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Unterwegs in Neuseeland

Blade NZUnd mal wieder haben ein paar Kiwis bewiesen, dass man alles, aber auch Alles anders machen kann als der Rest der Welt: sie haben vor ein paar Wochen ihre Tour vom Cape Reinga im Norden nach Bluff im Süden beendet und werden in Kürze eine Videoserie ins Internet stellen.

Was nun anders an ihrer Reise war? Sie waren auf Rollschuhen unterwegs! Die ganze Zeit!

Auf Rädern das Land sehen

Für viele unserer Besucher ist es inzwischen gang und gäbe Neuseeland per Fahrrad zu entdecken, aber diese Art der Fortbewegung dürfte wohl nicht allzu populär werden. Wie die beiden jungen Herren bereitwillig zugeben, wollten sie eine besondere Art der Herausforderung haben und da keiner der beiden besonders geübt im Rollschuhfahren war, hatten sie sich darauf geeinigt. Dementsprechend haaresträubende Situationen gibt es zu sehen und wunderbare Reaktionen anderer Leute die sie auf ihrer Reise getroffen haben. Im Moment haben sie vor, ihre Etappen im Internet zu veröffentlichen, wir werden Euch dann die jeweiligen Episoden vorstellen und kommentieren! Hier zunächst einmal einen Vorgeschmack, solltet Ihr Probleme haben ihren Akzent zu verstehen, lasst es uns wissen und wir übersetzen schnell.

 

 

Traditionelle Radreisen

Auf richtigen Fahrrädern und mit dem zusätzlichen Komfort der Gepäckbeförderung könnt ihr mit uns den Süden Neuseelands bereisen und Euch auf die Landschaft und Tierwelt konzentrieren. Schaut doch mal bei unseren Angeboten rein und lasst Euch inspirieren.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Einheimische Feen und Kobolde

lichen treesSchon lange bevor Peter Jackson die tolkienschen Feen, Kobolde und Hobbits nach Neuseeland brachte, hatten die einheimischen Maoris bestimmte Gegenden als ideale Wohnorte für mystische Gestalten markiert. Einer davon befindet sich auf der Banks Peninsula bei Christchurch und ist das Otepatotu Naturschutzgebiet. Den Namen ‘Otepatotu’ kann man so ungefähr mit ‘Wald der Feen’ übersetzen. Ein leichter bis mittelschwerer Wanderweg führt einen für eine Stunde den Berg hoch, mit Baumflechten geheimnisvoll überwucherte Totaras markieren den Weg zum Gipfel und oben angelangt kann man einmalige Aussichten über die Akaroa Halbinsel  geniessen.

Geheimtipp wird populär

KB_anna_2_optSchon seit den 70er Jahren sind Kletterer auf den Gipfel gewandert, um dort die Klippen zu erklimmen. Auf der neuseeländischen “Kletterseite” kann man die Entwicklung der verschiedenen Kletterrouten und Kommentare über die Jahre hinweg verfolgen. Nach den letzten Erdbeben sind diese Klippen noch beliebter geworden da sie kaum beschädigt worden waren. Seitdem wurden alte Routen gesäubert, gesichert und der allgemeine Zugang verbessert. Dadurch können nun auch Familien und Nicht-Sportler dieses Überbleibsel des einheimischen Waldes geniessen. Sidetracks bietet auch geführte Wanderungen auf der Banks Peninsula an – ein bisschen weiter südlich von diesem Park – die entlang der verschiedenen Buchten der Halbinsel durch einheimischen Busch, über Farmland und an Strände führen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

Spannendes Neuseeland in Worte und Bilder gefasst

120x185_R10gesch_Klap110_070110Unsere ehemalige Mitarbeiterin und fleißige Blog-Schreiberin Anja Schönborn hat jetzt ihr geballtes Neuseeland-Wissen in einen informativen neuen Reiseführer gesteckt. ‚Neuseeland – Zeit für das Beste’ beleuchtet die 15.811 kilometerlange Küstenlinie Aotearoas und alles Spannende was dazwischen liegt. Viele Geheimtipps, interessante Hintergründe und 450 eigens auf den Inhalt abgestimmte Fotos machen das Werk der Neuseeland-Expertin zur unverzichtbaren Reisevorbereitung.

