesehen und weitere Einkäufe des Paares gerne gesehen. Leider hat sich diese Einstellung geändert und inzwischen werden Landkäufe von reichen Ausländern nicht mehr laut herausposaunt.

Nationales Kulturgut vs Privateigentum

Auch wenn die meisten der Neuseeländer selber sich diese Farmen nicht leisten können, sind sie und die Landschaften Teil ihres nationalen Bewusstseins und Stolzes. Weil Neuseeländer genauso gerne wandern wie unsere Besucher, haben sie Sorge, dass ganze Bergketten im Privatbesitz von Ausländern für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich sein werden. Daher ist es wichtig, dass Regeln den Zugang zu diesen Gebiete zu kontrollieren. Dies wäre einfach, wenn die entsprechenden Gebiete vom Staat gekauft und in Naturschutzgebiete verwandelt würden. Leider ist dies für ein Land mit einer so kleinen Bewohnerzahl wie Neuseeland, sprich niedrigem Steuereinkommen, finanziell nicht möglich. Der Kaufpreis und die Unterhaltungskosten könnten nicht vom Staat bezahlt werden.looking_up_the_arrow_river_into_mount_soho_station_53e499d993

Die juristischen Details der Pachtverträge sind zu kompliziert, um hier einfach dargestellt zu werden. Aber der Staat hat sich durch breite Formulierungen die Möglichkeit erhalten, die Eigentumsbedingungen detailliert zu gestalten. In Kürze nur, in einem ständigen Hin und Her werden Zugeständnisse von Eigentümern und den Gemeinden gemacht, die die beste langfristige Nutzung und den Schutz für die jeweiligen Landgebiete zum Ziel haben.

Nationaler Umweltschutz durch internationalen Beitrag

Und hier macht sich die Beliebtheit Neuseelands bei internationalen Multimillionären bezahlt. Die grosszügige Geste von ‘Mutt’ Lange hat mit einem Schlag den Bestand der vertraglich geschützten Gebiete um 40% erhöht und es wird den neuseeländischen Steuerzahler nichts kosten. Obwohl dies von einigen Kritikern bestritten wird: die Farmen machen seit ihrem Verkauf einen Verlust und haben deshalb keine Steuern zu zahlen gehabt.

Um ganz ehrlich zu sein, ich (Petra) bin nicht als Steuerberaterin ausgebildet und kann die Zahlen die hin- und hergeschleudert werden nicht qualitativ bewerten. Aber die Farmen haben viele einheimische Angestellte, die hier in Neuseeland Steuern zahlen, hier in Neuseeland einkaufen gehen und Geld ausgeben. Die Gemeinden profitieren garantiert von diesen aktiven Farmen. Deshalb meine unqualifizierte Meinung: egal wie, Hauptsache das Land kann nicht mehr extrem bewirtschaftet werden, Umweltschutz wird aktiv betrieben und jedermann kann in den Genuss dieser einmalig schönen Landschaften kommen.

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Solltet Ihr weitere Infos zu diesem Thema haben, meldet Euch kurz mit einem Kommentar oder weiteren Notizen. Und solltet Ihr Interessen haben, welche im Moment zu kurz kommen, lasst es mich auch wissen!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

Mehr Zäune für mehr Tiere

new white kiwi in bushIn einigen früheren Artikeln haben wir kurz über die Naturschutzerfolge in isolierten Reservaten gesprochen. Zealandia in Wellington und Pukaha Mount Bruce zum Beispiel können einige Erfolge verbuchen für den Erhalt der Sattelvögel (Zealandia) und Kiwis (Mount Bruce). Allein in Mount Bruce wurden in den letzten Jahren zahlreiche Kiwis innerhalb des Schutzgebietes geboren. Diese Erfolge sind wichtig für die Zukunft ähnlicher Projekte in Neuseeland. Eines dieser Projekte ist die Brook Waimarama Sanctuary in Nelson.

Brook Waimarama Sanctuary

waimaramaVor gut zehn Jahren gründeten engagierte Naturschützer eine gemeinnützige Stiftung, mit dem Ziel durch intensive Schädlingsbekämpfung und Errichtung eines Zauns den Bestand der einheimischen Tierarten zu schützen und zu fördern. Die vergangenen Jahre haben den Mitgliedern die Möglichkeit gegeben aus den Massnahmen, Fehlern und Erfolgen der anderen Institutionen zu lernen. Vor allen Dingen was die Finanzierung angeht: Zealandia zum Beispiel muss seine Erfolge verteidigen gegen die Kritiker, die es nicht gerne sehen, dass ein Grossteil der Unterhaltskosten durch die örtlichen Steuerzahler abgedeckt werden müssen. Ähnliche Probleme gab und gibt es auch für die Nelson Stiftung. Aber die Gemeinde hat auch dazu gelernt und macht ihren Beitrag zu den Kosten von der Höhe der gesammelten Spenden abhängig.

Unterstützung durch Land und Gemeinde

brookDie Unterstützung durch die ganze Gemeinde ist notwendig, um Projekte dieser Art erfolgreich zu unterhalten. Es fängt bei den Steuerzahlungen an und hört nicht mit der täglichen Arbeit der Freiwilligen auf. Da die Nelson Region jedes Jahr zahlreiche Besucher aus Übersee hat, ist es wichtig den Zusammenhang von Umweltschutz und dessen Kosten und die Relevanz für das regionale Tourismusgeschäft zu verstehen und den betroffenen Parteien verständlich zu machen. In den vergangenen Jahren haben die Verantwortlichen in der Stiftung viel über alle diese Faktoren gelernt und sind überzeugt ein Geschäftsmodell entwickelt zu haben, welches eine attraktive Erfahrung für Besucher schafft, ohne eine finanzielle Last für die Einheimischen zu sein.

Ich hoffe, sie haben Erfolg und als Steuerzahler für Zealandia, auch wenn ich selber dort nicht regelmässig hingehe, bin ich dankbar, dass es erfolgreich existiert!

Rückmeldungen erwünscht

Als Betreiber ist es wichtig für uns zu erfahren wie Eure Meinungen zu Eintrittspreisen etc zu derartigen Schutzinseln ist. In der Regel sind die Kosten Teil unserer Tourpakete wenn Besuche dieser Art geplant sind, aber wenn nicht, würden Eintrittspreise Euch vom Besuch derartiger Schutzgebiete abhalten? Kommentare und Nachrichten sehr willkommen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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