Das Team

Anja Franz Josef Glet#63D3CAnja lebt und arbeitet seit über 8 Jahren als Journalistin und TV-Redakteurin in Wellington auf der Nordinsel. Erst 2014 hat sie einen erfolgreichen Wellington-City-Guide veröffentlicht, in dem sie ihren Hinterhof und ihre neue Wahlheimat aus der Sicht der Bewohner vorstellt. Das Konzept der Reisebandreihe vom Bruckmann Verlag hat ihr gut gefallen und so ließ sie sich überzeugen, noch einen weiteren Reiseführer zu schreiben, diesmal über ganz Neuseeland. Im praktischen A5-Taschenbuch, welches gut in den Koffer passt, hat sie ihr gesamtes Neuseeland-Wissen aus Beruf und Privatleben gepackt. Der neue Reiseführer unterscheidet sich dadurch klar von anderen Anbietern. Neben vielen Insiderinformationen aus erster Hand und jeder Menge Herzblut wurden über 450 Fotografien eingearbeitet, um ein möglichst anschauliches Informationswerk zu schaffen. Nach der Konzeptionierung fuhr der Fotograf Sönke Dwenger alle wichtigen Stationen in Neuseeland ab, um zum Text passende Bildmotive einzufangen.

Die Motivation

„Neuseeland ist und bleibt jeden Tag aufs Neue meine große Leidenschaft“, verrät die Autorin, welche uns auch lange in unserem Sidetracks-Blog tatkräftig unterstützt hat. „Durch meine journalistische Arbeit für deutsche Printmedien und für das deutsche Fernsehen, konnte ich mir tatsächlich über all die Jahre ein sehr großes Wissen über Land, Leute und Kultur aneignen, welches ich immer wieder in den Reiseführer einfließen lasse.

Die Insider Tipps

Zudem gibt es unzählige kleine Tipps und ungewöhnliche Attraktionen, sowie untouristische Ausflugsziele, die normalerweise nur die in der jeweiligen Region lebenden Neuseeländer kennen. „Und vielleicht Angelika von Sidetracks“, fügt Anja schmunzelnd hinzu. „Ob der Insider-Tipp von meiner Nachbarin, ein selbst erlebtes Reiseabenteuer oder eine in den neuseeländischen Medien als heißer Tipp für Kiwis verkaufte Attraktion, alles wurde in über einem Jahr haarkleiner Recherche und liebevoller Schreibarbeit mit in den Reiseführer eingearbeitet. Panorama-ButcherDam

Wer also Lust auf Baden in unbekannten heißen Naturquellen mitten im Wald, eine bewegende Übernachtung mit Maori im Marae, abenteuerliche Kajaktrips auf abgelegenen Urwaldflüssen oder die emotionale Begegnung mit freilebenden Kiwis im Mondschein bekommen hat, sollte mal in ‚Neuseeland – Zeit für das Beste’ hineinblättern.“ Natürlich fehlen auch die Highlights der Haupttouristenroute nicht, ergänzt mit nützlichen Zusatzinformationen. Anhand des Buches kann man sich bestens auf den Neuseeland-Urlaub vorbereiten.

Autorin: Anja Schönborn

 

Motivationsgrund Lebensqualität

Hocking_Peaks_Adventure_Park,_Logan,_OhioDiese Woche in den neuseeländischen Nachrichten: mit der Seilbahn zum Arbeitsplatz! Auf der Südinsel hat ein Milchbauer ein paar Ideen realisiert, die den Arbeitstag nicht gerade schneller oder einfacher gestalten, aber für ein bisschen Spass sorgen. So hat er eine Seilbahn installiert, die einen vielleicht nicht schneller, aber mit in bisschen mehr ‘Juhuu!’ fortbewegt. Ausserdem hat er ein paar Golfschläger und Golfbälle bereitgestellt und bei gutem Wetter kann man versuchen, die Wassertröge der umliegenden Weiden zu treffen. Sein Grund dafür ist, dass die Arbeit nicht Geld zum Überleben anschaffen soll, sondern ein schönes, aktives und abwechlungsreiches Leben ermöglichen soll. Und Teil dieser Philosophie ist nun mal auch, dass die Arbeit unter guten Bedingungen erledigt werden soll. Dass heist natürlich nicht, dass es immer nur Spass und Spielen ist, aber Unterbrechungen dieser Art halten jeden aktiv und motiviert. Nach anfänglichen Stürzen hat er die Seilbahn nun verbessert, strenge Regeln für deren Gebrauch etabliert und ausserdem ist sie nicht der Öffentlichkeit zugänglich.

Gemeinschaftsinn wichtig

grassMit dieser Philosophie erkennt er auch an, wie wichtig es ist, zufriedene Arbeiter und Familien in der Gemeinde zu haben. Gerade in den abgelegenen Regionen Neuseelands ist der Zusammenhalt der Gemeinde ausschlaggebend für den Erfolg eines Betriebs. Die Abgeschiedenheit mancher Regionen, die die Besucher Neuseelands so geniessen, hat doch so seine eigenen Herausforderungen für die Menschen, die dort leben und arbeiten. Daher müssen nicht nur die Arbeiter an sich bei guter Laune gehalten werden, sondern die ganzen Familien. Alljährliche Grillparties geben allen eine Gelegenheit sich besser kennenzulernen und neue Arbeiter mit eingesessenen bekannt zu machen. Wer mit uns durch Neuseeland wandert, kann auf einigen Touren die daraus entwickelte Gastfreundschaft selber kennenlernen und geniessen.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

Winterwanderungen zu Wasser

humpbackwhaleJedes Jahr markiert der Winteranfang den Beginn der Bestandsaufnahme der Buckelwale und anderen Walarten in neuseeländischen Gewässern. Seit sie 1966 unter weltweitem Artenschutz stehen, wird jedes Jahr für 4 Wochen ihr Bestand und Zustand registriert und mit Daten anderer Länder verglichen. Der alljährliche Tripp in den wärmeren Norden des Südpazifiks zu den Fortpflanzungsgebieten macht dies einfacher für die Forscher, kann aber durchaus riskant für die einzelnen Wale werden.

Und wieder ein bisschen verfahren

Am 22.7.2015 war ein SüdkaperSouthern Right Whale – ein bisschen zu nah an die Nordküste der Nordinsel gekommen und fand seinen Weg nicht mehr aus einer Bucht. Am Mount Maunganui Strand in der Bay of Plenty wurde der Wal gesichtet und schnell von DoC Mitarbeitern beaufsichtigt und bei Flut in Richtung offenes Meer geleitet. Zum Glück war er nicht richtig gestrandet, so dass keine grössere Rettungsaktion nötig war, aber trotzdem mussten Polizei und Feuerwehr anrücken um Leute davon abzuhalten ins Wasser zu gehen oder den Helfern den Weg freizuhalten!

Gute Nachrichten für den Umweltschutz

Migaloo-breach-Dan-BurnsVon 2005 bis 2007 fand diese Bestandsaufnahme nur für zwei Wochen statt, aber seitdem konnte DoC mit Unterstützung der OMV NZ dies für vier Wochen organisieren und konnte dieses Jahr Rekordzahlen vermelden. Noch hinken die Bestände hinter den australischen hinterher, sind aber stetig am steigen. Und ein besonderer Bonus war die Sichtung eines weissen Wales in der ersten Juliwoche! Den Fotos nach scheint es ein Wal namens Migaloo – Aborigine für ‘white fella’ (weisser Kerl) – zu sein, der sich hauptsächlich an der australischen Küste aufhält. Eine Gewebeprobe soll diese Identifizierung bestätigen und ausserdem klären, ob es sich um einen Albino handelt oder ‘nur’ um eine Farbvariation.

Wale beobachten

Und gute Nachrichten dieser Art sind natürlich auch für unsere Besucher wichtig. Jeder der an einer ‘whale-watching’ tour teilnimmt, möchte diese herrlichen Geschöpfe in ihrem natürlichen Element erleben und sich an deren verbesserten Lebensbedingungen erfreuen. In diesem Sinne hoffen wir, dass die kommende Paarungssaison erfolgreich ist und im nächsten Sommer neue Mitglieder in den Herden schwimmen. Solltet Ihr daran besonders interessiert sein, folgt diesem Link oder schaut Euch unsere Reisen an, die den Ort Kaikoura im Reiseverlauf haben!

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

 

 

150 Jahre Wellington

parliament panoramaDieses Wochenende feiert Wellington seinen 150sten Geburtstag als Hauptstadt Neuseelands. Am 26.7.1865 hatte das Parlament seine erste Sitzung in dem neuen Gebäude in Wellington. Bis dahin war Auckland Regierungssitz gewesen, aber die Einrichtungen der Dienststellen dort waren derart mangelhaft, dass sie als ‘shedefice’ (shed office – Barackenbüro) verspottet wurden. Ausserdem wurde befürchtet, dass aufgrund der geografischen Position der Hauptstadt die Südinsel – mit ihrer grösseren Bevölkerung zu dem Zeitpunkt und den Goldvorkommen – sich trennen und eine eigene Kolonie im britischen Empire werden könnte.

Empfehlungen der Nachbarn

parliament postcard historicEs wurde beschlossen, die Hauptstadt sollte zentraler gelegen sein und da man sich nicht auf einen Standort einigen konnte, bekamen drei Beauftragte aus Australien die Aufgabe erteilt, einen geeigneten Standort zu finden. Nach zahlreichen Präsentationen, Festbanketten und Tanzveranstaltungen kamen sie zu der nüchternen Feststellung, dass Wellington der beste Standort für den Regierungssitz sei und verschwanden nach Empfang ihres eher grosszügigen Honorars wieder nach Australien.

Für viele ist es heutzutage unverständlich, dass Beamte eines anderen Staates derartige Empfehlungen geben können, aber man muss bedenken, dass damals Australien und Neuseeland Kolonien des britischen Empires waren und als solche dessen Regierungs- und Weisungsgewalt unterlagen. Da die Einheimischen keine Einigung erreichen konnten, sollten auswärtige neutrale Beobachter eine schnelle Entscheidung ermöglichen. Seitdem herrscht eine ständige Rivalität zwischen den beiden Städten, was für Bewohner und Besucher gleichsam vorteilhaft ist: zahlreiche Museen, Kulturstätten und Festivals existieren in beiden Standorten und für jeden Geschmack etwas anbieten.

Klein, aber Fein!

Parliament_Slides_1-939x532Man könnte nun meinen, dies sei Anlass zu vielen grossen Feiern, aber Wellington hat sich entschlossen, im Vorfeld nur kleinere Aktivitäten zu organisieren , die zur allgemeinen Verbesserung des Stadtbildes beitragen und dann zum aktuellen Termin ein paar grössere Veranstaltungen zu haben. Diese konzentrieren sich natürlich um das Parlamentsgebäude und die umliegenden historisch relevanten Gebäude wie der Nationalbibliothek und dem Staatlichen Archiv. Am Wochenende können die hoffentlich zahlreichen Besucher viele Institutionen und Museen umsonst betreten und einen Blick auf historische Dokumente werfen, eine Lasershow am Parlamentsgebäude bestaunen oder Dave Dobbyn und den Orpheus Chor am Samstag in einem Konzert sehen! Hoffen wir nur, dass das Wetter mitspielt!

Und zu diesem aktuellen Anlass ein sehr interessantes Video von Michael Jooß

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

 

Tropische Besucherin in Wellington

turtle wgtnAm Samstag dem 11. Juli landete eine tropische Besucherin an Wellingtons Küste: eine Oliv-Bastardschildkröte. Obwohl sie relativ weit verbreitet im Pazifischen und Indischen Ozean ist, gehört diese kleine Meeresschildkrötenart inzwischen leider auch zu den gefährdeten Arten.

Auf der Karte kann man sehr gut ihren Verbreitungsraum sehen und dass sie sich schon ein bisschen ‘verfahren’ haben musste, um in Wellington zu stranden. Zum Glück haben ein paar aufmerksame Spaziergänger sie gefunden und nun ist sie im ‘The Nest” im Wellington Zoo und wird dort von den Tierärzten betreut. Lieux pontes tortue olivatre by Pinpin - Own work using Inscape (2)Die Strapazen ihrer Irrfahrt und eine Verletzung machen den Arzten im Moment Sorgen, aber die Tatsache, dass sie einen starken Kampfgeist zeigt, gibt ihnen Hoffnung, dass sie wieder zu Kräften kommen wird. Da ihr Magen im Moment noch nicht am funktionieren ist, wird ihr intravenös Nährflüssigkeit zugeführt, bis sie wieder feste Nahrung zunehmen kann.

Medizinische Versorgung unterwegs

Ridley die Schildkröte hat noch mal Glück im Unglück gehabt und muss sich keine Sorgen machen, wer für all die Kosten aufkommen wird. Leider ist dies nicht so einfach für andere Besucher Neuseelands. Auch wenn das neuseeländische Gesundheitssystem jeden im Notfall zunächst einmal versorgt, ist es für uns zweibeinige Reisenden sehr empfehlenswert eine Reiseversicherung abzuschliessen bevor wir uns auf Touren begeben. Dann braucht man sich im Falle eines Falles keine Sorgen zu machen um spätere Rechnungen. Solltet Ihr diesbezüglich Fragen haben, schaut Euch kurz unseren Tipp in den Reisevorbereitungen an oder meldet Euch bei uns.

Autorin: Petra Alsbach-Stevens

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